Asus X570 Ryzen3900x Black Screen, Hardware defekt?

Gregmaan

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Hallo,
Nachdem meine PC Hardware über 10 Jahre problemlos gelaufen ist, war ein neuer PC überfällig.
Komponenten bestellt, gebaut....sah alles erst mal ganz gut aus. Ich bin seit über 10 Jahren aus dem Bereich raus, also war ich mit UEFI Bios etc. erst mal maßlos überfordert.
Meine Anforderungen an das System waren: Videoschnitt fähig, wieder ein wenig daddeln, sehr stabil, lange Ruhe hinsichtlich Neuanschaffungen.
Leider kam nach ein paar Tagen und einigen Abstürzen die ernüchternde Erkenntnis: Total instabiles System.
Wo fängt man aber an? Mit dem Sprung ins kalte Wasser habe ich mich dann langsam durch die Komponenten und durch das Bios gearbeitet.


Problem: CPU Power Phase Control bzw. Load Line Calibration (LLC)

Die Standard Einstellung des Mainboards bei der CPU Power Phase Control ist "Auto".
  • "Auto" und "Optimized" führt zu einem instabilen System.
  • Jede andere sinnvolle Einstellung läuft an der Stelle stabil.
Alternativ kann man auch die CPU Power Phase Control auf Auto lassen, dafür aber die CPU LLC auf mindestens Level 2 setzen.

Dann wird die Sache auch wieder stabiler.

Meine Frage: Deutet dieser Umstand auf defekte Hardware hin und wenn ja was ist defekt?

Oder ist "Auto" an der Stelle einfach Unfug und ich sollte es auf "Standard" etc. stellen und zufrieden sein?

Für die Übertakter unter Euch ist es vermutlich kein Ding, aber wenn es auf einen Defekt hindeutet möchte ich die defekte Komponente austauschen.

Gruß

Gregor
 
Hast du das BIOS auch direkt aktualisiert gehabt auf den neusten Stand? Bevor das nicht gemacht wurde bringts nichts im BIOS rumzufummeln, das kann nämlich auch einfach ein Software Fehler sein.

Abgesehen davon, die komplette Hardware mal bitte auflisten.
Genrelle Instabilität kann auch vom RAM/Netzteil kommen.
 
Also normalerweise sollte ein System welches von Haus aus immer erstmal die "Auto" oder "Standard" Einstellung nutzt stabil laufen.

Ich würde hier erstmal schauen ob es ein BIOS-Update gibt, was die Instabilität vllt. beseitigen würde.

Sollte das System trotzt aktuellem BIOS und dem Standard-BIOS-Setting nicht Stabil sein, dann kann es entweder ein HW-Defekt sein (RAM, CPU, MB) oder ein Software Problem (Windows, Treiber etc).

Um das dann rauszufinden sind aber weitere Angaben zu deiner HW und weitere Tests deinerseits notwendig.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Auf jeden Fall das neuste BIOS verwenden, ASUS X570 Boards hatten einige fehlerhafte Versionen.
 
Das Bios habe ich vor der Installation aktualisiert. und es gibt Stand heute auch nichts Neues. Danach und zwischendurch auch mal CMOS Clear.
Mainboard: Asus WS-X570 ACE
Prozessor: AMD Ryzen 9 3900X
Kühler: Scythe Mugen 5 PCGH Edition mit anderen Lüftern (Vollast <76°C)
RAM: G-Skill Flare-X 3200 CL14
Graka: Asus RTX2070S-O8G
Netzteil: BeQuiet StraightPower 11 650W
SSD: Corsair MP600 M2

Der Speicher wurde sowohl mit dem XMP Profil als auch normal als 2133 Speicher lange geprüft. Ohne Probleme.

Gruß und Danke

Gregor
 
Hallo, ich habe mich gerade eben hier Angemeldet in der Hoffnung, das dein Problem vielleicht gleicher Natur ist ;-)

Habe wie du auch immer meine Rechner selbst zusammengebaut (letzter Rechner ein Z97 mit einem Xeon), bin aber auch schon einige Jahre raus. Auch ich habe mir vor kurzem nach langer Zeit ein Upgrade gegönnt. Dabei bin ich komplett auf AMD umgestiegen, Ryzen CPU und 5700XT GPU. Ja und auch ich hatte ein instabiles System, Blue&Blackscreens, Hänger und dergleichen.

Die Lösung bei mir war so einfach ......und zwar war ich es von damals noch gewohnt, das der RAM bei einem DualChannel Kit vorzugsweise in A1 und B1 gesteckt wird. Ein Bekannter erzählte mir dann, das bei einem Ryzen System der Speicher in A2 und B2 gehört (steht tatsächlich auch so in dem Mainboard Manual). Klang für mich erst einmal wenig plausibel, aber da ich mir nicht mehr zu helfen wusste, probierte ich es kurzerhand.

Tja was soll ich sagen, seither rennt das System, keine Bluescreens, Hänger oder dergleichen mehr.
Ich war jedenfalls echt überrascht! Vielleicht ist es bei dir ja auch der Fall, das du instinktiv die RAM Riegel in A1 und B1 gesteckt hast und das ebenso Probleme verursacht wie bei meinem Rechner.

LG
Sven
 
SvenSeinName schrieb:
Hallo, ich habe mich gerade eben hier Angemeldet in der Hoffnung, das dein Problem vielleicht gleicher Natur ist ;-)

Habe wie du auch immer meine Rechner selbst zusammengebaut (letzter Rechner ein Z97 mit einem Xeon), bin aber auch schon einige Jahre raus. Auch ich habe mir vor kurzem nach langer Zeit ein Upgrade gegönnt. Dabei bin ich komplett auf AMD umgestiegen, Ryzen CPU und 5700XT GPU. Ja und auch ich hatte ein instabiles System, Blue&Blackscreens, Hänger und dergleichen.

Die Lösung bei mir war so einfach ......und zwar war ich es von damals noch gewohnt, das der RAM bei einem DualChannel Kit vorzugsweise in A1 und B1 gesteckt wird. Ein Bekannter erzählte mir dann, das bei einem Ryzen System der Speicher in A2 und B2 gehört (steht tatsächlich auch so in dem Mainboard Manual). Klang für mich erst einmal wenig plausibel, aber da ich mir nicht mehr zu helfen wusste, probierte ich es kurzerhand.

Tja was soll ich sagen, seither rennt das System, keine Bluescreens, Hänger oder dergleichen mehr.
Ich war jedenfalls echt überrascht! Vielleicht ist es bei dir ja auch der Fall, das du instinktiv die RAM Riegel in A1 und B1 gesteckt hast und das ebenso Probleme verursacht wie bei meinem Rechner.

LG
Sven

Danke Sven, leider hatte ich das auch schon durch. Auf A1 und B1 lief das Board fast überhaupt nicht ;-)
 
Also einen Hardware Defekt möchte ich erstmal ausschließen.

Hast Du denn auch alle Anschlüsse korrekt verbunden? Vor allem der 4Pin CPU Power Stecker muss ans Board, auch wenn es ohne startet. Also nicht nur der ATX Power-Stecker.

Ich habe mir erst vor wenigen Tagen ein ähnliches System zusammengestellt und habe nahezu alles auf "Auto" gelassen, bis auf den RAM.

Ich könnte mir also höchstens an der Stelle ein Problem vorstellen.
 
Bei dem Verhalten ist ein HW Defekt nicht völlig auszuschließen. Da es neue HW ist, ist die Wahrscheinlichkeit eher sehr gering.

Läuft der RAM immer mit cl14? Das scheinen mir ziemlich scharfe Timings. Zwar ist die Ryzen 3000er Serie bis 3200 spezifiziert, es werden aber keie Timings genannt. Zusammen mit verschiedenen Spannungen könnte es das Fehlerbild erklären.
Schau auch Mal auf die RAM Spannung. Sollte nicht unter 1,35 V sein.
 
Klingt nach zuwenig Saft am Sockel. Stell mal digi+vrm auf extreme ein.

Den Ram mal testweise auf 1,375V lqufen lassen. CL14 ist jetzt nicht so krass, sollte aber auch funktionieren. Alternativ mit alle 16 - 36 - 590 testen.
 
t3chn0 schrieb:
Also einen Hardware Defekt möchte ich erstmal ausschließen.

Hast Du denn auch alle Anschlüsse korrekt verbunden? Vor allem der 4Pin CPU Power Stecker muss ans Board, auch wenn es ohne startet. Also nicht nur der ATX Power-Stecker.

Ich habe mir erst vor wenigen Tagen ein ähnliches System zusammengestellt und habe nahezu alles auf "Auto" gelassen, bis auf den RAM.

Ich könnte mir also höchstens an der Stelle ein Problem vorstellen.
Habe gerade noch mal den CPU Stecker kontrolliert 2 x 4Pin sitzen sowohl am MB als auch am Netzteil super. Das war es leider auch nicht ....
 
Die Abstürze erfolgen nur in Windows?
Geben die Absturzberichte von Windows was her?
Zwar gehe ich davon aus aber aber du hast Windows auf das neue System clean installiert?
 
LencoX2 schrieb:
Bei dem Verhalten ist ein HW Defekt nicht völlig auszuschließen. Da es neue HW ist, ist die Wahrscheinlichkeit eher sehr gering.

Läuft der RAM immer mit cl14? Das scheinen mir ziemlich scharfe Timings. Zwar ist die Ryzen 3000er Serie bis 3200 spezifiziert, es werden aber keie Timings genannt. Zusammen mit verschiedenen Spannungen könnte es das Fehlerbild erklären.
Schau auch Mal auf die RAM Spannung. Sollte nicht unter 1,35 V sein.
Habe mich schon durch das komplette RAM OC gekämpft, die Settings laufen > 10 Stunden ohne einen Fehler im RAM Test. Sowohl die XMP Defaults als auch die JDEC Werte. Es laufen aber die XMP defaults ohne OC!
 
Aber wann kommen die Bluescreens denn genau?
 
Sooo...

Nachdem ich einen Großteil Eurer Tipps abgearbeitet habe, Bin ich etwas verstört über das Resultat:

Wenn ich die CPU LLC, die CPU Power Phase Control, oder die DRAM Spannung erhöhe läuft das System Stabil ?!?

Habe mich dann für die Erhöhung der DRAM Spannung von 1,35V auf 1,37V Volt entschieden, weil ich vermute damit recht nah an der Ursache zu sein.

Das Ganze ist aber nach wie vor sehr suspekt. Selbst in der JEDEC Spezifikation des Speichers läuft er ohne Anpassung nicht stabil.

Habe gestern Abend noch mal einen RAM Test, bis heute Morgen angeworfen: XMP Profil und Spannung auf 1,37V. Restliches Bios auf defaults. 10 Stunden ohne Fehler (14300%).
Hatte seit dem auch sonst keinen Fehler mehr provozieren können (Metro Exodus Benchmark alles was geht ohne DLSS).

Wie gehe ich denn jetzt weiter vor?

Wenn der Speicher in der JEDEC Konfiguration instabil läuft, ist er dann defekt?

Das es im X.M.P. Profil keine Garantie gibt ist mir bekannt.
Oder ist es ein generelles Dual Rank Modul Problem?
Wenn man mit dem DRAM Konfigurator ein alternatives "Safe Profil" einstellt, ist es "schärfer" als die XMP Defaults. Somit für mich als Laie auch keine Option oder?

Oder mit der Anpassung der DRAM Spannung auf 1,37V leben und zufrieden sein?

Was würdet Ihr machen?

Danke für Eure Unterstützung!

LG
Gregor
 
Erhöhe auf 1,375V und betreibe das System munter weiter. Diese Riegel werden von den harten OC Gurus ohne mit der Wimper zu zucken unter 1,5 V gestellt und bis zum letzten CL runtergequetscht. Da sollte dir nix passieren ;)
 
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