TalBar schrieb:
Und der veraltete Konsens von "Innenpolitisch wird sich nicht in souveräne Staaten eingemischt" wurde auch endlich gebrochen.
Tja, die Büchse der Pandora wurde jetzt geöffnet.
Aber würden wir in Zukunft auch in Nordkorea oder China intervenieren?
Ich bezweifle, daß der Westen den Mut aufbringt im Iran zu intervenieren und die haben nicht mal Atomwaffen.
TalBar schrieb:
Jahrzehntelange rückgratlose Außenpolitik
Im Gegenteil, das was jetzt passiert könnte man als rückgratlose Politik bezeichnen, denn immerhin haben wir diese Leute jahrzehntelang unterstützt, weil sie uns nützlich waren.
Und was kommt, wenn diese Leute weg sind, wissen wir nicht. Aber die Geschichte hat uns oft genug gezeigt, das es danach nur noch schlimmer für uns wird.
Es könnte durchaus zu noch mehr Blutvergiessen kommen, wenn die Stämme nach dem Sturz von Gadaffi um die Vorherrschaft kämpfen werden.
Oder Gadaffi kann sich halten, Libyen wird geteilt und Gadaffi beginnt wieder die Terorristen zu unterstützen (zusätzlich treibt er dann natürlich keinen Handel mit uns, sondern den Russen und Chinesen).
TalBar schrieb:
Ich hoffe die westliche Außenpolitik erwacht aus seinem Dornröschenschlaf.
Wohin dieses Aufwachen führt, hat man ja bei Dubja und dem Irak gesehen.

Und damals war ein "Regime change" eines der Ziele, aber dieses Ziel ist von der UN Resolution nicht vorgesehen.
Ein Zyniker würde sagen, die UN Resolution dient nur einer Gleichheit der Gegner, damit dieser Bürgerkrieg in die Länge gezogen und möglichst viele Opfer fordern wird.