Man sollte da ganz vorsichtig sein und mal einen Blick über den eigenen Tellerrand hinaus wagen. Momentan sieht es so aus, als ob mehr Tablets als E-Book-Reader zum Betrachten von E-Books genutzt werden. Allein die Statistiken von iBooks sprechen da schon Bände. Es ist halt schlicht und ergreifend so, dass die Mehrheit der Menschen eher ein multifunktionales Gerät anstelle von vier oder fünf oder sechs spezialisierte Geräten haben möchte. Vor einigen Jahren lief jeder mit Handy und MP3-Player durch die Gegend, heute nutzt man dafür ein Smartphone.
Ein Moment, ich schau nicht über meinen Tellerrand? Im Gegensatz zu Ihnen (so scheint es) hab ich jeden eReader der neueren Generation schon genutzt. Auch das Weltbild und Trekstor Tablet konnte ich mir für mehrere Stunden anschaun. Und im Besitz eines iPad2 bin ich auch.
Von welche Statistiken reden Sie hier? Von irgendwelchen nutzlosen Marktstudien oder von statistisch korrekt berechneten?
Klar haben mehr leute das iBook App als einen Reader.. es besitzen ja auch mehr als genug Leute ein iPhone und ein iPad, wobei ein großteil derrer warscheinlich ein echtes Buch alle 5 Jahre gelesen hat. Klar kann man auch ein Buch auf dem iPad lesen, und für Gelegenheitsleser reicht es aus. Da wird auch ausnahmsweise mal über verkrampfte Augen hinweggesehen. Aber für jemanden der gerne und öfter Bücher liest gibt es an einem "echten" eReader kein vorbeikommen.
Das Handy - Mp3 zu Smartphone Argument ist total lächerlich. Es liegt an der Sache selbst das ein Smartphone einige Geräte vom Markt verdrängt hat. Ein Smartphone kann sehr gut ein MP3 Player gleichwertig ersetzen. Aber kann ein IPad gleichwertig ein Buch ersetzen? Nein. Ein eReader kann das sehr wohl, weil die Technik ein änliches Verfahren wie das des gedruckte Buchs nutzt (Tinte und Papier).
Natürlich haben E-Book-Reader eine Daseinsberechtigung. Die haben auch Handys, die für 19.95 Euro an der Ecke verkauft werden, um es mal überspitzt zu formulieren. Aber schon mal mit einem reinrassigen E-Book-Reader (also mit eInk-Display oder vergleichbarem) in einem nicht ausreichend hell beleuchtetem Raum gelesen? Oder komplexe, mehrfarbige und 100 MB große PDFs?
Haben Sie schonmal ein Buch in einem nicht ausgeleuchtetem Raum gelesen? Nein? Komischwerweise hat auch ein Buch kein ausgeleuchtetes Display. Ein Buch ist ein Buch und soll auch ein Buch bleiben. Dafür ist die eInk Technologie doch da. Es geht doch einfach nur darum, Bücher in digitalisierter Form (was seine Vorteile mitbringt) als gleichwertigen Ersatz zu einem echten Buch zu schaffen.
Ein E"Book" Reader soll das machen wofür er gemacht wurde: Bücher darstellen. Keine PDFs mit 100MB Größe und irgendwelchen Bunden Bildern.
Und seit wann sind eigentlich eBooks = PDFs? Wissen sie überhaupt was ein PDF ist? Ein PDF ist korrekterweise ein multimedialer Container für allerhand an Daten. Aber bestimmt kein e"Book".
Wie alles im Leben haben auch E-Book-Reader Vor- und Nachteile. Gerade im preiswerten Segment überwiegt aber ganz klar das Contra.
Wenn wir schon im preiswerten Segment und dessen Nachteile vergleichen, sollten wir nicht das iPad mit der neuen Generation der eReader vergleichen. Denn das iPad ist alles aber bestimmt nicht preiswert.
Dann erkläre man bitte, warum es von eigentlich allen E-Book-Anbietern auch Apps für Android, iOS und anderen Plattformen gibt. Es gibt also scheinbar eine Nachfrage auf Seiten der Tablet-Besitzer nach E-Books, beziehungsweise einer Möglichkeit, die bereits erworbenen E-Books auf einem Tablet zu konsumieren. Insofern müssen sich die E-Book-Reader den Vergleich mit Tablets gefallen lassen respektive ist dieser notwendig.
Laut Studie kennt erst jeder 12te-"deutsche" eBook Reader und jeder 4te hat schonmal was vom Kindle gehört. Wieviele haben schonmal von einem iPad oder einem iPhone gehört? Von 10 evtl. einer nicht. Wieviele Leute besitzen ein Smartphone, und wieviele Leute lesen überhaupt regelmäßig Bücher? Die Nachfrage der Smartphone Besitzer ist deswegen so "hoch" weil einfach eine Vielzahl ein Smartphone besitzen, da wird nicht mehr nach Qualität sondern nach Quantität entschieden. auf einen eReader kommen 1000 Smartphones. Und wenn jeder 200ste sich ein Buch kauft dann kann man das nicht als Unternehmen ignorieren. Wieso sollte sich eine Firma einem Markt verschliessen wenn dieser durch ein "App" einfach erreicht werden kann? Egal ob der Markt sinnhaft ist oder nicht.
Doch die Tatsache das es nur vereinzelte Käufer eine großen Menge sind sollte einem beweisen das ein Tablet kein Ersatz sein kann.
Und solche Beiträge wie dieser hier tragen einfach nur zu dem schlechten Ruf von eReadern bei. Denn jeder Leser weis eigentlich wie schrecklich das lesen auf einem Tablet ist. Aber hier wird ja noch gesagt das der Tablet dem "echten" eReader vorzuziehen sei. Also bleiben erst recht die meisten Leute bei der Meinung: "Tablet für abundzu aber lieber in Papierform kaufen".
Das dies aber nicht dem aktuellen Stand der Dinge entspricht erfährt man erst wenn man ins Forum schaut (evtl 1%. der Leser des Beitrags) oder bei weiterer Recherche.
Ich kann allen nur empfehlen sich nicht an diese Meinung des Artikels zu halten.
www.cme.at ist eine sehr gute Referenz bzgl. eReader. Oder auch einfach beim e-reader-forum.de vorbeischaun. Da sitzen Leute die sich ausgibig mit dem Thema befasst haben und nicht irgendwelche neumodernen Redakteure die meinen man könnte ein "echtes" Buch durch ein Tablet ersetzen weil der Markt es einem so anbietet.