CrystalDiskInfo auf Vorsicht - Seagate Dashboard und SeaTools auf einwandfrei

fan8324

Cadet 2nd Year
Registriert
März 2026
Beiträge
18
2,5 Zoll Seagate HDD mit folgenden SMARTwerten:
Unbenannt.jpg

Ist das nun ein Problem oder nicht? Wenn ich es richtig verstehe sind damit ja nur 2% der Reservesektoren verwendet? Die Software von Seagate zeigt bei SMART und Tests an dass alles einwandfrei wäre.
Wie ist eure Meinung?
Irgendwelche anderen Werte auch auffällig?
 
Das ist mal wieder typisch, wenn man sich auf die Aussagen von Hersteller-Tools verlässt, wird alles schön geredet. Wenn man aber mal genauer hinschaut, wie hier bei den SMART-Werten, dann sieht die Sache schon anders aus. 2% Reservesektoren sind vielleicht nicht viel, aber es ist immerhin ein Anfang und man sollte das im Auge behalten. Ich find es auch interessant, dass CrystalDiskInfo was anderes anzeigt als die Seagate-Software, da muss man sich schon fragen, wer hier die Wahrheit sagt.
 
fan8324 schrieb:
Wenn ich es richtig verstehe sind damit ja nur 2% der Reservesektoren verwendet?

In welchem Zeitraum? Vielleicht schon ab Werk?

fan8324 schrieb:
CrystalDiskInfo auf Vorsicht

Denke du kannst die Schwellwerte dafür selbst festlegen?

Hat es einen Grund das du nur einen abgeschnittenen Screenshot hier postet und auch absichtlich das konkrete Modell nicht nennst?
 
JumpingCat schrieb:
Hat es einen Grund das du nur einen abgeschnittenen Screenshot hier postet und auch absichtlich das konkrete Modell nicht nennst?
Was heißt abgeschnitten? Es geht um die SMART-Werte, da sind doch Übertragungsmodus/Eigenschaften/etc. völlig gleichgültig...
PS: Um konkret zu sein es ist eine Seagate Barracuda (ST4000LM024). Was das jetzt aber bei meiner Frage helfen soll weiß ich nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei ner Festplatte von Seagate solltest du die Anzeige der Werte nicht auf dezimal stellen, das erschwert die Interpretation.

Die Platte ist insofern in Ordnung, dass es keinen Datenverlust gab. Trotzdem würde ich persönlich eine Platte mit wiederzugewiesenen Sektoren immer zeitnah austauschen, denn wo solche Fehler auftreten, folgen oft weitere bzw. andere.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: areiland, JumpingCat und wuselsurfer
752 logische physische Sektoren wurden durch Reservesektoren ersetzt
1 Suchfehler
24 Command Timeouts
1 UDMA CRC Fehler

Wie du zu "nur 2% der Reservesektoren verwendet" kommst, ist mir schleierhaft.

Die Anzahl der defekten Sektoren ist zu hoch, die Platte sollte ersetzt werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
fan8324 schrieb:
völlig gleichgültig...
PS: Um konkret zu sein es ist eine Seagate Barracuda (ST4000LM024). Was das jetzt aber bei meiner Frage helfen soll weiß ich nicht.

Es ist schon hilfreich zu wissen das es sich um eine 10 Jahre alte SMR Festplatte handelt. Ebenso wäre es hilfreich direkt die Anzahl der Betriebsstunden zu sehen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Banned
Inzersdorfer schrieb:
Wie du zu "nur 2% der Reservesektoren verwendet" kommst, ist mir schleierhaft.
Weil aktueller und schlechtester Wert bei 98 stehen oder verstehe ich das falsch?
Ergänzung ()

JumpingCat schrieb:
Es ist schon hilfreich zu wissen das es sich um eine 10 Jahre alte SMR Festplatte handelt. Ebenso wäre es hilfreich direkt die Anzahl der Betriebsstunden zu sehen.
Das kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Wo soll der Unterschied sein ob eine 1 Jahr alte Festplatte x defekte Sektoren hat, oder eine 2,3,4,5,... Jahre alte?
 
Das ist lustig, HDDs verfügen üblicherweise über 2050 physische Reservesektoren.

Die 98 sind ein Zustandswert, das Optimum dieses Parameters ist 100, der Grenzwert ist 10, der bei Benutzung der max.verfügbaren Reservesektoren unterschritten wird, warum hier für 752 defekte Sektoren nur um 2 Abgewertet wurde erschließt sich mir nicht.

Allerdings ist das keine Eigenschaft von CDI sondern in den SMART Werten hinterlegt.
 
Inzersdorfer schrieb:
HDDs verfügen üblicherweise über 2050 physische Reservesektoren.
Nicht dass ich daran zweifeln würde aber hättest Du dafür noch irgendeine Quelle? Müsste doch auch größenabhängig sein oder nicht?
Inzersdorfer schrieb:
Die 98 sind ein Zustandswert, das Optimum dieses Parameters ist 100, der Grenzwert ist 10, der bei Benutzung der max.verfügbaren Reservesektoren unterschritten wird, warum hier für 752 defekte Sektoren nur um 2 Abgewertet wurde erschließt sich mir nicht.
Mir auch nicht. Selbst wenn ich dann nicht 0 sondern 10 als Wert für die 2050 Sektoren annehme und das (was ja einzig sinnvoll ist mE) linear rechne, müsste ja dann nicht 98 sondern viel viel weniger, so ungefähr 67 angezeigt werden...
 
Die Quelle sind eigene Beobachtungen unzähliger SMART Screenshots.

Größenabhängig ist das bisher nicht, die 2050 bis 2200 physischen Reservesektoren betreffen auch nur das Userland.

Dokumentiert ist das IMHO nicht, wie so vieles in SMART, da es bestimmte Hersteller erfolgreich verhindert haben, das SMART zum Industie-Standard wird, dann hätts wohl eine offizielle Dokumentation gegeben.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: fan8324
Inzersdorfer schrieb:
Größenabhängig ist das bisher nicht
Irgendwie unsinnig (also nicht von dir sondern den Herstellern). Bedeutet ja ich habe mit z.B. einer 1TB-HDD dann prozentual gesehen zig mal mehr Reserven als mit 6 TB. Das ist ja absoluter Irrsinn.
Ergänzung ()

Hier übrigens noch ein Screenshot vom laufenden (krass langsamen) HDDScan ("Butterfly-Test"):
 

Anhänge

  • 1.jpg
    1.jpg
    293 KB · Aufrufe: 17
  • 2.jpg
    2.jpg
    142,2 KB · Aufrufe: 16
Du bewegst dich auf einem Minenfeld:

Hersteller: "Die Zuverläßigkeit unserer HDD stieg um 501 % in den letzten 5 Jahren!"
 
Inzersdorfer schrieb:
HDDs verfügen üblicherweise über 2050 physische Reservesektoren.
Sorry, aber je mehr ich darüber nachdenke desto schwerer fällt es mir das zu glauben.
Ich finde eher Zahlen wild durcheinander zwischen 0,05 und 1-2% der Laufwerksgröße. Das sind in jedem Fall etliche Größenordnungen mehr und dann würde das mit 98% auch viel viel mehr Sinn haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Na, wie's beliebt...
 
Zu den Daten kann ich im Gegensatz zu Inzersdorfer nichts sagen. Ich habe hier eine 2TB Sandisk Sata SSD. Da ist auch wegen wieder zugewiesenen Sectoren eine Warnung vorhanden. Die kam vor zwei Jahren. In der Zeit hat sich an dem Wert der wieder zugewiesenen Sectoren nichts geändert. Ich habe die SSD also trotz der Warnung weiter verwendet. Eine SSD ist nicht unbedingt mit einer Festplatte zu vergleichen. Trotzdem würde ich die Platte unter Beobachtung der Smart-Werte erstmal weiter verwenden. Wichtig ist das es in nächster Zeit zu keinen größeren Veränderungen kommt. Falls doch dann muß die Platte getauscht werden. Das ist, wie gesagt, meine Meinung. Es muss ja auch ein bissel wirtschaftlich bleiben und Backups mache ich genügend.
Das Dashboard von WD/Sandisk hat überigens auch angezeigt das bei der SSD alles bestens sei.
@JumpingCat...warum ist das hilfreich zu wissen wie alt die Platte ist und ob es sich um eine SMR-Platte handelt? Die Angabe das es sich um eine Seagate Barracuda (ST4000LM024) handelt halte ich da schon für wichtiger (siehe Banned).
 
Bei SSDs ist der Wert "wiederzugewiesene Sektoren" ein völlig anderer. Manche Hersteller bezeichnen es treffender als "Spares used". Da die Sektoren nicht fest sind anders wie bei einer mechanischen Festplatte ist der technische Hintergrund ein ganz anderer.
Wiederzugewiesene Sektoren bei einer mechanischen Platte ist ein Oberflächenschaden.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Banned
Das ist mir schon vollkommen klar das der Wert bei SSD's ein anderer als bei Platten ist, bzw. eine andere Bedeutung hat. Trotzdem muss das nicht unbedingt heißen das sich der Schaden weiter ausbreitet. Die Platten sind mindestens 50% teurer als noch vor zwei Jahren. Deswegen würde ich die nicht gleich entsorgen. Beobachten und erstmal weiter verwenden. Wie gesagt...das soll jeder machen wie er will. Die Platte entsorgen kann man bei Änderung des Wertes immer noch.
 
Zurück
Oben