schwimmcoder schrieb:
Das ist schon übel und da muss es doch eine bessere Lösung geben… Weil auch wenn Linux Nutzer erfahrender sind, so zu sagen „Ja, bitte einmal System neu aufsetzen“ ist schon arg
Wir werden Tools anbieten, um den Wechsel auf Kubuntu 26.04 zu ermöglichen, auch wird der aktuelle T_OS Stamm nicht von heute auf morgen abgesägt, auch nicht übermorgen. Korrekt ist allerdings, dass ein Upgrade von 24.04 auf Testing
quasi unmöglich ist.
Lass es mich so ausdrücken: Selbst bei Kunden, die ein Vanilla Ubuntu LTS verwenden und ein Upgrade durchführen, fliegt das System salopp ausgedrückt hinterher manchmal auf die Schnauze. Und ich beziehe mich hier auf "einfache" Kunden, die keine PPAs hinzufügen und nicht viel mehr als LibreOffice, Firefox und Thunderbird verwenden. 24.04-Pakete die teilweise älter als von 2024 sind, mal eben auf die aktuellste
testing Version hochzuziehen, ist sehr gewagt. Zu hohe Versionssprünge verursachen quasi zwangsläufig Paketkonflikte, die sich nicht immer einfach lösen lassen.
Wir begleiten Kunden seit eh und je bei ihren LTS-Upgrades, wobei wir immer bessere Scripte/Tools bereitstellen konnten. Zum Glück funktioniert es auch immer zuverlässiger. Im Direktvergleich war der Sprung von 16.04 (Unity) auf 18.04 (Gnome) merklich wackeliger.
Der Wille für ein geschmeidiges Upgrade ist da - aber Backup + Neuinstallation bleibt der geschmeidigste Weg.
NameHere schrieb:
Debian Testing ist sehr stabil, jedoch besteht da das Problem mit Sicherheitsupdates, die nicht immer im Testing-Zweig landen.
kim88 schrieb:
Habe die ganze Ankündigung durchgelesen, kein Wort darüber das Debian Testing keine garantierten Sicherheitsupdates bekommt.
Die verkaufen das System vorinstalliert auf Ihren Notebooks - so richtig kommerziell - und nutzen eine Basis ohne garantierten Sicherheitsupdates - das ist grob fahrlässig und einfach nur dumm.
Wir haben hierzu auch schon konkrete Pläne mitsamt CVE Monitoring und Methoden die Fixes
vorab auszuliefern, sollte der jeweilige Fix sich noch nicht testing befinden.
Garmor schrieb:
[...]Gerade das. Die kaufen ja alle bei denselben drei Anbietern. Da müsste ein geschlossenes Auftreten doch deutlich besser ankommen. Aber vielleicht machen die das ja auch, ohne es an die große Glocke zu hängen.
Nur kurz angerissen: Es ist jetzt kein großes Geheimnis dass sich Wege überschneiden, wenn man z.B in die LKML schaut. Hier die kleine Glocke! 🔔
GTrash81 schrieb:
Debian Testing...warum dann nicht gleich richtig und Fedora oder Arch nehmen?
Fedora pflegen wir bereits für unseren WebFAI-Service; Falls nicht bekannt, es ist eine vollautomatisierte Installation basierend auf der
FAI. Auch für Arch gibt es btw schon konkrete Projekte.
Nicht nur haben wir viele Entwickler / Admins, die bereits an anderen bekannten Debian-Projekten mitgewirkt haben, es ist auch wie andere User schon erkannt haben, näher dran an Ubuntu. Letzteres ist halt weltweit ein großer Standard und der mitunter bekannteste Name auch für "Linux-Laien". Wir sehen es auch an der Anzahl an Anfragen im Ticketsystem, Social-Media und anderen Metriken (u.a WebFAI), wie beliebt z.B Linux Mint ist.
Auch Firmenkunden setzen bevorzugt auf Debian stable - Fedora und Arch sind da weit außen vor.
Es stimmt, dass diese in Teilaspekten auch Vorteile gegenüber dem aktuellen Weg hätten, aber als Ganzes betrachtet ist Debian für uns der sinnvollste Weg.
Natürlich gibt es auch gute Gründe, weshalb z.B LMDE von testing auf stable gewechselt ist im Laufe der Entwicklung. Der Aspekt mit den Security-Updates ist nur eines von Mehreren, die bei testing besonders sind.
Wir sind mehr als nur zuversichtlich, dass schon die erscheinenden Beta-Versionen in den nächsten Wochen erste Zweifel etwas aufräumen können.
~Chris | TUXEDO