Arabische Welt - Viva la Revolution

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Gut, dann sind die Fronten geklärt. Ich bin gegen konsequentes Wegsehen.
Ich bin auch gegen Unterdrückung, gegen Verletzung der Menschenrechte. Ich bin aber auch gegen die grundlose Einmischung in die Souveränität eines Staates und gegen Kriegstreiberei. Das sind verschiedene Aspekte, die man gegeneinander abwägen muss. Einfache Wahrheiten gibt es leider immer noch nicht.

Ob eine Einmischung an dieser Stelle richtig oder falsch, notwendig oder grundlos ist und wie das ganze ausgeht, kann niemand an dieser Stelle beurteilen. Die Konsequenzen können weitreichend sein und sich erst in einigen Jahrzehnten zeigen. (Siehe auch Beispiel Iran/Operation Ajax). Ich persönliche befürchte - wie schon gesagt - dass die Situation in Lybien schlecht enden wird. Und ich denke, dass die Welt in dieser Situation keine richtige Entscheidung treffen konnte: Wie man auch entschieden hätte, die Konsequenz wäre immer der Tod von Unschuldigen gewesen. Genauso, wie jede Entscheidung kritisiert worden wäre: Nun heißt es, unsere Bomben töten Unschuldige und wir mischen uns in die Souveränität eines Staates ein. Hätte die UN nichts getan, so würde man uns anklagen, warum wir nicht eingegriffen haben und wie wir zusehen konnten, wie tausende Unschuldige ihr Leben lassen.

Was ich allerdings nicht unkommentiert lassen kann ist stumpfe, einseitige Ideologie, die jetzt schon ein Ergebnis vorwegnehmen will, das niemand kennen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
ist richtig, das niemad die zukunft kennt. nur die erfahrung(en) der vergangenheit sollten uns einhalt gebieten und darüber nachdenken lassen, ob unser tun richtig ist oder sein könnte und die möglichen folgen bedenken lassen. tot gemacht sind die menschen schnell und auch nachdrücklich. einmal tot ist für immer. nicht korrigierbar.
 
Das gilt sowohl für die Toten, die unseren Bomben zum Opfern fallen als auch für die, die durch Gaddafis Raketen sterben.
 
Ja egal wie oft und wie lange man darüber diskutiert, letztendlich geht es um das Ergebnis.
Das wurde bei Maischberger auch recht schnell klar.
Den Satz den ich am wenigsten mag ich bin dagegen aber eine wirkliche Lösung habe ich nicht.
Wir können zusehen und die Hände in die Luft werfen protestieren und auf die Menschenrechte zeigen.
Aber dadurch werden solche Konflikte nicht gelöst.
Man hat sich zusammen gesetzt und den bestmöglichen Konsenz gesucht.
KEINER möchte ein zweites Afgahnistan oder ein zweites Irak und keiner möchte das Gaddafi durchkommt.
Die bisherige Lösung klappt bisher ganz gut und kam gerade noch rechtzeitig.
Das man den kleinem Franzosen die verantwortung nicht übergeben will zeugt doch schon davon das man überlegt gehandelt hat.
Und das die USA nicht als Weltpolizei auftritt und mit leisen Sohlen einen Löwenanteil beisteuert zeigt doch das es hier anders läuft.
Niemand sagt seht her wir haben euch geholfen seit dankbar, niemand profiliert sich wie in anderen Konflikten mit seiner tat.
Man tut das was man zugesagt hat und versucht sein ding schnell durch zu ziehen um am Sonntag wieder zu hause zu sein.
Die Luftwaffe ist zerstört es gibt noch eine gewisse Menge an Militärischem Material, welches es noch aus zu schalten gilt und dann kann man sich langsam wieder zurückziehen denn Gaddafi besitzt dann dieselben Waffen wie seine Gegner und es wird sich zeigen ob dann noch alle zu ihm halten oder nicht.

Dieser Konflikt ist komplett neu und wird ein eindeutiges Zeichen setzen.
Ich glaube man hofft auch das die Revolutionen im Iran wieder neuen Wind bekommen.


Und bitte die Politiker regieren nicht die westliche Welt es sind die Medien.
Bitte vergesst dies nicht.
 
Die USA spielt hier mal eine kleinere Rolle, zumindest was diese Operation anbelangt. Es sind eher Frankreich und GB die sich als "Führer" anbieten

Das ist so nicht korrekt. Die USA spielen die wesentliche Rolle aktuell, auch wenn sie es nicht wollen. Sowohl Frankreich als auch GB haben kein Interesse an einer militärischen Führungsrolle, wohl aber an einer politischen.

In anderen Worten: Wenn das ganze mies läuft, dann trägt keiner die Verantwortung.

Hat eigentlich jemand die Berichterstattung auf Phoenix mitverfolgt? Zum ersten mal in diesem Konflikt haben Experten von einem Bürgerkrieg gesprochen, bei dem vielleicht sogar ein großer Teil der Bevölkerung auf Gadaffis Seite sein könnte.
Aber von der Landfläche her sieht es wohl eher anders aus.
 
nee, nicht verfolgt. aber was wäre die konsequenz, wenn die mehrheit nicht revolutioniert werden will? ohne die power der us-truppen wäre nix zu reißen dort unten. nur der zappelphillip aus paris und der co-autor aus london plus die paar kleinstatten würden nichts bewegen. und das wissen beide seiten.
 
Helios co. schrieb:
...bei dem vielleicht sogar ein großer Teil der Bevölkerung auf Gadaffis Seite sein könnte.

Es wurde ja berichtet, dass Libyen doch eines der wohlhabenden Ländern sein soll. Dementsprechend gibt es auch jede Menge Profiteure vom System Gaddafi.
Wer hätte nicht Angst von einem verhältnissmäßig stabilen System in eine ungewisse Zukunft nach dem Sturz von Gaddafi zu steuern?
Ich bezweifle einfach, dass Libyen "danach" schnell zur Ruhe kommen wird. Man hört immer wieder vom Stammessystem, welches schon der Diktator kaum unter Zaum halten konnte. Was passiert, wenn sich die Stammesoberhaupter bei einer Demokratisierung irgendwie übergangen fühlen und fürchten, dass sich ihr Einfluß veringert?

Egal was man macht in Libyen, man hat nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.
 
Naja die Mehrheit hat wohl nix davon.
Das Pech der Revulotion ist das Gaddafi Militärisch enorm überlegen war und das er sich nach dem erstem schreck sammeln konnte.
Es ist doch völlig klar das viele jetzt aus angst massiv zurück rudern und sich jetzt auf Pro Gaddafi Veranstaltungen blicken lassen.
Jeder der außerhalb der Rebellen Hochburgen anti Gaddafi Sympathien durchblicken lässt ist hoch gefährdet.
In Agypten Tunesien und Co. gab es schliesslich auch Nutzniesser des Systems.
Aber die Mehrheit leidet.
Und Gaddafi hat unfassbar viel Geld, welches eigentlich dem Volk zu steht.

Ich habe eben gesehen das man die Einheiten Gaddafis vor dem Bombardement mit Tiefflügen gewarnt hat, viele Soldaten haben auch die Chance genutzt um zu fliehen.
Zivile Opfer sind bisher nicht bekannt, auch wenn Gaddafi etwas anderes behauptet, den Beweis bleibt er immer noch schuldig.

Ahso soweit ich gesehen habe ist das NATO Geplänkel Kalkül.
Man hatte sich darauf geeinigt keine Bodenziele an zu greifen nur die Koalition der willigen hat sich dazu entschlossen.
Soll also die NATO das Kommando übernehmen muss der Boden erst mal von Panzern gesäubert werden.
Gegen Sonntag soll es so weit sein.
 
das bodentruppen bei einfliegenden tieffligern auseinanderlaufen, was wie flucht aussieht, ist völlig normal. lernt man bei der taktikausbildung. auseinanderleufen, klein machen, wenig ziel bilden. da ist von flucht erst mal keine rede. und warum schießen die rettungsdienste für die abgeschossene/ abgestürzte f-15 besatzung auf die "rebellen", die die besatzung in obhut hatten und töten ne anzahl davon? auch wieder neue freunde.
 
Naja die F15 war noch zu gut erhalten. Das macht 2 Probleme:

1. Die Maschine kann zu PR Zwecken verwendet werden. Selbst wenn sie nicht abgeschossen wurde,denn amerikanische Maschinen werden in Konflikten niemlas abgeschossen, sondern stürzen aus irgendwelchen Defekten ab, wie beispielsweise das Fehlen eines Flügels.

2. Man könnte diverse Informationen erhalten.
 
Ich finde nirgends Informationen drüber.
Bei der Zerstörung der Maschine sollen Menschen verletzt worden sein?
Oder bei der Rettung der Piloten?
Gib doch bitte eine Quelle an damit wir auch so informiert sind wie du.

Bisher sehe ich immer nur Bilder von verletzten und angeschossenen Kindern auf der Rebellen Seite, Gaddafi bleibt solche Bilder immer noch schuldig.
Eben habe ich bei N24 gesehen wie Rebellen verwundete Gaddafi Soldaten medizinisch versorgen.
Diese berichten davon das Gaddafi ihnen eingetrichtert hat das sie gegen Israel und den Westen kämpfen, die wegen dem Öl Lybien angreifen.
Ob das stimmt oder nur eine Schutzbehauptung ist weiß man nicht.
Genauso behauptet Gaddafi das Zivilisten bei Luftschlägen ums leben kommen auch hier für gibt es keine Beweise.
Die Briten meinen das es keine gibt und das man Ziele vorher genau auskundschaftet.
 
mitlerweile wurde die maschine ja zerstört. auf den ersten bildern sah man, das einige von den angehängten waffen noch sehr gut beeinander waren. manch einer hätte die gern gehabt. ich meinte aber, das der rettungshubschrauber, der die besatzung abholen sollte, erst einmal einige von den "rebellen" beschossen und massakriert hat. das ist nicht die feine englische art. us-flieger werden nicht abgeschossen. auf keinen fall. maximimal sind die defekt. 1986 ist beim us-angriff auf lybien eine abgeschossene F 111 der damaligen sowjetunion in die hände "gefallen". so wie die über jugoslawien "verlorene" F 117 noch weit gereist ist.
 
Genau das habe ich mir gedacht das du das meintest, leider fehlt da die quelle.
Ich finde keine Informationen darüber.
 
Vielleicht weil sich die Rebellen und die Truppen Gaddafis nicht viel vom Äußerlichen nehmen?
Was dies natürlich nicht im geringsten rechtfertigen soll.
 
Wieso muss ich der westen immer einmischen bei den arabischen ländern?
Haben die kein interesse es mal in nordkorea zu versuchen? Wenn man eine friedliche welt haben will, wo die menschen frei leben können, dann sollten sie demnächst mal mit nordkorea anfangen, aber das wird eh nicht klappen weil es dort kein öl gibt.

und ich wette , dass ein land die öl felder nehmen wird um davon profit z u machen.
ich schätze mal USA oder england
Ergänzung ()

merkel möchte, dass alle eu länder kein öl mehr von libyen importieren sollen.
Super, und wieder 10 cent teurer mein sprit :)
 
Kommst du nach 22 Seiten in diesen Thread ohne jede Info um mal wieder alte Klischees zu bedienen? Nicht der Westen hat sich eingemischt, sondern die Welt, u.a. auf Bitten der Arabischen Liga und in Einverständnis mit der Afrikanischen Union. Auch arabische und islamische Staaten sind am Einsatz mittelbar oder unmittelbar beteiligt, z.B. durch Logistik oder beim durchsetzen des Embargos, wie z.B. die Türkei.

Die Doppelmoral beim Öl kommt da noch oben drauf. Im ersten Abschnitt dem Westen vorwerfen, er wäre auf's Öl aus, im nächsten sich beschweren, wenn Benzin teurer wird, wenn Merkel sagt, dass sie das lybische Öl nicht mehr importieren möchte.

Himmelhilf, nächstesmal bitte mit ein wenig Infos in nen Thread kommen der 22 Seiten hat und sich nicht schon innerhalb eines Beitrags selbst wiedersprechen.
 
buzz89 schrieb:
Bisher sehe ich immer nur Bilder von verletzten und angeschossenen Kindern auf der Rebellen Seite, Gaddafi bleibt solche Bilder immer noch schuldig.

Ich würde keinen Bildern trauen, vor allem nicht während eines Krieges.
Keiner weiß wie die Bilder entstanden sind, was vorher geschah, wer die Typen auf den Bildern überhaupt sind.
Dann kommt noch der austrahlende Fernsehsender, welcher die Bilder schneidet, kürzt, bestimmte Sachen in den Fokus richtet.
273f871bee6eb79fa61014b20e52665d_image_document_large_featured_borderless.jpg

http://www.zeitgeistlos.de/propaganda/propaganda.html

Zusammen nennt man das dann Kriegspropaganda. Wird von beiden Seiten genutzt. Und wenn die Rebellen ein paar schlaue Köpfe haben, dann tun sie das am professionelsten.
 
Es kommt eben darauf an, wer die Bilder geschossen hat. Inwieweit die Berichterstattung unparteilich ist.
Gaddafi hat den unparteiischen Medien (u.a. Spiegel) Fotos und Zahlen angeboten, die in einem Hospital gemacht worden sind, die die zivilen Opfer durch westliche Luftkräfte zeigen solle.
Auf Anfrage sich selbst ein Bild der Lage zu verschaffen, also den Eintritt in das Hospital, wurde aber von der libyschen Regierung, trotz des Versicherns, abgelehnt.
 
Friendly Fire gibt es in jedem Krieg.
Kurz nach dem Absturz macht sich sofort eine ausgebildete Einheit auf den Weg um die überlebenden zu retten.
Und wenn man da ankommt weiss man nicht was einem erwartet.
Man kann aber mit Sicherheit davon ausgehen das der Gegner versucht diese Situation für sich zu nutzen.
Von daher erklärt sich das aggressive Verhalten der Einheiten.
Mit Sicherheit hat man sich entschuldigt und Hilfe angeboten.
Die Rebellen sind den Amerikanern nicht böse deswegen.

Ich sagte doch schon Medienkrieg, seit Vietnam.
Medien entscheiden nicht nur wer gewählt wird sondern eben auch Kriege.

Und Gaddafi versucht den Westen mit der Medien Waffe zu schlagen, auf der einen Seite sammelt er kräftig Sympathien und auf der anderen Seite regt sich Unmut in den westlichen Ländern.
Gaddafi zeigt zwar seine zerbombten Militäreinrichtungen, aber sonst nichts.
Er hat viel Geld für die Waffen bezahlt die die Allierten da zerstören, das kann er nur stoppen wenn es Zivile Opfer gibt.
Westliche Medien sind schon sehr kritisch und lassen sich in der Regel nicht instrumentalisieren oder den Mund verbieten.
Wenn wäre so vieles nicht herausgekommen.
Jedes dunkle Geheimnis wird ausgeschlachtet.
 
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