Zehkul
Admiral
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Flip Flappers 05
Dass Flip Flappers mit der immer präsenten Sexualität klarmacht, dass es nicht Yuri Subtext sein will, habe ich ja bereits erwähnt. Diese Folge nimmt sich das nun explizit vor.
Wir befinden uns in einem typischen Class S Setting, randvoll gepackt mit den größten Yuri-Klischees wie der Lilie. (Jap.: Yuri) Es fehlen eigentlich nur die Kreuze an der Wand um die katholische Mädchenschule perfekt zu machen, aus direkten Anspielungen auf eine bestimmte Religion hat sich die Folge aber herausgehalten. Die Kerzen sind genug um diese Stimmung auf subtilere Art und Weise zu erwecken.
Nicht nur Maria-sama ga Miteiru, das großen Anteil daran hatte, den Gokigenyou Gruß zu verbreiten und mit dieser Sorte Yuri zu assoziieren, wird damit aufs Korn genommen, sondern auch der Großteil moderner „Yuri“ Werke: Geschichten über Schulmädchen, in denen schlicht keine Männer vorkommen. Die Mädchen sind sinnbildlich eingesperrt im schönen Blumengarten, denn die schmutzige „Außenwelt“ wird nicht erwähnt, die Iyashikei Qualitäten des Animes sollen erhalten bleiben. Dieses Umfeld legt den Gedanken nahe, dass viele nur deshalb so am gleichen Geschlecht hängen, weil es das andere schlicht nicht gibt. Verstärkt wird das dadurch, dass die meisten dieser Serien nur süßen, aber keinerlei sexuellen Inhalt haben, und so gibt es auch in dieser Folge anstatt der triebhaften Ess-Darstellungen zivilisiert Tee und Kekse.
Führt man diesen Gedanken fort, wird realistischerweise ein großer Teil dieser Mädchen irgendwann einen Mann heiraten, weshalb der Glockenturm als phallisches Symbol in der Ferne (diese Veränderung des Turms kann doch kein Zufall sein!) ragt, das die Serien bemüht sind, zu verstecken. Die Zukunft wird nicht erwähnt, die Gegenwart geht ewig weiter, und deshalb befinden wir uns in einer Zeitschleife. Auch andere Werke haben darüber schon Witze gemacht, Yuru Yuri zum Beispiel macht genau diese Zeitschleife explizit und lässt seine Charaktere immer wieder dasselbe Jahr durchlaufen.
Der Ausweg aus dieser Welt ist der zwölfte Glockenschlag, der bisher gefehlt hat. Damit läuft die Zeit weiter und das Yuri überdauert die Schule. Hoffentlich? Zumindest müssen sie sich nur wieder den Gefahren von außen stellen, sie existieren nicht mehr in einem beschützten Vakuum.
Besonders interessant ist, dass die Welt gar nicht mal als rein böse dargestellt wird. Viele Momente sind sehr niedlich, und selbst das Gokigenyou ist nach anfänglichem Schockwert oft eher komisch als gruselig. Die ganze Folge symbolisiert so das etwas zwiegespaltene Verhältnis der Autorin zu Yuri. Diese Serien haben ihren Platz in der Welt, aber aus reiner Yuri Sicht fehlt etwas.
Geniale Folge! Fast noch besser als 03.
Eine süße Beobachtung: Cocona demonstriert wieder einmal ihre Depression, sie hat außer ihrem Hasen nichts, an dem sie hängt. Die Verwandlung mithilfe eines bedeutungsvollen Gegenstands klappt aber dennoch mit einem einfachen Stock, weil sie ihn von Papika erhalten hat.
Hidaka (der rosa Typ) hat die seltsame Bemerkung gemacht, dass die andere Pure Illusion Gruppe eine bessere Statur/einen besseren Aufbau hat. Die Doppeldeutigkeit bzw. sogar ungewöhnliche Wortverwendung scheint beabsichtigt zu sein, da Cocona es kommentiert. Dass einige Charaktere Laborkinder sind, liegt eh schon nahe, aber könnte das nicht sogar noch weitergehen? Andere Sinneswahrnehmung ist ein großes Thema der Serie, und zufälligerweise gibt es eine Organisation mit einer großen Menge sprechender Roboter …
Dass Flip Flappers mit der immer präsenten Sexualität klarmacht, dass es nicht Yuri Subtext sein will, habe ich ja bereits erwähnt. Diese Folge nimmt sich das nun explizit vor.
Wir befinden uns in einem typischen Class S Setting, randvoll gepackt mit den größten Yuri-Klischees wie der Lilie. (Jap.: Yuri) Es fehlen eigentlich nur die Kreuze an der Wand um die katholische Mädchenschule perfekt zu machen, aus direkten Anspielungen auf eine bestimmte Religion hat sich die Folge aber herausgehalten. Die Kerzen sind genug um diese Stimmung auf subtilere Art und Weise zu erwecken.
Nicht nur Maria-sama ga Miteiru, das großen Anteil daran hatte, den Gokigenyou Gruß zu verbreiten und mit dieser Sorte Yuri zu assoziieren, wird damit aufs Korn genommen, sondern auch der Großteil moderner „Yuri“ Werke: Geschichten über Schulmädchen, in denen schlicht keine Männer vorkommen. Die Mädchen sind sinnbildlich eingesperrt im schönen Blumengarten, denn die schmutzige „Außenwelt“ wird nicht erwähnt, die Iyashikei Qualitäten des Animes sollen erhalten bleiben. Dieses Umfeld legt den Gedanken nahe, dass viele nur deshalb so am gleichen Geschlecht hängen, weil es das andere schlicht nicht gibt. Verstärkt wird das dadurch, dass die meisten dieser Serien nur süßen, aber keinerlei sexuellen Inhalt haben, und so gibt es auch in dieser Folge anstatt der triebhaften Ess-Darstellungen zivilisiert Tee und Kekse.
Führt man diesen Gedanken fort, wird realistischerweise ein großer Teil dieser Mädchen irgendwann einen Mann heiraten, weshalb der Glockenturm als phallisches Symbol in der Ferne (diese Veränderung des Turms kann doch kein Zufall sein!) ragt, das die Serien bemüht sind, zu verstecken. Die Zukunft wird nicht erwähnt, die Gegenwart geht ewig weiter, und deshalb befinden wir uns in einer Zeitschleife. Auch andere Werke haben darüber schon Witze gemacht, Yuru Yuri zum Beispiel macht genau diese Zeitschleife explizit und lässt seine Charaktere immer wieder dasselbe Jahr durchlaufen.
Der Ausweg aus dieser Welt ist der zwölfte Glockenschlag, der bisher gefehlt hat. Damit läuft die Zeit weiter und das Yuri überdauert die Schule. Hoffentlich? Zumindest müssen sie sich nur wieder den Gefahren von außen stellen, sie existieren nicht mehr in einem beschützten Vakuum.
Besonders interessant ist, dass die Welt gar nicht mal als rein böse dargestellt wird. Viele Momente sind sehr niedlich, und selbst das Gokigenyou ist nach anfänglichem Schockwert oft eher komisch als gruselig. Die ganze Folge symbolisiert so das etwas zwiegespaltene Verhältnis der Autorin zu Yuri. Diese Serien haben ihren Platz in der Welt, aber aus reiner Yuri Sicht fehlt etwas.
Geniale Folge! Fast noch besser als 03.
Eine süße Beobachtung: Cocona demonstriert wieder einmal ihre Depression, sie hat außer ihrem Hasen nichts, an dem sie hängt. Die Verwandlung mithilfe eines bedeutungsvollen Gegenstands klappt aber dennoch mit einem einfachen Stock, weil sie ihn von Papika erhalten hat.
Hidaka (der rosa Typ) hat die seltsame Bemerkung gemacht, dass die andere Pure Illusion Gruppe eine bessere Statur/einen besseren Aufbau hat. Die Doppeldeutigkeit bzw. sogar ungewöhnliche Wortverwendung scheint beabsichtigt zu sein, da Cocona es kommentiert. Dass einige Charaktere Laborkinder sind, liegt eh schon nahe, aber könnte das nicht sogar noch weitergehen? Andere Sinneswahrnehmung ist ein großes Thema der Serie, und zufälligerweise gibt es eine Organisation mit einer großen Menge sprechender Roboter …
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