Das "echte", das "richtige" Preis-/Leistungsverhältnis

Ihr habt da alle die wichtigste variable vergessen: "but can it run Crysis"?:D

Ich bin da beim TE, auch mir geht es i.d.R. immer darum abzuwägen, wieviel muss ich ausgeben um für mich das beste Verhältnis aus Performance zu Preis zu erreichen, sprich variables Budget.

Ein P/L Verhältnis zielt meist auf festem Budget ab, sprich was bekomme ich für x €?

Insofern gilt es mMn. Immer vor einer solchen Gleichung die Hauptvariable "Budget" zu berücksichtigen.
 
Naja, da muss ich - obwohl ich natürlich anerkenne, dass man für ein Hobby schonmal mehr Geld ausgeben will - sagen, dass ich aus dem Alter raus bin. Beim Umstieg auf TFTs waren zuerst 16ms Reaktionszeit ein Muss für Spieler, dann 8, dann 4, dann 1, dann kamen 144 und mehr MHz, dann war alles unter 60 nicht mehr flüssig. Eh schön was heute alles möglich ist und es gefällt mir auch. Nur dass jeder neue Trend gleich ein "Muss" ist, versteh ich nicht. Da bin ich lieber etws hintennach und hab meine Ruhe und habe genauso immer wieder neue tollere Erfahrungen. Selbst bei Hobbys hab ich halt für Early-Adopter nur wenig Verständnis. Aber das ist mein Kaffee, eh klar.
Ergänzung ()

Lord B. schrieb:
Ihr habt da alle die wichtigste variable vergessen: "but can it run Crysis"?:D

Ich bin da beim TE, auch mir geht es i.d.R. immer darum abzuwägen, wieviel muss ich ausgeben um für mich das beste Verhältnis aus Performance zu Preis zu erreichen, sprich variables Budget.

Ein P/L Verhältnis zielt meist auf festem Budget ab, sprich was bekomme ich für x €?

Insofern gilt es mMn. Immer vor einer solchen Gleichung die Hauptvariable "Budget" zu berücksichtigen.
Also ich werden in ca. 2, 3 Jahren, wenn ich was neues will mal versuchen den Kaufberatungsfragebogen möglichst perfekt bis auf das Budget auszufüllen und um das beste P/L-Verhältnis der User bitten. Ich hoffe ich werde nicht erschlagen. ;)
 
TR2013 schrieb:
Da ich aber genug Budget habe und mit dem nächsten PC wieder möglichst lange auskommen will, kaufe ich also über dem was ich jetzt brauche und Versuche zu optimieren.

Es gibt mehrere Ansätze um zu optimieren und um möglichst lange auszukommen mit dem gegebenen Budget.
Ich gebe lieber etwas weniger aus, rüste aber bei Bedarf früher auf.
Einen PC auf 8 Jahre zu auszulegen wäre für mich keine gute Option. Ich kann doch nicht wissen, was in 8 Jahren ist. Vielleicht spiele ich gar nicht mehr, vielleicht habe ich 2 VR Sets an einer Monstermaschine, vielleicht habe ich dann eine Konsole oder nur noch einen Notebook für Spiele wie Rimworld.
 
Ich erwarte von Ratschlägen auch nicht, dass jemand eine Glaskugel hat und mich für die Zukunft perfekt berät. Ich kann recht gut ausschließen, dass ich nicht mehr spiele, ich kann ausschließen, dass ich mir für VR eine Mostermaschine bastle, ich kann absolut ausschließe, dass ich in Zukunft mit Controller/Konsole/Notebook spiele. Und wenn doch etwas unvermutetes eintritt, dann war das nicht absehbar und damals bei Kauf trotzdem eine recht rationale Entscheidung.
 
TR2013 schrieb:
Also ich werden in ca. 2, 3 Jahren, wenn ich was neues will mal versuchen den Kaufberatungsfragebogen möglichst perfekt bis auf das Budget auszufüllen und um das beste P/L-Verhältnis der User bitten. Ich hoffe ich werde nicht erschlagen. ;)

Je ausführlicher dieser Fragebogen ausgefüllt wird, desto besser können die Antworten sein.

Es sei denn natürlich, Du schreibst dort Anforderungen rein, die mit Deinem Budget Null erreichbar sind, reagierst dann pampig, wenn man darauf aufmerksam macht und kommst DANN mit "Ich will doch bloß ne Kiste, die anständig läuft für Budget X"
(Hatte ich neulich gerade)
 
Ich habe bisher auch immer erst das (grobe) Budget festgelegt und mich dann in diesem Preisrahmen orientiert.
Ein PC ist imho viel zu komplex um ihn auf einfache P/L herunter zu brechen.
Dafuer wuerde man einen Fragebogen benoetigen, der alle Bauteile bewertet um daraus eine Punktzahl gegen den Preis zu berechnen. Wobei jeder seine eigene Version des Bogens haben muss um die individuelle Gewichtung zu beruecksichtigen.
 
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Ich kaufe für mich persönlich nicht nach irgendwelchen P/L Kennzahlen sondern nach einem Budget. Ich habe 2000€ zur Verfügung also werden die bestmöglich verbraten um daraus die höchste Leistung zu bekommen.
Ob da eine andere Grafikkarte dann ein um 0.1% besseres P/L hat ist mir egal - wie auch immer du rechnest um auf diese P/L Zahl zu kommen.

Im Endeffekt kannst du nur für dich selbst entscheiden, aber was bringt es dir wenn die Komponenten mit dem besten P/L für dich nicht leistbar sind oder von der Leistung her so schwach dass du nicht glücklich wirst damit?
 
hamju63 schrieb:
Je ausführlicher dieser Fragebogen ausgefüllt wird, desto besser können die Antworten sein.

Es sei denn natürlich, Du schreibst dort Anforderungen rein, die mit Deinem Budget Null erreichbar sind, reagierst dann pampig, wenn man darauf aufmerksam macht und kommst DANN mit "Ich will doch bloß ne Kiste, die anständig läuft für Budget X"
(Hatte ich neulich gerade)
Keine Sorge, ich hoffe wenn man bei den Anforderungen möglichst genau ist (Auslösung, Spiele, Frames, Detailgrad, Behaltedauer, Erwartungen an die Zukunft) und klarstellt, dass man sich keine Glaskugel erwartet, man von den Usern einen halbwegs realistischen Korridor bekommt. (wobei auch die Ausreisser interessant sein können)

Ich möchte aber nicht dass sich die User zerfleischen, also gebe ich vielleicht doch einen groben Rahmen vor.
 
Mir wäre ein solches Vorgehen zu aufwändig, zumal noch weitere Variablen dazukämen, die das Ganze noch komplizierter machen. Für mich wäre zum Beispiel auch wichtig, dass der Rechner möglichst leise ist – wie verrechne ich nun die Lautstärke etwa einer Grafikkarte mit ihrer Leistung in puncto Preis/Leistung? Und was ist, wenn die nächste Hardware-Generation vor der Tür steht? Kaufe ich jetzt die "schlechtere" Hardware und kann sie sofort nutzen oder doch lieber in sechs Wochen die neuere, die mehr Leistung fürs Geld bietet?

Zu viel Rechnerei entwickelt eine Eigendynamik, die mir viel zu energieraubend wäre. (Ich bin aber auch kein Zahlenmensch…)

Gruß Jens
 
Irgendwo muss man auch wieder aufhören damit, das ist klar. Deine Argumente, wären für mich aber nicht so schwierig zu lösen. Leise Karten gibt es in allen Klassen zu einem gewissen Aufpreis. Da entscheide ich mich halt zuerst nach meiner Rechnerei für eine, sagen wir mal 5700 XT und danach, wenn mir das wichtig ist, nehme ich den Aufpreis für die Sapphire Nitro wegen der Lautstärke in Kauf. Und wenn man weiß, dass selbst die billigen RTX2070 leise sind, ist das vielleicht ein Argument fürs umschwenken. Nur weil ich mit Zahlen komme, müssen wir nicht päpstlicher als der Papst sein. Mir ging es in erster Linie darum, dass die Performance/Euro Verhältnisse die oft publiziert werden eher ÜBERschritten werden müssten um zu einem "optimalen" Performance/Euro Verhältnis eines ganzes Systems zu kommen.

Und wie du bei meiner allgemeinen Genügsamkeit vielleicht annehmen kannst - die beispielhaften 6 Wochen kann ich immer warten, kein Problem. ;-)
 
Das Thema ist relativ einfach mathematisch für eine Optimierung zu lösen. Dabei muß zuerst festlegen, wonach will ich optimieren - Nach Preis oder Leistung (zur Not geht auch beides, aber dann wird es schon sehr komplex). Das wäre ich gebe einen bestimmten Preis vor (Budget) und suche dazu nach der effizientesten Lösung. Adererseits kann ich eine Leistungsklasse vorgeben. Dazu gehört auch etwa auch der Geräuschpegel sowie auch andere Vorgaben. Damit, um das alles zu erreichen, versuche ich dann das Gewünschte mit den geringsten finanziellsten Mitten zu erreichen.
Soweit die Theorie. In der Praxis wird dann für ein gesamtes System eine Mischung aus beiden herauskommen; wobei dann aber noch die Interoperabilität zu beachten ist.
 
Das Budget ist doch auch nur eine gewichtete Eigenschaft in Preisleistung! Aufpassen, sonst geht es dort schief. Grade die Übernahme des Kostenfaktors in das Modell macht die Chose doch zu einer Preisleistungskalkulation: Wie wichtig ist der Preis: Nicht so wichtig, ergo geringer Faktor. Wichtiger, also höherer Faktor. Ausschlaggebend, dann kann man ihn als konstanten Faktor tatsächlich weglassen - aber nur dann.

Ansonsten hat man immer das Problem, daß man weder unterhalb noch oberhalb des Zielpreises Extrema in seiner Optimierungsfunktion findet. Es geht doch drum, daß die Ratio Preis:Leistung entweder möglichst hoch oder möglichst niedrig wird (je nach Modell). Wenn ich da ein unpassendes Intervall setze, find ich auch keine praktikable Lösung.

Banales Beispiel: ich kann mir log(b) a für alle a < 1 angucken, aber dann werde ich nie erfahren, wie der Verlauf für a >=1 ist und schon gar nicht, daß er grundverschieden ist.

Ich werde auch nicht erfahren, daß 100 Euro für eine "Gamergrafikkarte" Geldverschwendung ist, weil ich nicht erfahre, daß das PL Verhältnis oberhalb 100 Euro angesetztem Maximalbudget ganz anders aussieht als unterhalb bis einschließlich der 100 Euro. Dann geb ich Geld aus und stelle bestenfalls hinterher fest, daß ich hätte weitersparen sollen.
 
Ungeachtet dessen, dass bei der gewählten Methodik nur die Anschaffung und nicht die anschließende Betriebszeit sowie die Betriebskosten betrachtet werden, würde mich es mal interessieren nach welchen Kriterien der TE einen PKW auswählt.
 
Na nach dem aussehen! :D
 
Ich bin ja dankbar für die Filtermethodik von Geizhals. Die Preise dort treten ja schon völlig in den Hintergrund - aber mit den Filtern kann man zumindest zweiteilig wichten (erforderlich => Filter gesetzt; optional => Spalte im Ergebnis eingeblendet und sortieren kann man dann auch danach). Noch nicht so schön wie es sein könnte, aber definitiv hilfreich.

Das Aussehen wird fast ausschließlich bestimmt durch das Gehäuse und das kann ich wieder gewichtet in meinen Leistungsindex aufnehmen. Genau für solche eher unklaren Überlegungen ist das ja geeeignet. Aussehen: 75; Gewicht: 40; Qualität: 0; Preis: 90. Oder sowas in der Art.
Wer Grafikkarten für 1000 Euro kauft, nicht weil sie mehr fps auf den Bildschirm schaufelt, sondern weil das PCB weiß ist, naja der ist imo selber schuld, aber das ist wohl nur meine Meinung.
 
Das P/L Verhätnis ist schon sehr stark subjektiv beeinflusst.
Bevor man dies machen kann muss man sich zwingend auf eine Gewichtung der Kriterien einigen, oder vorgeben.

Ich recherchiere bevor ich in etwas investiere schon ausgiebig, meist komme ich dann auf einen höheren Preis als zu Anfang.
In meine P/L Rechnung gibt es aber ein vor dem Einbau und in Nutzung Bewertung.

Wenn ich z.B. eine GPU angeschafft habe die mir auf dem Papier ein gutes P/L bietet, ich aber beim Einsatz erst merke das sie im vorhandenen Case ein Düsenjet ist und ich total entnervt bin und kein Spaß am spielen mehr habe.
Dann ist das P/L im Vorfeld für die Katz.
Das verhindere ich nur durch akkurates Planen im Vorfeld und mit strikter Gewichtung meiner Kriterien.
 
Nope, dann hast Du nur vergessen, die Lautstärke in den PL Index aufzunehmen. :daumen:
 
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Deshalb hab ich ja im vorhandenen Case geschrieben 😬.
Es sollte eh nur als Beispiel herhalten.
 
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