News Bolt B80: Silicon Powers neue tragbare SSD ist ein Daten-Diskus

MichaG

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#1
Eine externe SSD ist für Silicon Power ungewöhnlich. Mit dem gleichen Adjektiv lässt sich auch das Design der Bolt B80 beschreiben: Flach und rund wie ein Diskus werden bis zu 480 GByte gegen Staub und Wasser geschützter Speicherplatz geboten. USB 3.1 Gen 2 ermöglicht Transferraten von 500 MB/s in der Spitze.

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MichaG

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#3
Artikel-Update: Bolt B10 mit USB 3.0 bei nur 25 Gramm

Neben der Bolt B80 hat Silicon Power in diesen Tagen mit der Bolt B10 eine weitere externe SSD vorgestellt. Die Bolt B10 kommt in ihrem schwarzen, eher rechteckig geformten Kunststoffgehäuse weitaus unauffälliger als die B80 daher. Die Abmessungen betragen 80 × 49,5 mm in Länge und Breite. Mit 9,4 mm in der Höhe ist die B10 flacher als die B80 und mit lediglich 25 Gramm laut Hersteller auch deutlich leichter. Die Bolt B10 wiegt damit auch weniger als beispielsweise die Adata SD600 (Test) oder die Samsung Portable SSD T5 (Test).

[Bilder: Zum Betrachten bitte den Artikel aufrufen.]

Als externe Schnittstelle dient das in USB 3.1 Gen 1 umbenannte USB 3.0. Erfahrungsgemäß erreicht die Schnittstelle in der Praxis Transferraten von bis zu 450 MB/s. Die Bolt B10 wird mit maximal 400 MB/s beim Lesen und Schreiben angegeben. Statt über USB Typ C wird das Anschlusskabel via Micro-USB-B an die SSD angeschlossen. Am anderen Ende der Leitung ist wie bei der B80 USB-Typ-A vorhanden. Zur Auswahl stehen die Speicherkapazitäten 128, 256 und 512 GByte. Der nicht näher spezifizierte SSD-Controller soll eine LDPC-Fehlerkorrektur sowie Wear Leveling bieten. Die Garantiezeit beträgt wie bei der B80 drei Jahre, das Software-Paket ist identisch. Einen Preis oder Verfügbarkeitstermin hat der Hersteller nicht genannt. Für die B80 hieß es auf Nachfrage, dass sie voraussichtlich „in den kommenden Wochen“ den hiesigen Markt erreichen wird.
 
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#4
...USB 3.1 Gen 2 ermöglicht Transferraten von 500 MB/s in der Spitze...
Also haben sie einen langsamen Controller verbaut, denn USB 3.1 Gen 2 unterstützt 10 GBit/s, was am Ende 1,25 GB/s abzüglich Overhead (also rund 1 GB/s) ermöglichen sollte. Das liest sich, als ob ein SATA III-Controller verbaut ist und ein zusätzlicher USB auf SATA Konverter-Chip die möglichen ca. 560 MB/s weiter verlangsamt. Wozu dann also überhaupt USB 3.1 Gen 2???
 
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#5
Weil USB-C modern ist und dem Kunden Zukunftssicherheit suggeriert wird. Ist logischerweise eine Mogelpackung, wie Du richtig erkannt hast.

Die Kombination aus S-ATA-SSD und USB-Controller ist zu 99% üblich, denn es ist preiswerter, bereits vorhandene Komponenten zu verwenden. Um USB3.0 Gen 2 oder gar TB3 nutzen zu können, müsste entweder ein RAID aus 2 S-ATA-SSDs oder gleich eine PCIe-SSD verbaut sein, die kosten aber ca. das doppelte vom S-ATA-Gelumpe; bei TB3 käme noch der Controller dazu, der nur von Intel geliefert wird und teuer zu bezahlen ist.
Es gibt auf dem Markt sowas, z.B. von Sonnet, aber da kostet nur das Gehäuse schon soviel wie eine 1TB-SSD.
 
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#6
Also heißt es auf erste Thunderbolt-III-fähige externe SSDs zu warten (meinetwegen auch mit USB-C-Stecker)...
Die "bis zu" 40 GBit/s SSDs verwenden dann hoffentlich PCI-E-3.0-kompatible Controller mit bis zu 4 Lanes, was dann 32 GBit/s oder 3200 MByte/s nach Abzug des Overheads möglich machen sollte.;)
 
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#7
Also heißt es auf erste Thunderbolt-III-fähige externe SSDs zu warten (meinetwegen auch mit USB-C-Stecker)...
Die "bis zu" 40 GBit/s SSDs verwenden dann hoffentlich PCI-E-3.0-kompatible Controller mit bis zu 4 Lanes, was dann 32 GBit/s oder 3200 MByte/s nach Abzug des Overheads möglich machen sollte.;)
Sogar unbedingt mit dem C-Stecker, denn das ist der vorgeschriebene Steckertyp für TB3-Verbindungen. Für nur-USB kann der alte Steckertyp verwendet werden.

Man darf aber die Frage stellen, ob der Großteil das überhaupt braucht (klar, ist natürlich geiler, aber kostet nunmal). Denn eine externe S-ATA-SSD ist immer noch ein Quantensprung im Vergleich zu den meisten USB-Sticks oder gar konventionellen HDDs; selbst als Systemlaufwerk ist S-ATA immer noch ausreichend schnell, man merkt den Unterschied zu PCIe erst bei großen Dateien bzw. Datenmengen am Stück.
 

MichaG

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#8
Artikel-Update: Inzwischen liegen die unverbindlichen Preisempfehlungen für die beiden externen SSDs vor. Demnach startet die Bolt B10 bei rund 90 Euro, die Bolt B80 bei 110 Euro. Erfahrungsgemäß werden die UVP des Herstellers im freien Handel noch unterboten. Die weiteren Preise belaufen sich wie folgt.

[Tabelle: Zum Betrachten bitte den Artikel aufrufen.]
 
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#9
Naja bei 500 mb/s hast du ne 250 gb Platte in 10 min komplett gezogen... die Leute mit dem Einsatz Zweck wissen eh was sie kaufen .... schneller als alle Festplatten trotzdem ...
 

Sinnfrei

Lt. Junior Grade
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#10
Was ist denn die Zielgruppe für diesen Speicher? Als Backup-Medium sind SSDs leider total ungeeignet, und USB-Sticks gibt es mittlerweile auch schon mit 256 GB (Edit: Und auch schon mit 512 GB und wasserdicht).
 
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#11
und USB-Sticks gibt es mittlerweile auch schon mit 256 GB (Edit: Und auch schon mit 512 GB und wasserdicht).
USB-Sticks haben einen anderen Controller, welcher gerade bei kleineren Dateien (Datenbanken, Programme etc) unglaublich langsam ist und teilweise auf unter 1MB/s Schreibgeschwindigkeit einbricht.
Es gibt welche mit SSD-Controller, aber das sind auch nur SSDs in kleiner Hülle, nichts anderes als das hier. Der hier ist eben rund statt lang, macht sich auf dem ein oder anderen Schreibtisch besser, wer weiß.
Zudem haben solche SSDs durch die größere Oberfläche häufig nicht die thermischen Probleme wie USB-Sticks wenn es darum geht wirklich mal ein paar hundert GB zu schreiben.

Man sollte sich lieber fragen was die Zielgruppe von USB Sticks mit mehreren hundert GB ist wenn das Befüllen abseits von Kinofilmen mehrere Stunden dauern kann...
 

cruse

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#12
man merkt den Unterschied zu PCIe erst bei großen Dateien bzw. Datenmengen am Stück.
und die sind schnell erreicht sobald du mal ein paar filme kopierst
wenn dir SATA langt, dann langt auch usb 3.1. irgendwann kackt eh der Controller/cache ab und es reduziert sich auf 300mb/s - wo wir dann wieder bei nvm ssds sind, die zwar auch abkacken, aber dann immer noch mit deutlich höherer Geschwindigkeit schreiben

bin aber auch mal gespannt wann die ersten nvm ssds kommen und wie die Anbindung stattfindet - und vor allem was dabei rumkommt
 
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#13
Ja, das lohnt aber auch nur, wenn Quell- und Zielgerät sowie die Verbindung die Datenraten verknusen; eine gute S-ATA-SSD kann hohe Schreibraten über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten (siehe z.B. Test der BX300), wäre also kein Flaschenhals.

Man müsste also mindestens ein RAID oder gleich eine PCIe-SSD in seinem System haben, sonst bringt das garnichts. Und wer kopiert am Stück soviele Daten, die die SSD einmal komplett füllen würden?
 
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