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Arabische Welt - Viva la Revolution
- Ersteller Nossi
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e-ding
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Shader schrieb:Ägypten hat etwa 83 Millionen Einwohner und ist in der Fläche doppelt so groß wie Deutschland mit seinen knapp 81 Millionen Einwohnern.
Wo finde ich da die Bevölkerungsexplosion?![]()
Wachstum beschreibt den Ändrungsgrad einer Größe in einem definierten Zeitraum. Das Bevölkerungswachstum Ägyptens ist schon recht hoch, wenn auch schwankend:
http://www.indexmundi.com/g/g.aspx?v=21&c=eg&l=de
Absolut gesehen ist ein Plus von 17 Mio. Einwohnern auf 83 Mio. innerhalb einer Dekade auch recht "sportlich".
MFG
CHAOSMAYHEMSOAP
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Etwa so wie der Unsinn, den du über die Islamische Revolution verzapft hast?Nossi schrieb:wilde Behauptungen
Also soll der Westen die Entwicklungshilfe jährlich aufstocken, damit die Ägypter klarkommen und die Million, die pro Jahr dazukommt auch durchfüttern können?TalBar schrieb:naja die bevölkerung in ägypten wächst jedes jahr um ca 1mio menschen. egal wie hoch das wirtschaftswachstum ist, es wird immer eine unglaublich hohe anzahl arbeitsloser und perspektivloser junger menschen geben.
Daneben natürlich noch Griechenland, Irland und den Euro retten, Hartz4 erhöhen und die Arbeitslosigkeit bei uns beseitigen, gell?
Die Regierung wird sowieso zusammenbrechen, weil sie die Leute auf die Dauer nicht ernähren kann (Bevölkerungswachstum +1,9% pro Jahr, steigende Lebensmittelpreise und schon seit den 80ern importiert Ägypten mehr Weizen als sie selbst anbauen).TalBar schrieb:wenn die neue regierung nicht massiv unterstützt wird wird diese, vermutlich, unter dieser last zusammenbrechen und rate mal für wen das nährboden gibt?
=> Die Islamisten kommen langfristig sowieso an die Macht.
einfach mal http://www.google.de/#hl=de&q=bevölkerungsentwicklung+ägypten&aq=f&aqi=&aql=&oq=&fp=6ec736c950084e81 anklicken, statt Blödsinn zu posten.Shader schrieb:Ägypten hat etwa 83 Millionen Einwohner und ist in der Fläche doppelt so groß wie Deutschland mit seinen knapp 81 Millionen Einwohnern.
Wo finde ich da die Bevölkerungsexplosion?![]()
Im Jahr 2000 waren es noch 68Mio. Ägypter. 2011 sind's schon 83Mio. Aber hey, das Land ist ja doppelt so groß wie Deutschland und darum gibt's keine Bevölkerungsexplosion.
Nur muß Deutschland keine Nahrung importieren, damit die Bevölkerung nicht verhungert, nicht wahr?
Und das bei einem Land, das früher mal die Kornkammer des römischen Imperiums war.
TalBar
Captain
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ägypten besteht zu großen teilen aus wüste, nur am nildelta ist ackerbau im ökonomischen maßstab möglich.
und da ist eine bevölkerung von 80+ Mio +1mio pro jahr schon recht hoch
@chaos: ja, eine gerechtere wohlstandsverteilung auf der welt wäre erstrebenswert.
wir blasen jährlich millionen von euro in unsinnige und unrentable vorhaben und geben keine entwicklungshilfe in dem beschlossenen maßstab.
ich finde, dass man mehr geben soll und auch kann. aber ich vergaß ja, deutschland ist das ärmste land in europa...
und da ist eine bevölkerung von 80+ Mio +1mio pro jahr schon recht hoch
@chaos: ja, eine gerechtere wohlstandsverteilung auf der welt wäre erstrebenswert.
wir blasen jährlich millionen von euro in unsinnige und unrentable vorhaben und geben keine entwicklungshilfe in dem beschlossenen maßstab.
ich finde, dass man mehr geben soll und auch kann. aber ich vergaß ja, deutschland ist das ärmste land in europa...
Man kann mehr geben, nur ist die FRage ob es dann noch etwas bringt. Afrika wird seit Jahrzehnten gefördert, aber gebracht hat es nicht wirklich was. Das Geld stecken sich nicht selten korrupte Eliten ein.
Zumal mittlerweile auch viele sagen das Entwicklungshilfe per se gestrichen werden sollte, denn Länder die sich nicht selbst versorgen können müssen viel radikaler umdenken, als oft nur Entwicklungshilfe zu fordern. Europa/USA haben es auch ohne Entwicklungshilfe geschafft und meiner Meinung nach sind sie deswegen auch so stark geworden.
Zumal Deutschland mit 2.000.000.000€ Schulden nicht mehr wirklich reich ist. Die arabischen Öl-Staaten sind sehr reich, wieso geben die nicht mehr, da sie auch kulturell und geogrfisch sehr nahe liegen?!
Ja, mit einer Dampfmaschine. Ich denke um 1900 gab es in Ägypten auch schon eine Dampfmaschine ^^
Zumal mittlerweile auch viele sagen das Entwicklungshilfe per se gestrichen werden sollte, denn Länder die sich nicht selbst versorgen können müssen viel radikaler umdenken, als oft nur Entwicklungshilfe zu fordern. Europa/USA haben es auch ohne Entwicklungshilfe geschafft und meiner Meinung nach sind sie deswegen auch so stark geworden.
Zumal Deutschland mit 2.000.000.000€ Schulden nicht mehr wirklich reich ist. Die arabischen Öl-Staaten sind sehr reich, wieso geben die nicht mehr, da sie auch kulturell und geogrfisch sehr nahe liegen?!
und die industrielle revolution begann 1835 in england
Ja, mit einer Dampfmaschine. Ich denke um 1900 gab es in Ägypten auch schon eine Dampfmaschine ^^
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Sebl schrieb:Man kann mehr geben, nur ist die FRage ob es dann noch etwas bringt. Afrika wird seit Jahrzehnten gefördert, aber gebracht hat es nicht wirklich was. Das Geld stecken sich nicht selten korrupte Eliten ein.
Zumal mittlerweile auch viele sagen das Entwicklungshilfe per se gestrichen werden sollte, denn Länder die sich nicht selbst versorgen können müssen viel radikaler umdenken, als oft nur Entwicklungshilfe zu fordern. Europa/USA haben es auch ohne Entwicklungshilfe geschafft und meiner Meinung nach sind sie deswegen auch so stark geworden.
Du äußerst da einige ziemlich bedenkliche Meinungen über die sogenannten Dritte-Welt-Länder. Hast du dich jemals über gewisse geschichtliche Hintergründe informiert ? Der Reichtum und Fortschritt des Westens basiert auf der Armut der Dritten Welt. Insofern finde ich deine Ansichten äußerst zynisch.
http://de.wikipedia.org/wiki/Imperialismus
http://de.wikipedia.org/wiki/Kolonisation
http://de.wikipedia.org/wiki/Ressourcenfluch
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Du kannst gern trotzig reagieren, aber dass du die Situation in Nordamerika mit denen in Afrika vergleichst zeigt mir schon, dass du entweder keine Ahnung hast, oder keine Ahnung haben willst.
Und auch in Asien sind die "erfolgreichen" ehemaligen Dritte-Welt-Länder (Tigerstaaten) an einer Hand abzuzählen. Und auch Indien ist noch lange nicht soweit wie der Westen. Und auch in Südamerika herrschen völlig andere Verhältnisse als hier. Schonmal über die Slums in Brasilien informiert ?
Und auch in Asien sind die "erfolgreichen" ehemaligen Dritte-Welt-Länder (Tigerstaaten) an einer Hand abzuzählen. Und auch Indien ist noch lange nicht soweit wie der Westen. Und auch in Südamerika herrschen völlig andere Verhältnisse als hier. Schonmal über die Slums in Brasilien informiert ?
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Colonel Decker
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Nossi schrieb:Der Reichtum und Fortschritt des Westens basiert auf der Armut der Dritten Welt.
Das ist ein Irrglaube, der auf der falschen Annahme beruht, Wohlstand sei wie ein Kuchen fester Größe, den man auf der Welt auf die eine oder andere Weise verteilen sollte. Aber Wohlstand wird generiert. Und das bekommt Afrika aus verschiedenen Gründen nicht hin.
Paradoxerweise hat der Imperialismus einigen Gegenden sogar genutzt, während die moderne Politik, Afrika mit Lebensmitteln usw. aus Europa zu beschenken, deren heimische Wirtschaft massiv (zer)stört.
Es gibt sogar belgische Ex-Kolonien in Afrika, die die Belgier nun (unter faireren Bedingungen) gerne wieder dort hätten. Und das will was heissen, nach dem was Belgien dort damals so getrieben hat.
Nossi schrieb:Und auch Indien ist noch lange nicht soweit wie der Westen. Und auch in Südamerika herrschen völlig andere Verhältnisse als hier. Schonmal über die Slums in Brasilien informiert ?
Ist auch so schon Wahnsinn, wie schnell die sich entwickeln. Mehr kann man gar nicht verlangen. Brasilien geht es derzeit übrigens ebenfalls wirtschaftlich glänzend. Die Slums sind ein innenpolitisches Problem dort, nicht unser Fehler.
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Nossi schrieb:. Und auch in Südamerika herrschen völlig andere Verhältnisse als hier. Schonmal über die Slums in Brasilien informiert ?
Ich war für ein Semester in Chile und den Menschen dort ging es nicht so schlecht wie viele glauben. Die Miete war so hoch wie hier. Auch Peru kam mir nicht so vor als ob Menschen verhungern würden. Bolivien war dagegen sehr ärmlich, aber die Menschen haben einen weder angebettelt noch abgezockt ... im Gegensatz zu denen in Peru.
Shader
Lt. Commander
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Sebl schrieb:Man kann mehr geben, nur ist die FRage ob es dann noch etwas bringt. Afrika wird seit Jahrzehnten gefördert, aber gebracht hat es nicht wirklich was. Das Geld stecken sich nicht selten korrupte Eliten ein.
Oder wir. Der IWF bzw. Weltbank ist dafür ein tolles Instrument.
Entwicklungshilfe bedeutet da nicht den Ländern zu helfen sondern die eigene Industrie zu subventionieren und eine Kreditwirtschaft zu fördern. Es gibt im Netz dazu gute Sachen und auch Dokumentationen (z.B. Lets make Money). Für Kreditwirtschaft ist Griechenland in Europa ein Musterbeispiel, das bewirkt die Doktrin des IWF: Griechenlands BIP mit -6,6% zum Vorjahresmonat.
Chinas Entwicklungshilfe ist im Prinzip nicht viel anders, es ist eine Subvention der eigenen Wirtschaft und des Arbeitsmarktes trotzdem sind die afrikanischen Ländern von China mehr angetan denn China errichtet Infrastruktur bis ins Hinterland, wo sich der Westen schwer tut.
Ob es eine Frage von Pech oder Cholera ist, schwer zu sagen.
Wahre Entwicklungshilfe, nämlich die Hilfe zur Selbsthilfe wird nur selten betrieben.
Es hilft dem Westen nicht der hiesigen heimischen Wirtschaft, es würde nämlich Unabhängigkeit unterstützen und die will der Westen bei Drittländern keinesfalls!
Sebl schrieb:[...] als oft nur Entwicklungshilfe zu fordern.
Warum tun Sie das? Weil Sie am Tropf der Praktiken der Weltbank hängen.
Sebl schrieb:Europa/USA haben es auch ohne Entwicklungshilfe geschafft und meiner Meinung nach sind sie deswegen auch so stark geworden.
Europa gehört nicht dazu oder wurde der Marshallplan bereits vergessen?
e-ding
Commander
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Shader schrieb:Europa gehört nicht dazu oder wurde der Marshallplan bereits vergessen?![]()
Welcher damals einen satten Prozentpunkt Wirtschaftswachstum verantwortete. Wow!
Abgesehen davon lässt sich die Situation auf dem afrikanischen Kontinent nicht mit dem Nachkriegsdeutschland vergleichen.
Der Nachbar
Admiral
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Auch wenn es hier wohl angemerkt wurde, war das Erste was mir als Gedanke in den Kopf schoss und blutend im Herze lag, wie erbärmlich asiozial wir westeuropäischen freien Länder sind.
Groß Demokratie propagieren und denen Völkern, die diese schwere Geburt durchmachen, bewusst nicht helfen. Das ist ein Fausstchlag und gleichzeitig die Bekundung einer politisch verzerrten Arroganz gegenüber der vorgetäuschten Heuchlung einer Demokratie. Jeder Diktator ist dagegen ehrlicher.
Wie helfend unsere Hände jenen wären, die wir brüderlich von Diktatur durch des Volkes demokratischen Willen in eine neue Zeitrechnung der Zwischenmeschlichkeit Würde zeigen würden.
@ Shader
Die führende Elite will es nicht. Es geht um Verlust des persönlichen Reichtums und schon lange nicht mehr um das Wohl der westlichen Bürger. Wir alle und damit bist auch du gemeint, werden doch selber klein gehalten und mit notwendigen Almosen abgespeist, damit wir nicht aufmucken.
Groß Demokratie propagieren und denen Völkern, die diese schwere Geburt durchmachen, bewusst nicht helfen. Das ist ein Fausstchlag und gleichzeitig die Bekundung einer politisch verzerrten Arroganz gegenüber der vorgetäuschten Heuchlung einer Demokratie. Jeder Diktator ist dagegen ehrlicher.
Wie helfend unsere Hände jenen wären, die wir brüderlich von Diktatur durch des Volkes demokratischen Willen in eine neue Zeitrechnung der Zwischenmeschlichkeit Würde zeigen würden.
@ Shader
Die führende Elite will es nicht. Es geht um Verlust des persönlichen Reichtums und schon lange nicht mehr um das Wohl der westlichen Bürger. Wir alle und damit bist auch du gemeint, werden doch selber klein gehalten und mit notwendigen Almosen abgespeist, damit wir nicht aufmucken.
CHAOSMAYHEMSOAP
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Der Nachbar schrieb:Groß Demokratie propagieren und denen Völkern, die diese schwere Geburt durchmachen, bewusst nicht helfen.
Tja, dem Westen ist es auch bewusst, daß die bisherigen Demokratiebestrebungen in diesem Teil der Welt nur zu einer Machtübernahme durch die Islamisten, die dem Westen nicht gerade wohlgesonnen sind,
und anschließend zu einer Diktatur geführt haben.
Lieber eine wohlgesonnene als eine feindliche Diktatur, nicht wahr?
Fonce
Captain
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@Der Nachbar
Genau, pumpen wir einfach Milliarden an Geld in das Land und wenn es dann bei denen trotzdem nicht läuft sind wir wieder der Böse Westen der die Bevölkerung nur ausnutzen will und ach ja Imperialisten sind wir ja auch noch.
Ist dir eigentlich klar das die ganze Lage komplizierter ist als man denkt? Aber es ist ja einfacher einfach alle als Böse und schlecht hinzustellen...
Genau, pumpen wir einfach Milliarden an Geld in das Land und wenn es dann bei denen trotzdem nicht läuft sind wir wieder der Böse Westen der die Bevölkerung nur ausnutzen will und ach ja Imperialisten sind wir ja auch noch.
Ist dir eigentlich klar das die ganze Lage komplizierter ist als man denkt? Aber es ist ja einfacher einfach alle als Böse und schlecht hinzustellen...
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CHAOSMAYHEMSOAP schrieb:Tja, dem Westen ist es auch bewusst, daß die bisherigen Demokratiebestrebungen in diesem Teil der Welt nur zu einer Machtübernahme durch die Islamisten, die dem Westen nicht gerade wohlgesonnen sind,
und anschließend zu einer Diktatur geführt haben.
Lieber eine wohlgesonnene als eine feindliche Diktatur, nicht wahr?![]()
Mein Gott, setz dir nen Aluhut auf, damit die CIA nicht deine Gedanken abhorchen kann...
Wenn du so grandios darin bist, die Zukunft vorherzusagen, dann schick mir doch bitte mal die Lottozahlen der nächsten Woche per PM.
Bis dahin bleibt das alles nur Spekulation. Einige leiden hier wirklich unter unfassbarem Verfolgungswahn.
1. Was du so lapidar als "diesen Teil der Welt" bezeichnest sind zwei verschiedene Kontinente. Iran, Pakistan, Afghanistan liegen in Asien, der Maghreb ist Nordwestafrika. Unter dieser Vorraussetzung ist auch Südeuropa "dieser Teil der Welt".
2. Es gibt derzeit vier Staaten, die in ihrem Selbstverständnis als "Islamische Staaten" gelten. Dazu gehören der Iran und Saudi-Arabien, ein enger Verbündeter der USA. Das einzige Land, in dem es bisher zu einer "Islamistischen Revolution" kam, war der Iran. Und das nicht ohne Vorgeschichte mit Einmischung des Westens.
http://de.wikipedia.org/wiki/Abadan-Krise
http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Ajax
http://www.qhistory.de/2011/01/rech...slamischen-welt-interview-mit-marco-scholler/
Falls du jetzt auf die Idee kommst, auf Afghanistan und die Taliban zu verweisen:
Du hast hoffentlich nicht vergessen, dass die Taliban vom Westen unterstützt und bewaffnet wurden, genau wie einige andere Jungs da unten (Osama Bin Laden, Saddam Hussein....) und größtenteils nur wegen genau dieser Unterstützung überhaupt an der Macht waren.
Für den Westen war alles in Ordnung, solange es unsere Islamisten waren. Erst als diese sich gegen ihre ehemaligen Verbündeten gewandt haben, war es plötzlich alles ganz schlimm, was die da machen. Jetzt hinzugehen und unsere ehemaligen Marionetten anzuführen als Grund, warum es im Maghreb nicht zu einer Revolution kommen darf ist mal wieder ausserordentlich zynisch.
Dann doch lieber die alten Diktatoren an der Macht lassen, die immerhin zu uns halten. Da ist Demokratisierung dann plötzlich doch nicht mehr so wichtig. Im Fall Irak sah dass damals noch ganz anders aus, da war es die Pflicht des Westens, die armen Menschen zu befreien und ihnen die Demokratie zu bringen. Oh Verzeihung, ich vergaß: Eigentlich ging es ja gar nicht um Demokratie und eigentlich hat der Westen ein Land in's Chaos gestürzt, das vorher zwar unfrei, aber zumindest einigermaßen geordnet und sicher war, für die Menschen die dort lebten und sich unterordneten. Jetzt sprengen sich da die Selbstmordattentäter in die Luft. Quasi überall wo jetzt die bösen Islamisten herrschen hatte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Westen seine Finger im Spiel.
Hervorragende Methoden: Sich seine Feindbilder selbst schaffen und diese dann anführen wenn andere Menschen versuchen, auch für sich Wohlstand und Freiheit zu erlangen. Wo sind eure demokratischen Grundwerte, Menschenrechte, das Recht auf Selbstbestimmung und all der Firlefanz jetzt auf einmal? Auf der einen Seite den Westen als Leitkultur und Vorreiter predigen und die auch so tollen westlichen Werte hochhalten, die uns von den islamischen Ländern abheben, auf der anderen Seite aber genau diese Werte unterminieren, wenn ein Volk auf die Straßen geht und gegen die bestehenden Verhältnisse demonstriert. Menschenrechte zählen solange, bis unsere Interessen in Gefahr sind. Heuchler.
Zuletzt bearbeitet:
Shader schrieb:Europa gehört nicht dazu oder wurde der Marshallplan bereits vergessen?![]()
Der kurzfristige! Marshallplan ... nachdem die Siegermächte (auch die USA) Kunstschätze, Gold, Patente (praktisch die gesamte Hochtechnologie Deutschlands), Fabriken, Schienen und Technologie mitgehen lassen haben, haben sie sich für einen Marshallplan entschieden. Das war keine besonders große Sache und ist wohl den Folgen des Versailler Vetrags geschuldet, aber ich denke diese Art der Entwicklungshilfe lässt sich nicht vergleichen, da sie auf einem Weltkrieg beruht. Zumal die Amerikaner wie gesagt selber einmal Kolonie waren.
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Der Unterschied zwischen den afrikanischen Kolonien und den nordamerikanischen ist aber doch wohl, dass die Europäer in Afrika, Asien und Südamerika als Besatzer auftraten und die Kolonien wieder verlassen haben, während sich Nordamerika als Britisch/Französisch/Spanische Kolonie entwickelt hat, welche sich anschließend vom Mutterland losgesagt hat. Oder kurz: In Nordamerika sind die "Besatzer" geblieben. Die Briten haben sich vom eigenen Selbstverständnis her zu Amerikanern entwickelt, besaßen aber weiterhin den europäischen Kulturhintergrund, während die Inder immer Inder waren und niemals Briten. Die Menschen im Kongo waren kulturell niemals Europäer, obwohl es eine belgische Kolonie war.
In Nordamerika gab es 1776 feste Strukturen, eine stehende Infrastruktur, Industrie, Politik etc. Die Ausgangsbasis für einen handlungsfähigen Staat war viel besser, als die Nordamerikaner sich gegen das Mutterland aufgelehnt haben. Und die USA hatten 200 Jahre länger Zeit sich zu einem festen Staat zu entwickeln als die meisten ehemaligen afrikanischen Länder. Teilweise wurden die Gebiete erst vor 50 Jahren aufgegeben: Ohne Infrastruktur, ohne Industrie, ohne Politik.
Davon mal abgesehen haben sich die Amerikaner gemeinsam gegen das Mutterland verbündet mit dem Ziel, unabhängig zu werden -> Sie haben die Unabhängigkeitserklärung gemeinsam verfasst. Nach dem Abzug aus Afrikas Kolonien hingegen wurde eine politische Leere hinterlassen, die verschieden Gruppierungen und Personen ausnutzen wollten. Das Ergebnis war Bürgerkrieg. (Den hatten die Amerikaner zwar auch, aber auch da unter völlig anderen Vorraussetzungen.)
Die Ausgangsbasis war eine völlig andere.
Man kann Nordamerika nicht mit Afrika vergleichen, dass waren völlig verschiedenen Vorgänge.
Das trifft übrigens auch auf Australien zu.
In Nordamerika gab es 1776 feste Strukturen, eine stehende Infrastruktur, Industrie, Politik etc. Die Ausgangsbasis für einen handlungsfähigen Staat war viel besser, als die Nordamerikaner sich gegen das Mutterland aufgelehnt haben. Und die USA hatten 200 Jahre länger Zeit sich zu einem festen Staat zu entwickeln als die meisten ehemaligen afrikanischen Länder. Teilweise wurden die Gebiete erst vor 50 Jahren aufgegeben: Ohne Infrastruktur, ohne Industrie, ohne Politik.
Davon mal abgesehen haben sich die Amerikaner gemeinsam gegen das Mutterland verbündet mit dem Ziel, unabhängig zu werden -> Sie haben die Unabhängigkeitserklärung gemeinsam verfasst. Nach dem Abzug aus Afrikas Kolonien hingegen wurde eine politische Leere hinterlassen, die verschieden Gruppierungen und Personen ausnutzen wollten. Das Ergebnis war Bürgerkrieg. (Den hatten die Amerikaner zwar auch, aber auch da unter völlig anderen Vorraussetzungen.)
Die Ausgangsbasis war eine völlig andere.
Man kann Nordamerika nicht mit Afrika vergleichen, dass waren völlig verschiedenen Vorgänge.
Das trifft übrigens auch auf Australien zu.
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TalBar
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Sebl schrieb:nachdem die Siegermächte ... ... mitgehen lassen haben
Die Allierten haben die Infastruktur nach dem 2. WK direkt wieder aufgebaut. Da wurde nichts groß geklaut oder ähnlichem. Ein Wissenstransfer fand statt, aber das würde ich mal nicht so hochpushen, schließlich waren die Technologien noch vorhanden und einsetzbar.
Nur die Franzosen waren da ein bisschen rigoroser.
Was du meinst war eher die Udssr, welche im großen Stil Infrastruktur und Industrie als Kriegsbeute in das Mutterland transferierte.
Also bitte nicht pauschalisieren.
/Aber das hat mal wieder nichts mim Topic zu tun.
---
Was sollten denn die westlichen Demokratien deiner meinung nach machen?
Däumchen drehen?
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