Hallo
mykoma schrieb:
Ja und gerade das wird bei Privatunternehmen wie Helios oder Asklepios ganz groß geschrieben, da wird an jeder Ecke eingespart,
Du und dein mahnend wedelnder Zeigefinger gegen die bösen privat geführten Krankenhäuser, in den städtischen/kirchlichen Krankenhäusern läuft es nicht besser.
Letztes Jahr sind zwei Kollegen in ein städtisches Krankenhaus gegangen, die sind ganz schnell wieder zurück gekommen und drei Kollegen sind von städtischen Krankenhäusern zu uns gekommen.
In städtischen/kirchlichen Krankenhäusern wird dem Budget hinterher gerannt, da wird gemauschelt um etwas anzuschaffen was nicht im Budget enthalten ist und Zeug angeschafft was keiner braucht nur um nächstes Jahr keine Budget Kürzung zu bekommen, das Spiel ist das gleiche, es wird den Leuten nur eine andere Möhre vor die Nase gehalten.
Deutsche Krankenhäuser: Von wegen kaputtgespart (faz.net)
Zitat:
"Damit haben wir ein erstes Ergebnis: Keine Rede von Kaputtsparen, noch nicht einmal vom Sparen. Im Gegenteil: Relativ zu anderen Dingen des Lebens leisten wir uns immer mehr Gesundheit."
Zitat:
"Das wäre dann das zweite Ergebnis: Von einer Entstaatlichung kann nicht die Rede sein. Dabei werden die Krankenhausleistungen natürlich auch von Privaten angeboten. Grob gesagt, sind es jeweils ein Drittel private, ein Drittel staatliche und ein Drittel kirchliche oder andere gemeinnützige Träger. Ob es besser wäre, alle Leistungen würde der Staat anbieten? Wer das gut findet, soll sich das zu hundert Prozent staatliche, „kostenlose“ National-Health-System Großbritanniens anschauen, eine Ikone des britischen Wohlfahrtsstaats, dessen Performance in der Corona-Krise viel schlechter ausfällt als das deutsche System."
Wie Private den Krankenhausmarkt aufrollen (wiwo.de)
Zitat:
"Krankenhäuser in öffentlicher Hand seien unterfinanziert, klagt der Dachverband DKG, ein Viertel schreibe Verluste. Er fordert mehr Geld von den Ländern."
Wie Private den Krankenhausmarkt aufrollen (wiwo.de)
Zitat:
"Private Betreiber reagieren auf die Geldnot der Kliniken, indem sie Verwaltungen zentralisieren, Dienste auslagern und ihre Größe nutzen, um etwa beim Einkauf günstigere Konditionen zu erzielen. Sie kaufen Kommunen etwa Krankenhäuser ab, wenn diese defizitäre Häuser loswerden wollen und sanieren sie mit harten Renditevorgaben."
Wie Private mit Krankenhäusern Geld verdienen - derwesten.de
Zitat:
"In Duisburg saniert Helios die katholischen Kliniken. Die private Krankhaus-Kette beweist, dass das Klinikgeschäft rentabel sein kann."
Zitat:
"Nimmt man die Klagen der Krankenhauslobby wörtlich, dürfte es private Kliniken gar nicht geben. Schließlich sind Krankenhäuser chronisch unterfinanziert – und Konzerne wollen bekanntlich Geld verdienen. Doch während viele staatliche und kirchliche Häuser Defizite schreiben, ziehen private Kliniken fast durchweg zweistellige Renditen aus dem Geschäft mit den Patienten. Dies, obwohl sie für ihre Leistungen von den Kassen keinen Cent mehr erhalten als andere."
Kliniken in der Krise: Malteser wollen Krankenhäuser verkaufen (handelsblatt.com)
Zitat:
"Die katholische Hilfsorganisation Malteser will sich weitgehend aus dem Krankenhausmarkt zurückziehen und plant, sechs ihrer insgesamt acht Akutkrankenhäuser zu verkaufen."
Zitat:
"In den bestehenden Strukturen im Markt wird es für einzelne Krankenhäuser immer schwieriger, einen kostendeckenden Betrieb aufrechtzuerhalten und zusätzlich die notwendigen Investitionen in die Infrastruktur der einzelnen Häuser tätigen zu können"
Malteser in Deutschland trennen sich vom Großteil ihrer Krankenhäuser (aerzteblatt.de)
Zitat:
"Die stationäre Krankenversorgung in Deutschland sei von Vergütungen geprägt, die die Kostensteigerungen nur teilweise abdeckten, hieß es zur Begründung. Außerdem sei die Förderung erforderlicher Investitionen unzureichend. Dies mache es insbesondere für kleinere Betreiber schwierig, einen kostendeckenden Betrieb aufrechtzuerhalten und notwendige Investitionen zu tätigen."
Wenn städtische/kirchliche Krankenhäuser ohne Rendite besser laufen, wieso gehen dann ausgerechnet so viele städtische/kirchliche Krankenhäuser in die Insolvenz ?
Wir haben letztes Jahr mehrere kirchliche Krankenhäuser gekauft die in die Insolvenz gegangen sind, weil sie sich wegen akutem Finanzmangel nicht halten konnten.
Ja, die privaten Krankenhäuser rennen dem Gewinn hinterher, dafür haben wir aber mehr Geld, die städtischen/kirchlichen Krankenhäuser werden wegen Geldmangel kaputt gespart.
Wenn nicht so viele städtische/kirchliche Krankenhäuser kaputt gespart werden würden könnten die privaten Krankenhäuser gar nicht so viele Krankenhäuser kaufen und immer größer werden.
Es ist ein Märchen das die privaten Krankenhäuser sich kaputt sparen um mehr Gewinn zu machen und das in den städtischen/kirchlichen Krankenhäusern überall Friede/Freude/Eierkuchen ist.
Grüße Tomi