Datenrettung GPT-Datenträger

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Ich habe von einem Freund eine USB-Platte bekommen, auf die er auf einmal nicht mehr zugreifen kann.
Platte ist unter Vista formatiert worden und anschließend an einem Apple-PC und Windows 2000-Laptop genutzt worden. Der Kumpel sagte, dass der MAC irgend etwas gemacht hatte, er den Rechner aber angewiesen hat, die Windows-Partition unverändert zu lassen. Er arbeitete dann auch lange sowohl am MAC als auch am PC mit der Platte. Auf einmal wurde die Platte nicht mehr erkannt, bzw. er hatte keine Laufwerke mehr im Explorer.
Unter Vista 64 Bit wird eine Platte mit drei Partitionen erkannt. Eine 200 MB grosse EFI-Partition und eine 280 GB grosse primäre Partition mit unbekanntem Dateisystem und die dritte Partition mit 128 MB nicht zugeordnetem Speicher.
Testdisk zeigt an, dass die 280 GB grosse Partition offensichtlich vom MAC ist, wenn ich "p" drücke, werden aber keine Dateien angezeigt.

Mit Photorec konnte ich auch jede Menge Daten sichern, die aber natürlich ohne Dateinamen und Verzeichnis-Struktur gespeichert wurden. Es wäre also noch ein tierischer Aufwand, die Daten zu sichten und zu sortieren bzw. so wie es war, bekommt man es natürlich nicht mehr hin (Verzeichnisse usw.....).

Meine Frage ist jetzt, ob es noch eine Möglichkeit gibt, die Dateien mit Namen und Verzeichnis-Struktur auf einem Vista 64-Rechner zu retten. Von GPT-Datenträgern und EFI hatte ich vorher noch nie gehört, weiß aber mittlerweile, was es damit auf sich hat. Mit der Datenträgerverwaltung lassen sich keine Buchstaben zuweisen und Diskpart zeigt nur die EFI-Partition an.

Ich habe auf Computerbase.de und der Testdisk-Homepage schon einiges gelesen, weiß aber nicht was ich tun könnte und habe natürlich bedenken, die Daten komplett zu zerstören.
Wäre super wenn sich jemand die Screenshots anschaut und mir ggf eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung geben könnte, falls das möglich ist.
Falls Ihr noch Infos braucht, einfach fragen. Für hilfreiche Tipps wäre ich euch, bzw. mein Freund, ewig dankbar. :-)
 

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Rein prinzipiell sieht es wie eine GPT-initialisierte HDD von Vista aus, welche im MBR gewaltsam auf einen Basis-Datenträger geändert wurde.
Die EFI-Partition am Anfang kannst Du ignorieren, das ist ein GPT-Dummy. Die 128MB am Ende sind keine Partition, sondern unpartitionierter Rest der HDD.

Die Primäre Partition mit 280GB, welche eigentlich NTFS sein sollte, ist jetzt zu einer Mac HFS mutiert.
Es bleibt nur die Frage, ob die auf dieses Format konvertiert wurde oder einfach (wie im Windows mit format) über die NTFS-Partition neu als HFS formatiert wurde.
Falls sie zu einer HFS konvertiert wurde, sollte der Inhalt mit der Freeware HFSExplorer unter Win r/o angespochen und damit auf eine andere HDD/anderes Dataeisystem kopiert werden können. Wenn nichts drin ist, wurde wohl drüberformatiert.
Dann hilft nur ein deeper search mit testdisk oder ein Versuch, ob die alten NTFS-Strukturen mit GetdataBack for NTFS noch ausgegraben werden können.

HFSExplorer 0.21 download unter Vista im Administrator mode ausführen (Instruktionen auf Hersteller-Webseite zu finden)
 
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Testdisk kann doch die Daten lesen, oder? (Recover Modus)

Alternativ kannste damit auch den Partitionstyp ändern.

Nochmal änderung:

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Da Mac nicht in der Lage ist, von Haus aus, NTFS partitionen zu beschreiben (nur lesen möglich), hat der Mac das Dateisystem wahrscheinlich ´HFS konvertiert!
Einfachste Möglichkeit: Ran an den Mac, die Daten sichern (auf ein FAT32-Dateisystem auf ner USB-Platte), die Daten runterholen. MAC HFS anschließen löschen und FAT32 Dateisystem einrichten, und dann die Daten wiederdraufschreiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Einfach den Partitionstyp ändern? Kann das funktionieren? Er weiß nicht, ob er das Teil mit FAT oder NTFS formatiert hat.

Die Platte wird am MAC auch nicht mehr erkannt. Hinzu kommt, dass ich selbst erst einmal selbst an einem MAC gesessen habe und dort auch nur eine LAN-Config mit Zugriff auf eine NAS eingerichtet habe.
Ansonsten habe ich leider mangels Gelegenheit keine Erfahrung mit MAC.

@Ernst@at
Werde heute Abend mal den HFS-Explorer und ggf GetDataBack ausprobieren. Falls es funktioniert ist dann wohl evtl. die Vollversion von GetDataBack fällig, da man mit der Test-Version ja nur schauen kann.

Vielen Dank erstmal für die Tipps. Werde mich wieder melden, wie es ausgeht.
 
Den Partitionstyp würd ich so ungesehen mal nicht ändern.
Mit der Testversion von Getdataback (FAT oder NTFS) kann man jeden File auf Unversehrtheit prüfen und einzeln händisch rauskopieren(was bei einigen Dutzend praktikabel, bei tausenden aber nicht machbar wäre). Wenn die Filesystemstruktur in Ordnung sein sollte, geht das kostenfrei besser mit testdisk.
 
Den Partitionstyp kann man in Testdisk beliebig ändern, da alles im Speicher virtuell ausgeführt wird, erst wenn eine Write-Funktion mit nachfolgenden Nachfrage ausgeführt und beantwortet wird, erfolgt die Änderung auf der Disk. Insofern kann man mit Testdisk rel. viel 'spielen' und die Ergebnisse beobachten.
 
Ich hab es geschafft!!!

HFS-Explorer war der richtige Tipp. Ich konnte die Partition einbinden und alle Verzeichnisse und Dateien auf eine andere HDD kopieren. Nochmals tausend Dank an alle für die vielen Ratschläge und Ideen, besonders an Ernst@at. Man lernt eben nie aus und findet nicht immer das richtige durch eigene Recherche. :-)
Ich glaube mein Kumpel hat daraus gelernt, was Backups angeht. Die Daten sind für Ihn unbezahlbar.

Danke, Danke Danke! :-)))
 
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