Moin,
Frage primär an die Fahrer von KIA/Hyundai Fahrzeugen mit Doppelkupplungsgetriebe bzw. in unserem Fall betrifft es speziell einen Proceed mit dem 1.5 T-GDI @ 160 PS, aber auch generell an alle Automatikfahrer mit Doppelkupplungsgetriebe.
Und zwar finde ich das Anfahrverhalten unseren 4 Jahre jungen Proceed (~42tkm) etwas merkwürdig. Von meinen früheren Automatikfahrzeugen mit 6- bzw. 8-Gang-Wandlerautomatik kenne ich das so, dass ich beim Anfahren einen linearen Leistungsanstieg und Übertragung der Energie auf die Räder habe. Und das ist auch bei allen BEVs der Fall, die ich bisher gefahren bin. Ebenso wie es beim Corolla (E210) war, der wir vorher hatten und der leider nach einem Wildunfall ein Totalschaden war.
Bei dem Proceed, den wir nun seit zwei drei Monaten haben, ist das gänzlich anders. Und es ist unser beider erstes Fahrzeug mit Doppelkupplungsgetriebe, weshalb wir nicht sicher sind, ob wir da vermutlich was falsch machen oder falsche Erwartungen hatten. Aber es ist fast nicht möglich, mit dem Wagen sanft anzufahren bzw. ohne einen Ruck. Schon ein leichter Druck aufs Gaspedal lässt die Motordrehzahl schnell steigen, dann "greift" die Kupplung mehr oder weniger ruckartig ein und möchte die Energie auf die Antriebswelle übertragen, daraus folgt auch wieder ein Abfall der Drehzahl. Dann ist der Kraftschluss aber scheinbar hergestellt und man kann bzw. muss umso weiter das Pedal treten, um auch vom Fleck zu kommen. Das bewirkt u.a., dass gerade bei nasser Fahrbahn die Antriebsräder kurz durchdrehen, solange man das Gaspedal nicht nur streichelt.
Irgendwie wirkt das auf uns nicht wirklich richtig. Eigentlich sind wir sogar davon ausgegangen, dass ein Doppelkupplungsgetriebe noch mehr Komfort bietet als eine "normale" Wandlerautomatik. Zum Beispiel wenn man aus der Teilllast in Volllast wechselt, z.B. beim Rausbeschleunigen zum Überholen, doch selbst da spürt man je nachdem auch mal einen Schaltvorgang.
Bei der Probefahrt dachten wir uns halt noch, muss der Umstieg sein und man gewöhnt sich schon dran. Nach neulich >1.000 km im Urlaub sind wir doch nicht mehr überzeugt. Und da der Wagen noch in der Gewährleistung und darüberhinaus innerhalb der 7-Jahre-KIA-Garantie ist, würde ich da gerne mal nach Erfahrungswerten fragen.
Um das mal laienhaft ausdrücken: meiner Meinung nach sollte ein Drehmomentwandler ja auch bei einem DKG/DSG vorhanden sein und verhindern, dass sowas passiert.