Atomkraft?

Was haltet ihr von Atomkraft und der Austeigepolitik?

  • Atomkraft? Nein, danke!

    Stimmen: 60 8,8%
  • Atomkraft finde ich richtig, zumal sie die Umwelt mehr schohnt als irgendwelche Kohlekraftwerke

    Stimmen: 394 57,9%
  • Deutschland sollte die Reaktoren abschalten, dafür aber auf erneuerbare Energieen setzten

    Stimmen: 226 33,2%

  • Umfrageteilnehmer
    680
Status
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Vulture_Culture

Lt. Commander
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Moin CB Gemeinde,
In der letzten Zeit wurde ja oft diskutiert, ob man aus der Atomenergie bis 2021 aussteigen wolle, oder ob man neue Kraftwerke bauen, bzw. die alten länger laufen lassen sollte.
Was haltet ihr davon?
 
Ausstieg auf keinen Fall, da es zur Zeit die Billigste, Sauberste und Einfachste Methode ist Strom zu erzeugen. Ich würde eher modernere Kraftwerke bauen und ans Netz nehmen und dann die alten nacheinander langsam abschalten. Im gleichen Zuge aber würde ich verstärkt auf Erneuerbare Energien setzen wie das neue Projekt zum Aufbau von 30 Offshore-Windanlagen. Würde gerne Link posten, geht aber schlecht da ich im Geschäft bin und das Inet so lahm ist :( Guckt einfach auf ftd.de da findet man das.
Alle Länder planen neue Atomkraftwerke zu bauen die Effizienter sind und sicherer, nur Deutschland will aussteigen. Mitsubishi plant bis zum Jahre 2050 30 neue Atomkraftwerke zu bauen... Also wieso nicht in Deutschland? Die Politker erkennen wohl nicht die Lage in der sich die Welt zur Zeit befindet. Wenn Israel den Iran angreift (Was Gott bewahre, wenn es den einen Gott gibt) wird der Ölpreis binnen kürzester Zeit auf 250 Dollar oder mehr (nach oben sind ja beim Öl keine Grenzen gesetzt) schießen. Nicht nur Deutschland muss was tun, die ganze Welt ist aufgerufen neu Energiequellen zu erforschen um weg vom öl zu kommen. Die Abschaltung der Atomkraftwerke wäre da ein Schritt in die verdammt falsche Richtung.
 
Zuletzt bearbeitet:
also ich denke das größte problem ist die entsorgung/lagerung der alten brennstäbe.

es ist schon recht zwiespältig...
einerseits wollen die energiekonzerne trotz der begrenzten ressourcen immer wieder neue kohlekraftwerke bauen (stichwort co²-ausstoß), andererseits liegt bei atomkraftwerken wie gesagt das problem in der endlagerung.

alte akw sollten abgeschaltet werden und neue und somit sicherere gebaut werden.

als alternative sind windkraftanlagen auch nicht zu unterschätzen, denn das ist energie, die "kostenlos" zur verfügung steht.
 
kerki0803 schrieb:
also ich denke das größte problem ist die entsorgung/lagerung der alten brennstäbe.
stimmt. das co2 bei herkömmlichen kraftwerken lagern wir ja umweltgerecht in der atmosphäre, wos uns erstmal nicht stört :D

nee, stimmt schon: die lagerung der alten brennstäbe ist das hauptproblem, aber durchaus zu bewältigen. der nutzen übersteigt bei weitem den aufwand dafür.

allerdings muss auch die forschung im bereich erneuerbare energien weitergehen. die effizienz der heutigen solarzellen beispielsweise ist lächerlich und lohnt im grunde nicht. ähnliches gilt für die windkraftanlagen und stauwaserkraftwerke (welche die umwelt ähnlich beeinträchtigen wie kohle- oder gaskraftwerke ...)

fakt ist: jeder will billigen strom, aber ohne dafür nachteile in kauf zu nehmen. eierlegende wollmilchsäue gibts nunmal nicht. an der atomkraft führt die nächsten 50 jahre kein weg vorbei.
 
Leider. Mal hoffen, dass sich das Desaster vom 26.4.1986 nicht nochmal wiederholt. Man darf nicht zu sorglos mit der A-Energie umgehen
 
Ja Tschernobyl sollte als abschreckendes beispiel gelten und das mit der Entsorgung ist auch kritisch! doch wie sollen wir uns sonst versorgen? Kohle? Die Speicherung von CO2 im Boden steckt noch in den Kinderschuhen und ich denke das wird auch nicht ohne weitere Probleme durchführbar sein.
Natürlich würde ich es auch schöner finden überall Windkraftanlagen zu sehen anstatt Atommeiler aber es ist zur zeit das einfachste. Ich sage mal so umso teuerer die Energie wird umso mehr wird in die Entwicklung gesteckt.
Also hoffen wir mal auf 250 Dollar pro Barell :freak:
 
13 Leute haben bereits abgestimmt, aber nur 4 einen Beitrag geschrieben, ist schon komisch.

Der Atomausstieg ist in meinen Augen falsch, weil er zu kurz gedacht ist.

Ich denke wir können uns den Luxus auf eine Möglichkeit der Energiegewinnung zu verzichten nicht mehr leisten. Natürlich müssen neue Anlagen sicher sein, und es ist sicher auch möglich dort viel ehr zu tun.

Ich glaube auch nicht, dass die anderen Energien deshalb vernachlässigt werden sollten und Oder könnten.
Über kurz oder lang sind wir darauf angewiesen.
 
Ich habe für B gestimmt, obwohl folgende Formulierung mir noch viel besser gefallen hätte:
"Atomkraftwerke finde ich richtig, ...., wenn zusätzlich die regenerativen Energien noch stärker gefördert werden."

Atomstrom soll ja sehr preisgünstig sein, klimapolitisch sauberer ist er ja. Diesen Kostenvorteil sollte man zwingend in die Förderung der regen. Energien stecken. Das wäre dann sauber gegenfinanziert und ein Schritt in die Zukunft.
 
Naja, ohne Atomstrom kommen wir in absehbarer Zeit nicht aus. Deswegen wäre ich mit einem verfrühten Ausstieg etwas vorsichtig.
Regenative Energien sind zwar immer schön und gut, aber für Deutschland nur bedingt im großen Stile anwendbar. Der Wind blässt nicht stetig genug oder ist zu stark (Sturm), weswegen nur Offshore-Anlagen in Frage kommen. Sonnenenergie ist sehr aufwändig und in unseren Breiten nicht sehr effektiv (sehr interessant für Afrika, aber Probleme mit Sand/Staub; am Besten orbital), zumal die Nacht nicht nutzbar ist. Die Wasserenergie wird in Deutschland schon fast vollkommen genutzt, eine Steigerung ließe sich quasi nur durch eine Erneuerung der alten Turbinen durch eine neue Technologie erreichen.

Die einzige Möglichkeit wäre Fusion, welche aber noch auf Sich warten lässt. ITER etc. und Laserfusionsprojekte müssen erst noch zeigen, was da rauskommt.
 
Für Deutschland bietet sich Erdwärmetechnik an. In Verbindung mit Wärmepumpen kann dort noch sehr viel Potential ausgeschöpft werden!
 
"Atomkraftwerke finde ich richtig, ...., wenn zusätzlich die regenerativen Energien noch stärker gefördert werden."
Diese Formulierung ist fast perfekt. Von heute auf morgen vom Atomstrom wegzukommen, indem man einfach alle A-Kraftwerke abstellt geht nicht. Die jetzigen regenerativen Quellen könnten nie und nimmer die Grundlast abdecken.
Solar ist zur Stromgewinnung im großen Maß immer noch keine Alternative. Was macht man nachts, wenn es dunkel ist? Da müsste parallel ein AKW laufen. Also mehr oder weniger redundantes System -> Kosten bis zu 2x so hoch -> der Verbraucher müsste das zahlen. Dazu wäre wohl keiner bereit.
Der richtige Weg liegt sicher darin, step by step regenerative Quellen zu bauen (siehe 30x Windkraft in der Ostseee) und im gleichen Zug Atomkraftwerke abzuschaffen, insofern diese vollständig ersetzt werden können durch die neu erbauten regenerativen Elemente.
 
Also ich sehe das so, dass die AKWs auf jeden Fall dazu genutzt werden können um den Übergang zu Erneuerbaren Energien zu gestalten.
Neubauten lohnen sich aber nicht, erstens haben wir schon ziemlich viele, zweitens reicht auch Uran nicht viel länger als Öl (wobei Öl eigentlich nicht verstromt wird), dann das Sicherheitsrisiko, was zwar klein sein mag, aber nie ganz ausgeschlossen werden kann. Und desweiteren ist Atomstrom alles andere als billig. Die kWh an sich mag das vielleicht sein, aber die ganzen externen Kosten wie Rückbau, Entsorgung und Endlagerung bezahlt jeder letztendlich mit seinen Steuern. Und Atomstrom als die einfachste Möglichkeit Energie zu erzeugen zu bezeichnen finde ich etwas gewagt und frage mich warum nicht jeder einen Reaktor im Keller hat.
Die schrittweise Abschaltung ist deswegen richtig aber ob das bis 2020 geschehen muss, weiß ich nicht.
Sollte man es nicht schaffen auf erneuerbar umzustellen bevor das Uran alle ist, ist es fast sinnvoller noch neue Kohlekraftwerke zu bauen um die Versorgung zu sichern, denn Kohle reicht noch ein bissel länger.
 
@OneTimePassword

ja und? was willst du uns nun damit sagen?
Die Uranerze werden immer weniger uranhaltig, das stimmt. CO2 wird auch außgestoßen. Stimmt auch.
Aber es ist immer noch so, dass weniger CO2 pro Leistungseinheit emittiert wird als bei Energiegewinnung durhc Gas. So steht es auch im Text. ALso ist Atomkraft im Moment noch besser als alle anderen "klassischen" Energiequellen

@amdandre
Der Ausbau der Kohleversorgung wäre doch gerade der Weg in die falsche Richtung. Schließlich möchte man weniger CO2-Emission
 
Zuletzt bearbeitet:
@OneTimePassword

Überleg mal auf welcher Seite das steht.

1. weiß man das, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt.
2. sind Solarkollektoren in der Herstellung auch nicht CO² neutral


@amdandre

Du solltest schreiben daß Öl bei uns nicht verstromt wird.
In China z.B. sehr wohl
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich mein auch, dass A Energie kurzfristig (ca.50 Jahre) umweltfreundlich ist. Danach sollte aber lieber auf Sonnen bzw. Wind Energie gesetzt werden (also in den 50Jahren in der Sahara oder in den Outbacks in Australien Sonnenkollektoren bauen)
 
@8core: Ja klar, aber wenn's darum geht ob Strom haben oder nicht haben, ist das denke ich mal zweitrangig. Und vielleicht hat sich bis dahin ja noch was bzgl. CO2 Speicherung getan. Auch wird bis dahin der Anteil an anderen CO2 produzierenden Einrichtungen sicher rapide zurückgegangen sein.

@Piper: Ja das ist richtig und ich weiß auch, dass es natürlich ein globales Problem ist aber letztendlich ist ja jeder auf sich alleine gestellt und hier geht's ja auch um die Situation Deutschland.
 
Ich denke, dass die Atomkraft für die Entscheider einfach zu bequem ist. Daher halte ich es auch für einen Irrglauben, dass alternative Energiegewinnungsformen genug Beachtung geschenkt wird, solange Atomenergie zur Verfügung steht. D.h. für mich steht auch aus der Erfahrung in der Vergangenheit klar fest, dass kein Entscheider etwas zur Ablösung der Atomenergie als Hauptlieferant für Strom tun wird, solange Atomenergie als Option zur Verfügung steht.

Was mich dabei irritiert, ist der gebetsmühlenartig wiederholte Unsinn, Atomstrom sei günstig. Über Jahrzehnte hat der Staat (d.h. wir Steuerzahler) den Atomstrom mit Unsummen subventioniert und die Folgekosten eines solchen Betriebs sind auch für den Staat immens (redet mal mit den Beamten des Budenswirtschaftsministeriums über so ein paar interessante Posten auf ihrem Haushalt, dann wird's euch übel). D.h. wir zahlen den Energiekonzernen haufenweise Geld für den Strom und die Dienstleistung, übernehmen aber als Staat auch noch einen großen Teil seiner Investitionskosten. Na wenn das nicht dämlich ist!

Dazu kommt, dass diese Technik aufgrund der möglichen, Generationen übergreifenden Risiken und Lasten völlig inakzeptabel ist.

Für mich steht also ohne Wenn und Aber fest, dass Strom aus Atomkraft eine typisch menschliche Erfindung ist, nämlich vollpfosten-megamäßig-dämlicher Unsinn.
 
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