Bericht Cinema LED angeschaut: Samsung ist die neue Referenz im Kino

Hilbert Himmelw schrieb:
Das garantiert, dass die für fünf- und sechsstellige Beträge erworbenen digitalen Projektoren und Server jeden von den Filmverleihern gelieferten Content garantiert abspielen können und das vor allem auch noch morgen gilt.
Ich sage ja nichts gegen das Zertifikat an sich, sondern lediglich gegen Abweichungen nach oben, insbesondere in der Form von Vielfachen.

Und um mal kurz in die Realität abzugleiten. Was soll ein Kino mit 8K? 90% der Filme die heute im Kino ankommen sind nach wie vor 2K. Die Postproduktion der meisten Hollywood-Blockbuster ist in 2K. Was heute in Deutschland als 4K in die Kinos kommt, sind in Realität meist europäische Arthouseproduktionen und Dokumentationen.
Im Artikel wird ja auch auf die maximale Größe der Leinwand durch solche Module eingegangen. Und diese wird durch das Zertifikat limitiert, weil es eben nicht erlaubt ist, einfach mehr Module zu verbauen und damit gleichzeitig eine höhere potentielle Auflösung zu ermöglichen. Und das sehe ich definitiv als Fortschrittsbremse an. Dass 8k nicht nötig ist, ist klar, aber man hätte den Vorteil der größeren Bildfläche und der Zukunftssicherheit, falls doch irgendwann mal entsprechende Filme rauskommen.

Falls es so ist, wie @Spawn182 es geschrieben hat, dass 8k möglich wäre, es aber nur als 4k zertifiziert würde, ist das ja in Ordnung. Aber aus dem Artikel geht ja nicht hervor, dass es in dieser Form möglich ist.
 
Der gute alte 70mm Film würde digital bei einer Auflösung zwischen 6K und 12K liegen. Mit 4K haben wir momentan die Qualität einer guten 35mm Kopie. Die 8K Produktion ist serienreif und ARRI und RED liefern schon lange 4K Equipment. Ich weiß nicht, wo du deine 2K Information her hast. Alte analog Filme werden in 4K Digital Intermediate neu gemastert und diese Liste ist lang. Nenn mir eine Kinoproduktion aus dem Jahre 2017/2018 die noch in 2K gefilmt wurde?

4K ist im Broadcastingbereich die Zwischenstufe zu 8K, so wie es HDReady für FullHD war. Sprich 8K wird über kurz (nicht im ewig gestrigem Deutschland) oder lang der quasi Standard. Das ist bereits beschlossene Sache. Die Kinos werden also zwangsweise Aufrüsten müssen um mit Netflix und Co mithalten zu können.

@SaschaHa Das 8K LED Beispiel war nur ein theoretischer Ansatz. Sofern die Zuspieler diese Datenmengen liefern können und es die Verkabelung kann, steht dem aneinanderreihen von LED Modulen nichts im Wege. Siehe Football Stadien (Atlanta 21504 × 1152 pixel), Timessquare usw. Zertifikate sind noch mal ne andere Sache.
Ergänzung ()

Hilbert Himmelw schrieb:
Traue keiner Statistik, die du selbst verfälscht... Die Mehrheit der Filme ist 1:1,85 Breitwand.

Nein, Cinemascope Filme haben eine geringere Auflösung.

Mag sein, dass die meisten Filme in 1,85 : 1 sind. Mir geht es aber um die Filme, die ich im Kino schauen möchte :)

Kannst du das mit der reduzierten Auflösung belegen, das würde mich nämlich interessieren. Ein Link wäre da schön, man lernt ja nie aus. Cinema Projektoren haben ja nicht umsonst entsprechende Linsen für die jeweiligen Formate. Wenn du natürlich die Quelle meinst, dann hast du recht. Eine 4K Distribution kann in der Höhe auf Zeilen verzichten um ein entsprechendes Seitenverhältnis zu liefern, ich weiß jedoch nicht ob dies bei Kino Distributionen auch der Fall ist.
 
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SaschaHa schrieb:
Ich sage ja nichts gegen das Zertifikat an sich, sondern lediglich gegen Abweichungen nach oben, insbesondere in der Form von Vielfachen.

Und dann? 8K für Kinos ist nicht spezifiziert und das ist noch Jahre weg. Aber mal theoretisch gedacht. Nimm an du hast eine native 8K LED Wand und spielst üblichen 2K Content. Bei 8K haben wir mehr als 33 Millionen Pixel. Bei heute üblichem 2K Content - der primär abgespielt wird, sind es etwas über 2 Millionen. Du musst also zumindest 16(!) LEDs deiner Leinwand zu einem Pixel machen. Da möchte ich echt nicht in den ersten Reihen sitzen. Das kriegst du mit klassischen Projektoren viel besser hin. Da gibt es viele Kinos, die bei großen Leinwänden mit 2 oder mehr Projektoren arbeiten, allerdings primär um eine bessere Helligkeit hinzubekommen.
 
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Spawn182 schrieb:
Der gute alte 70mm Film würde digital bei einer Auflösung zwischen 6K und 12K liegen. Mit 4K haben wir momentan die Qualität einer guten 35mm Kopie. Die 8K Produktion ist serienreif und ARRI und RED liefern schon lange 4K Equipment. Ich weiß nicht, wo du deine 2K Information her hast. Alte analog Filme werden in 4K Digital Intermediate neu gemastert und diese Liste ist lang. Nenn mir eine Kinoproduktion aus dem Jahre 2017/2018 die noch in 2K gefilmt wurde?

Ich schrieb nicht von gedreht - das sind meist um die 3K mit den üblichen Alexa und RED Dingern - ich schrieb von Postproduktion. Es ist schlicht die Realität.
In den letzten Monaten als 4K in den deutschen Kinos waren (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
- Das schweigende Klassenzimmer
- Early Men
- Unsere Erde 2
- Solo
- Auf der Jagd, wem gehört die Natur
- Arthur und Claire
- Tomb Raider
- Hostiles
- Im Zweifel glücklich
- Die Schties in Paris
- Der Hauptmann

Der überwältigende Rest - 2K und das wird auf absehbare Zeit so bleiben weil selbst 4K Projektoren in der deutschen Kinolandschaft effektiv eher selten zu finden sind. Und dann am ehesten in den Programmkinos, da dort gern die 4K Sonys gekauft wurden...
 
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Hilbert Himmelw schrieb:
Und dann? 8K für Kinos ist nicht spezifiziert und das ist noch Jahre weg. Aber mal theoretisch gedacht. Nimm an du hast eine native 8K LED Wand und spielst üblichen 2K Content. Bei 8K haben wir mehr als 33 Millionen Pixel. Bei heute üblichem 2K Content - der primär abgespielt wird, sind es etwas über 2 Millionen. Du musst also zumindest 16(!) LEDs deiner Leinwand zu einem Pixel machen. Da möchte ich echt nicht in den ersten Reihen sitzen. Das kriegst du mit klassischen Projektoren viel besser hin. Da gibt es viele Kinos, die bei großen Leinwänden mit 2 oder mehr Projektoren arbeiten, allerdings primär um eine bessere Helligkeit hinzubekommen.
Dann geh doch wenigstens mal auf meine Argumente ein, anstatt alles aus dem Kontext zu greifen und dich auf das "8k" zu beschränken..

Es geht mir nicht um 8k, also die Auflösung an sich. Primär gehe ich auf die Bildfläche ein, die laut Artikel ja stark begrenzt ist, da die Zertifizierung nicht erlaubt, mehr Module zu nutzen, um größere Bildflächen zu ermöglichen, da die Auflösung dann höher wäre.

8k ist ein Vielfaches von 4k, weshalb einer sauberen Skalierung nichts im Wege stehen würde. Daher sollte zumindest dieser Schritt erlaubt sein, da so eine 4 mal so große Bildfläche möglich wäre, wie es in einigen Kinos ja bereits verwendet wird.

Und nun zu deiner Argumentation: Es macht überhaupt keinen Unterschied, ob du 2k-Material auf einer nativen 2k-Bildfläche anschaust, oder auf einer 4k- oder gar 8k-Bildfläche. Die Qualität wird in dem Fall von dem Quell-Material limitiert. Der Unterschied liegt ausschließlich in der Größe der Bildfläche, und deiner Argumentation nach dürfte es also keine größeren Bildflächen geben, da in den vorderen Sitzreihen sonst die einzelnen Pixel sichtbar werden. Das Argument würde gelten, sofern du im gleichen (niedrigen) Abstand vor der Bildfläche sitzen würdest. Dass entsprechende Säle aber so gebaut sind, dass die vorderen Sitzreihen bei größeren Bildflächen viel weiter hinten sind (damit man vom Betrachtungswinkel im Übrigen überhaupt etwas sieht), scheinst du nicht zu beachten. Deine Argumentation ist also - vorsichtig ausgedrückt - ziemlich undicht.

Des Weiteren gehst du ja fast nur auf Auflösungen "von gestern" ein. Selbst Streaming-Dienste wie Netflix und YouTube bieten 4k, und nahezu jeder aktuelle Kino-Film wird mindestens in 4k gedreht. Des Weiteren wurde von anderen ja bereits darauf hingewiesen, dass es bereits Kameras mit 8k-Auflösung gibt (insbesondere von RED), die in der Film-Industrie auch bereits überall eingesetzt werden. DASS 8k-Filme also kommen werden, ist überhaupt keine Frage, sondern nur WANN. Und das wann wird auch maßgeblich dadurch beeinflusst, wie weit die Kino-Technik ist. Erst, wenn es auch 8k-Säle gibt, wird es auch native Filme in 8k geben.
 
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@Hilbert Himmelw Ich gehe hier in Berlin halt in den Cinestar am Potsdamer Platz (dort nur Saal 8 / 7 / 3 oder eben IMAX), da ich ja eh nur OV schaue. Ins Babylon Kreuzberg für den Schluck Kultur abseits vom Popcorn und Mainstream :)
Meines Wissens nach verfügen besagte Säle über 4K Projektoren und die Streifen, die ich dort schaue werden auch fast alle entsprechend Produziert.

Dies ist natürlich ein sehr kleines Inselchen in der Kinolandschaft, aber eben mein Fokus. Daheim gibt es 60" 4K OLED plus 7.1.2 auf Augen und Ohren.

Insgesamt weichen wir jetzt aber zu weit vom Thema LED, Pixel Pitch und begrenztes Einsatzgebiet ab ;) Wobei ich ja eh die Meinung vertrete, dass in einem Kinosaal ein Projektor flexibler und skalierbarer als Technik eingesetzt werden kann.
 
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Hilbert Himmelw schrieb:
Kannst du eben nicht. Die Module mit den LEDs haben eine fixe Größe. Die kann Samsung so verbauen, dass sie zu der angegebenen Auflösung kommen und das ergibt eine fixe Größe. Skalierung ist nicht...

Ich bleibe dabei, dass es kein Problem ist, 2K-Inhalte auf einem 4K-Display (oder Projektor) wiederzugeben. Jeder Bildpunkt des Ausgangsmaterials ist dann halt 2x2 Pixel (Gruppen von RGB-LED-Subpixeln) auf dem Display groß. Am Display muss man dabei überhaupt nichts ändern.
Das geht ohne Qualitätsverlust/Skalierung (in dem Sinne, dass keine Pixel interpoliert oder weggelassen werden müssen).

Problematisch würde es nur bei "krummen" Auflösungen, aber das Problem hätte man bei klassischen digitalen Projektoren ganz genauso.
 
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Schön zu sehen, dass endlich eine Technologie in den Kinosälen Einzug hält und dieses grässliche 3D ablöst.
 
SaschaHa schrieb:
Es geht mir nicht um 8k, also die Auflösung an sich. Primär gehe ich auf die Bildfläche ein, die laut Artikel ja stark begrenzt ist, da die Zertifizierung nicht erlaubt, mehr Module zu nutzen, um größere Bildflächen zu ermöglichen, da die Auflösung dann höher wäre.

8k ist ein Vielfaches von 4k, weshalb einer sauberen Skalierung nichts im Wege stehen würde. Daher sollte zumindest dieser Schritt erlaubt sein, da so eine 4 mal so große Bildfläche möglich wäre, wie es in einigen Kinos ja bereits verwendet wird.

Weil es eine Scheindiskussion ist. Du sagst ja selbst, 8K ist eine viermal so Große Bildfläche wie 4K. Das ist nach wie vor extrem unflexibel was den nachträglichen Einbau in Kinos angeht und vor allem braucht man viermal so viele Panele und das Ding kostet in 8K dann natürlich auch so ca. das vierfache! Wenn es in Stuttgart mit dem gesamten Saalumbau eine Million gekostet haben soll, dann reden wir hier vermutlich um um die 3 Millionen Euro alleine für eine 8K LED Wand. Das ist einfach betriebswirtschaftlicher Wahnsinn. Und vom Gewicht der Panele fangen wir dann lieber nicht an.
 
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Interessanter Artikel. Aber was mich stört sind. A. Zu kleine Leinwand. B. Kein 3D.
Beides Dinge warum ich hauptsächlich ins Kino gehe, abgesehen von gutem Dolby Atmos in entsprechenden Kinos.

Ich habe mal die Leinwände der Räume der meinen besuchten Kinos angeschaut. Kleinste ist 15m breit, größte ist 24m breit. Klar gibt es viele kleine Räume in den Kinos. Jedoch gehe ich meist in Blockbuster und diese laufen i.d.R. in den großen Räumen.

LED-Technik hört sich interessant an. Mal schauen was die Zukunft bringt. Ich kann mir z.B. einen Pixar Film gut auf so einer LED-Wand vorstellen alleine wegen der Farben. Ob sich das aber generell sich durchsetzt? Wäre durchaus denkbar das kleinere Räume damit ausgestattet werden, wo dann eher Animationsfilme usw. laufen welche teilweise sehr bunt sind und in den großen Räumen dann weiter mit modernsten Projektoren die Blockbuster gezeigt werden. Alleine wegen 3D würde das Sinn machen.

Ich bin auch mit den 3D der Filme zufrieden welche ich in 3D sehen wollte. Nicht alle Filme schaue ich mir in 3D an, weil 3D nicht immer zum Film passt. Wo 3D ein muss ist, sind Sci-Fi Filme.

Ich gehe 5-10 Filme pro Jahr gucken und habe es eher selten das Besucher einen wirklich nerven. Handys werden kurz vorm Film ausgemacht, während der Werbung stört mich das nicht wirklich. Wenn nicht wird dem Besucher freundlich drauf hingewiesen, und das mit Erfolg. Denn wenn sich einer beschwert, sind meist mehrere die folgen und schwups ist das Teil aus. Bisher hat das immer ohne Stress geklappt. ;-)

Für mich ist Kino-Flair wenn halt die Besucher laut lachen bei komischen/lustigen Szenen. Sage nur Django Unchained Kapuzen-Szene. Das hat man im Heimkino definitiv nicht das dort 200-400 Leute laut lachen. Oder bei bedrückenden Szenen merkt wie gefesselt alle auf die Leinwand starren und selbst Popcorn- und Chipsrascheln verstummen.

Und korrekt ist, will man sich einen Film in Ruhe ohne Kino-Flair anschauen bleibt man daheim. Mache ich bei bestimmten Filmen auch so.
 
Hilbert Himmelw schrieb:
Weil es eine Scheindiskussion ist. Du sagst ja selbst, 8K ist eine viermal so Große Bildfläche wie 4K. Das ist nach wie vor extrem unflexibel was den nachträglichen Einbau in Kinos angeht und vor allem braucht man viermal so viele Panele und das Ding kostet in 8K dann natürlich auch so ca. das vierfache! Wenn es in Stuttgart mit dem gesamten Saalumbau eine Million gekostet haben soll, dann reden wir hier vermutlich um um die 3 Millionen Euro alleine für eine 8K LED Wand. Das ist einfach betriebswirtschaftlicher Wahnsinn. Und vom Gewicht der Panele fangen wir dann lieber nicht an.
Ich glaube, du verstehst immer noch nicht den Kern der Aussage. Es geht weder um einen nachträglichen Einbau, noch um einen Umbau. Es geht darum, dass die maximale Bildfläche mit dieser Technik momentan derart klein ist, dass sie lediglich in verhältnismäßig kleinen Kinos zum Einsatz kommen kann.
Da die Technik neben ihren technischen Vorteilen aber auch finanziell Sinn macht, da sie wartungsarm, langlebig und Energie-effizient ist, wäre es sinnvoll, sie in Zukunft auch in größeren Kinos einzusetzen. Und genau das ist aktuell mit 4k nicht möglich, solange es keine entsprechend großen Panele gibt.
 
Grundsätzlich ist diese Technik sehr schön, einzige Problem daran ist einfach der Fakt, dafür ins Kino zu müssen :)

Ich persönlich bin nicht mehr dazu gewillt ins Kino zu gehen, die Kosten stehen für mich in keinem Verhältnis.

- Fahrt zum Kino kostet Geld
- Parkplatz kostet Geld
- Eintritt kostet Geld
- Snacks und Getränke kosten Geld

Da bin ich dann bei zwei Erwachsenen und 2 Kinder bei 60€ für ein mittelmäßigen 90 minütigen Film, nein Danke
 
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SaschaHa schrieb:
Ich glaube, du verstehst immer noch nicht den Kern der Aussage. Es geht weder um einen nachträglichen Einbau, noch um einen Umbau. Es geht darum, dass die maximale Bildfläche mit dieser Technik momentan derart klein ist, dass sie lediglich in verhältnismäßig kleinen Kinos zum Einsatz kommen kann.

Im zweiten Teil sind wir uns völlig einig. Das ist zu klein um die Zukunft zu sein.

SaschaHa schrieb:
Da die Technik neben ihren technischen Vorteilen aber auch finanziell Sinn macht, da sie wartungsarm, langlebig und Energie-effizient ist, wäre es sinnvoll, sie in Zukunft auch in größeren Kinos einzusetzen. Und genau das ist aktuell mit 4k nicht möglich, solange es keine entsprechend großen Panele gibt.

Und da verstehe ich dein Argument nicht. 8K ist als Projektion nicht realistisch, in der Installation dafür viel zu teuer und die LED-Panele zu unflexibel um sich an die Gegebenheiten vor Ort anzupassen. Da kann das noch so kosteneffizient sein, die Anschaffungskosten fressen das mehr als wieder auf. Das ist eine Nischenlösung und gerade weil es aktuell nur in den kleinen Sälen verbaut werden kann in der Anschaffung viel zu teuer. Und ob das tatsächlich wartungsarm und langlebig ist - darüber sprechen wir in 10 Jahren. Das hat man nämlich schon oft gehört...
 
So viel geld könnte mkr niemand zahlen, für dessen ich mir ein samsung grütz bild freiwillig ansehe
 
Hilbert Himmelw schrieb:
Und da verstehe ich dein Argument nicht. 8K ist als Projektion nicht realistisch, in der Installation dafür viel zu teuer und die LED-Panele zu unflexibel um sich an die Gegebenheiten vor Ort anzupassen.
Ich weiß nicht genau, wie du hier bezüglich 8k rechnest, aber der Preis richtet sich nach der Anzahl und Größe der Panele, in einem Wort also nach der Bildfläche. 4 mal so viele Panele kosten natürlich dann zusammen auch 4 mal so viel, aber dafür ist der Saal dann auch 4 mal größer, dementsprechend mehr Leute passen hinein. Das läuft in etwa auf das selbe Preisleistungsverhältnis wie bei kleinen Sälen hinaus. Demnach wäre dein Argument mit dem Preis aber nicht auf 8k bezogen, sondern auf die Technik allgemein, vollkommen unabhängig von der Auflösung.
 
SaschaHa schrieb:
Ich weiß nicht genau, wie du hier bezüglich 8k rechnest, aber der Preis richtet sich nach der Anzahl und Größe der Panele, in einem Wort also nach der Bildfläche. 4 mal so viele Panele kosten natürlich dann zusammen auch 4 mal so viel, aber dafür ist der Saal dann auch 4 mal größer,

Wenn es nicht 4K und eine LED Wand sein soll, sondern sauber ein vielfaches kommen wir auf 8K. Das sind vier dieser LED-Wände neben- und aufeinander also das vierfache der Kosten. Wenn die Leinwand 4 mal so groß ist, bedeutet das nicht, dass der Saal plötzlich viermal so groß ist oder auch die vierfache Besucherzahl reinpasst. Weiterhin bedeuten viermal mehr Plätze vor allem auch nicht viermal mehr Besucher. So funktioniert Kino nicht und nein, das entspricht dann keinem vergleichbarem Preis- Leistungsverhältnis- vor allem das das - im Vergleich zur "herkömmlichen" Projektionstechnik aktuell schlicht absurd ist.
 
@Hilbert Himmelw
Ja dass man dann auf 8k kommt, ist schon klar, habe ich ja nicht anders gesagt :D
Aber bei deiner restlichen Argumentation sehe ich keinen Sinn. Natürlich ist eine 4 mal größere Bildfläche auch nur bei einem entsprechend großen Saal sinnvoll - und nicht beim kleinen Kiosk-Kino um die Ecke. Es geht um große Säle in Ballungszentren wie Berlin beispielsweise. Solche können mit dem aktuellen Limit von 10,3 × 5,4 Metern einfach nichts anfangen.

Über die Kosteneffizienz lohnt es sich nicht zu diskutieren, weil es ohnehin viel zu früh ist, diese einschätzen zu können. Die Technik ist brandneu und aktuell sowieso überteuert, weshalb man diesbezüglich einfach erstmal abwarten muss. Aber dass die Technik in einigen Kinos kommen wird, dürfte aufgrund der technischen Eigenschaften wohl feststehen ;)

In jedem Fall aber sehe ich es als sinnvoller an, das Zertifikat zumindest soweit zu "öffnen", dass es ganzzahlige Vielfache der Anzahl der Panele erlaubt, um eben auch große Säle bedienen zu können. Dass dies nicht erlaubt ist, schreit mir jedenfalls ganz danach, dass man für große Säle bald noch extra Panele mit niedrigerer Auflösung, (bzw. größere Panele mit der selben Auflösung) entwickeln wird, damit man auch dort "nur" bei 4k landet, obwohl man mit der akuellen Technik problemlos schon bei 8k sein könnte. Und ja, das kritisiere ich auch weiterhin. Denn dass 8k kommen wird, steht außer Frage.
 
TomPrankYou schrieb:
- Fahrt zum Kino kostet Geld
- Parkplatz kostet Geld
- Eintritt kostet Geld
- Snacks und Getränke kosten Geld

Ach bitte, in Bad Saulgau habe ich Deadpool 2 in 2D am Premierentag für 6€ gesehen. In Berlin gehts zu gewissen Aktionen ebenfalls für 6-9€ ins Kino? Anfahrt? Ich habe ne Monatskarte. ÖPNV erspart Parkplätze. Snacks und Getränke werden aus dem örtlichen Supermarkt geholt und im Kino konsumiert.

Viele Ausreden aus der Wohlstandsverwahrlosung. :D Nein, nicht böse gemeint. Natürlich, auf Lande sieht das etwas schwieriger aus und es wird wirklich ein PKW und Parkplatz nötig. Aber es gibt ja sicherlich auch hier immer entsprechende Wege.

Mich treibt ins Kino die Atmosphäre, die man Zuhause nie hat. Im September ist das Fantasy Filmfest. Grandios, ich freu mich riesig. Allein dafür ist Kino schon gemacht!
 
SaschaHa schrieb:
In jedem Fall aber sehe ich es als sinnvoller an, das Zertifikat zumindest soweit zu "öffnen", dass es ganzzahlige Vielfache der Anzahl der Panele erlaubt, um eben auch große Säle bedienen zu können. Dass dies nicht erlaubt ist, schreit mir jedenfalls ganz danach, dass man für große Säle bald noch extra Panele mit niedrigerer Auflösung, (bzw. größere Panele mit der selben Auflösung) entwickeln wird, damit man auch dort "nur" bei 4k landet, obwohl man mit der akuellen Technik problemlos schon bei 8k sein könnte. Und ja, das kritisiere ich auch weiterhin. Denn dass 8k kommen wird, steht außer Frage.

Da setzt bei mir das konkrete technische Wissen aus, daher möchte ich mich hier nicht widerspruchsicher festlegen.

Wenn du einen herkömmlichen 2K oder 4K Projektor hast, kommt das Bild mittels Reflexion auf die Leinwand. Wie groß das Bild effektiv wird, entscheidet die Leuchtstärke des Projektors und primär die verwendete Optik des Projektors - du hast dabei aber praktisch keine Artefaktbildung, da du optisch zoomen kannst.
Die Möglichkeit fehlt bei den LEDs, da musst du dann mehrere LEDs zu einem Pixel zusammenfassen. Wenn du nun technisch problemlos so ein 8K Leinwandmonster hinstellen kannst und dann skalieren musst und auf deiner Leinwand 4x4 Pixel für 1 Pixel im Quellmaterial hergeben musst. wirst du Artefakte haben und Treppchen an klaren Linien. Im Endeffekt also ein schlechteres Bild.

Frag mal in einem Kino deines Vertrauens, ob sie dir 2K und 4K Material vorführen können - sofern ein 4K Projektor vorhanden ist und stell dich direkt vor die Leinwand. Bei 2K siehst du Pixel, 4K fast gar nicht mehr. Da kommen wir dann zu dem Punkt ob 8K tatsächlich wirklich merklich "besser" ist und auch ob man die mögliche Schärfe bei Filmen überhaupt will. Nach Peter Jackson hat sich HFR und die Möglichkeit mit 48 oder 60 Bildern zu projizieren schon nicht durchgesetzt, technisch könnten das heute die meisten Kinos, trotzdem sind in der Praxis nur 24 und 25 Bilder pro Sekunde relevant.
 
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