@Luxmanl525 Mehr Bit bedeuten lediglich mehr Abstufungen in der Lautstärke. Wenn man bedenkt, dass Otto Normalhörer erst ab 3dB eine Lautstärkezu- bzw. abnahme deutlich wahr nimmt, sind 16Bit da schon Overkill.
Opa Balikon war in der Zeit, wo SACD aufkam, noch jung und zu der Zeit echt Hifi-Verrückt. Genau wie meine Nerdkumpels. SACD kam 15 Jahre später als CDs. SACDs basieren auf DVDs, die es in den 80ern zur Einführung der CD noch nicht gab. Von daher kann deine Argumentation, dass die SACD den "analystischen" Klang der CD ausbessern sollte, nicht stimmen.
Ich war also dabei und die Dinger lagen wie Blei in den Regalen. Ausser Raumklang konnten die nichts, was man merklich als Unterschied zur CD wahrnehmen konnte. Das war ein Produkt zum Streicheln der Egos von "Audiophilen", mit denselben Argumenten, die heute bei HiRes genannt werden: Mehr kHz, mehr Bit, mehr Datenrate. Nur mit wirklichem HighEnd, wenn die Lautsprecher in der Lage sind, 50 kHz wiederzugeben, kann man über den Körperschall vielleicht von einem zusätzlichen Oberton eines Instruments profitieren.
Die Mär vom kalten, harten Klang der CD war auch nicht berechtigt. Warum? Musik wurde schon ab den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts zunehmend digital produziert. Entweder zum Teil oder zur Gänze. Zum Einstieg in dieses Rabbithole empfehle ich
dieses kurze Video. Die Tontechniker hatten also schon die entsprechenden Erfahrungen. Die Kritik an der CD kam daher, dass die Leute gewohnt waren, die Musik mit dem Rauschen, Rumpeln, Knistern und geringer Dynamik zu hören. All das gab es bei der CD schlicht nicht, dafür aber einen bisher nicht denkbaren Dynamikumfang und deswegen waren die Leute Anfangs befremdet.