Computerladen zerstört bei Reparatur Mainboard

lazy74

Lt. Commander
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Computerladen zerstört bei Reparatur ein Mainboard

Hallo,

in meinen Fall habe ich ein Notebook-Mainboard zur Reparatur bei einem Händler abgegeben, weil der BIOS-Chip zu wechseln war (Lötarbeit).

Die Arbeit wurde auch erledigt, allerdings war der Chip wohl fehlerhaft, so dass von mir ein weiterer besorgt wurde, der wiederum aufgelötet werden sollte.

Während das Mainboard nach dem ersten Versuch noch lief (POST wurde durchgeführt, man kam ins BIOS, aber das Booten klappte nicht und Einstellungen im BIOS wurden nicht gespeichert trotz neuer CMOS-Batt.), tat sich nach dem zweiten Wechsel allerdings nichts mehr.

Der Händler schaute sich das an und meinte, dass auf dem Board Leiterbahnen miteinander verschmolzen sind und nun das Board irreparabel sei.

Ich habe nachgefragt, ob der Händler dafür haftet und er wollte sich schlau machen. Auf Nachfragen bekomme ich keine Antwort.

Hinweise, dass die Arbeiten auf mein Risiko statt finden gab es nicht. Ordentliche Rechnungen habe ich erhalten. Nur doof, dass ich jetzt 80 Euro für Lötarbeiten bezahlt habe und hinterher ein kaputtes Board hatte. Ich durfte dann für 150 Euro ein neues Board kaufen.

Wie sieht es da mit der Haftung aus? Mache ich eine lange Nase oder ist der Händler in der Pflicht?
 
Zuletzt bearbeitet:
Der jenige der es kaputtgelötet hat, haftet auch dafür. Du hast ja den Auftrag gegeben ein Board reparieren zu lassen, nicht kaputtlöten zu lassen. Dementsprechend ist dein Auftrag nicht erfüllt worden, dir ist ein Sachschaden entstanden. Und dementsprechend kannst du sowohl den Sachschaden als auch die Reparaturkosten wieder einfordern.
 
Eigentlich kein konstruktiver Hinweis, aber du hättest nichts bezhalen sollen, wenn die Arbeit nicht erfolgreich abgeschlossen wurde.
Jetzt solltest du dir erstmal die AGBs des Händlers organisieren und die durchlesen.
Hast du eine Rechstsschutzversicherung? Haben deine Eltern eine, bei der du mit eingetragen bist? Das hilft in der Regel immer, einen Anwalt zu befragen.

Aber wenn es ein Händler ist, und du einen Auftrag erteilt hast, haftet er für schäden an der Ware, essei denn du hast was unterschrieben, was seine Haftung ausschließt. Gehe ich aber nicht von aus. Also muss er Ersatz beschaffen, auf seine Kosten.
 
War mir gar nicht bekannt das man heut zu Tage noch selbst am Mainboard rumlöten kann....
Scheint auch keine gute Idee zu sein, wie man sieht.

Ich nehme an, das MB war ja schon von Anfang defekt, sonst hättest du's ja nicht hingebracht oder?
Vielleicht ist der Händler nach dem Prinzip vorgegangen: "Probieren kann man's, kaputt ist es ja eh?!"
 
Ist ja ne göttliche Thread-Überschrift
 
Ich schätze auch das der Computerladen haften muss, wenn du nachweisen kannst, das der Schaden dort entstanden ist. Und das nachweisen wird schwer, da du ja kein Vorher-Nacher-Bild hast, oder?

Oder meint jemand, das der Laden haften muss einfach nur auf Zuruf "hey, mein Board ist kaputt"?

BTW: was für ein Board lässt man für 80 Euro löten? HighEnd Board? Oldtimer? Sonderanfertigung?
 
Interessant finde ich auch dass es noch Leute gibt, die tatsächlich versuchen etwas zu reparieren.....
Für 80€ hättest du aber auch gleich ein neues Board holen können.

Anyway, der Händler ist schuld und haftet. Die 80€ kannst du allerdings NICHT zurück fordern. Sobald dir der Händler das neue Board umsonst gibt, war die "Reparatur" ja erfolgreich.
 
Ist Lesen so schwer? Der BIOS-Chip wurde gewechselt!

Was steht denn auf der so genannten "ordentlichen Rechnung" drauf?
 
Weil der alte defekt war oder nicht? ->also Mainboard defekt!
Oder warum wechselt man das Ding sonst!?
Steh ich jetzt so sehr auf der Leitung?
 
Einfach mal googlen was ein BIOS ist...
 
Bist ja 'n ganz 'n Schlauer was?
:rolleyes:

Sehe ich das jetzt richtig oder nicht?
Mit dem Mainboard konntest du schon vor der "Reparatur" nichts mehr anfangen?
 
Selbst wenn, es ist ein "anderer" Sachschaden verursacht worden der (verschmolzene Leiterbahnen ;)) sicher auf die Arbeiten am Mainboard zurückzuführen ist.

Wenn der Händler sich nicht ausdrücklich von solchen, möglichen, "Fehlern" distanziert/sich vorher absichert,
dann sollte er dafür haftbar gemacht werden können.

Auto-Vergleich:
Du kommst mit deinem Fiesta inne Werkstatt weil der Reifen (komplettes Laufrad) gewechselt werden soll
und danach ist die Spur stark verstellt.
 
Also ich die Überschrift gelesen hab, hab ich mir gedacht der Computerladen is in die Luft gegangen :D

@Topic:
mMn hättest du nichts bezahlen dürfen und einfach darauf bestehen, dass er dir ein funktionierendes Board in die Hand gibt, vorher bezahlst du nicht (wofür auch ?).
Ich denke die 80€ kannst du vergessen, aber ein neues Board muss er die mMn auf jeden Fall geben, immerhin hast du ihm ja deines mit dem Auftrag es zu reparieren gegeben.
 
Ich denke, er hat da wenig Chancen. Bei einem Kollegen war es ähnlich. Er ließ für seinen Laptop mehr Speicher einbauen. Danach ging der Rechner nicht mehr. Leider hatte er ihn vor dem Einbau nicht hochgefahren. So sagte der Händler, dass er schon defekt war bevor er den Speicher einbaute. In seinem Fall hätte er wohl das Board beim Händler vor den Lötarbeiten testen sollen, dass es OK ist. So kann ein Defekt vor den Lötarbeiten ausgeschlossen werden. Er schreibt auch, dass er den Chip besorgt hat. Das ist auch schlecht, weil so sagt der Händler, dass der besorgte Chip defekt war oder die Ursache für den Defekt des Boards ist. Ich denke, damit er eine Chance hat, hätte das Board vorher vom Händler auf Funktion getestet werden müssen und den Chip zum Einlöten hätte vom Händler kommen müssen. Dann wäre es eindeutig, dass er einen Fehler gemacht hat.
Ich denke den Händler muß man auch verstehen, wenn er nicht haftet. Bringe nächstes mal mein defektes Board hin, sage er soll was einlöten und danach will ich ein neues Board vom ihm, weil es nicht geht;)
 
Naja ein neues und defektes Board mitbringen um es als das alte auszugeben wird meist schwer.
Man notiert sich ja S/N und so meist.

In diesem Fall kann man aber recht sicher sagen, dass die Lötarbeiten Schuld sind.
Aber ja!
Als ich in so nem Laden noch arbeitete haben wir auch immer alles, nach Möglichkeit, vor Ort vom Kunden selbst testen lassen/ihm vorgeführt.
 
Ein BIOS-Chip geht nicht kaputt.

Ich vermute hier mal, da hat einer versucht ein BIOS zu flashen, es war das falsche und das Board tat es nicht mehr aber welcher Hersteller macht heute noch Borads wo der Chp gelötet ist?
Die sind doch schon seit Jahren gesteckt.

Das nächste mal holt man sich auch einen VK und für 80,- kann man sich auch ein neues Board kaufen!

Aber um der Sache ein Ende zu machen, der Händler ist hier in der Pflicht, hätte ja nicht darum löten müssen, nun hat er das kaputtrepariert und es ist seine Pflicht, dem Kunden ein funktionierendes Board zu geben.
 
In den ersten 6 Moanten ist der Händler verpflichtet

A: Die defekte ware zu reparieren.
B: Die Ware zu tauschen falls ein defekt nicht behoben werden kann.(Hersteller)

Ausnahmen ist wenn der Händler beweisen kann das die Ware durch modifiaktionen den defekt erlitten hat.

Da der Händler das Board beim Reparaturversuch unbrauchbar gemacht hat, muss er dafür geradestehen und einen Ersatz liefern.

Kommt natürlich auch immer auf die kulanz des Händlers an.
Billig kaufen ist nicht immer das beste.
 
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