Defragmentieren & Regclean = MÜLL!

Caine1

Commander
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ja, das hat heute mein dozent gesagt, er meitne das defragmentieren müll wäre, die platte eher kaputt geht als GUT gesäubert. außerdem gab es das angeblich vor win2000 erst gar nicht und er sei microsoft partner, auch in vorlesungen von microsoft und einrichtungen von systemen sollten microsoft mitarbeiter defragmentieren gar nicht erst dem kunden raten.
da eine platte auf hochtouren einige zeit läuft wäre es eh eher destruktiv anstatt produktiv.

bei registry cleaning meint er auch das wäre müll, dadurch könnten irgendwelche fehler irgendwann auftreten da vielleicht ein paar dateien mal noch weiterleitungen etc. zum gelöschten pprogramm hätten o.ä. und wenn windows irgendwann mal was in der richtung abruft es zu abstürzen, blue screens führen könnte.

seiner meinung nach sollte man keine defragmentierung laufen lassen (da applikationen eh nah geschrieben werden und nicht ein ende an das andere ende geschrieben wird) und regclean ebenfalls nicht.

meinungen?
 
Caine1 schrieb:

Es geht nicht um Meinungen. Es geht um Fakten. Wir sind hier nicht bei der Kirche und bei Wünsch dir was :)

Fakt ist: Bereits im Jahr 2005 hat die c't festellt, dass Regcleaner keinen Geschwindigkeitszuwachs bieten. -> Regcleaner sind also wirklich Müll
 
Wenn er sich auf SSDs bezog, hatte er mit beidem Recht. Bei HDDs ist der Performanceunterschied durch eine Defragmentierung nach z.B. mehreren Jahren im deutlich spürbaren Bereich.

Regcleaner kann man eigentlich vergessen. Es gibt nur extrem wenig Fälle, wo ein Regcleaner tatsächlich nötig ist. Performance erhält man dadurch nicht und Bluescreens erhält man eher nach dem Clean.
 
Defragmentieren bringt sicherlich was, je nach Platte und Fragmentierungsgrad sogar eine spürbare Verbesserung. Das Problem an einer HDD ist ja, dass man ständig darauf wartet, dass der Lesekopf die richtigen Bereiche angefahren hat. Wenn der für eine Datei nun 10 Bereiche statt einem anfahren muß, ist es wohl logisch, dass es schneller geht, wenn defragmentiert.

Das Defragmentieren selbst ist selbstverständlich ein großer Aufwand, da man die Daten sortieren, auslagern und geordnet wieder zurückschreiben muß. Für eine Festplatte aus Windows 2000 Zeitalter kann das natürlich den Todesstoß versetzen, da sie für sich ja auch schon gut 13? Jahre auf dem Buckel hat, sofern man sie wegen der heutzutage viel zu kleinen Speichergröße nicht ersetzt hat.

Ich kann mir allerdings vorstellen, dass im Server Bereich da mit ganz anderen Hintergedanken ran gegangen wird.

RegClean ist wirklich Quatsch, da eine größere Registry das System nicht langsamer macht. Habe auch schon so einige Tools erlebt, die nach getaner Arbeit mir Arbeit aufgehalst haben, indem ich das System neuinstallieren durfte.
 
Er hat Recht bei Registry "Tools" und Recht bei Defragmentierung für SSDs.
Allgemein bei Defragmentierung für Festplatten ist er schlicht ein Idiot. Und lügt höchstwahrscheinlich über das was im angeblich diese MSFT Mitarbeiter gesagt haben, bzw. hat es nicht verstanden.
 
Caine1 schrieb:
außerdem gab es das angeblich vor win2000 erst gar nicht und er sei microsoft partner, auch in vorlesungen von microsoft und einrichtungen von systemen sollten microsoft mitarbeiter defragmentieren gar nicht erst dem kunden raten.

Falsch... Defrag gibt es seit DOS Zeiten. Außerdem... einmal logisch nachdenken: Warum hat wohl Windows 8 noch ein Defragtool an Bord? Weil es nicht empfohlen ist es zu benutzen? :freaky:
 
:), nene HDDs, aber was wisst ihr über die hitze beim defragmentieren und der leistung einer HDD? stimm es? klingt dann schon plausibel.
 
Also Defragmentierung gabs schon vor win2000. Wenn ich mich nicht täusche schon zu Win 3.11 Zeiten und damals hatte ich auch mal nen Rechner bei dem ne Defragmentieren das Tempo gefühlt verdoppelt hat.

Seit WinXP hab ich in der Regel selten defragmentiert und hab auch wenn keinen Unterschied gemerkt, vielleicht aber auch nur weil Daten- und Systempartition bei mir getrennt sind. Vielleicht hat MS da also erhebliche Fortschritte gemacht.

Regcleaner nutze ich auch nicht seit mir das diverse Bluescreens eingebracht hat. Also da würde ich ihm recht geben
 
Beim Defragmentieren macht er sichs damit etwas zu einfach.... zwar stellt das kurzzeitig eine erhöhte Belastung der Platte dar, dafür ist die Belastung im normalen Betrieb dann wieder geringer da die Daten nicht an 10.000 Stellen verteilt liegen.
Davon abgesehen sterben Platten eher seltener an zu vielen Zugriffen und wenn die Verfügbarkeit wichtig ist hat man sie im Raid laufen.... von Backups ganz zu schweigen.

Das Anwendungen nah beieinander geschrieben werden ist so auch nicht richtig, besonders die Daten die die Anwendungen nutzen und erzeugen liegen im Laufe der Zeit in der Regel nicht mehr beieinander.
NTFS ist hier leider nicht darauf getrimmt Dateien möglichst zusammenhängend abzulegen, anders als z.B. ext.

Beim Registry Cleaning hat er recht. Die Zeiten in denen eine zu große Reg die Performance von Windows beeinflusst hat sind lange vorbei. Die Gefahr sich etwas kaputt zu machen ist dagegen immer gegeben.
 
Regclean - stimme 100% zu, bringt nix, ist nur gefährlich.
Defrag - bringt meines Erachtens etwas, aber wahrscheinlich auch jenseits der menschlichen Wahrnehmungsgrenze. Gab's übrigens schon zu DOS-Zeiten, war da vielleicht auch noch sinnvoller.
Generell: Eigene Meinung bilden! Lesen und Hintergründe lernen. Wie funktioniert ein Dateisystem, was macht defrag... wie funktioniert die Registry... es gibt genug Infos im Netz!
 
Wenn deine Festplatte die Last eines Defragmentierungsvorgangs d.h. lesen und schreiben nicht verträgt, hat deine Platte ein ganz anderes Problem.
 
Deswegen ist wohl auch Defragmentierung Standardmäßig als Task geplant bei Windows, oder wie?

Mal im Ernst, Defragmentierung einer normalen Platte die als Datengrab wirkt, wo viel gelesen aber wenig gelöscht/geschrieben wird, muss nicht sein. Hätte ich Windows allerdings noch auf einer normalen Platte, würde sich wohl nach einiger Zeit die Fragmentierung deutlich bemerkbar machen und das ganze System unnötig verlangsamen.
Unterm Strich sage ich dir, dass die Defragmentierung eine gute Sache ist (für normale HDDs) und auch nicht wirklich ein Problem darstellt bezüglich "Abnutzung" der Festplatte (bei SSDs sieht das wieder anders aus)

RegCleaner lass ich auch ab und an mal drüber laufen, besonders wenn ich wieder viele Freeware Programme ausprobiert habe bevor ich mich dann für eins entschieden habe. Bisher sind mir im Nachhinein keine Fehler durch eine Reinigung begegnet, was natürlich nicht heißen muss, dass es sowas nicht gibt. CCleaner bietet einem vor jeder Reinigung auch an, eine Sicherung der Registry zu machen, zur Sicherheit.

Alles in allem hast du eine komischen Dozenten erwischt ;), jedenfalls ist das meine Meinung.
 
Hab da jetzt keine spezielle Meinung zu, aber mal ne andere Frage:
Im Zusammenhang mit diesem Thread hab ich mal meine HDD (3 Partitionen) durch Win8 "optimieren" lassen wollen. Dabei hab ich festgestellt, dass auch C: (SSD) geprüft werden sollte.
Erst nach manueller Anpassung (Ausschließen der Laufwerks C: ) hat Windows 8 festgestellt, dass es sich um ein Solid-State-Drive handelt.
Hatte Win8 komplett neu installiert. Erkennt 8 im Gegensatz zu 7 nicht, dass es auf einer SSD installiert wurde? :freak:
 
Was Reg Cleaner angeht stimme ich ihn zu, aber nicht beim Defragmentieren.

Das defragmentieren belastet zwar die Platte, dafür wird sie allerdings nachher geschont da deutlich weniger Zugriffe nötig sind und die Dateien in einen Stück gelesen werden können.

außerdem gab es das angeblich vor win2000 erst gar nicht und er sei microsoft partner

Win 95 hatte doch ebenfalls schon ein Defragmentierungsprogramm.
 
Bei stark beanspruchten und recht vollen Platten, wo ständig Dateien unterschiedlicher Größe gespeichert und gelöscht werden, macht Defragmentieren nach einer Weile durchaus Sinn. Aber man merkt, wann es notwendig wird: Ruckelnde Video/Audiodateien, übertrieben lange Ladevorgänge, Festplattenröhren (heftiger Tanz des Lesekopfs um nur eine Datei zu laden). Wichtig dabei: Man will die Platte samt den Daten ohne Umwege behalten (bei Betriebssystempartitionen geht's bequem nicht anders). Genauso ginge es, die Daten auf eine andere Platte zu kopieren, auf der fragmentierten zu löschen und anschließend wieder auf sie zurückzuspielen.

Für Defragmentierung taugt, was Windows angeht, die systemintegrierte MS-Lösung völlig, die kommt auch der Bootbeschleunigung nicht in den Weg. Dass die Platte durch einen Defragmentiervorgang weniger beansprucht wird, wie durch monatelange Nutzung im Extrembereich, die durch Fragmentierung entstehen kann, dürfte auch klar sein. Bei großen Platten, die nur als Datengrab dienen (einmal beschrieben, selten was gelöscht), ist es nur selten notwendig.

Regclean braucht wirklich niemand, weil Windows jegliche Registryeinträge einfach ignoriert, die dort keinen Nutzen mehr haben. Aber ich denke das sollte hinlänglich bekannt sein, dass diese ganzen "Tuning-Tools", die es für Win gibt, der letzte Schrott sind, den man seinem System besser nicht antun sollte, weil sie absolut keinen realen Nutzen haben, schlimmstenfalls das BS demolieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da gabs doch mal ne Studie, dass Festplatten bei ~35°C länger durchhalten, statt bei 25°C...

Windows macht das ja jetzt nebenbei und immer ein bißchen und nicht mehr wie früher, wenn man es angestoßen hat und die Platte rattert dann stundenlang. Bei den kurzen Eingriffen derzeit würde ich eher sagen, die Festplatte wird nicht nennenswert belastet wird.

Abgesehen davon ist der Vorgang ein ganz normales Lesen, Schreiben, Lesen, Schreiben.
Die Festplatte ist dafür gebaut worden um genau das zu tun.

Das ist ja dann genauso zu sagen, ich kauf mir ein Auto und das darf dann die Garage nicht verlassen, weil es beim Gebrauch irgendwann kaputt geht.
ntloader schrieb:
Wenn deine Festplatte die Last eines Defragmentierungsvorgangs d.h. lesen und schreiben nicht verträgt, hat deine Platte ein ganz anderes Problem.
Genau das mein ich
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein erster Rechner hatte Win95 und wenn ich zurück denke konnte man dort auch mit Bordmitteln defragmentieren. Ab einer bestimmten Windows Version (Win Vista?) wird das defragmentieren nicht mehr empfohlen, da es keine spürbare Leistungssteigerung bringt.

Ob es destruktiv ist kann ich nicht beantworten. Es stimmt aber das die Platten länger brauchen als früher, weil die Schreib-/Leseraten nicht im gleichen Maß gestiegen sind wie die Speicherdichte.

Der Regclean kann wirklich zu fehlern führen aber diese treten selten auf. Außerdem ist es auch nicht mehr nötig, da die größe der Registry, durch effizienteren Code und gestiegene Leistungsfähigkeit der Computer praktisch keine Rolle mehr spielt.
 
Megatron schrieb:
Was Reg Cleaner angeht stimme ich ihn zu, aber nicht beim Defragmentieren.

Das defragmentieren belastet zwar die Platte, dafür wird sie allerdings nachher geschont da deutlich weniger Zugriffe nötig sind und die Dateien in einen Stück gelesen werden können
zustimm

SavageSkull schrieb:
Da gabs doch mal ne Studie, dass Festplatten bei ~35°C länger durchhalten, statt bei 25°C...
ja, die platten sind aber auch schon wieder einige jahre alt
 
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