Ich denke, dass die Atomkraft für die Entscheider einfach zu bequem ist. Daher halte ich es auch für einen Irrglauben, dass alternative Energiegewinnungsformen genug Beachtung geschenkt wird, solange Atomenergie zur Verfügung steht. D.h. für mich steht auch aus der Erfahrung in der Vergangenheit klar fest, dass kein Entscheider etwas zur Ablösung der Atomenergie als Hauptlieferant für Strom tun wird, solange Atomenergie als Option zur Verfügung steht.
Was mich dabei irritiert, ist der gebetsmühlenartig wiederholte Unsinn, Atomstrom sei günstig. Über Jahrzehnte hat der Staat (d.h. wir Steuerzahler) den Atomstrom mit Unsummen subventioniert und die Folgekosten eines solchen Betriebs sind auch für den Staat immens (redet mal mit den Beamten des Budenswirtschaftsministeriums über so ein paar interessante Posten auf ihrem Haushalt, dann wird's euch übel). D.h. wir zahlen den Energiekonzernen haufenweise Geld für den Strom und die Dienstleistung, übernehmen aber als Staat auch noch einen großen Teil seiner Investitionskosten. Na wenn das nicht dämlich ist!
Dazu kommt, dass diese Technik aufgrund der möglichen, Generationen übergreifenden Risiken und Lasten völlig inakzeptabel ist.
Für mich steht also ohne Wenn und Aber fest, dass Strom aus Atomkraft eine typisch menschliche Erfindung ist, nämlich vollpfosten-megamäßig-dämlicher Unsinn.