Vielleicht ist ja auch das gerecht? Schon mal drüber nachgedacht? Inwiefern ist es gerecht, dass einige Impfungen bekommen und andere nicht, und darüber eine "Liste" entscheidet, Glück, Beziehungen oder ähnliches? Man hätte genauso gut auch erst die mobile arbeitende Bevölkerung impfen können und dann die Alten (ich sage nicht, dass ich es fordere, es zeigt nur, wie relativ die Impfreihenfolge ist), die schlimmstenfalls eh nur noch ein paar Monate zu leben hätten. Da hat ein Jüngerer ggf. noch Risikopatient mehr zu verlieren. Ein 95 Jähriger hat sein Leben gelebt. Aber die Diskussion will ich gar nicht aufmachen. Die nicht Geimpften haben grundsätzlich die gleichen Grundrechte wie Geimpfte. Bei den einen ist ein Einschnitt nur ggf. gerechtfertigt, bei den anderen nicht. Ich sehe das aber losgelöst von der reinen rechtlichen Frage. Es geht mir um Gerechtigkeit und sozialen Zusammenhalt und dazu gehört auch Anerkennung und Respekt ggü. denjenigen, die länger durchhalten müssen. Kompensation muss nicht nur zwingend finanzieller Art sein. Man könnte zB denjenigen der Gruppe 4, die sich für die Impfung angemeldet haben, einen Reiserabattgutschein geben (z.B. 2 Tage kostenlos on top o.ä.). Da könnte die TUI und die Lufthansa mal einen Teil der erhaltenen Kohle reinvestieren. Aber wahrscheinlich es gäbe dann gleichen einen Aufschrei aus der grünen Ecke, dass man ja nicht die böse umweltschädliche Luftfahrt unterstützen darf. Vielleicht wären ja kostenlosen Bahntickets auch eine Alternative?Tomislav2007 schrieb:Ach so, es geht dir um einen finanziellen Ausgleich und nicht um Gerechtigkeit.
Mir geht es eigentlich i.e.L. um Anerkennung. Wie verlernen immer mehr, respektvoll und anerkennend mit anderen umzugehen. Es gibt so viele, die ohne murren tagtäglich ihr Ding durchziehen, zusätzlichen Stress haben, Zusatzkosten haben, ihre Arbeit etc. leisten. Die werden nie erwähnt. Nur die Nörgler und Meckerer sind ständig im Fokus. Das ist der völlig falsche Ansatz.
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