News Asus stellt (fast) kabellosen Monitor vor

@.Snoopy.

selbst wenn W-USB mit vollen 480mbit/s überträgt reicht das niemals um ein unkomprimiertes Full-HD Bild zu übertragen. Ich rechne es gern nochmal vor:

Angenommen W-USB schafft es tatsächlich mit 480mbit/s zu übertragen dann bedeutet das
48 mbyte/s theoretische rohübertragungsleistung (da pro 10 byte nur 8 byte nutzdaten sind)
daovn muss man jetzt noch den overhead abziehen. bei normalem usb sind das etwa 8mbyte/s als kann man von etwa 40mb/s maximal erreichbarer geschwindigkeit ausgehen.
vermutlich wird der overhead bei w-usb zwar größer sein, aber egal.

einigen wir uns auf unkomprimiertes Full-HD Video mit einer Auflösung von 1920x1080 Pixel und 3 Byte Farbe pro Pixel und einer Framerate von 60FPS.
das sind schonmal: 1920x1080x3x60 = 373248000 byte/s
= ca 356 mbyte/s

und da 40mb/s < 356mbyte/s == true

--> q.e.d.^^ es geht leider nicht unkomprimiert.

ich hoffe es ist jetzt entgültig geklärt, dass das so einfach nicht funzt.
und welche schwierigkeiten die kompression mit sich bringt haben auch schon einige ausführlich besprochen. input-lag, stromverbrauch, cpu auslastung etc etc etc.
dazu kommen noch die sicherheitsprobleme.

also es ist zwar an sich interessant. und wäre als machbarkeitsstudie vll mal was, wenn die übertragung ERHEBLICH schneller geworden ist. aber so wird das nix.
 
Ich halte von den ganzen Kabellosen Sachen, die nicht wirklich nötig sind, nicht viel.

1. Wegen der Strahlenbelastung
2. Wegen der Sicherheit. Möchte nicht unbedingt das mein Nachbar mit seinem Kablelosen Monitor sehen kann welche Passwörter ich benutze, welche emails ich bekomme, wie der Tanga von meiner Freundin aussieht bzw. sie ohne etc. ;)

Der Kabelsalat gerade am PC, sieht natürlich nicht schön aus, aber da muss man sich halt was einfallen lassen und etwas mühe geben.
Oder man muss halt damit Leben.
Vieles was schön ist ist nicht unbedingt gut für einen, von daher muss mans nicht übertreiben.
Ich bleib bei den anderen schönen Dingen.
 
finde ich ziemlich sinnlos, da die bildqualität dadurch sicherlich schlechter wird, weil ja keine direkte verbindung mehr zwischen grafikkarte und bildschirm besteht
ausserdem hat es ja kaum einen vorteil solange der nicht per akku läuft, den das eine kabel mehr oder weniger macht es ja auch nicht mehr aus und wer seine kabel sauber verlegt hat damit sicherlich auch keine probleme. ;)

mfg
 
Ja wegen der Starahlung, sollte jeder Bildschirm die möglichkeit auf Kabel behalten.
So kann der Kunde frei wählen.
Mal kurz ins Wohnzimmer wegen Film und ansonsten Kabel dran.
 
Leute, ihr glaubt doch nicht wirklich, dass bei dieser Lösung erst das volle 1080p-Bild @ 60 Hz komprimiert und dann komprimiert überträgt.
Erstens bräuchte man für eine derartige Komprimierung mordsmäßig Rechenleistung, die man nicht ansatzweise in einem USB-Stick unterbringen kann.
Zweitens wäre die Datenrate im ungünstigsten Fall immer noch extrem hoch, wenn man keine sichtbaren Kompressionsverluste haben möchte (selbst 30-MBit/s-H.264 reicht nicht, um Spiele so wiederzugeben wie sie unkomprimiert auf dem Bildschirm aussehen).
Und Drittens gäbe es bei jeder Empfangsstörung hässliche Blockartefakte, wenn eine gängige Videokomprimierung eingesetzt wird.

Dieser Bildschirm hat einfach eine integrierte 2D-Grafikkarte, die per Wireless-USB angesteuert wird. Große multimediale Möglichkeiten gibts dadurch erst gar nicht.
 
theorist schrieb:
Dieser Bildschirm hat einfach eine integrierte 2D-Grafikkarte, die per Wireless-USB angesteuert wird. Große multimediale Möglichkeiten gibts dadurch erst gar nicht.
Das hilft dir auch nichts wenn du dann nen Film darauf guckst, da der von der CPU dekodiert wird, die notwendige Datenmenge zum Bildschirm hin wäre dann auch nicht geringer.
 
Blutschlumpf schrieb:
Das hilft dir auch nichts wenn du dann nen Film darauf guckst, da der von der CPU dekodiert wird, die notwendige Datenmenge zum Bildschirm hin wäre dann auch nicht geringer.
Das Ding ist auch nicht für Multimedia gedacht. Das mit der integrierten Grafikkarte ist keine Vermutung, sondern ein Faktum. Asus gibt als Einsatzzweck Office und Small Office/Home Office an.

/EDIT:

Mit dem Asus VW223B wird nun ein Modell auf den Markt gebracht, welches über einen eingebauten Grafikchip verfügt und direkt per USB an den Rechner anschließbar ist, ohne dass eine Grafikkarte benötigt wird. Außerdem sollen bis zu sechs dieser Monitore in Reihe geschaltet werden können, dank der Software Asus EzLink, die alle Geräte verwalten soll. Um die Features des VW223B beurteilen zu können, haben wir zwei Testsamples erhalten.
http://www.prad.de/new/monitore/test/2008/test-asus-vw223b.html#Einleitung

Eine 3D-Beschleunigung fehlt dem Grafikchip im Asus VW223B. Im Clone-Modus kann er das Bild des Spiels nicht wiedergeben und ist somit im USB-Modus nicht spieltauglich.
http://www.prad.de/new/monitore/test/2008/test-asus-vw223b-teil13.html

Betreibt man den Monitor via USB, sollte man vom Filme schauen Abstand nehmen. Nur in der nativen Auflösung des Videomaterials wird das Bild gut dargestellt. Gemeint ist damit eine 1:1 Darstellung. In abweichenden Auflösungen, vor allem im Vollbildmodus, kommt es durch die Komprimierung zu Artefaktbildung und Verpixelung. Das passiert schon wenn das Fenster des Videoplayers nur geringfügig vergrößert wird. Sogar eine kleinere abweichende Auflösung erzielt den gleichen Effekt. Dabei geht jeder Filmspaß verloren.

Eine Überzeugende Leistung sieht anders aus. Neben dem Spielevergnügen, sollte man bei Verbindung über USB (EzLink) auch auf die Wiedergabe von Filmen weitestgehend verzichten.
http://www.prad.de/new/monitore/test/2008/test-asus-vw223b-teil14.html#DVD
 
Zuletzt bearbeitet:
Boah ey jetzt hört doch mal alle auf zu weinen. Das Ding ist noch ein Prototyp und sowas nennt sich Innovation. Wenn jeder gleich beim ersten Automobil gesagt hätte: "ÄÄhhh, das Teil ist doch scheiss, saulahm, unbequem, laut und viel zu anfällig!", dann würden wir heute noch auf Eseln rumreiten.
Die wireless Übertragunsraten werden sich auch noch erhöhen keine Sorge. Nur eine Frage der Zeit und irgendwann gehört so ein kabelloser Monitor genauso zur Standartausrüstung wie das kabellose Telefon.
Aber irgendjemand muss halt mal den Anfang machen sonst entwickelt sich ja nichts weiter und wir können gleich alle beim 286 bleiben.
Und an alle Strahlungsgeschädigten, ihr habt sicherlich kein Handy und hört auch nie Radio, geschweige denn habt nen Wireless Router zu Hause und ne wireless Maus oder Tastatur.

Grüße
 
@SirSilent #48:

Es stimmt schon, dass es sich nur um einen Prototypen handelt, aber wäre es nicht sinnvoll Prototypen zu bauen, die ... naja, "richtig" funktionieren? Das erinnert mich an die ganzen - immer noch vorhandenen - schlecht funktionierenden SSD mit 08/15-JMicron-Chipsatz, die in fast jeder Situation langsamer sind als "herkömmliche" HDDs.

Ich finde es schade, dass man nicht erst dafür sorgt, dass die Technik richtig funktioniert und dann Produkte auf den Markt bringt. Natürlich sollen die solche Prototypen bauen und testen und Erfahrungen sammeln, aber man muss ja nicht jeden Prototypen an die Kunden verkaufen. In der Automobilindustrie wird auch sehr viel getestet und praktisch kein einziger Prototyp wird jemals auf den Markt geschmissen.

Ich bin zwar froh, dass endlich auf Kabel verzichtet werden soll, aber Wireless USB ist dafür einfach nicht geeignet, u.a. weil es wesentlich zu langsam ist. Wireless USB könnte man z.B. prima einsetzen, um Tastatur, Maus und Lautsprecher kabellos anzubinden und dann wäre natürlich ein Mainboard mit integriertem Wireless-USB praktisch, damit man nicht irgendeinen Adapter an den PC anstecken muss.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich für Firmen lohnt einen Monitor zu kaufen, der derartige Einschränkungen hat und über dessen Sicherheit auch nur spekuliert werden kann, der dazu noch zusätzlich Strom verbraucht und mehr kostet und all das, um ein einziges Kabel einsparen zu können, das in den meisten Büros ohnehin nicht wirklich stört, weil viele Büro genau darauf ausgelegt sind.

Und das erwähnte AES-128 ist auch einfach nicht mehr zeitgemäß für einen Standard, der erst in den nächsten Jahren interessant wird. Natürlich ist AES-128 meist sicher genug, aber ich sehe keinen Grund , warum man nicht gleich AES-256 verwendet.
 
theorist schrieb:
Das Ding ist auch nicht für Multimedia gedacht.
Darum gings ja auch nicht, sondern ob die Wireless-Verbindung ausreicht um im Zweifelsfall das komplette Bild zu übertragen was hier also nicht der Fall ist.
 
Also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, müsste bei integrierter Grafikkarte/chip ja nur das Bildmaterial ansich gesendet werden. Also 1920x1080x3x24 (bei 1080p). Dann kämen wir auf 143 MB/s. Das bewegt sich doch schon eher in einem Rahmen der von WUSB zwischen 3 und 10 Metern durchaus realisierbar wäre. Richtig? Noch bissi Komprimierung und man ist auf der sicheren Seite.
 
Mit Kompression geht das bestimmt, aber Kompression bedeutet zwangsläufig schonmal:
a) Rechenaufwand (zumindest das encoden muss ja die CPU übernehmen)
b) Qualitätsverlust (wenn auch nur marginal, aber vorhanden)
c) erhöhte Latenz (je besser die Kompression sein soll desto mehr Frames müssen zum Encoden benutzt werden).
 
Kopi80 schrieb:
Also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, müsste bei integrierter Grafikkarte/chip ja nur das Bildmaterial ansich gesendet werden.

Nein, es werden nur Positionsdaten, Grafiken, etc. gesendet, die Oberfläche wird dann von der Grafikkarte im Monitor aufgebaut. Deshalb kommt es auch teilweise zu Darstellungsfehlern wie z.B. fehlenden Icons.
Videomaterial wird komplett von der CPU decodiert (H.264-Beschleunigung von der Hauptgrafikkarten kann nicht genutzt werden), in ein unterstütztes Format encodiert und dann stark komprimiert übertragen, was aber eine sehr hohe CPU-Last verursacht (50% im Prad-Test) und nur in der nativen Auflösung des Videos brauchbar aussieht. Bei jeder Skalierung ergeben sich starke Artefakte, weil der intergrierte Grafikchip im Monitor nur rudimentäres Scaling beherrscht.
3D-Spiele werden überhaupt nicht dargestellt, weil der integrierte Grafikchip im Monitor keine 3D-Funktionalität besitzt. Und softwareseitiges Rendern von 3D-Spielen ist viel zu langsam.
Sämtliche Renderingfunktionen der Hauptgrafikkarte können an diesem Bildschirm nicht genutzt werden.

Außerdem ist das System laut Prad-Test sogar in der kabelgebundenen Version nicht 100% zuverlässig. Wenn z.B. nebenbei auf eine USB-Festplatte zugegriffen wird, kommt es zu Verzögerungen bei der Darstellung einzelner Objekte.

Wer tatsächlich den Videostrom von der Hauptgrafikkarte drahtlos an den Monitor senden möchte, muss auf ein teures WHDI- oder Wireless-HDMI-System zurückgreifen. Mit einem Preis von bis zu 1000€ wäre so ein System natürlich viel zu teuer für einen massenmarkttauglichen Computermonitor. Und für spezielle Anforderungen kann man eben immer noch das System in Einzelmodulen kaufen (d.h. normaler Monitor + WHDI-Übertragungsset).

Mit USB sind bei heutigen Chipsätzen übrigens ungefähr 30-38 MB/s möglich. Mit Wireless-USB wird das eher noch auf 10-20 MB/s zusammenschrumpfen. Für 1080p60 benötigt man aber ungefähr 373 MB/s. USB 3.0 schafft das gerade so, ein drahtloses System nur in Form von WHDI/Wireless-HDMI (was auch eine aktive Stromversorgung benötigt, da es autonom arbeitet).
 
Zuletzt bearbeitet:
SirSilent schrieb:
Und an alle Strahlungsgeschädigten, ihr habt sicherlich kein Handy und hört auch nie Radio, geschweige denn habt nen Wireless Router zu Hause und ne wireless Maus oder Tastatur.
Grüße

Es ist wie mit dem rauchen, saufen, der Sonne etc. Es kommt nicht darauf an ob man diesen Sachen ausgesetzt ist, sondern wie langen und wieviel.
Die Dosis machts (Dauer + Intensität).
Daher finde ich schon, dass es einen Unterschied macht ob ich drei Wireless Geräte benutze oder 15. Wobei man von der Maus und Tasttaur wohl nicht von wirklichen Strahlern ausgehen können.
Des Weiteren ist mir Wireless einfach nicht sicher genug.

Vielleicht sollte die Hersteller Schreibtischeoberflächen entwickeln, die zur übertragunge der diversen Geräte genutzt werden können etc.
 
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