Backuplösung für Linux gesucht

Samurai76 schrieb:
Aber wenn man natürlich nur eine ISDN Leitung oder noch einen Akustikkoppler nutzt, kann der gesparte Download tatsächlich ein Argument sein.
V.a. wäre das ein Argument komplett gegen Windows!
Schonmal gesehen, was die monatlichen Updates für Downloadvolumina haben? :freak:
 
fischfilet schrieb:
was die monatlichen Updates für Downloadvolumina haben?
Ja, aber sicher. Begeistert war ich auch über die Stunden nach einer Installation, bis endlich alle Updates durch waren. Inklusive drei oder vier Neustarts, warum auch immer. DAS vermisse ich am wenigsten unter Linux!
 
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mchawk777 schrieb:
Zumal das "Stück Software", dass fehlt, ein Äquivalent zur VSS ist.
Zum Glück fehlt dieses "Stück Software". VSS ist ein lieblos eingeschobener Abstraktionslayer, um dem immer größer werdenden Zoo von Datenbanken mit zirkulären Abhängigkeiten auf einem normalen Windows-System Herr zu werden. Wie so oft bei MS ist dieser Versuch getreu dem Motto "Das Ggenteil von 'gut' ist 'gut gemeint'" leider misslungen. VSS ist schlecht dokumentiert und noch schlechter zu debuggen. Leider sind ohne VSS unter Windows konsistente Backups gar nicht möglich. Unter allen unixoiden Systemen hingegen schon.
 
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fischfilet schrieb:
Um das Windows kümmern sich andere, und nutzen tue ich da eh nur Browser, putty und Office.

Evil E-Lex schrieb:
Leider sind ohne VSS unter Windows konsistente Backups gar nicht möglich. Unter allen unixoiden Systemen hingegen schon.
Und für richtig fette Datenbanken hilft das wahrscheinlich eh nicht, wenn man derartiges überhaupt auf Windows laufen lässt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wobei man hier fair sein muss: Es gibt auch bei Linux Bereiche, die eher schlecht dokumentiert sind. Man hat hier hier allerdings den Vorteil, in den Code schauen zu können. Mit den heutigen KIs bekommt da oftmals brauchbare Erklärungen.
 
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Bruehwuerfel schrieb:
Somit gibt es scheinbar kein einziges Programm für Bazzite, das die Anforderungen erfüllt. Eigentlich ein Armutszeugnis, aber nun ja.
Bruehwuerfel schrieb:
Allein schon die steile Behauptung, daß es unter Linux normalerweise keinen Grund gibt, alles komplett bzw. per Image zu sichern. Doch, gibt es. Und zwar, weil der jeweilige Nutzer es so möchte. Und sei es nur, weil er sich damit besser fühlt. Ob es für jemanden, der Linux schon länger nutzt und es nicht brauchte, Sinn ergibt, ist dann mal sowas von zweitrangig. Dann nimmt man sich halt mal etwas zurück und versucht zumindest, sich in die Lage eines Neulings/Umsteigers/whatever hinein zu versetzen. Oder zeigt öffentlich, daß man das nicht kann....

Das Problem liegt nicht an Linux, sondern daran wie du an die Sache herangehst. Du fragst nicht nach einem Programm, dass ein bestimmes Problem löst, sondern nach einem, dass es genau so löst wie ein entsprechendes Windows-Programm. Linux ist aber nicht Windows. Das Problem, dass du gelöst haben willst lässt sich ohne weiteres mit Linux-Software lösen, aber eben auf eine andere Art und Weise. Wenn du dich darauf versteifst, dass es wie bei deinem Windows-Programm gemacht werden soll, solltest du vielleicht bei Windows bleiben. Wenn die exisitierenden Programm für Linux es fast alle anders machen als deine Windows-Programm, solltest du davon ausgehen, dass deine gewünschte Vorgehensweise (zumindest unter Linux) nicht die Beste ist.

Zu deinem Problem. Ich nutze eigene Skripte für Backups, daher kann ich nicht viel zu fertigen Tools sagen, aber ich möchte versuchen dich zumindest in die richtige Richtung zu lenken.
Was deine gewünschten Vorgehensweise wohl am nächste käme wäre es ein CoW-Dateisystem, z.B. btrfs (evtl. auch ZFS) zu nutzen. Damit kannst du Snapshots machen, d.h. das Dateisystem friert die Daten ein und alle nachfolgenden Schreiboperationen werden an andere freie Stellen umgeleitet. Dadurch kannst du jeder Zeit zu dem Zustand des Snapshots zurückkehren. Dieser Snapshot lässt sich auch problemlos mit dd oder ähnlichen Tools sichern, weil er read-only ist. Für die Inkrementellen Backups kannst du send/receive nutzen. Mit send werden die Änderungen zwischen zwei Snapshots des gleichen Dateisystem verschickt, z.B. in eine Datei. Mit receive kann man sie empfangen, d.h. das Dateisystem führt alle Änderungen, die zuvor gespeichert wurden, aus. Damit könntest du mit Hausmitteln deine gewünschte Funktionalität bekommen. Es gibt aber sicher auch Tools/GUIs dafür, aber da ich meine eigenen Skripte schreibe kann ich dazu nicht viel sagen.



Bruehwuerfel schrieb:
@zelect0r das was man unter Windows "Eigene Dateien" nannte, also Fotos/erstellte Dokument/Downloads/etc., das hab ich ja nun schon zur Sicherung über Pika eingestellt. Jetzt stellt sich mir eben noch die Frage, welche Ordner zukünftig noch in eine Sicherung aufgenommen werden müssten, um z.Bsp. nachträglich installierte Programme oder geänderte Systemeinstellungen wiederherstellen zu können. Gerade in Anbetracht der Tatsache, daß Ende diesen Jahres noch Windows über Winboat realisiert werden soll.
Außerhalb des Home-Verzeichnisses speichere ich nur /etc/fstab und /etc/samba/smb.conf. Für die automatische Software-Installation würde ich ein winziges Skript schreiben. In der Regel ist das ja nur der Aufruf des Paketmanagers gefolgt von einer Auflistung deiner gewünschten Programme.
 
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Limit schrieb:
Für die automatische Software-Installation würde ich ein winziges Skript schreiben. In der Regel ist das ja nur der Aufruf des Paketmanagers gefolgt von einer Auflistung deiner gewünschten Programme.
So mach ich das auch, hab hier im Faden ja schon mal erwähnt, dass ein Linux schneller neu eingerichtet ist, als Windows für einen Neustart benötigt. ;)
Ok, ist leicht überzogen ausgedrückt, aber länger als eine Stunde dauert das all-inklusive eigentlich nicht - ich vermute aber, dass die meisten Umsteiger Angst vor dem "schwarzen Fenster" haben und dessen Nutzung vermeiden möchten und dadurch gar nicht mitbekommen, wie mächtig diese Vorgehensweise eigentlich ist. ;)
 
Limit schrieb:
Das Problem liegt nicht an Linux, sondern daran wie du an die Sache herangehst. Du fragst nicht nach einem Programm, dass ein bestimmes Problem löst, sondern nach einem, dass es genau so löst wie ein entsprechendes Windows-Programm. Linux ist aber nicht Windows. Das Problem, dass du gelöst haben willst lässt sich ohne weiteres mit Linux-Software lösen, aber eben auf eine andere Art und Weise. Wenn du dich darauf versteifst, dass es wie bei deinem Windows-Programm gemacht werden soll, solltest du vielleicht bei Windows bleiben. Wenn die exisitierenden Programm für Linux es fast alle anders machen als deine Windows-Programm, solltest du davon ausgehen, dass deine gewünschte Vorgehensweise (zumindest unter Linux) nicht die Beste ist.
Und leider gibt es auch hier noch zusätzlich die Fraktion die sich konsequent anderen Vorgehensweisen verweigert und allen anderen Vorgehensweisen Unprofessionalität und Untauglichkeit unterstellt.

Limit schrieb:
Damit kannst du Snapshots machen, d.h. das Dateisystem friert die Daten ein und alle nachfolgenden Schreiboperationen werden an andere freie Stellen umgeleitet. Dadurch kannst du jeder Zeit zu dem Zustand des Snapshots zurückkehren. Dieser Snapshot lässt sich auch problemlos mit dd oder ähnlichen Tools sichern, weil er read-only ist.
ZFS und BTRFS sind keine Snapshots auf Block-Ebene!!!
 
foofoobar schrieb:
ZFS und BTRFS sind keine Snapshots auf Block-Ebene!!!
Das ist richtig, habe ich auch nicht behauptet. Außerdem ist damit die vom TE gewünschte Funktionalität (auf ein Dateisystem beschränkt) umsetzbar und das auch noch sehr effizient.

Bruehwuerfel schrieb:
automatisches monatliches Backup der kompletten Festplatte mit täglichen inkrementellen Backups; Erstellen eines Bootsticks, von dem bei Bedarf gestartet und Images bearbeitet/durchsucht/zurückgespielt/erstellt etc. werden können.
 
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