Bedingungsloses Grundeinkommen für jeden

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das bge muss aber monat für monat, jahr für jahr nachgedruckt werden. wo solls denn sonst herkommen? Kapiert hier mancher echt die simpelsten Dinge nicht? wo sollen den sonst 80 millionen * 1000,- Monat herkommen? Sind ja nur schlappe 80.000.000.000 jedes Jahr...
 
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Ganz einfach:

z.B. 20% gehen über die Mwst wieder zurück. Damit bis du bei 800€ Monatlich.
Kinder unter 18 bekommen z.b. nur 50% bei 13 Millionen unter 18 Jahren sparst nochmal ne Menge.
Dann schließt du ein paar Steuerschlupflöcher und erhöhst die Abgeltungssteuer an die Einkommenssteuer und das sollte reichen.
 
Joa alles ganz einfach. deswegen machts keiner, weils so total einfach ist. deine Milchmädchenrechnungen sind nahzu peinlich. Wer konsumiert den bitte 1000,- wenn er nur diese hat und dann alles zum vollen mwst Preis? Kauft der auch keine Lebensmittel oder wie? Und deine Einsparung mit den Kindern bringt richtig viel wenn man sich anschaut, welch verschwindend geringer anteil das an der Gesamtbevölkerung ist...

Und vorallem was soll das? Miete muss der Bedürftige dann auch selbst zahlen und schwups hat er weniger als jetzt mit Mietzuschuss und das nur, damit ein paar, die eh über die Runden kommen, 800 im Monat mehr bekommen? Mit anderen Worten die reicher macht, die sowieso klarkommen? Total soziales System. Nehmt denen, die nichts haben und gebt denen, die bereits ausreichend haben...
 
....

Kannst du dir nich verschiedene Einkommensgruppen ansehen und es selbst durchdenken?

Aktuell: (Wochenstunden + Netto für Mustis)
Hartz4 ca. 1000 € = 0 Stunden Arbeit
Aufstocker ca. 1000 € = 20 Stunden Arbeit
Mindestlohn ca 1000 € = 40 Stunden Arbeit
Ausbildung ca 1300 € = 40 Stunden
Studium ca 1700 € = 40 Stunden

Mit GE (Wochenstunden + Netto für Mustis)
GE 1000 € = 0 Stunden Arbeit
Aufstocker ca 1500 € = 20 Stunden Arbeit
Mindestlohn ca 2000 € = 40 Stunden
Ausbildung ca 2300 € = 40 Stunden
Studium ca 2700 € = 40 Stunden

Du siehst also. Für einen Hartz4 Empfänger der NICHT arbeitet ändert sich im Grunde gar nichts. Aber die Aufstocker und Leute die für Mindstlohn arbeiten kommen sich nicht mehr verarscht vor, weil sie genau das gleiche verdienen wie jemand der gar nicht arbeitet.

+ Es gibt keine Enteignung mehr.
 
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Doch ändert sich. Sag mal hast du überhaupt ne Ahnung, wie sich SOzialleistungen zusammen setzen? von den 800 euro muss der bedürftige dann ALLES ohne jeden Zuschuss bezahlen. Derzeit bekommt er neben seinem HArtz4 Satz von 404 Euro noch miete und diverse Zuschüsse wodurch er am Ende doch etwas über den 1000 liegt.

und was sollen die 1700 bei Studium bzw. 1300 bei Ausbildung? Willst du mir erzählen, dass der Schnitt bei ausgebildeten lediglich 1300 und bei Studium lediglich im schnitt 1700 liegt? Ernsthaft? Du betreibwst hier eine milchmädchen rechnung nach der anderen, ziehst die Zahlen aus der Nase und kannst nichtmal simple Multiplikation. Was ist das bitte für ne Diskussionsgrundlage?

aber ich mein ich diskutier hier mit jemandem, für den 40*8,5 ca. 1000 euro sind... unfassbar.
 
Ich rechne direkt mit netto ...

Und hängst du dich jetzt daran auf, des es 100€ +- sind wenn ich extra ca dazuschreibe?
 
lol 100....

also bei mir sind 8,50 bei ner 40 Stundenwoche 1360 im Monat und damit mehr als 1/3 höher als mit was du rechnest. Und damit wir auch klar welch Blödsinn die restlichen Zahlen sind. Davon abgesehen, wer rechnet bei pauschalen Berechnungen mit netto wo du nichts davon weisst, welche Steuerklasse, welche Abzüge und wie überhaupt das rundherum aussieht? Kann ja auch nur ehrhebliche Abweichungen geben den der Steuersatz schwankt ja nicht deutlich sondern ist total fix... Es hat einen guten Grund, warum man IMMER mit Bruttogehältern in solchen Rechnungen rechnet.

btw: selbst für ein gerundetes Netto sind die Verdienste für studierte und ausgebildete völlig daneben da viel zu niedrig... um genau zu sein, sind selbst Einstiegsgehälter im Schnitt bei studierten NETTO! höher als dein Kram da.
 
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@Mustis

Ich halte von einem BGE nicht viel, eher von einem GE nur für Bedürftige, schrieb ich auch. Da relativiert sich die Zahl auf etwa 3,5 Millionen, sagen wir 5. H4 kosten rund 45 Milliarden Euro im Jahr, grob 10% davon die Verwaltung.

Entschuldige meine bäuerlich-dümmliche Sichtweise, ich bin der Meinung ein Arbeitgeber sollte seine Arbeitnehmer bezahlen und nicht doppelt und dreifach subventioniert werden. Mit Einstellung, bitte über dem GE.

Zu deinen pauschalen Gehaltszahlen - je nach Region und Firma widerspreche ich da auch, direkt. Hier springe viele ausgebildete in LSK I unter 1300€ netto herum. Daher gingen und gehen hier auch viele weg. Ich arbeite auch nicht regional.

Mir wollte man hier (ist schon "lange" her) 1800€ Brutto anbieten, soviel könne ich anderswo nicht verdienen, ich werde nächsten Monat um die 700€ Lohnsteuern zahlen. Einige Bettelorden dürften hier - von mir aus gleich morgen zu machen.
 
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Es geht doch nur um die Veranschaulichung das jemand der gar nicht arbeitet, Aufstocker + Mindestlohn FAST das gleiche verdienen -.-

http://www.zeit.de/2014/28/mindestlohn-anspruch-ausnahmen
Kann man von 8,50 Euro Stundenlohn leben?
Bei einer 38-Stunden-Woche entspricht das etwa 1.400 Euro brutto im Monat. Für einen Single ohne Kinder mit Steuerklasse 1 hieße das 1.040 Euro netto.

Ist denke, es ist nicht meine Aufgabe bei einem Beispiel alle xxx Möglichkeiten aufzuzählen, wenns ein BEISPIEL ist.

€ Würdest du für effektiv 200€ mehr im Monat 40 Stunden pro Woche arbeiten?
 
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ich arbeite sogar 50-60 Stunden die monat zusätzlich um was dazu zu verdienen. IS dann aber auch bisschen mehr als 200... Ich mein jetzt bringst du selber das Argument und verstehst immer noch nicht woran das BGE krankt. die Leute werden eben nicht massenweise plötzlkich abreit suchen, nur weil sie 1000,- im Monat frei haben ohne irgendwelche Zwänge, irgendwelche Auflagen, einfach so. Ich mein selbst heute mit den ganzen zwängen gibt es genug die nicht arbeiten obwohl sie könnten.

Deine Rechnung bleiben davon unabhängig immer noch Milchmädchenrechnungen und wie du bereits ganz deutlich gezeigt hast, wird mit einem BGE der HArtzer noch ärmer und der mit Geld noch reicher. Zwar hat der Hartzer real genausoviel (wir gehen jetzt mal spaßeshalber davon aus) dann hat der ganze Rest trotz noch 800 euro im Monat mehr. Das heisst der HArtzer ist im Verhältnis nochn ganzes Stückchen ärmer geworden. und nun die große überraschung! weisst du wie Armut in De gemessen wird? Am Durchschnittsgehalt aller. Und das schiesst mit einem BGE doch recht deutlich nach oben. Und wenn alle mehr haben außer dem Hartzer tut auch nur dem HArtzer die Inflation weh, egal wie hoch oder niedrig sie sein mag. Vorhanden ist sie. und nun noch ne Überraschung! Bei nem BGE kann man dem HArtzer nicht in regelmässigen Abständen das BGE erhöhen, denn dann müsste man dies für alle führen und das spielchen fängt von vorne an. Der Punkt ist, der Hartzer ist derjenige, dem es maximal gleichgut gehen kann, Inflationsbedingt bald schlechter und allen anderen gehts besser. Superduper sozial...

@Zwenner
Das ist aber kein BGE, ganz und gar kein BGE. Das widerspricht ja schon dem Namen. Das was du vorschlägst ist nichts anderes als unser Sozialsystem. Gäbe es dort keine Zwänge mehr, wer hindert mich dran, nicht mehr arbeiten zu gehen? Das "dein" Sozialsystem ja (wohl auch) bedingungslos ist, kann mich keiner zum arbeiten zwingen. Was glaubst du wird passieren? Die bedürftigen werden weniger oder mehr? Ich tendiere zum letzteren. Denn nur deshalb haben wir heute die Zwänge im Sozialsystem...
 
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Mustis schrieb:
ich arbeite sogar 50-60 Stunden die Woche zusätzlich
Und gehst parallel noch einer Vollzeitbeschäftigung nach? Also mindestens 85h/Woche auf 5 oder 7 Tage?
85/7 wäre mindestens 12h am Tag, 85/5 sind 17... (...). Sportlich.

EDIT: Vollzeitbeschäftigung bedeutet eigentlich i.D. 40h/Woche, ich habe mal nur 35 angesetzt.
 
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die Leute werden eben nicht massenweise plötzlkich abreit suchen, nur weil sie 1000,- im Monat frei haben ohne irgendwelche Zwänge, irgendwelche Auflagen, einfach so. Ich mein selbst heute mit den ganzen zwängen gibt es genug die nicht arbeiten obwohl sie könnten.


Hast du gelesen was du geschrieben hast? Du sagst, das Leute MIT Zwängen nicht arbeiten gehen und deswegen genauso ohne Zwänge nicht arbeiten gehen.

Ich hab es doch bereits etwas vorher geschrieben:

Wenn dir jemand sagt du hast zwei Möglichkeiten:
1. Du gehst 40 Stunden die Woche arbeiten und bekommst 1100 €
2. Du bleibst heim und bekommst 1000 €

Warum zum Teufel sollte IRGENDJEMAND für effektiv 100 € 40 Stunden die Woche arbeiten gehen. Dadurch ist es natürlich klar, das Leute selbst MIT Zwängen nicht arbeiten gehen.

Mit GE würden die Möglichkeiten so aussehen:
1. Du gehst 40 Stunden die Woche arbeiten und bekommst 2100 €
2. Du bleibst daheim und bekommst 1000 €

Und jetzt argumentierst du aufeinmal: Die Leute werden trozdem nicht arbeiten gehen ... Was???

Wie erklärst du dir dann die ganzen Leute die aktuell im Niedriglohnsektor arbeiten?

Ja es ist schon möglich das ein paar Leute nicht arbeiten gehen. Aber willst du deswegen JEDEN der unter Mindestlohn und knapp drüber ist EXTREM bestrafen?

Deine Rechnung bleiben davon unabhängig immer noch Milchmädchenrechnungen und wie du bereits ganz deutlich gezeigt hast, wird mit einem BGE der HArtzer noch ärmer und der mit Geld noch reicher. Zwar hat der Hartzer real genausoviel (wir gehen jetzt mal spaßeshalber davon aus) dann hat der ganze Rest trotz noch 800 euro im Monat mehr. Das heisst der HArtzer ist im Verhältnis nochn ganzes Stückchen ärmer geworden. und nun die große überraschung! weisst du wie Armut in De gemessen wird? Am Durchschnittsgehalt aller. Und das schiesst mit einem BGE doch recht deutlich nach oben. Und wenn alle mehr haben außer dem Hartzer tut auch nur dem HArtzer die Inflation weh, egal wie hoch oder niedrig sie sein mag. Vorhanden ist sie. und nun noch ne Überraschung! Bei nem BGE kann man dem HArtzer nicht in regelmässigen Abständen das BGE erhöhen, denn dann müsste man dies für alle führen und das spielchen fängt von vorne an. Der Punkt ist, der Hartzer ist derjenige, dem es maximal gleichgut gehen kann, Inflationsbedingt bald schlechter und allen anderen gehts besser. Superduper sozial...

Was willst du hier nun eigentlich sagen? Willst du das es dem Hartzer besser geht als jemand mit Arbeit?
Ist doch nachvollziehbar das jemand der gar nicht arbeitet dementsprechend weniger hat, als jemand der arbeitet. Was ein Wunder. :rolleyes:
 
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Du kapierst es nicht oder Andy? SOZIALsysteme sind dafür da sozial schwachen zu helfen. Nicht dafür da Reiche reicher zu machen und Arme ärmer. Das habe ich dir doch nun klar aufgezeigt, wieso genau das passiert. Warum sollte jeder bezuschusst werden, unabhängig vom Gehalt? Das ist doch vollkommen ohne Sinn und Verstand. Einem Hartzer soll es nicht besser gehen als einem der arbeitet. Schreibe ich absolut nirgends. Mit einem BGE wird aber die Grundsicherung, die auch heute jeder hat, massiv abgesenkt. Und ein BGE sollte doch dafür sorgen, dass es den Menschen (allen) besser geht oder nicht? Und für das genaue Gegenteil sorgt es und macht die Kluft zwischen arm und reich noch größer. Das BGE ist ein Idealbeispiel dafür, warum die absolute Gleichbehandlung aller weder zwingend fair noch sinnvoll ist. Ich bin absolut für ein Sozialsystem, dass jeden auffängt, wenn er in Not ist. Das ist sinnvoll und gibt Sicherheit. Ein BGE bringt diese Sicherheit aber wenn überhaupt nur bedingt und kostet dabei unnötig viel, weil es nicht situationsbezogen ist. Sinn würde es nur dann machen, wenn der verwalterische Aufwand derzeit so hoch ist, dass die Gesamtkosten eines BGE geringer wären als des jetzigen Systems und es die Bedürftigen nicht schlechter stellt als bisher. Beides schafft ein BGE nicht wie du es vorschlägst.

Zu deinem erneuten Rechenbeispiel: Warum jemand für 100,- mehr arbeiten sollte? Vom moralethischen Standpunkt mal ganz abgesehen deshalb weil er 100 mehr hat und bei Verweigerung von möglicher Arbeit keine Kürzungen oder sonstige Sanktionen hinnehmen muss. Ein Sozialsystem soll kein sorgenfreies Leben garantieren sondern Sicherheit davor, komplett vor dem Nichts zu stehen. Genauso könnt ich dir die Frage stellen, wieso jemand mit BGE, der ein Leben mit 1100 gewohnt war und damit zurecht kam nun weiter arbeiten gehen sollte für 1000 mehr. Seinen gewohnten Lebensstandard könnte er ja halten bzw. mit deutlich weniger Arbeit, hat keine Zwänge und viel mehr Freizeit (unter der unlogischen Annahme es käme dank BGE eben zu keiner deutlichen Inflation, die du ja ohnehin bei deinen Überlegungen zugrunde legst).
 
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Da ich keine realistische Chance für eine rot-rote-grüne Regierung auf Bundesebene in den nächsten Jahren sehe, wird sich die bestehende und zukünftige deutsche Regierung demnächst wohl erst einmal mit dem Thema Sozialhilfe als bedingungsloses Grundeinkommen beschäftigen müssen.

Nach einem ganz aktuellen Urteil des Bundessozialgerichtes Kassel haben nämlich alle EU-Ausländer die nach Deutschland einwandern, nach 6 Monaten Aufenthalt Anspruch auf Sozialhilfe.

Ich kenne da eine ganze Reihe von osteuropäischen Ländern, aber auch westeuropäischen Landstrichen, deren Menschen es dort mit Arbeit nach eigenem Bekunden schlechter geht als es hier mit Sozialhilfe ginge und erst Recht Millionen von Arbeitslosen aus diesen Ländern, die dort keinerlei oder nur eine äußerst dürftige Unterstützung bekommen.
Die brauchen jetzt nur alle nach Deutschland übersiedeln, 6 Monate aus eigenen Ersparnissen durchhalten und danach können sie bis zum Rentenalter deutsche Sozialhilfe kassieren. Das sind keine Asylflüchtlinge, sondern EU-Bürger mit allen Rechten aus der EU-Freizügigkeit. Da kann (wird?) sich auch für das kleinste deutsche Kaff mit hohem Wohnungsleerstand noch Jemand interessieren.

Findige Immobilienunternehmer werden da sicher ein Geschäftsmodell daraus machen.
Möblierte Wohnungen (Möbelbörsen u.ä.) mit 6 Monaten Mietfreiheit und 4 Jahren Mindestmietzeit in bestimmten Ausländerregionen inseriert und man bekommt ab sofort auch die schlechten Immobilien noch vermietet.
 
Du kapierst es nicht oder Andy? SOZIALsysteme sind dafür da sozial schwachen zu helfen. Nicht dafür da Reiche reicher zu machen und Arme ärmer.

Du tust hier so, als ob 90% der Befölkerung reich sind und nur 10% arm. Anscheinend ist für dich auch der Arbeiter mit Mindestlohn schon reich.

Einem Hartzer soll es nicht besser gehen als einem der arbeitet. Schreibe ich absolut nirgends.
FAKT ist, das der Mindestlohn auf Hartz4 Niveau ist. Wenn du an dieser Situation nichts ändern willst, dann bist du indirekt dafür das das so bleibt.

Wenn du einen anderen Vorschlag hast, dann mach ihn.

€Beispiel: Sklaverei. Wenn ich sage, Sklaverei muss verboten werden und du sagst, dann wird aber alles teurer weil die Produkte von denen prodziert werden, dann bist du indirekt für Sklaverei.
 
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Mustis schrieb:
Derzeit bekommt er neben seinem HArtz4 Satz von 404 Euro noch miete und diverse Zuschüsse wodurch er am Ende doch etwas über den 1000 liegt.
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kannst du mal bitte schreiben, was du mit diversen zuschüsse meinst? ich hoffe nicht das jetzt sowas wie Mehrbedarf kommt
 
Vermutlich habt ihr eure Zahlen aus der Bildzeitung. Hier sind die Richtigen:

- Alleinlebende hartzende bekommen im Schnitt ca 700€ netto
- Alleinlebende Niedriglöhner (8,50€ * 40 Std * 4,33 Wochen = 1472€ Brutto) = 1075€ Netto (Steuerklasse 1) - 100€ extra für Fahrtkosten/Essen = 975€ Netto

Somit hat der Lohnsklave fast 300€ mehr. Das sind die entscheidenden Euros, die den Hartzenden für einen sehr niedrigen, aber akzeptablen Lebensstandard fehlen.

Andy8891 schrieb:
Wie erklärst du dir dann die ganzen Leute die aktuell im Niedriglohnsektor arbeiten?

Geringverdiener sollten nicht gegen Arbeitslose hetzen. Sie sollten das wahre Übel erkennen: Die unsichtbare Kapitalistensteuer, die aus 3500€ Brutto 1500€ Brutto macht. Mit dem Segen der Mittelschicht und der meisten Wähler.
 
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Der Schnitt für den single Harzer ist zu niedrig. 399€ Regelsatz + Miete (variiert nach Region), hier ist um die 350€ als nahezu niedrigster Wert anzusehen, dann werden noch eventuelle Betriebskosten übernommen. Und deine Niedriglöhner-Rechnung zweifel ich auch an, kommt nämlich auf den Arbeitsvertrag an (Beispiel Leiharbeit und oder kein 40h). Einige Call-Center zum Beispiel haben mit der Einführung des Mindestlohnes, die Arbeitszeiten runter gesetzt. Ein Niedriglöhner hat in der Regel wohl keine 1472€ Brutto. Geh da mal lieber von nicht mehr als 1000€ aus. Und 8,50€ gilt nicht überall!

Dann steht da 750€ zu 1000€ - 100€, die Differenz liegt dann bei 150€. Ist aber auch von der Region abhängig, die übernommene Miete kann nämlich auch höher liegen, da wird die Differenz dann logischerweise immer kleiner. In manchen Regionen lohnt sich das nicht, rein finanziell betrachtet.

Derzeit sagt eine E3-Zeitarbeit (Facharbeiter als solcher eingesetzt) = 9,76€ (Ost).
Und hier wäre deine Rechnung 9,76 * 40 Std * 4,33 Wochen = 1690€ Brutto - auch falsch.

Eine gute Freundin von mir arbeitet seit über 8 Jahre in einem kleinen regionalem Unternehmen, sie hat um die 1200€ raus und das ist verhältnismäßig weder viel noch wenig. Bekommt man hier zum Beispiel nicht IGMetall-Tarif oder arbeiten in öffentlichen Dienst, sind hier so 1100 - 1300 (in LSKI und Netto) in jüngeren Jahren, aber schon mehrjährig arbeitend so der realistische Durchschnitt, meine ich. (Normale Facharbeiter)

Das ortsübliche Gehalt für genannten Personenkreis liegt hier so bei 1200 - 1600€ Brutto, mehr ist eher selten, als normal. Die Fluchtration derer, die weniger Glück haben, ist dementsprechend hoch.
 
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