Debian oder Ubuntu Server

Avenger84

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Hallo,
ich betreibe einige VM mit Ubuntu Server 24.04 LTS minimal.
Ein Wechsel auf Ubuntu 26.04 steht demnächst an oder doch auf Debian.

Ich hatte bereits hier gelesen, dass Debian leichtgewichtiger wäre und z.B. kein snap vorinstalliert hat.
Ich nutze snap für Certbot.

Angeblich wäre acme.sh leichtgewichtiger statt Certbot und kann auch Wildcard Zertifikate in Cloudflare per DNS Challenge holen.

Auf der VM, die ich als erstes einrichten würde, läuft: Nginx nativ als Webserver & Reverseproxy mit Fail2Ban, dazu Mailcow dockerized (integr. ACME aus) und Node-Red.

Was meint ihr? Würdet ihr zu Ubuntu 26 Server minimal wechseln oder zu Debian 13? Debian 14 dauert wohl noch 1-2 Jahre.
 
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Vermutlich ist der Unterschied letztlich gar nicht so groß.
Ich würde aber dennoch auf Debian setzen, weil sich das als Server-System bewährt hat und da auch nicht zu erwarten ist, das die künftig irgendwelche Sperenzchen machen.

Avenger84 schrieb:
Ich nutze snap für Certbot.
Für Certbot braucht man kein Snap. Das ist einfach ein Python-Programm, welches man so installieren kann. Und Debian hat certbot auch in seinen offiziellen Paketquellen.

Aber ja. acme.sh (https://packages.debian.org/trixie/acme.sh) kann man natürlich als Alternative einsetzen, wenn man mag.
 
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Erdbeer oder Vanille? Nimm, womit du klarkommst, der Rest ist Geschmackssache.

Nebenher: Wieso VMs? Was läuft überhaupt als Host OS? Ich würde da eher mal Richtung Proxmox oder Docker schauen und das Setup grundsätzlich durchdenken.
 
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Ich kanns jetzt nicht sagen, wie es auf der x86 Platform exakt mit Debian ausschaut, aber ich hatte vor Jahren das Problem am raspberry mit Debian, dass es keinen sauberen upgrade Pfad gab. Upgrade hieß neu aufsetzen. Server neu aufsetzen? Nein danke.

Aus diesen Grund bin ich dann zu Ubuntu (raspberry) gewechselt, weil ich hier die Möglichkeit habe alle paar Jahre ein dist upgrade auf die nächste LTS vorzunehmen. Läuft einwandfrei.

Zu snap. Generell mag ich Snap am Desktop gar nicht, da es Probleme macht mit der Interaktion verschiedener Prozesse. Beispiel die KeePassXC integration in Firefox.

Am Server hingegen ist es sehr praktisch. Wenn du einen Server, in meinem Fall Nextcloud hast, dann geht die Enrichtung sehr einfach, und du bekommst regelmäßig updates. Wie du selber schon schreibst, auch Certbot ist einfach zu nutzen. Zusätzlich hast du einen weiteren Schutz durch die Snap Sandbox. Also da will ich, dass der Server process möglichst isoliert ist vom Rest.

Von daher tendiere ich am Server zu Ubuntu. Aber wie gesagt, dass ist meine Erfahrung auf den raspberries.
 
Debian ist halt "nackter". Hat auch einen extrem konservativen Update-Zyklus. Heißt die offiziellen Pakete werden halt eingefroren und es gibt i.d.R. eben nur reine Sicherheitsupdates. Dem kann man so etwas entgehen, wenn man alternative Quellen nimmt oder selbst kompiliert. Aber das ist halt am Ende mehr Aufwand und weicht im Grunde den "Vorteil" den dieser "Nachteil" (nämlich die hohe Stabilität und Sicherheit) auch irgendwo wieder auf, wenn man plötzlich mit alternativen Paketquellen arbeitet.

Ubuntu ist da weniger konservativ unterwegs. Die Basis ist hier auch noch immer Debian. Ein Vorteil von Ubuntu ist halt das es wirklich viele "fertige" Pakete gibt. Außerdem ist Ubuntu halt extrem gut dokumentiert. Wenn du ein Problem hast, findest du quasi immer irgendwas im Netz im Zweifel sogar mit Schritt-für-Schritt-Anleitung. Bei Anwendungen wird in den Dokumentationen auch sehr häufig auf eine Ubuntu-Umgebung Bezug genommen. Das macht es insgesamt einfacher.

Wenn für dich also Software-Aktualität wichtig ist und du tendenziell auch viel mit Anleitungen arbeitest dürfte Ubuntu die bessere Option sein. Debian würde ich dahingehend eher Leuten empfehlen, die ganz genau wissen wofür und was sie wollen oder wo es halt wirklich um "Langzeitstabilität" geht. Wo es also nicht wichtig ist, ob man bspw. die aktuellste PHP- oder SQL-Version hat sondern hier eben auch das nächste Update warten kann.
 
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Die Welt läuft fast ausschließlich auf Debian Servern. Ubuntu ist für Privatanwender. Ich setze ausschließlich auf Debian im Serverbereich und Fedora am Desktop und hatte bisher kaum Probleme mit irgendwelchen Paketen / Repos.
 
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Debian, einfach weils super stabil ist.
Habe 2011 Debian 6 installiert, und seither nur geupdated. 🤷‍♂️
 
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Avenger84 schrieb:
ich betreibe einige VM mit Ubuntu Server 24.04 LTS minimal.
dann mach dist upgrade und gut ist..

immer so einfach halten wie es geht

Avenger84 schrieb:
Angeblich wäre acme.sh leichtgewichtiger statt Certbot und kann auch Wildcard Zertifikate in Cloudflare per DNS Challenge holen.
Offensichtlich.
Aber ist das relevant?
jeder client funktioniert da. Ob du 500mb platz sparen willst, musst du wissen
Avenger84 schrieb:
Ich nutze snap für Certbot.
musst du nicht
https://certbot.eff.org/
Ergänzung ()

1776 schrieb:
Habe 2011 Debian 6 installiert, und seither nur geupdated. 🤷‍♂️
Yep. Habe eine VM die ich als teenager mit Debian 6 aufgesetzt habe. die ist inzwischen auf dem ca 10. Server und bleibt weiter am leben :)
 
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Schwer zu entscheiden, mir ist grundsätzlich Debian lieber aber Ubuntu hat mit Ubuntu Pro auch einen großen Vorteil, man hat 10 Jahre Softwaresupport. Damit hat man einen größeren Spielraum für ein Versionsupgrade.
 
Debian lässt sich auch updaten ohne eine Neuinstallation durchzuführen. Das gilt zumindest für x86-64.
Wie das bei den Pi's aussieht weiss ich nicht sicher, aber ich würde mich sehr wundern, wenn es da nicht auch ginge.
Certbot ist auch unter Debian problemlos.

Cunhell

edit: Für Virtualisierung würde ich Proxmox verwenden und nicht Ubuntu oder Debian.
 
Ist ja interessant, ich dachte bisher man sollte bei jedem Versionssprung (Debian 12 -> 13 oder Ubuntu 24 -> 26) besser eine Neuinstallation vornehmen.

Host ist übrigens Unraid und ein Netcup vServer (x86)
 
madmax2010 schrieb:
Yep. Habe eine VM die ich als teenager mit Debian 6 aufgesetzt habe. die ist inzwischen auf dem ca 10. Server und bleibt weiter am leben :)
Bei mir is das sogar physikalisch drauf, und keine (wirklichen) Probleme gehabt beim Umziehen.
Angefangen auf einem AMD Bulldozer FX-8150 System, zum Intel I3-8300T (falls ich mich richtig erinnere), und jetzt auf dem Ryzen 7600. :daumen:
Auch schon mehrmals Datentraeger umgezogen (HDD -> Sata SSD -> NVME), sowie Filesystem Changes (von xfs auf btrfs gewechselt). Live System von CD/USB booten, und per rsync umziehen.
 
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Ich betreibe Ubuntu sowie Debian VPS/Root Server. Ich warte auch noch auf Debian Update wegen neuen 7er Kernel weil es da echt geilen Speedboost gibt gerade für Compiling.
 
Avenger84 schrieb:
ich dachte bisher man sollte bei jedem Versionssprung (Debian 12 -> 13 oder Ubuntu 24 -> 26) besser eine Neuinstallation vornehmen.
ist nicht windows ;)
Dist Upgrades funktionieren seit ende der 90er ziemlich gut

@1776 physisch war es auch mal. Glaube mit ext und 32 Bit gestartet. Irgendwann auf das upgrade auf 64 bit und auf zfs gewechselt.

@chr1zZo Angst vor mainline? :D
 
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Debian ist Wartungs ärmer als ubuntu ohne die Sicherheit zu vernachlaessigen


Welche Virtualisierungsplattform verwendest du fuer die Ubuntu VM
 
mike78sbg schrieb:
Ich kanns jetzt nicht sagen, wie es auf der x86 Platform exakt mit Debian ausschaut, aber ich hatte vor Jahren das Problem am raspberry mit Debian, dass es keinen sauberen upgrade Pfad gab. Upgrade hieß neu aufsetzen. Server neu aufsetzen? Nein danke.
Das kannst Du nicht vergleichen.
Raspian (oder jetzt Raspberry PI OS) ist ein speziell angepasstes Debian und ist nichts Offizielles unter der Ägide von debian.org.

kachiri schrieb:
Dem kann man so etwas entgehen, wenn man alternative Quellen nimmt oder selbst kompiliert. Aber das ist halt am Ende mehr Aufwand und weicht im Grunde den "Vorteil" den dieser "Nachteil" (nämlich die hohe Stabilität und Sicherheit) auch irgendwo wieder auf, wenn man plötzlich mit alternativen Paketquellen arbeitet.
Es gibt Debian Backports. Und das ist auch ein ganz offizielles Repository von Debian und keine "alternative Paketquelle".

Helge01 schrieb:
auch einen großen Vorteil, man hat 10 Jahre Softwaresupport
Das gilt aber nicht für sämtliche Pakete.
Der Supportzeitraum von Debian mag kürzer sein. Aber da steckt dafür dann auch mehr drin.

Insofern muss man gucken, was man am Ende benutzt und ob das tatsächlich supportet wird.
 
Simanova schrieb:
Die Welt läuft fast ausschließlich auf Debian Servern.
https://serverspace.io/de/about/blo...-fedora-which-linux-distro-to-choose-in-2026/

Serverbereitstellungen weisen deutliche Unterschiede auf. Laut W3Techs-Daten von Ende 2025 Ubuntu Läuft auf etwa 33.9 % aller Linux-betriebene Websites. Debian Der Marktanteil liegt bei etwa 4.1 %.

Im Zweifel was seriöser:
https://sqmagazine.co.uk/linux-statistics/

Es hat seinen Grund, warum Dokumentationen sich häufig auf Ubuntu beziehen.


So oder so ist die Antwort im Prinzip: Es kommt drauf an. Wenn man bisher Ubuntu Server genutzt hat und damit klarkommt muss man aus meiner Sicht jetzt auch nicht zwingend auf Debian umsatteln, es sei denn, man hat Lust darauf.
 
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Debian hat den Vorteil, dass es gegenüber Ubuntu nicht auf Netplan setzt. Das ist gerade bei Headless Servern ein Graus, weil man bei netplan immer darauf achten muss, dass alles richtig eingerückt ist. Mir gefällt da das klassische /etc/network/interfaces besser zum schnellen Anpassen der Netzwerkonfiguration
 
kachiri schrieb:
Im Zweifel was seriöser:
Wobei ich mich frage, wie man da überhaupt seriös an Zahlen heran kommt.
Man sieht es einem Server ja nicht unbedingt von außen an, worauf er läuft. Klar melden die das manchmal von sich aus oder teilweise kann man das auch mit Fingerprinting-Methoden ermitteln. Aber erstens ist das jetzt nicht unbedingt zuverlässig und zweitens offenbaren sich ja längst nicht alle, da dies ja auch Informationen sind die potentiellen Angreifern helfen.

Immerhin räumen sie auf der von Dir verlinkten Seite ein, das sie nur "with identifiable OS", was dann aber die Statistik ziemlich entwertet.
Dementsprechend ist der mit weitem Abstand größte Batzen ja auch "Unknown Linux variant".

Also ja:
Zu Behaupten, das Debian die Server-Welt dominiert ist sicher Banane.
Aber Statistiken ranzuziehen, um zu belegen ... ja was eigentlich? Das ubuntu führend ist?
jedenfalls ist das genauso Banane.
 
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Dafür gibt es Netplan try nach ca 120sek wird die alte Konfiguration wieder hergestellt
 
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