News Bundesverwaltung: Milliarden-Mehrkosten bei IT-Modernisierung

gaym0r schrieb:
Und wie kommst du auf 400€ für Office PC inkl. Peripherie? Setz da mal ne 1 vor.
Also bei uns in der Kommune kostet ein neuer PC Arbeitsplatz so 600-800€ inkl. Tastatur und Maus plus Bildschirm
 
maxpayne80 schrieb:
Ausbaden tun es am Ende diejenigen, die wirklich arbeiten, um die ganze Show am Leben zu erhalten.


mit blick auf die kohle kumpel, bei denen ja aktuell betrachtet spätestens 2039 die lichter aus gehen, sollte man bei den verwaltungen auch mehr mut zur ehrlichkeit haben.

dieser verwaltungsbauch - der als arbeitsbeschaffungsmaßnahme gut war zu zeiten als es schwer war die vollbeschäftigung realistieren zu können - kann bis 2030 locker von computern und der ki übernommen werden. :evillol:

diese damen und herren aus einer zeit, die mittlerweile lange vorbei ist, müssen halt ihre sehr gut bezahlte tätigkeit sichern.

abwarten was die zukunft bringt, eine vernünftige modernisiesung der verwaltung darf mMn auch gerne 25 millarden kosten, wenn damit weniger personal benötigt wird :heilig:

ist immer noch weniger als die gewünschte erhöhung des bundeswehr etats und nur die hälfte des überschusses der einnahmen des ersten halben jahres. :stock:

mfg

p.s.

TigerLeon schrieb:
wie wäre es mal mit einer Lebenssteuer?

das erledigt die leider gottes nötige inflation im zusammenspiel mit niedrigen zinsen :D

der staat leiht sich ja unser geld und wenn du ihm auch noch geld zahlst (wie bei aktuellen staatsanleihen), ist das quasi eine steuer.

weil unser geld weniger wird, kann der staat seine schwarze null halten, umschulden und durch die geringe zinslast sogar die alten schulden "ab bauen". :evillol:
 
Zuletzt bearbeitet:
Bleibt nur noch verschulden oder neue Steuern erschaffen um die Kosten zu decken... wie wäre es mal mit einer Lebenssteuer? Wer nicht zahlt, hat kein Recht zu leben... klingt absurd, aber in die Richtung bewegen sich unsere Politiker.
 
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Genau das sind die Meldungen die Chefs zur Erkenntnis gelangen lassen, dass eine eigene IT ja eh viel zu teuer ist und ob man das mit Cloudlösungen und Opensource nicht alles "billiger" realisieren könne. :heul::grr:
Lustig wird es dann beim Thema Office, ich kann ja mein MS Office behalten. :daumen:
 
Wie kann man mit einer Rechnung für immer günstiger werdende Rechner falsch liegen? Die pure Inkompetenz...

ich stell mir das so vor: geplant waren n i3, gekauft wurden 2×n i9
 
Gast0ne schrieb:
Man kann Ausschreibungen auch so gestalten, dass der günstigste Anbieter dennoch was Gescheites anbieten muss.
Bei uns laufen Aufträge fürs Land meistens so.
Es wird die "Basisausstattung" ausgeschrieben muss ja schön Günstig sein, bis du den Auftrag abgeschlossen hast wurden mal eben nochmal für gut 50% der Auftragshöhe an extras dazu bestellt.
 
Wurde da nicht Linux wieder abgeschafft da laut Kostenberechnungen Windows günstiger und einheitlicher? Da wurde wohl mal wieder massiv schöngerechnet ...
 
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@
[wege]mini

Öffensichtlich hast du NULL Ahnung was ein Verwaltung /Kosten in Kommunen und Bund sind!

In Kommunen sind die meisten kosten nicht mal für Personal aber für Sozialleistungen die von Bund auferelgt sind.
Zb Grundsicherung , Kitas, usw.
auch wenn mehr IT anschafft sind ersetzt es nicht Kindergärtnerin/Müllabführ usw.

eher mit mehr IT brauche ich mehr Admins usw was wiederrum Geld kostet und mit der heutige Arbeitsmarkt eher schwer für das Geld zu bekommen.

Meistens hat der Bund in die vergangenheit zu wenig Investiert und jetzt zahlt der Preis dafür.

In der Industrie geben sie deutlich mehr für IT aus als Hinweis (habe Jahrelang auch in die Industrie gearbeitet)

Mit der "günstigste Angebot" denke auch ist ein problem. Meistens die billigste anbieter ist nicht das Beste und manchmal kostet mehr hinterher.

@
Knuddelbearli


Ja weil Microsoft ein sher gutes Angebot bei der Stadt Müchen abgegeben hat in eggenzug ein neue Microsoft stamndort in Bayern eröffnet.

Aber die Support für Linux war viel teuerer als die Windows Lizenzen!
 
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So viele BWL und VWLer an dem Projekt beteiligt, und wie auch schon beim ICC, der Kölner Oper, dem BER, der Elbphilharmonie etc. niemand mit nem Taschenrechner...
 
Averomoe schrieb:
Sei es BER, S21, Phili in HH oder jetzt das: Warum sind wir in DE so schlecht darin, Kosten zu kalkulieren?
Die sind nicht schlecht beim kalkulieren, sondern komplett inkompetent in der Ausführung. Da werden Leute mit der Ausführung von Großprojekten beauftragt die weder fachlich etwas mit dem Gebiet zu tun haben noch etwas von Personal- oder Ressourcenmanagement verstehen. Das was wir bei der Besetzung von Ministerien sehen ist nur die Spitze von Eisberg.

Wenn man dann noch mit fremden Geld spielt und keine Konsequenzen befürchten muss und zugleich keine Anreize hat Kosten und/oder Zeit einzusparen (denn dafür wird man im öffentlichen Dienst bestraft ... kein Scherz, das ist so) dann kommt eben genau so etwas heraus. Auch nachhaltige Investitionen (wie heute doppelt zahlen, in den kommenden Jahren das dreifache einsparen) stehen im öffentlichen Dienst indirekt unter Strafe.

Ist aber kein rein deutsches Phänomen, so ist überall wo es für Inkompetenz keine Bestrafung gibt.

Große Konzerne leiden unter dem gleichen Phänomenen, daher gibt es regelmäßig Meldungen von Großunternehmen in Geldnot oder deren Insolvenz. Hat faktisch immer als Ursache, dass Investitionen verpennt oder komplett in den Sand gesetzt wurde. Habe selbst miterleben können wie bei einem Business-entscheidenden IT-Projekt nach 300% der geplanten Zeit 80% vom Budget für 10% vom Ergebnis verplempert wurden. Der IT-Leiter "durfte" gehen und wurde für den Rest der Vertragszeit in den bezahlten Urlaub geschickt und war kurz darauf IT-Leiter beim nächsten Konzern (noch weicher landet man nur im öffentlichen Dienst).

Gibt übrigens nicht wenige Unternehmen die noch auf Datenbanken der 1980er und 1990er laufen von denen kein Mensch etwas versteht, die laufen halt irgendwie. Dann gibt es solche die an der Migration so gut gescheitert sind, dass sie sich "aus allen Geschäftsbereichen zurück ziehen mussten".
 
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Hätte Kohl damals doch nur nicht den Glasfaserausbau gestoppt..
 
Hylou schrieb:
Hätte Kohl damals doch nur nicht den Glasfaserausbau gestoppt..
Würde am heutigen nichts ändern, da die externe Verkabelung um die es damals ging, erstmal nix mit der internen IT zu tun hat.
 
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pookpook schrieb:
anschafft sind ersetzt es nicht Kindergärtnerin/Müllabführ usw.

kA was die mit verwaltung zu tun haben.

ich werfe jetzt hier einfach mal in den raum, in 10 jahren werden nicht einmal mehr die hälfte der menschen in jeder arge, in jeder krankenversicherung, in jedem finanzamt und in jedem "bürgeramt aka stadtverwaltung" arbeiten.

wie wir die qualität der aktuellen "versorgung" von dienstleistungen verbessern oder noch weiter ab bauen, wird man in den nächsten 10 jahren sehen. :smokin:

mfg
 
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Cpt.Yesterday schrieb:
Die sind nicht schlecht beim kalkulieren, sondern komplett inkompetent in der Ausführung. Da werden Leute mit der Ausführung von Großprojekten beauftragt die weder fachlich etwas mit dem Gebiet zu tun haben noch etwas von Personal- oder Ressourcenmanagement verstehen. Das was wir bei der Besetzung von Ministerien sehen ist nur die Spitze von Eisberg.
Ach, auch da würde ich den Verantwortlichen garnicht so viel Sachverstand absprechen. Das ist einfach Kalkül und Wählerbeeinflussung. Die Bürger würden doch auf die Barrikaden gehen würde man denen ehrlich kalkulierte Kosten für Großprojekte präsentieren. Wenn man denen sagt, die Elbphilharmonie kostet 600 Millionen Euro würde doch keiner zustimmen.
Um 20% kann man sich bei solchen Großprojekten schon realistisch verschätzen (wegen Teurung während der Bauphase und schlecht erreichbaren Firmen), wenn man am Altbestand arbeitet auch mal um 100%.
Wenn während des Baus das Geld knapp wird sagt doch keiner "ach lasst die Baustelle stehen, wir machen das nicht weiter" und so geht es von hier einem Milliönchen, dort ein Milliönchen.

Hinterher finde ich das auch garnich so schlimm, so etwas wie die Elbphilharmonie darf Geld kosten weil es für die Stadt viel mehr bedeutet als dass das finanziell aufwiegbar ist. Ich bin zwar kein Fan von Leuchtturmprojekten aber wenn, dann soll man es doch lieber ordentlich machen als an jeder Ecke versuchen den Kostenrahmen einzuhalten.
 
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PHuV schrieb:
Warst Du schon mal in einer Behörde? Die meisten dort sind mit Linux total überfordert. Und für Exchange und Co. gibts leider bisher auf linuxbasis keine gescheite Alternative. Und AD ist definitiv das bessere LDAP.

Warst du schonmal bei der Behörde? Die sind selber auch mit Ihren Windows Servern komplett überfordert. (rede aus erfahrung an die ~10 Jahre als Externer anbieter für Software für Behörden(Schweiz))
 
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Averomoe schrieb:
Sei es BER, S21, Phili in HH oder jetzt das: Warum sind wir in DE so schlecht darin, Kosten zu kalkulieren?
Weil es leider Vorschrift ist, das günstigste Angebot anzunehmen. Ich glaube sogar EU-weit muss die Ausschreibung sein. Leider sichern sich Städte, Gemeinden und der Bund nicht ab, sondern treiben die Spielchen der Firmen brav mit. Deswegen kann eine Straße auch mal 1 Jahr gesperrt sein, bis alle Arbeiten abgeschlossen sind. Gibt schließlich kein wirkliches Zeitlimit und die Firmen sichern sich daher erst einmal die Aufträge, die dann parallel abgearbeitet werden.
 
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MHumann schrieb:
1. Weil entgegen der landläufigen Meinung die öffentliche Hand Personell deutlich unterbesetzt ist und ordentliche Ausschreibungen einfach eine riesen Menge Zeit fressen

also ich stimme deinem Post zu bis auf den Punkt 1. Es ist sicherlich abhängig von Region und Behörde, aber überwiegend sind die Behörden ganz gut besetzt. Es mangelt meist nur an wenig an der Kompetenz. just my 2 cents
 
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