News Audio-Streaming: Welche Dienste nutzt ihr für Musik, Hörbücher und Podcasts?

@sedot Ich will niemanden irgendwas unterstellen. Hatte ich vergessen zu schreiben, dass ich CD/LP aus meiner Perspektive betrachte?
Balikon schrieb:
CDs/LPs aus meiner Perspektive:
Nein, habe ich nicht. Und meine Erfahrung ist, das ich wahlloser höre, wenn ich einen unendlichen Katalog zur Verfügung habe. Fast meine gesamte Bibliothek liegt auf meinem Smartphone und ich erwische mich immer wieder dabei, dass ich vor lauter Angebot immer wieder bei den üblichen Verdächtigen lande. Deswegen habe ich mir wieder einen Plattenspieler und einen tragbaren CD Spieler gekauft. Seitdem durchstreiche ich wieder meine CD/Plattenregale, nehme Scheiben raus und entscheide bewusster, was ich mir anhören will.

Ich will niemanden, der Streaming nutzt, unterstellen, er würde nicht bewusst Musik hören können. Ich erlebe allerdings auch, dass Musik bei vielen Menschen durch Streaming zum Hintergrundrauschen mutiert, niemand mehr ein Album durchhört, sondern nur noch durch das endlose Angebot skippen.
 
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Hallo zusammen,

@sedot
sedot schrieb:
bin ich erst wieder mit der Digitalisierung und eben Streaming-Anbieter herangekommen.
Jep. Das ist zweifellos einer der wirklich wenigen Vorteile heutiger Streaming Modelle. Manche Werke werden extra für solche Auswertungen noch einmal ausgegraben. Manchmal sind richtige Juwelen sogar darunter, welche eben seinerzeit nicht so massentauglich waren, aber eben sehr wohl qualitativ und künstlerisch über jeden Zweifel erhaben waren bzw. sind.
sedot schrieb:
mir ist völlig egal aus welchem „Brüllwürfel“ die Töne kommen die ich mag.
Kein Problem. Jedem bleiben seine eigenen Qualitätsansprüche belassen. Das ist auch einer der Gründe wieso Streaming Plattformen so relativ erfolgreich sind. Aber zu der Wahrheit gehört auch daß für relativ wenig Geld im Verhältnis passable Qualität querbeet zu haben ist. Das ist einer der löblicheren Punkte des Streamings.
sedot schrieb:
Trotz fortgeschrittener Digitalisierung ist es immer noch leicht möglich Kopien anzufertigen und beliebig zu verbreiten, wenn man möchte.
Jep. Wer nur will, der findet einen Weg. Auch heutzutage noch. Wohl wahr.

@Balikon
Balikon schrieb:
Mehr Bit bedeuten lediglich mehr Abstufungen in der Lautstärke. Wenn man bedenkt, dass Otto Normalhörer erst ab 3dB eine Lautstärkezu- bzw. abnahme deutlich wahr nimmt, sind 16Bit da schon Overkill.
24 Bit hätten gerade zu der Anfangszeit erheblich geholfen. Die ersten CD`s klangen unfaßbar "dünn". Besonders im Vergleich zu den LP-Pendants. Das war echt graulich. Später kamen ja noch die unterschiedlichen Verfahren dazu, wie SBM. Aber egal, das steht auf einem anderen Tablet.
Balikon schrieb:
Opa Balikon war in der Zeit, wo SACD aufkam, noch jung und zu der Zeit echt Hifi-Verrückt.
Da bist nicht alleine. Wir sind wohl dies was man "Dinosaurier" nennt😎.
Balikon schrieb:
SACD kam 15 Jahre später als CDs. SACDs auf DVD basieren, die es in den 80ern zur Einführung noch nicht gab. Von daher kann deine Argumentation, dass die SACD den "analystischen" Klang der CD ausbessern sollte, nicht stimmen.
Was den zeitlichen Aspekt angeht hast du allerdings nicht Unrecht. Gleichwohl sollten die Konzeptionellen Nachteile der CD - welche ich teils nannte - durch die SACD wettgemacht werden. Anders ausgedrückt, die Fehler der CD sollten nicht wiederholt werden.
Balikon schrieb:
Die Mär vom kalten, harten Klang der CD war auch nicht berechtigt. Warum. Musik wurde schon ab den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts zunehmend digital produziert.
Das mag stimmen. Hat aber nichts mit dem Neuen Format der CD zu tun. Wir reden hier von einer ganz anderen Produktion. Das wäre zuviel Off-Topic. Du bringst da was durcheinander.

So long...
 
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Balikon schrieb:
Die Kritik an der CD kam daher, dass die Leute gewohnt waren, die Musik mit dem Rauschen, Rumpeln, Knistern und geringem Dynamikumfang zu hören
Ja der Normalo schon, aber es gab auch in den 70ern schon sehr gute Plattenspieler, Tonabnehmer und Phonostufen und mit denen haste das nicht gehabt.

Mein Sohnemann erzählte mit letztens von nem Freund, der sich nen Plattenspieler gekauft hat (irgendson Billigteil/Plattenfräse) und der vom Vinyl Sound am schwärmen war, das Knistern findet er wohl ganz toll aua
Mein Sohnemann sagte ihm dann nur, dass bei mir nichts Knistert oder Knackst und das der Sound kristallklar ist, da guckte der Freund nur dumm aus der Wäsche 🙃

Btw. Vinyl hören ohne Plattenwaschmaschine ist möglich, aber sinnlos, haha :D
 
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Noch nie soviel Unsinn gelesen, Ich Kaufe Musik nur auf diesen Schwarzen Platten oder Höre es aus dem Radio.
 
nobbivm schrieb:
aber es gab auch in den 70ern schon sehr gute Plattenspieler, Tonabnehmer und Phonostufen und mit denen haste das nicht gehabt.
Knistern hatte man mit jedem Plattenspieler, es sei denn man hat regelmäßig seine Platten auf eine Waschmaschine gepackt.
Rumpeln mag bei den Spitzenmodellen geringer ausgefallen sein, war aber auch immer da, alleine durch das Lager des Plattentellers und durch den Motor.
Selbst Spitzenabtastsysteme konnten einer CD in Sachen Dynamik und Kanaltrennung nicht das Wasser reichen.

Die CD war eine ganz andere Welt, die durch das wegfallen aller Nachteile eines Plattenspielers einfach so ungewohnt sauber klang, dass es den Menschen unangenehm war.
 
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Hallo zusammen,

@nobbivm
nobbivm schrieb:
Ja der Normalo schon, aber es gab auch in den 70ern schon sehr gute Plattenspieler, Tonabnehmer und Phonostufen und mit denen haste das nicht gehabt.
So ist es. Je besser die Kette war, desto deutlicher traten bzw. treten die Unterschiede zutage. Dazu kamen auch Songs oder Songmaterial bzw. Musikrichtung, wo es noch betont wurde.

Die CD hatte zu Anfang solchen Zulauf wegen Klassik-Liebhabern. Für die war das unfaßbar, daß da kein Rauschen / Zischen / Knistern etc. mehr zu hören war. Die merkten deshalb auch gar nicht zu Beginn, daß dafür andere Details auf der Strecke blieben.

@Balikon
Balikon schrieb:
Knistern hatte man mit jedem Plattenspieler
Relativ. Ja. Kommt aber auch auf die Pflege seiner Schätze an. Ich kann dir Sagen daß meine Platten im Verhältnis wenig Auffälligkeiten in diesen Punkten zeigten. "Im Verhältnis", wohlgemerkt. Ich betrieb aber auch einigen Aufwand.
Balikon schrieb:
Rumpeln mag bei den Spitzenmodellen geringer ausgefallen sein, war aber auch immer da, alleine durch das Lager des Plattentellers und durch die Motoren.
Auch hier gibt es Tricks, mittels welchen man gegensteuern konnte bzw. immer noch kann. Wie z. b. auf was man den Plattenspieler aufstellte. Z. b. gab es von Jochen Räke spezielle Puffer, die wirklich halfen bzw. helfen. Ich hab die sogar immer noch. Also mit solchen Sachen konnte man mit speziellen Mitteln erheblich gegensteuern.

So long....
 
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@Balikon
Deine Erfahrungen oder Beweggründe stelle ich nicht in Frage, vielleicht habe ich mehr interpretiert als du meintest. Auf die Füsse wollte ich dir nicht treten, hätte ich besser formulieren können.

Balikon schrieb:
Fast meine gesamte Bibliothek liegt auf meinem Smartphone und ich erwische mich immer wieder dabei, dass ich vor lauter Angebot immer wieder bei den üblichen Verdächtigen lande.
Ja, absolut nachvollziehbar, dass ist ein Grund warum ich gelegentlich Internetradio höre. Manchmal fallen da Künstler raus, die ich vermutlich nie entdeckt hätte. Weder im Plattenladen noch mit irgendwelchen Vorschlags-Algorithmen.

Luxmanl525 schrieb:
Aber zu der Wahrheit gehört auch daß für relativ wenig Geld im Verhältnis passable Qualität querbeet zu haben ist.
Definitiv, im Vergleich sind gute Endgeräte jetzt leichter verfügbar, egal ob neu oder gebraucht. Ich hatte etwas zugespitzt, zugegeben.
 
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@Luxmanl525 Ich glaube, da könnten wir eine ganze Nacht bei Wein, Weib und Gesang diskutieren, ohne auf einen Nenner zu kommen. Was aber nicht schlimm ist. Jedes Medium hat in meinen Augen vor und Nachteile. Ich finde es halt immer witzig, dass Leute mit HiRes prahlen, ohne das ihr Equipment das auch nur irgendwie hergeben würde. HiRes nützt halt auch nix, wenn das Quellmaterial mit dem guten, alten RedBook CD-PCM Format aufgenommen wurde. Ich denke mir: "Ok, glaub Du mal daran, dass Du Audiophil bist." Es gab schon immer viel Schlangenöl im HiFi-Game, das ist echt unfassbar.

Was Deine Platten angeht: Glückwunsch, dass Du Deine immer sorgfältig behandelt hast. Dann kann man sich Reinigungsequipment in der Regel tatsächlich sparen. Ich habe heute Platten aus einem Flohmarktkonvolut auf meinem "ist egal, wie es um die Platte bestellt ist"-Billigdreher, die hatten nicht soviel Glück.
Ergänzung ()

sedot schrieb:
Auf die Füsse wollte ich dir nicht treten,
Keine Sorge, davon war ich auch nicht ausgegangen.
sedot schrieb:
Manchmal fallen da Künstler raus, die ich vermutlich nie entdeckt hätte.
Das geht mir bei Youtube so. Da kommt man, wenn man mal wieder binged, von Hölzchen auf Stöckchen und zack landet man bei einem Künstler, wo ich denke "alter, der klingt interessant". Der nächste Schritt ist dann Probehören auf Spotify, und wenn mich das überzeugt, dann zu Amazon oder MediaMarkt.
 
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Balikon schrieb:
Knistern hatte man mit jedem Plattenspieler, es sei denn man hat regelmäßig seine Platten auf eine Waschmaschine gepackt.
Deswegen schrieb ich ja, dass das ohne PWM keinen Sinn macht.
Ab und zu knackts mal, aber bei ner guten Anlage fällt das fast gar nicht auf, weils fast untergeht.
Es sei denn die Platte ist arg verkratzt.
Balikon schrieb:
Rumpeln mag bei den Spitzenmodellen geringer ausgefallen sein, war aber auch immer da, alleine durch das Lager des Plattentellers und durch den Motor.
Nee bei guten Plattenspielern rumpeln weder Motor noch Lager, da rumpelt das Vinyl selbst mehr.
Balikon schrieb:
Selbst Spitzenabtastsysteme konnten einer CD in Sachen Dynamik und Kanaltrennung nicht das Wasser reichen.
Das ist richtig, doch leider wird bei CDs der Vorteil gar nicht (mehr) genutzt, Dank dem Loudness War.
Wenn man in die DR Database guckt, fällt einem auf, dass die meisten Vinyl Ausgaben eine höhere Dynamik bieten als die CD Versionen, damit ist der theoretische Vorteil Geschichte, schade.
Balikon schrieb:
Die CD war eine ganz andere Welt, die durch das wegfallen aller Nachteile eines Plattenspielers einfach so ungewohnt sauber klang, dass es den Menschen unangenehm war.
Ne CD klingt härter ind den Höhen, was einfach am steilen Audiofilter bei 22 KHz liegt.
Bei guten 24 Bit 96 KHz Files hat man sowas nicht, wenn es nicht nur upgesampled wurde.
 
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@Balikon Ja das ist aber von der Pressung abhängig, da gibbet auch gute und schlechte.
Hauptsache ist dabei, dass der Plattenspieler kein eigenes Rumpeln hinzufügt ;)
 
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nobbivm schrieb:
Dank dem Loudness War.
Diese Seuche ist leider auch auf dem Vinylsektor zu beobachten. Aufgrund der Limitationen der LP nicht ganz so hart, aber auch da geht es gerade bei Neuerscheinungen sehr ruppig zu. Und das wird sich nicht bessern, weil Leute sich tendenziell immer schlechtere Abspielketten zulegen und die Musik nach dem willen der Produzenten auf dem letzten Kack-Brüllwürfel, der hohe Dynamiksprünge gar nicht reproduzieren kann, noch ok klingen soll.
Ergänzung ()

nobbivm schrieb:
Ne CD klingt härter ind den Höhen, was einfach am steilen Audiofilter bei 22 KHz liegt.
Dafür ist mein Gehör zu alt. Da finde ich die Percussion-Artefakte bei Youtube und Spotify viel schlimmer.
 
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Hallo zusammen,

@sedot
sedot schrieb:
Auf die Füsse wollte ich dir nicht treten, hätte ich besser formulieren können.
Ach was. Das ist doch ein wunderbarer, sachorientierter Austausch zwischen uns hier. Alles gut. Und wenn was unklar ist, wird halt nachgefragt. Wichtig ist, daß nicht jeder gleich das negativste vom Diskussionkollegen annimmt. Und soweit ich das Sagen kann, tut das auch keiner.

Finde unsere Diskussion Prima.

@nobbivm
nobbivm schrieb:
Hauptsache ist dabei, dass der Plattenspieler kein eigenes Rumpeln hinzufügt
Und sogar wie die Platte gelagert ist bzw. wurde. Das wird gerne unterschätzt. Ist ein Unterschied ob der Tonarm gleichmäßig die Bahnen zieht oder eben nicht. Ein großer Unterschied.
Ne CD klingt härter ind den Höhen, was einfach am steilen Audiofilter bei 22 KHz liegt.
Das war genau eines der Dinge, welche seinerzeit so kritisiert wurden. Ist bei ziemlich vielen Re-Issues aber nahezu eliminiert. Die Toningenieure haben in der Zwischenzeit ihre Aufgaben gemacht. Es gibt ja mehrere Remastering-Firmen explizit, die sich auf solcherlei spezialisiert haben.

@Balikon
Balikon schrieb:
Ich glaube, da könnten wir eine ganze Nacht bei Wein, Weib und Gesang diskutieren, ohne auf einen Nenner zu kommen.
Oh ja. Ach was. Nicht so negativ. Wir kämen auf einen Nenner. Denn ich hab bissel den Eindruck daß wir hier, was die Produktion angeht, verschiedenes meinen, es aber nicht dediziert zu "papier" kriegen momentan.
Balikon schrieb:
Ich finde es halt immer witzig, dass Leute mit HiRes prahlen, ohne das ihr Equipment das auch nur irgendwie hergeben würde.
Jep. Vor allem ist Mehrkanal-Kram was ganz anderes als Stereo-Hören. Ich hab ja auch meinen AV Verstärker. Und der kann in Stereo in keiner Weise mithalten. Den kann ich nur für Filme nehmen.

Im besonderen Wissen viele gar nicht, was "Hi-Res" überhaupt für ne Auflösung ist. Die gibt es nämlich schon lange. Wie z. b. als "DVD-Audio".
Balikon schrieb:
Es gab schon immer viel Schlangenöl im HiFi-Game, das ist echt unfassbar.
Das ist auch so. Keine Frage. Ich hab in den früheren Zeiten alles mögliche Ausprobiert. Auch in Hörsymposien meines Fachhändlers. Da ist einiges zutage getreten wo man sich fragte, von was die in den sogenannten "Fachzeitschriften" eigentlich schreiben.
Balikon schrieb:
Dann kann man sich Reinigungsequipment in der Regel tatsächlich sparen.
Wenn es nur so wäre. Einen guten "Plattenbesen" sollte gleichwohl jeder in Nutzung haben. Es staubt nämlich echt überall.
Balikon schrieb:
Ich habe heute Platten aus einem Flohmarktkonvolut auf meinem "ist egal, wie es um die Platte bestellt ist"-Billigdreher, die hatten nicht soviel Glück.
Na ja, wenn jemand Audiophiler Liebhaber ist, wirst du sicherlich einen Untershied in der Behandlung merken. Und wenn du auf nem Flohkarkt kaufst wirst du auch erkennen können auf die Tour, ob das Material von einem solchen ist oder eben einem "Ottonormal" Musikkonsumenten.

So long...
 
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Es fehlt selber hosten.
Ich kaufe CDs, rippe und streame dann selber über Synology Audiostation und zukünftig vermutlich Plex.
 
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Für musik nutze ich einfach normales kostenfreies Youtube. Die Podcasts die ich aktuell höre nutzen Spotify als backend, geht auch kostenfrei. ...
 
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