CrystalDiskInfo

achso, danke. Puh glück gehabt :)
hätte mich auch gewundert, denn es läuft alles rund!
 
Und wieder: Aktueller Wert ist ein Skalenwert des Herstellers, optimal sind 100/200/253 je nach Hersteller, sinkt dieser Wert in Richtung Grenzwert ab ist das schlecht. Die tatsächliche Anzahl der Ereignise siehst du in der rechten Spalte "Hexwert", hier als Hexadezimaler Wert.
 
SMART-Werte sind normalisiert, und laufen in einer Skala von 0-100, 0-200 oder 0-255. Dabei gilt folgende Regel generell: solange der aktuelle Wert ÜBER bzw. auf dem Grenzwert liegt, ist alles okay bzw. "im normalen Rahmen".

Darüber hinaus hast du in der Spalte "HEX-Wert" (den du in den Einstellungen von CDI auch auf Dezimal umstellen kannst) den "eigentlichen" Wert für den jeweiligen Indikator.

/edit: und ich war zu lahm! :/
 
Entscheidend ist der Raw Value und den muß man je nach Laufwerk richtig interpretieren, was CDI eben auch nicht kann. Andere Programm sind noch schlechter und zeigen sogar Fehler an, weil sie Werte falsch interpretieren und dann Fehler vermuten. Diese ganzen S.M.A.R.T. Werte sind eben nicht genormt und teils werden die Bedeutungen der Werte von den Laufwerksherstellern auch veröffentlicht, deshalb liegen diese Programme zur Anzeigen bei der Interpretation dann eben oft daneben. Die Grenzwerte sind z.B. i.d.R. totaler Quatsch, welchen Grenzwert will man denn für die Anzahl der Einschlatungen oder die Betriebsstunden bitte schön festlegen?
 
Der Raw Value interessiert überhaupt nicht, weil der bei vielen Attributen nicht sinnvoll zu interpretieren ist.
Die Grenzwerte und der aktuelle Wert sind interessant, weil der Abstand zwischen diesen etwas über den Zustand der Platte aussagt.
 
@kisser
Richtig, der Raw Value ist bei vielen Attributen nicht sinnvoll zu interpretieren, was aber auch sehr vom Festplattenhersteller abhängig ist. Andere Attribute, die ein simpler Zähler sind und bei denen der Raw Value im Klartext angezeigt wird, wie der "Reallocated Sectors Count", der "Current Pendig Sectors Count" oder der "UltraDMA CRC Error Count" sind durchaus zu interpretieren auch für solche Programme wie Crystal Disk Info.

Bei Western Digital Festplatten, beispielsweise, bedeutet bei vielen Attributen, die keine simplen Zähler sind, ein Raw Value größer als 0, dass die Platte Probleme hat. Bei WD Platten schlagen diese Attribute nämlich sehr spät an. Anders bei Seagate, die einige Attribute, wie beispielsweise die "Raw Read Error Rate" extra verschlüsseln. Hier ist bei einigen Attributen keine sinnvolle Interpretation des Raw Values möglich. Das bedeutet aber noch lang nicht, dass alle Raw Values uninteressant und nichtssagend sind. Man muss nur die Unterschiede zwischen den Herstellern kennen und wissen wie man sie einzuordnen hat.

Oder würdest du einer Platte vertrauen, die bereits 40 schwebende, 80 unkorrigierbare und 5 bereits ausgetauschte Sektoren hat, die zudem merkbar lahmt, und der aktuelle Wert bei all diesen Attributen im 190er Bereich (von 200) liegt? Laut den Skalenwerten wäre diese Platte nämlich noch in Ordnung.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Holt: für diese Werte, Kategorie always old, wird meist der Grenzwert 0 oder 1 vorgegeben,
selbst ein Raw Value BB80 (= 48.000) Betriebsstunden sollte keine Warnung hervorrufen.
 
Madnex schrieb:
Oder würdest du einer Platte vertrauen, die bereits 40 schwebende, 80 unkorrigierbare und 5 bereits ausgetauschte Sektoren hat, die zudem merkbar lahmt, und der aktuelle Wert bei all diesen Attributen im 190er Bereich (von 200) liegt? Laut den Skalenwerten wäre diese Platte nämlich noch in Ordnung.

In der Regel werden die Grenzwerte aber unterschritten, wenn die Platte nicht in Ordnung ist und ein Ausfall in der nächsten Zeit zu befürchten ist.
 
Die Grenzwerte werden meiner Erfahrung nach oft erst unterschritten, wenn es fast schon zu spät ist. Von daher ist das regelmäßige überprüfen der Smart-Werte, und damit meine ich vor allem die Raw Values (sofern man sie interpretieren kann), durchaus angebracht. Denn jeder schwebende oder unkorrigierbare Sektor bedeutet unter Umständen Datenverlust. Kann man dadurch frühzeitig erkennen, dass die Platte Probleme hat, kann man dagegen etwas tun bevor der Schaden zu groß wird. Gerade bei Attributen wie "Current Pending Sectors Count" und "Reallocated Sectors Count" dauert es in der Regel sehr lange, bis der Grenzwert unterschritten wird und dadurch der Alarm, also die Defekt-Meldung, ausgelöst wird. Was bringt mir ein Alarm, der nur bei gröbsten Problemen ausgelöst wird und das Kind schon in den Brunnen gefallen ist?
 
kisser schrieb:
Der Raw Value interessiert überhaupt nicht, weil der bei vielen Attributen nicht sinnvoll zu interpretieren ist.
Wenn die Raw Values schon nicht sinnvoll interpretiert werden können, was willst Du dann mit den daraus abgeleiteten Werten anfangen?

Sinnnvoll interpretieren kann man nur die Raw Werte und nur mit der Spezification des Herstellers zu diesen Werten. Die abgeleiteten Werte geben doch nur die Einschätzung wieder, wie kritisch diese schon sein sollen, aber sehr konsequent und logisch ist dies nicht immer. Bei einer meiner HDDs hier steht z.B.:

01 Lesefehlerrate: Raw 0x35, Aktueller Wert:200 Schlechtester Wert:200 Grenzwert: 51
C4 Wiederzuweisungsereignisse:Raw 0x0, Aktueller Wert:200 Schlechtester Wert:200 Grenzwert: 0
C8 Schreibfehlerrate: Raw 0x0, Aktueller Wert:100 Schlechtester Wert:253 Grenzwert: 51

Es hat also 53 Lesefehler gegeben, aber der aktuelle Werte ist genauso auf 200 wie bei den Wiederzuweisungsereignissen, von denen es noch keine gab. Schreibfehler gab es auch noch keine, aber der aktuelle Wert ist mit 100 nur halb so hoch, der schlechteste Werte liegt sogar bei 253, obwohl es noch keinen Schreifehler gab. Jetzt sag mir doch bitte, wie Du daraus mehr Informationen ziehen kannst als aus den Raw Werten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Grenzwerte legt der Hersteller fest, es liegt also in dessen Verantwortung, die RAW-Werte richtig zu interpretieren.

Für die nicht ausfallkritischen Smart-Attribute, also überwiegend jene, die mit dem normalen Altern der Platte zu tun haben, wie z.B die Betriebsstunden, sind die RAW-Werte sinnvoll und die Grenzwerte nur ein Anhaltspunkt, z.B. welche durchschnittliche Lebenszeit der Hersteller für die Platte annimmt.

Die Lesefehlerrate als Kriterium für einen eventuellen Schaden der Platte ist als RAW-Wert nicht sinnvoll interpretierbar.

Wenn der Hersteller bei seiner Smart-Implementierung schlampt, dann sind weder RAW-Werte noch die Grenzwerte sinnvoll interpretierbar.
 
kisser schrieb:
Die Lesefehlerrate als Kriterium für einen eventuellen Schaden der Platte ist als RAW-Wert nicht sinnvoll interpretierbar.
Auch das ist wieder sehr vom Festplattenhersteller abhängig. Wie ich bereits geschrieben habe muss man einigermaßen die Unterschiede der Platten kennen und darf nicht alles über einen Kamm scheren. Bei Seagate gebe ich dir Recht. Die Rohdaten der Lesefehlerrate sind bei diesem Hersteller nicht sinnvoll zu interpretieren, weil sie eben verschlüsselt sind. Bei WD aber auch bei Samsung sind Lesefehlerraten über 0 ein deutliches Zeichen für Probleme der Platte. Es tauchen dann in aller Regel auch recht schnell schwebende Sektoren auf.

Allerdings können sich die Rohdaten sowie die Skalenwerte bei diesem Attribut auch wieder erholen. Als ich eine nagelneue, unpartitionierte Platte von Hitachi mit h2benchw getestet habe, hat sich herausgestellt, dass sie stellenweise arge Probleme beim Lesen hat. Crystal Disk Info lief während des Tests im Hintergrund und hat die Veränderungen dieses Attributs aufgezeichnet (siehe Anhang). Die Leseprobleme sieht man sehr deutlich im Graphen (im Anhang). Man konnte sie aber auch hören. Nach dem die schwer lesbaren Stellen überwunden waren, haben sich die Skalenwerte wieder normalisiert und der Rohwert ist wieder auf 0 zurück gegangen.

Laut deiner Interpretation der Smart-Werte, Kisser, hätte die Platte keine Probleme, da der Grenzwert ja noch nicht unterschritten wurde und auch während der Leseprobleme weit davon entfernt war. Das dem nicht so ist, sieht man sehr deutlich an den Bildern. Nur zur Erinnerung. Die Platte war unpartitioniert. Es konnte also kein Dienst des Betriebssystems und kein anderes Programm während des Tests auf die Platte zugreifen und stören.

Würdest du so eine Platte nutzen wollen? Ich nicht.
 

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Madnex schrieb:
Bei WD aber auch bei Samsung sind Lesefehlerraten über 0 ein deutliches Zeichen für Probleme der Platte. Es tauchen dann in aller Regel auch recht schnell schwebende Sektoren auf.
Es ist eine WD5000BEVT mit über 14000 Stunden im Dauerbetrieb. Wie Du selbst sagst, sind da Lesefehler kein gutes Zeichen, trotzdem kann man aus dem Aktuellen Wert hier nich kein Problem erkennen, denn 200 ist ja ein guter Wert und genau der gleiche wie für die 0 schwebenenden Sektoren. Erst die Raw Daten sagen mir, dass es schon mal Lesefehler gab.
 
Holt schrieb:
Wie Du selbst sagst, sind da Lesefehler kein gutes Zeichen, trotzdem kann man aus dem Aktuellen Wert hier nich kein Problem erkennen
Soll das eine doppelte Verneinung sein oder was willst du damit ausdrücken?
 
War nur ein Tippfehler, ich wollte wohl erst schreiben, "nicht als Problem..." und habe dann eben nicht genug gelöscht, als ich es in "kein Problem erkennen" geändert habe.
 
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