TomH22 schrieb:
Ich glaube da erkennen viele das Potenzial nur noch nicht.
Das die Art der von Dir skizzierten Kommunikation mit einem Computer durchaus enormes Potenzial hat, sehe ich ebenso. Was mich an dem ganzen aber stört (und ich wage zu behaupten, dass es vielen bis sehr vielen Usern ebenso geht) ist, dass einem in seiner gewohnten Nutzerumgebung (Windows) wieder einmal keine Wahl gelassen wird, wie man seinen Computer bedienen möchte.
Der Wechsel auf Linux ist hierbei kein Bestandteil der Wahlfreiheit, die ich meine. Windows ist eben ein Betriebssystem. Etwas, dass es mir ermöglicht, auf möglichst komfortable Art und Weise die Fähigkeiten meines Systems zu steuern und zu verwalten.
Das heißt für mich auch, dass ich alle Funktionen, die ich mit meinem System ausführen möchte, dazu explizit autorisiere und dem System zur Verfügung stelle (z.B. Installation einer Software, Festlegung der Nutzerbasis, etc.)
Microsoft sieht Windows seit langen Jahren aber nicht mehr nur als OS sondern eben auch als Softwaresuite, die nebenbei auch ein OS ist.
Ich verstehe deren Gedankengang, aber wenn man seit Dekaden gewöhnt war, selbst der Chef über seine Hardware, sein System zu sein, und dann kommt da plötzlich ein angeblich KI-Agentenbasiertes Update daher, welches nicht nur dem Namen nach sondern auch der Funktion nach viele Prozesse nicht mehr steuerbar macht sondern den User in gewissen Maße diesen ausliefert, dann verstehe ich genau so gut den Frust über diese Entwicklung.
Long story short:
AI ja gerne, aber nicht auf OS Ebene ohne Opt-In.
Vermutlich wäre es am besten, wenn man die Windows-Sparte von Microsoft einfach abspaltet und es einfach ein OS sein lässt. Mit allen Möglichkeiten alles mögliche zu integrieren, wenn man es denn will. Aber NICHTS muss, ohne eine einzige explizite Userzustimmung bliebe es weiterhin nur ein OS.