engineer123 schrieb:
Ferner muss es sich um Personen handeln, die sich ihren Balkon absichtlich vollstellen wollen.
Also kein Platz mehr für gleichzeitig Balkonsitzgarnitur, Wäscheständer, Grill etc. pp.
Wieso AUF den Balkon? Die meisten BKW hängen AM Balkon. Gerade bei größeren Mietshäusern wäre AUF dem Balkon auch ziemlich dämlich, weil idR dann heftige Verschattung durch den Balkon darüber und andere Faktoren auftritt.
Rukizz schrieb:
1,6 kWh Akku sind wirklich wenig. nur mal eine kleine Beispielrechnung. Solarmodule mit Südausrichtung, 18-8uhr so gut wie kein Licht. Der durchschnittliche Verbrauch dürfte 100W nicht überschreiten, der Akku ist dann bei 10% angekommen.
Nicht den Denkfehler machen, dass der Akku einen durch die Nacht oder sonstwas bringen MUSS. Das ist keine Inselanlage, bei der dann plötzlich das Licht ausgeht. Bei diesen Anlagen dient der Speicher einzig und allein dazu, den Eigenverbrauch der möglichen PV-Energie zu erhöhen. Wenn der Akku leer ist, dann kommt der Strom weiterhin aus dem Netz.
Für die Wirtschaftlichkeit der Akkus ist einzig und allein entscheidend, wie viele zusätzliche kWh selbst genutzte Energie aus der PV-Anlage sie dir ermöglichen würden.
pitu schrieb:
Nach wieviel Jahren hat sich denn so ein Kraftwerk amortisiert?
Je nach Set und eigener Situation ca. 3-8 Jahre.
MilchKuh Trude schrieb:
Lohnt der Speicher, wenn das dadurch locker 700 Euro mehr werden?
Wenn man nicht erwartet, dass die Investition sich nach 2 Jahren amortisiert, dann ja.
Solche Systeme sind langfristig zu sehen. Die Investitionssumme mag höher sein, aber der Profit ist es am Ende auch. Ein einfaches BKW bringt meist zwischen 80 und 150€ im Jahr, ein größeres mit Speicher kann auf 400-600€ pro Jahr kommen.
madmax2010 schrieb:
Output e1600 wird alle 5 Minuten gescraped, der Shelly ist echtzeit. Nur da um zu messen, wie viel Wirklich im Hausnetz hinter dem Wechselrichter anliegt, da der Wechselrichter leider keine Messung am Output hat.
Hat der echt keinen Wert für den aktuellen AC-Output?
Wie schnell ist denn da eigtl. die Regelung? Auch so 3-5 Sekunden?
andy_0 schrieb:
Ich überlege mir so ein System anzuschaffen, frage mich aber, wie viel Speicher man wirklich benötigt.
So wenig wie möglich (weil es Geld kostet). Hängt von deinem Verbrauch und dem Ertrag der Module ab. Du musst quasi jede "verschenkte" kWh, die in den Akku und anschließend irgendwann in dein Hausnetz fließt, aufsummieren. Nach meiner Erfahrung kann man erstmal ganz grob mit dem Faktor 1:2 rechnen, also 2kWh Speicherkapazität pro 1 kWp Leistung der Module. Und dann muss man sehen wie viel Strom man verbraucht. Wenn man nur 1500 kWh im Jahr braucht, lohnt sich mehr als 2 Module mit ca. 1 kWp + 2-3 kWh Akku eher nicht. Die Anlage würde zwar lange nicht die 1500 kWh im Jahr überschreiten, aber der durchschnittliche Tagesverbrauch im Sommer ist vermutlich nicht 3-4 mal so hoch wie der im Winter. Daher würde im Sommer pro Tag viel zu viel Strom produziert und im Winter weiterhin zu wenig. DAS kann man mit Speichern nicht ausgleichen, denn dazu müsste man mehrere 100 kWh an Kapazität aufbauen, die aber niemals im Ansatz wirtschaftlich wären.
Ich habe hier 4 Module mit insgesamt ca. 1,8 kWp und dazu 7,6 kWh Speicher. Eigtl. wären ca. 5 kWh vernünftiger gewesen, aber ich wollte ohne zusätzliche Wandlung auf wenigstens 36V Batteriespannung kommen. Der dritte 12V Akku war also eher Spielerei als wirtschaftlich unbedingt nötig. Trotzdem wird sich die gesamte Anlage (Kosten mit allem drum und dran inkl. extra Bauteilen zur Datenerfassung bei 3370€) in ca. 6 Jahren amortisieren.
So sieht die Zusammenfassung der letzten 9 Tage aus: