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Bitte um NAS Kaufberatung

Lobelia

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März 2014
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Hallo liebe Forengemeinde,

ich bin noch sehr neu hier und auch keine wirkliche IT-Spezialistin.
Und da ich nun zum Thema NAS Hilfe brauche, wende ich mich an Euch. Vorweg, ich hab schon kurz über den NAS " how to NAS bauen und einrichten für Anfänger" Thread geguckt.

Da ich aber eine wirkliche Anfängerin bin, erlaube ich mir ein neues Thema zu eröffnen. Da ich wohl eine relativ genaue und einfache Erklärung brauche (Das Querlesen über andere Threads hilft mir bei meinem Kenntnisstand leider wenig). Ich hoffe, ich mache das richtig. :)

Ich benötige für mein Heimnetzwerk eine Lösung, mit der ich ca. Größenordnung 1 Terabyte Daten speichern kann, auf die ich dann von verschiedenen Geräten (Pc, Laptop etc.) zugreifen möchte.

Als NAS Lösung wurde mir von Freunden und Kollegen QNAP empfohlen. QNAP soll besser als Buffalo sein.

Wie ich aus dem how-to Thread entnehme, gibt es wohl die Möglichkeit, selbst ein NAS Netzwerk zu bauen oder schon etwas fertiges zu kaufen. Für einen Anfänger ist wohl die zweitere Lösung besser oder?

Mein Budgetrahmen wären max. 1.000,-- EUR.

Was könnt ihr mir da empfehlen? Wohl vorzugsweise von QNAP?
Welche Voraussetzungen brauche ich?

Brauche ich dafür ein bestimmtes Betriebssystem oder ist das mit allen Betriebssystemen kompatibel?
Ist das eine redundante Lösung?
Wie sieht es mit der Installation aus? Wie funktioniert das?
Gibt es sonst noch etwas Grundlegendes zu bedenken?

So das wären mal meine Fragen fürs Erste.

Vielen lieben Dank im voraus für Eure Antworten,

Beli
 
Willkommen im Forum,

für deine Anfordrungen sind 1000 € viel zu viel.

hier was für 431 € für NAS + 3 TB + Backup (Wobei man auch hier noch sparen kann: kleine platte oder schwächeres System[kommt auch auf die Anzhal der Nutzer an])

1 x Western Digital WD Red 3TB, 3.5", SATA 6Gb/s (WD30EFRX)
1 x Samsung D3 Station 3TB, USB 3.0 (STSHX-D301TDB)
1 x Synology DiskStation DS214, Gb LAN

Auch wenn QNAP nicht schlecht ist, Synology ist noch nen Tick besser. Das läuft dann mit allen Systemen (Windows, MAc, Android, iOS, Linux ...) redundant nicht, aber mit dem Backup brauchst du das als Heimanwender imho auch nicht.
Einrichten ist auch recht einfach, auspacken, Festplatte rein, anstecken und dann das machen was das Handbuch sagt und fertig. Grundlegen ist nur zu sagen, das eine Kette nur so stark ist wie ihr schwächte Glied, also GBit LAN und/oder gutes WLAN sollte vorhanden sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
ein nas sind fertig konfigurierte kleine PCs, 1000€? lol..

ich kann hier iwie immernoch keine links reinkopieren (ie11), aber es gibt für 250€ fertig eingerichtet qnap nas mit 2x 1tb (kuck einfach mal bei Geizhals)

würde auf 2x 1tb gehen, dann hast du die Option für raid1 (also ne automatische spiegelung). is n bisschen sicherer, wenn eine Festplatte kaputt geht. Betriebssystem sind meistens stark angepasste linuxe. redundant ist da erstmal nix.

Installation: auspacken, einstöpseln, ip vergeben (falls kein dhcp im Netzwerk) und dann spaß haben^^

also grundlegendes bedenken solltest du da nur etwaige zusatzfunktionen.. also ich persönlich würde wert auf ftp legen (dann kannste einfach mit filezilla die Daten hin- und herkopieren), dlna (damit kannste im Netzwerk direkt filme/musik streamen)... für apple user ist vll. noch der iTunes Server interessant, aber damit kenn ich mich nicht aus
 
Schau dir mal das Synology DS114 an. Hab ich seit letzter Woche mit ner 1Terrabyte Western Digital red im Einsatz.
Funktioniert super, allerdings wirst du zumindest als Anfänger von den Möglichkeiten fast erschlagen. Fachliche Hilfe aus dem Bekanntenkreis ist da hilfreich, oder lesen, fragen, probieren...
Aber auch an die Datensicherung denken. Bei mir macht das eine USB-Platte direkt am NAS angeschlossen.
 
Wenn du ein wenig selbst basteln können willst, dann guck dir die HP Pro Liant N54L Systeme an.
 
Lobelia schrieb:
Was könnt ihr mir da empfehlen? Wohl vorzugsweise von QNAP?

Ich würde mir an deiner Stelle zu aller erst einmal die jeweiligen Weboberflächen ankucken. Geht ganz easy, da die beiden großen (QNAP und Synology) dafür einen Demo-Zugang eingerichtet haben.

QNAP
Synology

Dann entscheide dich dafür, was DIR am besten taugt. Qualitativ sind beide erste Wahl und von der Hardware unterscheiden sie sich auch so gut wie gar nicht.
​Du kannst quasi jedes beliebige 2-Bay NAS von QNAP oder Syno nehmen
 
Die "Synologen" haben wieder zugeschlagen.

Warum wird sofort in Richtung Synology geschrieben, wenn der TO doch ein Qnap empfohlen wurde und dies eine sehr gute Wahl darstellt ?

Für mich ergeben sich noch weitere Fragen:

- wie steht es mit der Anzahl der Festplatten (2 oder 4 oder ?)
und davon abgeleitet Raid 1 oder gar Raid 5 ?

- wie performant soll es denn sein und soll eventuell mit einem doppelten Gigabit-Lan-Anschluß Link-Aggregation zur weiteren Steigerung der Performance konfiguriert werden ? (Hier fallen schon mal alle Geräte mit nur einem Gigabit-Anschluß heraus)

- 1 TB ist es heute und wie sieht es mit dem durchschnittlichen Datenzuwachs in den nächsten 2 Jahren aus (inklusive 50% Sicherheitszuschlag) ?

Erst wenn diese Fragen von der TO beantwortet wurden, kann es erst ins Detail gehen bis hin zu in Frage kommende Modelle von Qnap, Synology oder auch Thecus.

Also immer erst die möglichst gründliche Analyse und dann erst das Handeln. Hat sich bisher immer bewährt.
 
Warum Synology empfohlen wird? Ganz einfach, weil QNAP noch immer auf einen alten Linux Kernel mit massig Sicherheitslücken aufbaut...

Das was Herr Nilson sagt!
 
Ob QNAP oder Synology ist wie BMW oder Audi.
Da gibt es kein besser... zumal BESSER eh im Auge des Betrachters liegt.
Wenn ein Produkt in allen Belangen am besten wäre, hätte es vermutlich eine Monopolstellung.

Besser als Buffalo sind beide aber in jedem Fall :evillol: Und das wohl in so zielmich allen Belangen :freaky:

Wenn du Leute kennst, die ein QNAP haben, dann nimm QNAP, dann kann man sich gegenseitig austauschen.

Da du bereit bist, 1000 € zu investieren, würd ich sagen:

TS-269L: http://www.qnap.com/i/de/product/model.php?II=31
2x ST3000VN000: http://www.seagate.com/de/de/internal-hard-drives/nas-drives/nas-hdd/?intcmp=bac_nas-hdd
Zur Datensicherung: 1-2x STBV3000200 -> http://www.seagate.com/de/de/external-hard-drives/desktop-hard-drives/expansion-hard-drive/

Damit wärst du über Jahre hinaus wohl gut aufgestellt, der Atom-Prozessor hat auch für die Zukunft genug Power und der RAM ist sogar erweiterbar.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo und herzlich willkommen hier im Forum!

Wie Du schon richtig erkannt hast ist für Dich eine fertige Lösung besser als ein Eigenbau. Zu Deinen Fragen:

Was könnt ihr mir da empfehlen? Wohl vorzugsweise von QNAP?
Hier eine Auswahl von NAS-Systemen der Firma Synology und QNAP Qnap und Synology 2-Bay NAS

Es muss nicht vorzugsweise von QNAP sein. Ehrlich gesagt würde ich Anfängern sogar eher Synology empfehlen, da mir persönlich das Menü Einsteigerfreundlicher vorkommt. Beide Systeme kann man aber auf der jeweiligen Webseite testen. Vom Leistungsumfang tun sich die beiden Hersteller nix.

Welche Voraussetzungen brauche ich?
Im Grunde genommen nur einen Gigabit-Netzwerkport an deinem Router bzw. Switch, der evtl. noch hinter dem Router vorhanden ist. (Naja und halt ein Netzwerkkabel)


Brauche ich dafür ein bestimmtes Betriebssystem oder ist das mit allen Betriebssystemen kompatibel?
Eine Netzwerkfreigabe ist betriebssystemunabhängig. Im Grunde genommen ist ein NAS ein eigener kleiner Rechner mit seinem eigenen Datei-System, der über das Samba / CiFS-Protokoll (=Windows-Freigabe) die Dateien und Ordner den anderen Geräten im Netzwerk anbietet.

Wenn man bei einem Defekt die Platte aus dem NAS ausbaut kann man (je nach Konfiguration) den Inhalt lesen. Man muss dafür allerdings eine Live-Linux-CD verwenden, da die meisten NAS ein Dateisystem verwenden, dass Windows nicht out-of-the-box lesen kann. Ist aber nicht schwer....

Ist das eine redundante Lösung?
Die von mir in der oben genannten Auflistung vorgeschlagenen Geräte haben alle 2 Festplatteneinschübe. Dadurch ist es möglich die Daten entweder

a) Immer gleichzeitig auf zwei Platten schreiben zu lassen (=RAID1 / Spiegelung)
oder
b) Die Platten einzeln laufen zu lassen und per automatischen Job die Daten abzugleichen.

Option A hat den Vorteil, dass ein Plattenausfall nicht bedeutet, dass das NAS nicht mehr erreichbar ist. Nachteilig dabei ist aber, dass man kein Backup hat. Löscht man aus Versehen eine Datei, ist diese sofort auf beiden Platten weg.

Option B hat den Vorteil, dass ein versehentliches löschen sich nicht sofort auf die zweite Platte auswirkt (hängt vom Zeitintervall ab). Man hat also noch eine "zweite Chance". Bedeutet aber auch, dass bei einem Plattenausfall das NAS erstmal keine Daten mehr zur Verfügung stellt, bis man den Schaden behoben hat.

Wie sieht es mit der Installation aus? Wie funktioniert das?
Die Installation sieht so aus, dass man die Festplatten in das Gehäuse einbaut. Geht sehr einfach und ist jeweils gut in der Anleitung beschrieben.

Danach verbindet man das NAS mit dem Router / Switch und schaltet das Gerät ein. Ab hier geht es in einem Browser eines PCs weiter. Hier muss man sich auf die Konfigurationsseite des NAS einwählen (z.B. http://192.168.0.10). Welche Adresse dies genau ist und ob man dafür vlt. trotzdem erst ein Tool installieren muss steht ebenfalls im Handbuch.

Im Konfiguartionsmenü richtet man nun ein wie die Platten konfiguriert sein sollen (RAID ja/nein), welche Ordner es geben soll (=Freigaben), welche Benutzer mit welchen Rechten auf welchen Ordner zugreifen sollen (meeeehr "welche"!!)

Danach befüllt man das NAS mit Daten. Tipp: Filezilla mit FTP-Protokoll verwenden geht schneller und PC kann nach Abschluss des Copy-Jobs automatisch runterfahren.

Das Gerät dürfte dann (automatisch?) noch die Dateien indizieren (Bilder, Musik etc.)

Gibt es sonst noch etwas Grundlegendes zu bedenken?
* Vorhandene Festplatten können nicht verwendet werden, da diese für gewöhnlich bei der Inbetriebnahme im NAS formatiert werden (Datenverlust!!)

* Neben den 2-Platten im NAS empfehle ich noch eine Sicherung auf eine externe Platte

* Wenn aktuell nur 1 TB benötigt werden würde ich aus Prinzip jetzt trotzdem 2x 4TB-Platten kaufen. Man weiss nie wie schnell der Platz nötig wird und man kann bei den vorgeschlagenen Lösungen leider keine weiteren Platten mehr nachstecken. Dies ist einer der großen Vorteile eines Eigenbaus.

* Vom Budget sollte man auch mit 500 € locker hinkommen.

* Gerade bei der Erstbefüllung können die Platten durch die Dauerbelastung sehr warm werden, also zumindest für diesen Zeitpunkt das Gerät so aufstellen, dass die Wärme gut abziehen kann.

* Es gibt zig verschiedene Stromsparmodi angefangen vom einfachen Platten runterfahren bis hin zum Ausschalten und Wake-on-LAN (Aufwecken über Netzwerkpaket von einem PC aus). Einfach in Ruhe die Möglichkeiten im Handbuch lesen und testen was am besten passt.

Soo hoffe ich konnte die Fragen halbwegs beantworten. Wenn noch was offen ist einfach fragen.

Schönen Abend noch!
 
Stahlseele schrieb:
Wenn du ein wenig selbst basteln können willst, dann guck dir die HP Pro Liant N54L Systeme an.

Gute Empfehlunng, den habe ich hier auch stehen: Konkurrenzlos im Preis/Leistungsverhältnis und der Geschwindigkeit!
 
Liebe Leute,

vielen vielen Dank für Eure ausführlichen Antworten und Eure Hilfestellung! :) Ich fühl mich wirklich sehr gut aufgehoben bei Euch. Danke, dass ihr Euch so viel Mühe gebt bei der Beantwortung meiner Anfängerfragen. Ich weiss das sehr zu schätzen (hatte schon die Befürchtung, ich wird vielleicht nicht ernst genommen....)

@ Nilson: Danke für Deine Kaufempfehlung. Verstehe ich das richtig:


1 x Western Digital WD Red 3TB, 3.5", SATA 6Gb/s (WD30EFRX)....das ist eine externe Platte
1 x Samsung D3 Station 3TB, USB 3.0 (STSHX-D301TDB)....und das ist das Backup?
1 x Synology DiskStation DS214, Gb LAN .....das ist das NAS Teil

Also die drei dann zusammen kaufen und zusammen basteln ist dann ganz einfach?

Was ist denn der Unterschied zwischen Back up und redundanter Lösung?
Ich meine, was ich vermeiden will ist freilich ein Datenverlust.

Anzahl der Nutzer: Na ja max. 5 ....

@ He4db4nger: Tut mir leid, dass ich die finanzielle Dimension falsch eingeschätzt habe, wie ich eingangs erwähnt habe, bin ich totale Anfängerin. Danke auch Dir für Deine Tipps.

Dh Du meinst, wenn ich das QNAP NAS Teil kaufe, da ist schon alles dran incl Backup und 2externen Festplatten?
Was ist der Vorteil von 2 1 TB Festplatten?
Und was ist raid1? Und wie hilft mir das in Bezug auf Sicherheit?
Wäre super hilfreich, wenn Du mir irgendwie einen Link zu diesem NAS Teil von QNAP, welches Du mir vorschlägst, reinkopieren könntest oder mir alternativ dazu schreiben könntest wie es genau heisst.

@ Bigboernie: Danke auch Dir. Wegen Datensicherung. Damit meinst Du ein Backup oder? Welche USB Platte - Was könntest Du mir da genau empfehlen? (Link bitte)
Was meinst Du mit "von den Möglichkeiten wird man erschlagen"? Welche gibt es denn da zB?

@ Stahlseele: Puh, ob ich mir basteln zutrau? ;) Ich bin schon froh, wenn ich es dank Eurer fachkundigen Anleitung halbwegs schaffe, was passendes zu kaufen....Schritt für Schritt sag ich mal.....

@d4ny: Auch Dir danke. Das ist eine gute Idee. Werde mir die beiden Links anschauen.

@computerbase: Auch Dir danke. Wußte gar nicht, dass es da so einen Glaubensstreit zwischen QNAP und Synology gibt. Wegen Anzahl der Festplatten keine Ahnung. Was empfiehlst Du? Wichtig ist dass ich bis zu 1 TB Daten speichern kann. Was bedeutet Raid1 und Raid5?

Wie performant? Hm gute Frage? Welche Optionen gibt es denn da?
Das mit dem Datenzuwachs ist ein guter Punkt! Ich habe nur an den Jetztzustand gedacht. Na ja, dann wären vielleicht doch 2 TB gescheiter....

@supastar: Danke auch für Deine Empfehlung:

TS-269L: http://www.qnap.com/i/de/product/model.php?II=31
2x ST3000VN000: http://www.seagate.com/de/de/interna...mp=bac_nas-hdd
Zur Datensicherung: 1-2x STBV3000200 -> http://www.seagate.com/de/de/externa...on-hard-drive/

So und gleich geht es weiter mit Teil 2 meiner Antwort....

LG Beli
Ergänzung ()

@ wanderer: Auch Dir ein großes Danke für die Hintergrundinfos. Das hilft mir sehr und macht mir vieles klarer! Was ist ein Gigabit Netzwerk Port? Vielleicht habe ich das eh nur weiss gar nicht, dass ich das habe? Bezüglich der Platten einzeln laufen lassen oder nicht. Ich nehme an das kann man im Benutzersystem steuern, verstehe ich das richtig?

So, jetzt sehe ich schon mal bisschen klarer.
Vielen Dank im voraus für Eure weitere Hilfestellung.

LG aus Wien,
Beli

PS: Verstehe ich das richtig, wenn ich diese Komib hier nehmen würde:


1 x Western Digital WD Red 3TB, 3.5", SATA 6Gb/s (WD30EFRX)
1 x Samsung D3 Station 3TB, USB 3.0 (STSHX-D301TDB)
1 x Synology DiskStation DS214, Gb LAN

Kann ich auch statt der einen Festplatte 2 reingeben weil diese Synology Disk Station 2 Einschübe hat, korrekt? Also 2x Western Digital WD Red 3TB, 3.5", SATA 6Gb/s (WD30EFRX) ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Lobelia schrieb:
Was bedeutet Raid1 und Raid5?

RAID steht für Redundant Array of Independent Disks und stellt einen Verbund aus Festplatten dar, die der darüber liegenden Software quasi als eine Festplatte angezeigt wird.

Für RAID gibts verschiedene Modi, je nachdem wie die Daten auf die einzelnen Platten verteilt werden, die bekanntesten/wichtigsten sind:

RAID-0: Da werden alle Daten gleichmäßig auf die verschiedenen Festplatten verteilt, erhöht u.U. die Leistung, aber wenn eine Platte ausfällt sind alle Daten futscht -> für Backup nicht geeignet
RAID-1: Die Daten werden auf alle Festplatten gespiegelt. D.h. solange als eine Festplatte noch intakt ist, kannst du auf deine Daten zugreifen. Dadurch dass die Daten aber gespiegelt werden, hast du eben nur soviel Platz wie auf einer Festplatte. Ist im Vergleich zu RAID-5/6 schnell.
RAID-5: Es wird eine Paritätssumme berechnet, aus der dann im Falle eines Defekts einer Platte die Daten rekonstruiert werden können. RAID-5 braucht mindestens 3 Festplatten, die Paritätsinfos werden über alle Datenträger verstreut. Die Berechnung dieser Summe kostet natürlich Leistung, deswegen ist ein RAID-5 langsamer als ein RAID-1 (ob man das merkt, hängt vom Prozessor ab). Nachdem eine Platte ausgefallen und ersetzt wurde, wird das RAID wieder neu aufgebaut (Rebuild), das dauert je nach Datenmenge ziemlich lange (mehrere Stunden bis Tage) und stellt eine zusätzliche Belastung für die anderen Platten dar. Vorteil: Bietet im Vergleich am meisten Speicherplatz
RAID-6: Quasi das gleiche wie RAID-5, nur kann der Ausfall von 2 Festplatten verkraftet werden. Ist langsamer als RAID-5, aber auch sicherer. Braucht natürlich eine "zusätzliche" Platte für die extra Paritätsinfo

Mal ein Beispiel für den Speicherplatz, wenn du immer 1 TB Platten nutzt:

RAID-0 bei 4x1 TB ergibt 4 TB nutzbare Kapazität (da die Daten 50/50 verteilt werden)
RAID-1 bei 4x1 TB ergibt 1 TB nutzbare Kapazität (auf die anderen Platten wird gespiegelt)
RAID-5 bei 4x1 TB ergibt 3 TB nutzbare Kapazität (das übrigen TB sind Paritätsinfos)
RAID-6 bei 4x1 TB ergibt 2 TB nutzbare Kapazität (die übrigens 2 TB sind Paritätsinfos)

Wenn du dir ein 2-Bay NAS holst, kannst du eh nur RAID-0, RAID-1 und JBOD fahren. Bei letzterem werden die Disks einfach als ein großes Laufwerk dargestellt, ohne irgendwie die Daten gleichmäßig zu verteilen. Bei einem Ausfall sind dann i.d.R. nur die Daten futsch, die auf der jeweiligen Platte waren

Prinzipiell ist ein RAID nur dafür gut, um die VERFÜGBARKEIT von Daten zu gewährleisten. Wenn es dir also egal ist, dass du beim Defekt einer Platte ein Backup einspielen musst (was ja etwas dauert), dann kannst du auf ein RAID auch verzichten. Es bietet dir keinen extra Schutz für Datensicherheit, denn wenn du was löschst oder Malware schaden anrichtet, dann betrifft das trotzdem alle Daten auf dem RAID.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lobelia schrieb:
Liebe Leute,
Ergänzung ()

@ wanderer: Auch Dir ein großes Danke für die Hintergrundinfos. Das hilft mir sehr und macht mir vieles klarer! Was ist ein Gigabit Netzwerk Port? Vielleicht habe ich das eh nur weiss gar nicht, dass ich das habe? Bezüglich der Platten einzeln laufen lassen oder nicht. Ich nehme an das kann man im Benutzersystem steuern, verstehe ich das richtig?

Für gewöhnlich hat man an seinem Router mehrere Netzwerkports. Diese gibt es heutzutage in zwei verschiedenen Geschwindigkeiten:

* 100 Mbit = ca. 12 MB/s Datendurchsatz
* 1000 Mbit = ca. 100 MB/s Datendurchsatz

Zum Vergleich: Eine USB 2.0 Festplatte kopiert mit bis zu 25 MB/s

Technisch sind die beiden Ports gleich, es kommt auf das Innenleben an. Von daher ist das eine Info, die für dich zu vernachlässigen ist. Wenn du einen Netzwerkport am Router frei hast, steck da das Netzwerkkabel ein und gut ist ^^.

Was die Sache mit RAID angeht: Verwende es nur wenn es wirklich wichtig ist das das System immer verfügbar ist. Sobald dies nicht der Fall ist betreibe die 2 Platten als eigenständige Laufwerke (was auch gleich deine Frage beantwortet, ob man da zwei Platten einbauen kann). Dann hast du die größtmögliche Variablität was die Nutzung der Platten angeht und bei einem Ausfall ist nur eine Platte futsch und nicht alles.

Bis denne!
 
Redundant heiß, das etwas doppelt ist. Heißt Fällt A aus springt B ein. Das kann nur die Festplatte oder auch ein ganze NAS sein. Im Gegensatz dazu musst du ein Backup manuell erstellen und zurück spielen. Heißt, du macht was redundant wenn du es absolut nicht willst, das deine Daten kurz nicht zu Verfügung stehen. Da zwei ganze NAS hier nicht interessant sind beschränke ich mich mal auf die Möglichkeiten mit zwei internen gleich großen.

Diese kann man auf drei verschiedene Arten zusammenschalten:
RAID0: Die Daten werden auf beide Platten verteilt geschrieben -> schneller, aber wenn eine Platte hin, alle Daten weg. Platz = Summe aus beiden.
RAID1: Auf beide Platten wird das gleiche Geschrieben -> Wenn eine Platte ausfällt macht die zweite weiter. Platz nur so viel wie eine hat.
JBOD: Beide Platten in Reihe, ist eine voll wird auf der nächsten weiter geschrieben. -> nicht schneller, dafür sind bei einem Ausfall nur die Daten weg, die auf der einen Platte waren. Platz = Summe aus beiden.

Will man es also groß und schnell haben: RAID 0, sicher: RAID1 und ein Mittelding aus beiden JBOD. Von den drei Lösungen ist nur das RAID1 redundant. Aber wozu noch ein Backup? Ganz einfach:

Ein RAID1 schützt nur vor einen Festplattenausfall. Es Schützt nicht vor:

-Viren
-Versehentliches Löschen
-Falschkonfiguration des NAS
-Hardwareschäden des NAS (Blitzschlag etc.)
-Software und Controllerschäden (nicht umsonst gibt es RAID Controller die 4 stellig kosten)

Aber gegen all das Schützt ein externes Backup. Man gleicht die Daten regelmäßig ab (Täglich, Wöchentlich) und stellt dann die externe Platte in den Schrank. Blitzschlag? Macht dem nix! Das NAS geht hops? Macht der Platte nix! etc.

Musst nur drauf achten, das du halt genug Backup Speicher hast. Bei 3 TB Platten:

eine Einzelende: 3 TB extern
zwei per RAID 0: 6 TB extern
zwei per RAIS1: 3 TB extern
zwei per JBOB: 6TB extern

für die 6 TB gibt es dann extra Gehäuse wo man zwei HDDs einpackt (dann dort auch per JBOD oder RAID0)

Soweit zu Redundanz und Backup nun zum Netzwerk.

Die Daten müssen vom NAS zu dir kommen, klar, die frage ist nur, wie schnell sie das können. Im Grunde gibt es da zwei (drei) Wege im Hausgebrauch: Ethernet aka. LAN, WLAN und evtl- auch D-LAN.

LAN:
Hier gibt es drei Varianten die verbreitet sind:

10 Mbit/s (1,25 MB/s)
100 MBit/s (12,5 MB/s)
1000 MBit/s bzw. 1 GBit/s (125 MB/s)

Mechanisch sind sie alle kompatibel (RJ45 + LAN-Kabel)*. D.h. du kannst ein GBit gerät auch in einem 10 Mbit Netz betreiben. Nur dann halt mit 10 Mbit. So gut wie jedes Gerät kann heute 100 MBit, heißt, egal was du Zuhause hast, 100 MBit gehen. Für ein gutes NAS ist das aber zu langsam. (Da ist USB 2.0 schneller) Es ist also Praktisch eine GBit Verbindung zu haben. Das NAS kanns, die meisten PCs könnes. ISt nur die Fragen ob die Knotenpunkte das können. Bei dir dürfte das der Router sein. Da einfach Modell ausfinden (steht drauf) und googlen. Ältere/günstige Modelle können hier oft nur 100 MBit. Dann für 20 € einen GBit Switch dazu kaufen.

*Ähnlich einer Straße, ist eine da, kannst du auch drauf fahren und kommst an, es kommt nur auf die Enge der Kufen (aka Geräte) an ob du 30 oder 200 Fahren kannst.

WLAN/D-LAN:
AM besten ist eine direkt Verbindung per Kabel, da am schnellsten, gütigsten und stabilsten. Nur ist das nicht immer möglich. Also muss man per Funk (WLAN) oder über das Stromnetz (DLAN) die Daten verteilen. Ob und was davon die beste Lösung ist (ist es eine Punkt zu Punkt Verbindung? Soll das Gerät mobil sein? Wie ist die Wohnung gebaut? Anzahl und Art der Wände? etc.).
Viele Router haben WLAN schon dabei oft aber nur im älteren bg-Standart. Für ein schnelles nutzen des NAS sollte es mindestens N oder gar ac sein. Auch hier gucken was der Router kann und ggf. aufrüsten (vorallem wenn er dazu nur 100 Mbit kann).

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Wattn Roman o.O. Wenn noch fragen offen sind, fragen.

PS: Ja du kannst in die DS214 2 mal 3 TB einbauen (was du dann machst (s.o.)= musst du wissen) Meiner Meinung nach langt erstmal eine 3 TB intern + 3 TB Backup für dich aus. Wenn die interne hops geht, kann man für die Tage bis Ersatz da ist auch das Backup nutzen. RAID1 brauchst also nicht, RAID 0 bringt nix, da zu unsicher und eh das Netzwerk limitiert und du hörst dich nicht so an, als braucht du mehr als 3 TB.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Nilson: Danke für Deinen ausführlichen Roman. Jetzt ist mir einiges klarer! :)
Ich meld mich spätestens wenn ich mir was gekauft habe sicher wieder mit vielen Fragen und Problemchen!

LG Beli
Ergänzung ()

Eine Verständnisfrage noch: Ich denke ich verstehe jetzt den Unterschied zwischen RAID0 und RAID1. Nilson hat es gut beschrieben.

Aber was ich nicht ganz einordnen kann, ist die Option, die wanderer beschrieben hat. Und zwar seine Option B:



b) Die Platten einzeln laufen zu lassen und per automatischen Job die Daten abzugleichen.

Ist das nun RAID0 oder RAID1?

Danke im voraus und LG
Beli
 
Das ist kein Raid. Die Platten laufen dann unabhängig voneinander, das heißt, du lädst deine Daten immer auf Festplatte 1. Einmal wöchentlich (bzw. jenachdem wie du es einstellst) werden dann die Daten von Festplatte 1 auf Festplatte 2 gesichert. (bei Raid1 wird sofort bei Übertragung die Datei auf beiden Festplatten gespeichert)
 
Weder noch. Genau genommen gibt es noch einen weg zwei Festplatten zu nutzen und zwar unabhängig von einander. Dann hast du zwei 3 TB zu Verfügung. Die kannst du nun einzeln nutzen. Nachteil zu JBOD und RAID 0 du musst dich selbst drum kümmern die Daten aufzuteilen. (Eine für Daten eine für Filme oder so). Oder eben die Daten auf eine und intern dann die Daten auf die Zweite kopieren. Hat gegenüber RAID1 den Vorteil aber auch Nachteil, das es nicht sofort passiert (sondern eben nur täglich, wöchentlich etc.), also versehentlich gelöschte Daten sind noch da, aber wenn das NAS hops geht, ist auch das Backup weg. Also meiner Meinung nach nicht sinnvoll. Eine externe Backup Lösung ist immer besser.
 
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