Radde schrieb:
Eigentlich interessant, wie sich die Konservative Partei als Verfechter des "schlanken Staates" gewandelt hat.
Warum ist das jetzt interessant? Was aktuell in den USA abläuft, bei den Republikanern ist das überhaupt nicht neu und man kann ähnliches quasi durchgängig in vielen "liberalen" und "konservativen" Parteien beobachten.
Wenn es darum geht, den Staat für die eigenen Ziele zu nutzen, nehmen sich die Parteien nicht wirklich was, die Frage ist immer nur, wer am Futtertrog mit geduldet wird. So manche Forderung aus dem konservativen Lagern gehen - das ist allerdings auch Kultur bedingt - in Europa zum Beispiel gerne so weit, dass der Staat bei großen Investitionen die "Reichen" absichern soll. Genauso, dass Staaten quasi Zusicherungen übernehmen sollen für Investitionen - schau dir mal an, was da in den letzten Jahren und Jahrzehnten teilweise an "Gesetzen" und "Vertragswerken" weltweit durchgesetzt wurden.
Und das wichtigste Ziel eines Politikers ist die Wiederwahl, was glaubst du, wie die sich teilweise selbst verbiegen, wenn es um ihren Posten geht und wie da hantiert wird. Da wird für das ganze Land auf ein trockenes Brot und Wasserdiät gesetzt, der eigene Landkreis/Wahlkreis davon jedoch ausgenommen, wenn man um die Stimmen fürchtet.
Genauso mit großen Firmen in bestimmten Gegenenden, was meinst du, wie Politiker da teilweise dann plötzlich Gesetze und Co lockern können und wie schnell das alles geht. Oder wie schnell da auch mal Bearbeitungsschritte vorgezogen werden können, weil plötzlich die Weisung ins eigene Resort geht, etwas bevorzugt zu behandeln.
Am Ende sind sich auch diese Leute in der Regel erst mal selbst die Nächsten. Sieht man ja auch dabei, wie viele Abtreibungsgegner unter den Republikaner Affären hatten und dann doch mal schnell die Abtreibung gezahlt haben. Wirklich "integre" Politiker wirst du heute kaum noch finden, die werden in der Regel allerdings auch nicht gewählt, weil diese anecken und wirklich auch mal kritische Fragen stellen und nicht nur versuchen irgendwelchen Leuten zu gefallen.
CDLABSRadonP... schrieb:
Viel gebracht haben die Aktienrückkäufe und Dividenden den Aktionären in der Zeit allerdings nicht.
Bei den Gewinnausschüttungen kommt es halt immer darauf an, was du persönlich damit machst und wie du es verbuchst. Ich hab damit viermal im Jahr - paar mal mehr, zahlen ja alle zu unterschiedlichen Zeiten - durchaus nette "Taschengeldboosts" und kann damit Sachen kaufen oder noch weiter investieren. Hab damit auch bei Intel so einige Aktien, die ich quasi auch heute ohne "Verlust" als Reingewinn in den Büchern stehen habe, weil ich kein "verdientes" Geld benutzen musste.
Und klar ist die Dividende erst mal "negativ" für den Aktienkurs, allerdings ist das in der Regel relativ. Zu den Stichtagen der Gewinnausschüttung reduziert sich der Kurs "kurzzeitig" bei der Aktie um den ausgeschütteten Betrag, der Kurs erholt sich jedoch kurz darauf wieder.
Dividenden haben zudem den Vorteil, dass sie ein "passives" Einkommen generieren können, ohne dass das eigene Vermögen angegriffen werden muss, wenn man später davon mal leben will. Meine Dividenden bekomme ich in der Regel unabhängig vom Kurs, sondern abhängig vom Gewinn der Firma. Es gibt Firmen, die sind da "spendabler", andere etwas weniger. Bei einer "vernünftigen" Dividendenstrategie, geht man als Aktionär in der Regel jedoch relativ gut raus. Wenn man dann in den ersten Jahren auch passend "Reinvestiert", kann man sogar mit den Dividenden auch mal risikoreichere Geschäfte finanzieren, ohne dass es einem Wehtut und später - bei passender Strategie und Glück - kann man von den Dividenden leben, weitere Investitionen vornehmen und das Vermöge bleibt erhalten.
Wer bei Aktien rein auf "Kurs" geht und irgendwann davon "Leben" will, muss entweder ab dem Tag relativ gut die Börse im Blick behalten, um Verkäufe und Käufe so auszutarieren, dass er weiterhin sein Vermögen mehrt, oder man braucht das Vermögen mit der Zeit auf.