2D-Spiele wären für einen Anfänger, der die 9. Klasse besucht im Rahmen des möglichen. 3D-Spiele kann man aber knicken. Entweder baut man da die 3D-Engine selber, was mangels Mathe-Kenntnisse (Vektoren, Matrizen) und Programmierwissen (Algorithmen, Kontrollstrukturen, Konzepte, Design) nicht drin ist, oder man fuchst sich eine halbe Ewigkeit in eine vorhandene 3D-Engine ein.
Letzterer Weg hat den Nachteil, dass man einfach nicht so vielschichtig ist, wie man es gerne hätte und dann auch braucht. Man muss Proggen können, man muss Designen können, man muss eine Geschichte erzählen können, etc. So ein Multikulti-Talent ist mir nicht bekannt.
Daher wird auch nie mehr als ein kleines Zwischendurchspiel drin sein. (TicTacToe, Kartenspiele, vielleicht auch ein Sidescroller - die üblichen Verdächtigen eben.)
Ich empfehle mit Java anzufangen. Die Sprache bietet meiner Meinung nach den besten Einstieg.
Beherrscht man sie einigermaßen (1-2 Jahre Anwendung), kann man sich dann mal nach anderen Sprachen umsehen, die ähnlich sind, z. B. C#.
Hat man C# eine Weile verwendet, ist der Sprung zu C++ gar nicht mehr so weit, da die Sprachen verwandt sind. Und kannst du C++, schneidest du es einmal in der Mitte durch und - schwupps - beherrscht du quasi auch C.
Wichtig ist, dass du eine Sprache über längere Zeit studierst. Das ist der einzige Weg, um die vielen Konzepte kennen zu lernen, auf die diese Sprache fusst. Das hilft dir, mit den meisten anderen Sprachen zurecht zu kommen, da die Konzepte dort meist auch angewendet werden.
Kennst du dann, sagen wir mal, zwei große Sprachen (zB Java und C#), dann schadet ein Blick über den Tellerrand nicht und man sollte sich mal Sprachen mit anderen Paradigmen anschauen. Hier fällt mir zB Prolog, Scheme oder auch "Otto-Normal"-Shellprogrammierung (PowerShell, Bash, usw.) ein. Python, SQL und Assembler sind definitiv dann auch einen Blick wert.
Wenn du hier angekommen bist, weißt du dann allerdings ohnehin, was du machen willst und suchst dir danach die passende Sprache aus.