frankyboy1967 schrieb:
Nur ich zweifle die "Gefährlichkeit" an.
Das ist so eine Sache. Gefährlich für wen? Für dich? Für andere?
Sind die getroffenen Maßnahmen (über deren Ausgestaltung, Sinnhaftigkeit, Verhältnismäßigkeit, Zeitpunkt und Zeitraum usw. man durchaus geteilter Meinung sein kann)
wirksam (genug)? Um wen zu schützen?
Was sagst du den Infizierten? Was sagst du denjenigen, die Angehörige oder Freunde durch Corona verloren haben?
Polemisch "
ohh, der war sicher schon alt und vorerkrankt, wäre sowieso bald an was anderem gestorben" oder was bitte?
Das ist eben das Problem bei dieser Pandemie. Wäre die Sterblichkeit höher, würden es solche Kommentare nicht geben.
Der eine entwickelt gar keine Symptome und merkt nichtmal das er infiziert ist.
Der nächste hat "harmlose" grippeähnliche Symptome, ein bisschen Husten, ein bisschen Kopfschmerzen.
Und leider viel zu viele andere landen auf den Intensivstationen der Krankenhäuser, müssen beatmet werden und um ihr Leben bangen.
Ich habe es heute im Rahmen meiner Arbeit wieder gesehen. Ein ordinäres Krankenhaus in einem kleinstädtischen Umfeld.
Von drei Verstorbenen, die heute dort lagen, waren zwei an Corona erkrankt/verstorben. Das kann man nicht auf die Allgemeinheit hochrechnen,
aber wir sind uns sicher einig das das zu viele sind.
Nur weil man als gesunder Mensch glaubt das ein bisschen Corona einen schon nicht umhauen wird - was ein tragischer Trugschluss sein kann -
heißt das nicht das Corona für andere Menschen nicht lebensbedrohlich sein kann. Zumal viele Erkrankte auch von langfristigen Einschränkungen und Problemen berichten.
In den heutigen Zeiten sind wir alle zwar Teil einer Gesellschaft, aber zunehmend von Egoismus umgeben. Jeder ist sich selbst der nächste.
Natürlich muss jeder zuerst nach sich selber schauen. Aber ist es nicht unsere Pflicht und Aufgabe auch zu schauen wie es meinen nächsten geht?
Und es geht auch nicht darum ob man glaubt Corona sei gefährlich oder nicht.
Man muss nur die Augen auf machen, um zu sehen das Corona nicht harmlos ist.
Was ich an Corona kritisiere, ist der Umgang der Politik damit.
Offensichtlich haben sie im Sommer alle den Kopf in den Sand gesteckt und keine Vorkehrungen getroffen.
Ich höre es aus erster Hand von jemandem der in einer städtischen Verwaltung arbeitet und dort zuständig ist für einen Teilbereich des Schulwesens.
Da geht es drunter und drüber. Das zeigt stellvertretend für viele Bereiche das auch Entscheidungsträger mit der Gesamtsituation überfordert sind.
Man hätte vor Corona denken können das die Regierung vielleicht so was wie einen Pandemieplan - für den Fall der Fälle - in der Schublade haben müsste.
Pustekuchen...
Noch was. Coronaviren sind RNA-Viren und die sind halt recht mutationsfreudig. Das liegt in der Art ihres Aufbaus.
So eine Mutation kann - sollte sie lebensfähig sein - harmloser oder gefährlicher sein, z.B. ansteckender.
Das ist ja auch der Hauptunterschied zwischen dem ursprünglichen SARS-CoV-1 (von 2002/2003) und dem jetzigen SARS-CoV-2.
Denn die jetzige Form ist ganz einfach ansteckender, nicht tödlicher, sondern "nur" ansteckender.
Beide traten übrigens das erste mal in China auf...
Funfact: Wer glaubt das unsere unternehmenshörige CDU-Regierung Maßnahmen wie einen Lockdown erlässt,
wenn Corona in Wahrheit doch nur ein bisschen Husten ist, der glaubt auch an den Weihnachtsmann...
Und impfen lassen sollten sich zuerst diejenigen, die besonders exponiert sind, z.B.
Klinikpersonal, Pflegepersonal, Lehrer, Mitarbeiter von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten, Senioren und Vorerkrankte.
Kritisiert man die Maßnahmen der Regierung, wird man sofort abgestempelt als Covidiot oder als Nazi. Das liegt vor allem am Auftreten der Demonstraten.
z.B. den Veranstaltern von Querdenker-Demos geht es nur darum mit der Angst der Menschen Geld zu verdienen.
Die kümmert es nicht ob sie einen Bus Neonazis, Hippies oder bodenständige Kritiker zu den Demos hinkarren.
Und wenn sich Leute hinstellen und sich "wie Sophie Scholl fühlen", ist das der Gipfel der Geschmacklosigkeit.
Sophie Scholl wurde enthauptet für ihren Kampf gegen die Nazidiktatur.
Niemandem droht heute so etwas. Sie ist dafür gestorben das sich heute solche Leute auf eine öffentliche Bühne stellen dürfen.
Da stehen Leute auf der Bühne, die in der Schule wohl nur Tanzen und Klatschen hatten...