Der internationale Gerichtshof ist ziemlich Machtlos.
Es gibt keine Rechtssprechung die ihm internationeles Arbeiten erlaubt, er ist also auf die "Güte" des Verbrecherlandes angewiesen.
Der Prozess um Charles Taylor, der Präsident von Liberia dem offiziell Völkermord in den 90ern zugeschrieben wird, gewinnt nicht in Fahrt obwohl ihm schon seit 2007 der Prozess gemacht wird.
Der Fall Libyen ist auch für die EU schwierig, wir erhalten von dem Land viel Öl und die UK hatte Handelsverbindungen mit dem Despoten, ua. auch Militärische Unterstützung.
UK hat diese Unterstützung aber erst einmal eingefroren.
Die EU macht sich jetzt offenbar nicht Sorgen um die dortigen Menschen sondern um den Ölpreis und Flüchtlingen.

Und dank Italien wurden aktuell Sanktionsmaßnahmen gegen Libyen verhindert.
Blut ist gut für die Wirtschaft und Eigeninteressen ...
Im Fall Libyen und UK gibt es noch was tolles in den Tagen, ein britischer Waffendealer steht aktuell vor dem Gericht. Das Ganze klingt wie nach dem Film "Lord of War".
Er hat ua. 130.000 Ak47s nach Libyen gebracht.
Also fast doppelt so viele Waffen, als wie libysche Armee an Mann verfügt.
Gary Hyde is under investigation in the US for deals that stretched across the globe (The Guardian).