Tomislav2007 schrieb:
Tests haben in der Realität immer noch keine Zuverlässigkeit von 98-99,9%, egal wie oft du es wiederholst, in der Realität bleibt davon deutlich weniger über, wieso habe ich dir schon oft genung erklärt.
Getestete sind für ihre Umwelt gefährlicher als geimpfte, weil Tests nur eine Momentaufnahme darstellen und eine vollständige Impfung einen langfristigen Schutz darstellt (für geimpfte und ihre Umwelt).
Ich kann um 18:00 negativ getestet werden und mich um 18:15 anstecken und dann mit einem negativen Testergebnis um 18:30 sonstwo dran teilnehmen und munter andere anstecken.
Das stimmt nicht. Dein Körper benötigt immer mindestens etwa drei Tage nach der Infektion, um ansteckend sein zu können, weil er erstmal die Viren vermehren muss, bevor er genug davon hat, um sie auch verbreiten zu können (1 Virus alleine reicht nicht, davon steckt sich niemand an - je nach Quelle sind mindestens 500 Viren notwendig, um Infektionsübertragung zu ermöglichen, siehe
https://science.orf.at/stories/3202279/).
Auch hier:
https://www.anerkennung-nrw.de/ansteckungszeitraum-bei-corona-infektion-quarks-plakat/
siehst du, dass das von dir genannte Szenario eben gerade nicht möglich ist.
Deshalb "gelten" Testergebnisse auch für Zeiträume zwischen 24 und 72 Stunden. Das ist wissenschaftlich erwiesen, es gibt keinerlei Daten die das widerlegen würden.
Tomislav2007 schrieb:
Damit lieferst du doch selber das Argument wieso geimpfte mit getesteten gleich gestellt werden müssen.
Von geimpften geht genau so wenig/viel Gefahr aus wie von getesteten, ob das jetzt 95% oder 99% sind spielt keine Rolle.
Nein. Die Studie bestätigt, dass 30% der Geimpften noch infektiös sein können.
Bei getesteten sind das nur 1 oder 2%.
Tomislav2007 schrieb:
Es sind immer noch keine Sonderrechte, es ist ein zurück geben der Grundrechte, weil es bei geimpften keine gesetzliche Grundlage mehr für den Entzug der Gundrechte gibt.
Richtig, das sind die Grundrechte, die
allen Menschen zustehen.
Jetzt aber Geimpfte zu bevorzugen, indem man allen anderen dieselben Grundrechte weiter vorenthält, entbehrt nicht nur der wissenschaftlichen Grundlage (da ja die RKI-Einschätzung widerlegt ist durch die Studie aus England), sondern ist auch grob ungerecht:
-Die Mehrheit der Menschen darf sich bisher gar nicht impfen lassen
-Genau diese Mehrheit hat bisher die Einschränkungen mitgetragen, um genau die zu schützen, die jetzt die Impfungen zuerst kriegen
Denn um die nicht-Risikogruppen-Angehörigen zu schützen hätte man nie einen Lockdown gebraucht - schwere Verläufe kommen da zwar vor, aber sind so selten, dass sie nicht ausreichen, um das Gesundheitssystem zu überlasten: 89% der Corona-Todesopfer waren über 70 (Gruppe 1+2), nimmt man Gruppe 3 (über 60) hinzu sind es 96% (
https://de.statista.com/statistik/d...s-coronavirus-in-deutschland-nach-geschlecht/).
Man hätte also für die unter-60-jährigen nie einen Lockdown machen müssen, hat man aber, hat die Solidarität eingefordert, um die Älteren zu schützen.
Umgekehrt gilt die Solidarität aber ganz offenbar nicht. Wer gesund ist, musste bereits 14 Monate auf seine Grundrechte verzichten und muss es noch für viele weitere Monate, obwohl er zu keinem Zeitpunkt für sich persönlich irgendeinen nennenswerten Vorteil aus den Lockdownmaßnahmen gehabt hätte.
Als Dank darf er jetzt den Geimpften zusehen, die bisher die Nutznießer der Maßnahmen waren und jetzt obendrauf auch noch früher die Grundrechte zurückerhalten.
Ich befürchte, dass das ganze so noch viele Jahre weitergeht, dass man dann "Impfverweigerer" trotz niedriger Zahlen (wie in Israel: 7-Tage-Inzidenz dort unter 0,006%) weiter ausgrenzt, teilweise auch mit dem Argument, sie könnten sich ja testen lassen.
Aber zu den Grundrechten gehört eben auch, dass sie NICHT von einem Test oder einer Impfung abhängig sein dürfen - vor allem nicht, wenn die Intensivbettenbelegung niedrig ist.