Der Bürgergeld Thread - Diskussionen rund ums Bürgergeld

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Jo, ALG1 bleibt wie es ist. ALG2 wird Bürgergeld
 
D0m1n4t0r schrieb:
Wer seinen Job kündigt, der bekommt drei Monate ne Sperre und dann gibts erstmal Arbeitslosengeld das meist höher ist als das Bürgergeld.

jo und trotz Sperrzeit von Alg1 hat man Anspruch auf Alg2, sind zwar wegen der Sperre um 30% gekürzt, aber man hat in den 3 Monaten Geld und ist krankenversichert und muß so nicht sich freiwillig versichern ( sind glaube ich 150 Euro im Monat ) bzw häuft keine Schulden bei der Krankenkasse an
 
Corto schrieb:
das hat nur mit Bürgergeld zu tun und nicht damit das du irgendwie da deine Ressentiments gegen Ausländer mit reinbringst.
Entwicklungshilfe, egal wie bescheuert, hat mit dem Thema hier garnichts zu tun.

Da scheinbar über 40% der Hartz4 Bezieher Ausländer bzw. Menschen mit Migrationshintergrund zu sein scheinen kann man die Frage schon mal in den Raum werfen oder nicht?

Ich bin nicht dagegen Menschen zu helfen oder Flüchtlinge aufzunehmen aber man sollte dennoch in allen Themenbereichen auch über die wahren Umstände sprechen.

@D0m1n4t0r

Geh doch mal in Industrien und Firmen wo kein Deutscher mehr arbeiten will ;) Da findest du deine Jobs. Logistikbranche, Lebensmittelindustrie, Gastro, niedere Montagebranche und viele weitere (also die ganze Drecksarbeiten ;) ). Hier arbeitet praktisch kaum noch ein Deutscher. Diese Arbeiten werden zu Hauf von Gastarbeitern aus Polen, Tschechien, Ungarn und sämtlichen anderen Ostblockländern verrichtet.
 
@MrMorgan
es ging darum das mein Vorposter meinte das kein Geld da ist weil wir es an z.b. Indien als Entwicklungshilfe zahlen.
Das hat nichts mit dem Thema Bürgergeld und Sozialsystem zu tun und gehört hier nicht hin.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: mental.dIseASe
Andy8891 schrieb:
Fördern und Fordern kollidiert einfach komplett mit der Realität.

Angeblich verhalten sich 97% der Bezieher korrekt. Das bedeutet doch aber nur, dass sie nicht sanktioniert werden, aber sicherlich nicht, dass sie tatsächlich Arbeit suchen.

Dennst sonst wäre dies nicht die Standardaussage:
Nicht angeblich, sie tun es nachweislich - man kann den 97% nicht pauschal etwas unterstellen, nur weil man glaubt sie tun es nicht. Falls das nicht klar ist: Das H4 System wurde nie geschaffen um Menschen in Arbeit zurück zu bringen, sondern die Arbeit billiger zu machen und das wurde mit großem Erfolg auch geschafft.

Das System war nie darauf ausgelegt gezielt die Menschen zu fördern, darum sind die Vermittlungserfolge auch so extrem gering, hochwertige und sinnvolle Ausbildung war eher der Einzelfall als die Regel. Es ist daher sehr sinnvoll ein solches System durch ein neues zu ersetzen das die Bildung stärker in den Fokus rückt.
 
Ja das System von früher, in der man eine Stelle nur annehmen musste, wenn sie mit der letzten Stelle gleichwertig war, hatte schon auch was. Auch das man bis zu 32 Montate anspruch hatte.
Damit gab es kein Race to the bottom und man hatte durchaus Spielraum bei der Stellensuche, die natürlich auch Unternehmen beeinflusst.
Aus der Arbeitslosigkeit heraus mehr Gehalt zu verlangen ist dadurch eindeutig schwerer, da jedes Unternehmen weiß, dass man nach ein paar Wochen wohl auch so zusagen wird, sofern man nichts anderes findet um der recht schnellen Leistungskürzung zu entgehen.

Gleichzeitig wurden die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gesenkt, von 6,5% auf 3%. In der Regel wird eine Steuersenkung nur minimal an die Mitarbeiter weitergegeben, die Unternehmen die ich kenne rechnen alle mit den Lebenserhaltungskosten der Umgebung und daraus ergibt sich ein Gehaltsband. Bei höheren Steuern, würde auch mehr gezahlt werden (müssen).

Das H4 System hat für die Allgemeinheit sicherlich nichts verbessert. Große Änderungen seh ich beim Bürgergeld allerdings auch nicht.

Silke Bothfeld und Peer Rosenthal (2014) arbeiten in ihrer Analyse heraus, dass diese Entwicklungen zu einem schleichenden Abschied von der Sozialversicherungslogik in Deutschland geführt haben, mit der Folge, dass nicht alleine die prekär Beschäftigten von den Arbeitsmarktreformen getroffen wurden, sondern die Auswirkungen einer reduzierten Statussicherung bis in die Arbeitsund Lebensbedingungen der „Kernarbeitnehmerschaft“ hineinreichen. Dieser Rückbau des Sozialversicherungssystems ist daher auch mit einem Abbau von Rechten der ArbeitnehmerInnen und der Mittelschicht verbunden. Daher ist es keine Überraschung, dass die Angst vor den Folgen der Arbeitslosigkeit seit den Hartz-Reformen in der deutschen Bevölkerung stark angestiegen ist (Erlinghagen, 2010).
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Piktogramm
Corto schrieb:
und nicht damit das du irgendwie da deine Ressentiments gegen Ausländer mit reinbringst.
Bitte was? Woher leitest du das jetzt ab? Weil ich sagte das man Indien keine 10mrd hätte schenken sollen, weil bei uns Personen auf der Straße leben oder nicht genug Geld (bürgergeld) für Personen da ist, die wegen Krankheiten/ unfällen Arbeitsunfähig sind? Außerdem haben die 10mrd niemanden dort geholfen, da mit diesem Geld bei Russland öl und Gas gekauft wurde. Wenn du das gut redest, Frage ich mich wirklich wie du darauf kommst.
D0m1n4t0r schrieb:
Wir haben hier also ungefähr 1 Million freie Jobs und denen stehen 6 Millionen
Das ist natürlich echt ein Problem, wir bräuchten mehr Firmen die hier einen Standpunkt aufbauen, das ist aber nicht nur selten der Fall, wegen hohen Energie kosten und dem Bürokraten Kram beim Bau der Unternehmen. Also mehr oder weniger ein ewiger Kreislauf... Ich hätte jetzt aber auch echt gedacht das mehr Jobs frei sind als "nur" 1million.
Das bürgergeld bekommt unsere Regierung aber mmn insgesamt echt gut hin, nicht mehr als sein muss, aber auch nicht Zuwenig.
 
Wie läuft das eigentlich mit den Obdachlosen bei uns in Deutschland?

Müssten die nicht alle zum Staat gehen können und denen dann eine Wohnung und Bürgergeld bezahlt werden?

Wie kommt es, dass es doch welche gibt, die unter Brücken schlafen?
 
MichaelaRegena schrieb:
Wie läuft das eigentlich mit den Obdachlosen bei uns in Deutschland?

Müssten die nicht alle zum Staat gehen können und denen dann eine Wohnung und Bürgergeld bezahlt werden?

Wie kommt es, dass es doch welche gibt, die unter Brücken schlafen?

Ist die Frage ernst gemeint? Wenn die eigene Vorstellungskraft nur bis zum Stirnlappen geht.

Schon mal was von Schicksalsschlägen, Drogenabhängigkeiten, Krankheiten/Psychosen, Ausländern oder Entscheidungen gehört? :D
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: mental.dIseASe und Bennomatico
MichaelaRegena schrieb:
Wie läuft das eigentlich mit den Obdachlosen bei uns in Deutschland?

Müssten die nicht alle zum Staat gehen können und denen dann eine Wohnung und Bürgergeld bezahlt werden?

Wie kommt es, dass es doch welche gibt, die unter Brücken schlafen?
Die können sich zu viert in einem 20qm Zimmer unterbringen lassen. Im schlimmes Extrem, gibt aber (etwas) auch bessere Unterkünfte. Das Beste was ich da bisher hier erlebt hab, waren dann 2 Personen auf ein 30qm Zimmer.

Aber ein würdevolles Leben hat man da nicht, selbst ein wirklicher Rückzugsort nicht.
Ich kann jeden verstehen, der sich dagegen entscheidet und die Strasse vorzieht.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Piktogramm
Ohne festen Wohnsitz bekommt man in Deutschland zwar ALG2, aber kein Geld für Miete. Das ALG2 wird dann auf Wochen- oder Tagesbasis an Obdachlose gezahlt. Als Obdachloser kann man sich dann jeden Tag 15 Euro in Bar beim Jobcenter abholen.

Und ohne festen Wohnsitz hat man bei Vermietern auch im Prinzip keine Chance.
Das wiederum führt dazu dass Obdachlose, auch wenn sie wollten udn alles an staatlicher Unterstützung mitnehmen, sich oft keine Wohnung leisten können bzw. keine bekommen was wiederum dazu führt dass man als Obdachloser kein volles ALG2 bekommt.
Andere Länder sind da sehr viel weiter. Dort gibt es "housing first" als Konzept was bedeutet dass die Behörden als allererstes immer eine Wohnung finanzieren um die Leute von der Straße zu holen und danach dann Betroffene andere Leistungen bekommen.
In Deutschland wirds einem noch schwerer gemacht aus der Obdachlosigkeit rauszukommen. Hier wäre es z.b. sehr sinnvoll wenn Arbeitsagentur/Jobcenter Mietkaution und die ersten 3 Monatsmieten übernehmen und währenddessen dann ALG2/Bürgergeld genehmigen.
Wäre auch für die Vermieter besser wenn die wüssten "Die Person ist zwar obdachlos, aber der Staat gewährleistet dass die Miete gezahlt wird. Also ist an so Personen vermieten ziemlich risikofrei."
Bisher hat man als Vermieter das Problem dass man möglicherweise keine Mietzahlungen bekommt, der Obdachlose die Wohnung zerstört, trotzdem da wohnen bleibt, es ewig dauert bis die Räumungsklage durch ist und man anschliessend nen Schaden von paar Zehntausend Euro hat wegen ausbleibender Mietzahlungen, Gerichtskosten und Renovierung der Wohnung.
Da könnte man von staatlicher Seite den Vermietern viel mehr Sicherheit geben. Würde vielleicht auch zu weniger Leerstand führen.

Ich kenne soviele Leute die eigentlich vermieten könnten, aber lieber eine Wohnung leer stehen lassen weil das weniger Stress bedeutet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ben_computer_Ba schrieb:
Ich hätte jetzt aber auch echt gedacht das mehr Jobs frei sind als "nur" 1million.
Das bürgergeld bekommt unsere Regierung aber mmn insgesamt echt gut hin, nicht mehr als sein muss, aber auch nicht Zuwenig.
Sind auch zu wenig, du kannst sicher locker das 3-fache rechnen oder mehr.

Viele Firmen melden gar nicht mehr ans AA da von dort eh nix zu erwarten ist.

https://www.handelsblatt.com/politi...len-trotz-angst-vor-dem-absturz/28592008.html

Dazu kommt wie in meinem letzten Post geschrieben unzählige Stellen die aktuell mit Gastarbeitern besetzt sind da man dafür keine Arbeitskraft aus Deutschland findet ;)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Ben_computer_Ba
D0m1n4t0r schrieb:
Wäre auch für die Vermieter besser wenn die wüssten "Die Person ist zwar obdachlos, aber der Staat gewährleistet dass die Miete gezahlt wird. Also ist an so Personen vermieten ziemlich risikofrei."
die Zeiten sind schon lange vorbei, wo Vermieter an Leute die vom Amt kommt, vermietet, da der Staat ja zahlt.

da ist so ein Rattenschwanz dran ( Angemessenheit der KDU, Heizkosten ,Sanktionen usw usw ), das der Vermieter um die Miete bangen muß. Daher nix wie früher wo Mieter vom Amt risikofrei waren .
 
Ja eben, deshalb sollte man das dringend mal ändern. Weniger Bürokratie und mehr Sicherheit für Vermieter. Dann gäbs auch viel mehr bezahlbare Wohnungen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: MarkusMaier
D0m1n4t0r schrieb:
Ohne festen Wohnsitz bekommt man in Deutschland zwar ALG2, aber kein Geld für Miete. Das ALG2 wird dann auf Wochen- oder Tagesbasis an Obdachlose gezahlt. Als Obdachloser kann man sich dann jeden Tag 15 Euro in Bar beim Jobcenter abholen.
Keine Ahnung wo du da bist, aber hier in Köln bekommst du bei Kontobesitz, oder auch wenn du vorher deinen Stammsitz in der Stadt hattest, dein komplettes ALG auf einmal.

Zusätzlich: Housing first ist hier durchaus auch im Ermessensspielraum. Selber vor 10 Jahren so gehabt.
Aussage damals:
"Akklimatisieren sie sich erst einmal, versuchen sie einen Überblick über ihre Probleme zu bekommen, um Job und so kümmern wir uns dann in einem Jahr."
Gibt nur nicht viele Sachbearbeiter, dir das auch tun.

Und zur Sicherheit des Vermieters:
Würde schon reichen, wenn man als ALG II Empfänger einen Mietsatz bekommt, der Tag tatsächlich der Miete entspricht und nicht viel zu niedrigen alten Mietspiegeln.
 
Aha, Kontobesitz. Wer bekommt ein Konto? Richtig, Leute mit festem Wohnsitz.
Es gibt da soviele gegenseitige Abhängigkeiten wo sich fester Wohnsitz und andere Sachen gegenseitig bedingen, das bei Bedürftigkeit erstmal der feste Wohnsitz sichergestellt werden sollte, damit alles was davon abhängt auch funktioniert.
Aber wir schweifen hier glaube ich zu sehr ab, denn eigentlich solls ja ums Bürgergeld gehen und nicht um Obdachlose.
 
Ben_computer_Ba schrieb:
Bitte was? Woher leitest du das jetzt ab? Weil ich sagte das man Indien keine 10mrd hätte schenken sollen, weil bei uns Personen auf der Straße leben oder nicht genug Geld (bürgergeld) für Personen da ist, die wegen Krankheiten/ unfällen Arbeitsunfähig sind? Außerdem haben die 10mrd niemanden dort geholfen, da mit diesem Geld bei Russland öl und Gas gekauft wurde. Wenn du das gut redest, Frage ich mich wirklich wie du darauf kommst.

es hat schlicht nichts mit diesem Thema zu tun, hier geht es um die Reform von ALG2 und nicht um Stammtischparolen wie
"für andere ist Geld da aber nicht für unsere XYZ"
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: mental.dIseASe
Man sollte nicht vergessen das Obdachlosigkeit eine Extremform der psychischen und physischen Belastung bedeutet, was für uns eine Leichtigkeit darstellt den "geraden" Weg zu ergoogeln, ist für einen Obdachlosen teils unmöglich.

Allerdings: Das Bürgergeld ist kein Instrument zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit, hierfür müssten passgenaue Systeme erarbeitet werden, das "Housing First" Konzept wie es in Finnland praktiziert wird hat sich als äußerst erfolgreich heraus gestellt. Aber auch hier gibt es ein Aber: Es lässt sich nicht so einfach übertragen, in Deutschland herrscht ein extremer Mangel an Wohneinheiten, der sich auch nicht so leicht auflösen lässt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Corto und Erkekjetter
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Ähnliche Themen

Zurück
Oben