Der Bürgergeld Thread - Diskussionen rund ums Bürgergeld

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Erkekjetter schrieb:
erst von Chancen reden, dann von Leistung. Ich sage, wir leben in keiner Meritokratie, eine Gesellschaftsform, wo die eigene Leistung ausschlaggebend ist. UNd du kommst mit Chancen.

Ich kam nach Deutschland mit nichts, der deutschen Sprache nicht mächtig und alle andere als wohlhabenden Eltern und trotzdem konnte ich mich hier so bilden wie ich wollte ... lassen wir das einfach.
 
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k.hussle schrieb:
Wie auch immer, ich kam nach Deutschland mit nichts, der deutschen Sprache nicht mächtig und alle andere als wohlhabenden Eltern und trotzdem konnte ich mich hier so bilden wie ich wollte.
Das schließt das doch auch gar nicht aus. Lies doch bitte einfahc mal was geschrieben wurde. Nicht, dass es nicht geht, sondern dass die eigene Leistung nicht der Maßstab ist. Ich hatte dazu sogar ein konkretes Beipsiel formuliert.

Aber selbst die Chancengleichheit ist in DE nicht gegeben. Das zeigt jede Untersuchung der letzten jahre dahingehend. Anekdotische Evidenz, zumal auf deine eigene Person bezogen, widerlegt das nicht.
 
Vollständig leistungsunabhängige Chancengleichheit ist aber auch eine Illusion. Dafür müssten Menschen nicht nur gleiche Vorraussetzungen haben, sondern auch wirklich gleich sein.

Wenn zum Beispiel jemand kein Talent für Mathe hat wird es schon so (fast) keine Change geben, dass diese Person den Nobelpreis in Mathematik gewinnt. Da kann auch niemand etwas gegen tun und ist eigentlich auch unnötig.

So lange Menschen verschiedene Interessen und Begabungen haben, wird es immer unterschiedliche Hindernisse geben, die man nur per Mehrleistung überwinden kann.
Der Trick: Das muss sich die Waage halten zwischen allen Menschen, d.h. mal hat der eine, mal der andere Mensch eine Hürde zu überwinden. Aber an den Hürden wachsen wir auch, wir brauchen diese Erfolgserlebnisse und Motivationsgeber.
 
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Wirkliche Chancengleichheit gibts nicht. Das Elternhaus ist entscheidend. Davon hängen unter anderem schon die Grundschulnoten ab. Wenn der Lehrer weiss "Eltern haben studiert" bekommen die Kinder schonmal tendentiell bessere Noten als wenn der Lehrer weiss "alleinerziehende Mutter".
Dann die Wohngegend. Wer das Geld hat zieht in ne gute Wohngegend mit guten Schulen.
Wer kein Geld hat wohnt im Problemviertel und dessen Kinder gehen auf ne Schule mit 80% Migrantenanteil wo das beste Deutsch das gesprochen wird "ich mach dich Messer, Husohn!" ist.
Dann das finanzielle. Laptop und iPad für die Schule kann sich nicht jeder leisten, was dann dazu führt dass die Kinder ältere Modelle haben die vielleicht nicht mehr so gut laufen oder wo aktuelle Software zu lahm läuft um mit dem Rest schrittzuhalten.
Dann gehts weiter beim Studium. Reiches Elternhaus bedeutet: Man wird finanziell unterstützt und kann sich voll aufs Studium konzentrieren. Armes Elternhaus bedeutet: Man bekommt im besten Fall Bafög, im schlimmsten nichts, und muss dann um studieren zu können nebenbei arbeiten was wiederum das Studium verlängert und die Qualität beeinträchtigt. Wer nebenbei arbeitet ist müder, gestresster, etc.
Im Arbeitsleben gehts dann weiter. Wer die meist gut Vernetzten Eltern nutzen kann um berufliche Kontakte zu knüpfen hat definitiv einen Vorteil wenns um gute Jobs geht.
Und irgendwann dann sterben die Eltern und das ist der Zeitpunkt wo man richtig reich werden kann, nämlich durchs Erben. Erben hat nämlich mittlerweile die Variante "Arbeit" als Möglichkeit Reich zu werden ersetzt.
Durch Arbeit reich werden ist nämlich nicht einfach.

Gibt genug Untersuchungen mittlerweile dazu dass es eben keine richtige Chancengleichheit in Deutschland gibt, sondern dass es größtenteils auf der Herkunft und das Elternhaus ankommt.
Übrigens in dem Zusammenhang interessant, das größte Armutsrisiko haben Kinder mit alleinerziehender Mutter. Da ist nichts mit Chancengleichheit sondern da hat mans richtig schwer.
 
Keine Frage. Chancengleichheit gibt es natürlich nicht.

Aber ich bin der Meinung, dass bis auf ein paar wenige wirklich kranke, die Möglichkeit haben Ihr Geld selber zu verdienen.

Bei uns sucht die Dt. Post zum Beispiel ständig Zusteller.
Oder der Edeka am Markt Personal.

Da gibts für mich nicht viele Gründe, warum man solche Berufe nicht ausüben kann.
 
MortyMcFly schrieb:
Vollständig leistungsunabhängige Chancengleichheit ist aber auch eine Illusion. Dafür müssten Menschen nicht nur gleiche Vorraussetzungen haben, sondern auch wirklich gleich sein.
Davon spricht auch keiner. schon gar nicht von Leistungsunabhänig. Der Punkt ist: Weder das eine noch das andere ist in DE für den Erfolg entscheidend sondern nachweivor in großen Teilen die Herkunft.

Ich hab vor allem gar nicht von Chancen gesprochen. Sondern das wir in keiner Leistungsgesellschaft leben, sprich, die eigene Leistung über den Erfolg entscheidet. Obwohl genau das insbesondere bei Diskussionen über zum Beispiel das Bürgergeld immer so gern betont wird. Leistung müsse sich lohnen. Tut sie aber eben genau nicht! Schon gar nicht definiert sie eben, wo ich lande. Ich kann genauso viel leisten wie mein Nachbar und dennoch wird er, wenn er aus den richtigen Kreisen stammt und damit dort verkehrt, erfolgreicher sein.

Das letzt, sehr krasse beispiel dahingehnd war die eine Bahlsen Tochter. Nichts besonderes geleistet (nichtmal studiert groß soweit ich weiß) und dennoch eine obere Führungskraft in einem internationalen Unternehmen mit deutlich unter 30. Da kann jemand aus ner Hartz4 Familie ein Wunderkind vor dem Herrn sein, er wird NIEMALS dahinkommen in so kurzer Zeit. Und er wird auch nicht so finanziell abgesichert sein, wenn er dann, wie die Bahlsentochter, aus völliger Überforderung, den Job schmeißt und erstmal zu sich selbst finden will...

Das ist natürlich ein Beispiel mit den extremen an beiden Enden. ISt aber so auch wen man ein Kind aus ner Durchschnittsverdienerfamilie mit einem aus einer gutverdiener Familie. erster kann das selbe erreichen, wird dafür aber deutlich mehr tun müssen.
 
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D0m1n4t0r schrieb:
Wenn der Lehrer weiss "Eltern haben studiert" bekommen die Kinder schonmal tendentiell bessere Noten als wenn der Lehrer weiss "alleinerziehende Mutter".
Ich gehe mit einigem von dir überein, aber gibts das wirklich in einer Studie? Geht es da nicht eher um soziale Klassen?

D0m1n4t0r schrieb:
Dann gehts weiter beim Studium. Reiches Elternhaus bedeutet: Man wird finanziell unterstützt
Das Schöne daran: Nur weil deine Eltern dir dein Studium finanzieren, heisst das noch lange nicht dass du das Studium schaffst. Aber ja, Bafög könnte man ausbauen. Allerdings muss man ja auch nicht unbedingt zu Hause ausziehen und zeitgleich einen Job ("Werksstudent") im angestrebten Berufsfeld hilft sowohl beim Studium als auch nachher bei der Jobssuche. So Sachen wie Auslandjahr etc wäre aber wirklich cool, wenn sowas auch gefördert würde, da wirds dann langsam wirklich ungleich.

D0m1n4t0r schrieb:
Wer die meist gut Vernetzten Eltern nutzen kann um berufliche Kontakte zu knüpfen hat definitiv einen Vorteil wenns um gute Jobs geht.
Nur wenn man wirklich in die Fussstapfen der Eltern tritt, aber dann klar.

D0m1n4t0r schrieb:
Durch Arbeit reich werden ist nämlich nicht einfach.
Das war es noch nie. Ist ja Arbeit. :) Scherz beiseite, so ist das halt. Und nicht nur Leistung, sondern auch Vorraussicht und vor allem eine gehörige Portion Mut muss man aufbringen um dass zu schaffen.

Zum Erbe generell: Da bin ich tatsächlich sehr zwiegespalten. Ja, es gibt ein paar wenige reiche Familien hier in DE (hust Reemtsma hust), aber viele Leute vererben trotzdem nur was wirklich erarbeitet wurde. Und dafür wurden Steuern etc bereits bezahlt. Wenn jemand von seinen Eltern das Einfamilienhaus erbt, dass die Eltern sich im Wirtschaftsboom der 60er und folgender Jahrzehnte erarbeitet haben, umsichtig mit ihrem Geld umgehen und es eben nicht einfach ausgeben, will man diese Leistung der Eltern wirklich schmälern?
Ich werde zum Beispiel nie signifikant was erben, who cares.

Grundsätzlich: Ja, die Herkunft ist ein massives Problem, das steht ausser Frage. Aber trotzdem ist man hier nicht chanchenlos und kann fehlende Chancen oft durch mehr Leistung ausgleichen. Natürlich ist dazu aber nicht jeder gleich fähig, aber ist das denn überhaupt zwingend nötig? Muss jeder immer das absolute Top-Gehalt etc erreichen?
Warum ist ein Handwerksberuf nichts mehr wert?
Oder warum glaubt man (ja wird bei uns tatsächlich gezahlt) knappe 2900€ Netto für einen Abfallwirtschaftsangestellten ("Müllmann/-frau") wäre schlecht? Weil jemand anderes mehr hat?
Ergänzung ()

Addendum:
Aber da man sich ja hier im Kern einig zu sein scheint, was wäre denn eine mögliche Lösung für die Unterstützung benachteiligter Kinder?
Tipp: Nur mehr Kindergeld oder ein höherer Satz ALG-II ist es nicht.
 
MortyMcFly schrieb:
So Sachen wie Auslandjahr etc wäre aber wirklich cool, wenn sowas auch gefördert würde, da wirds dann langsam wirklich ungleich.
Erasmus Förderung beantragen (man muss dann halt auch was leisten - gewisse Creditanzahl, so kenn ich das zumindest) ;)

MfG, R++
 
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R++ schrieb:
Erasmus Förderung beantragen (man muss dann halt auch was leisten - gewisse Creditsanzahl, so kenn ich das zumindest) ;)

MfG, R++
Stimmt, die hatte ich total vergessen, danke :)
Da war der Druck aber schon nicht schlecht, wenn ich mich erinnere mit den Credits.
 
Naja, sonst wäre es ja ein bezahlter Urlaub:evillol:

Die Partneruniversitäten (i.d.R. dann auch keine Studiengebühr) tauschen ja meistens Kontingente mit den deutschen Pendants aus. Da spielt dann auch der "Ruf" eine Rolle. Wenn da nur irgendwelche Lutscher kommen, die meinen sie chillen und fallen durch alle Prüfungsmodule oder "schieben", dann ist klar, dass ich diese Studenten auch nicht mehr als Gäste haben will als Uni.


EDIT: Nicht falsch verstehen, man soll an/um die Zieluniversität schon Spaß haben und die andere Kultur "einatmen". So reift man auch und hat vielleicht den ein oder anderen Blickwinkel und erweitert seinen (geistlichen) Horizont. Es bleibt aber natürlich ein Studium. Und das heisst das Fachwissen aneignen.
MfG, R++
 
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R++ schrieb:
Erasmus Förderung beantragen (man muss dann halt auch was leisten - gewisse Creditanzahl, so kenn ich das zumindest) ;)

MfG, R++

Aber genau das ist doch auch oft das Problem. Wenn man arbeiten muss, damit man studieren kann, dann schafft man sowas nur selten.
War bei mir nicht anders, kein Anspruch auf Bafög, da angeblich zu viel Geld vorhanden wäre. Ist halt komisch wenn der Vater Alleinverdiener ist als Hallenwart.
Dadurch war es einfach nicht möglich die Regelzeit einzuhalten. Dadurch auch nie in den Genuß von Stipendium oder sonstiges gekommen.
Von daher muss man schon festhalten, dass man einfacherer Bedingungen hat, wenn das Geld passt oder man anders finanziell unterstützt wird.
 
@Ezechiel
Einfacher definitiv. Allerdings ist derzeit ja die Aufhebung der Elternbindung beim Bafög in Planung. Mal sehen wann das kommt. Dann bekommen zwar auch reiche Kinder Bafög, aber Fälle wie bei dir sollten dann nicht mehr auftreten.

Keine Möglichkeit gehabt, während dem Studium in einem verwandten Beruf zu arbeiten?
 
MortyMcFly schrieb:
Grundsätzlich: Ja, die Herkunft ist ein massives Problem, das steht ausser Frage. Aber trotzdem ist man hier nicht chanchenlos und kann fehlende Chancen oft durch mehr Leistung ausgleichen. Natürlich ist dazu aber nicht jeder gleich fähig, aber ist das denn überhaupt zwingend nötig? Muss jeder immer das absolute Top-Gehalt etc erreichen?
Warum ist ein Handwerksberuf nichts mehr wert?
Oder warum glaubt man (ja wird bei uns tatsächlich gezahlt) knappe 2900€ Netto für einen Abfallwirtschaftsangestellten ("Müllmann/-frau") wäre schlecht? Weil jemand anderes mehr hat?

Die Chancengleichheit spielt doch beim Thema Bürgergeld keine wirkliche Rolle.
Klar hat z.B. der Sohn einer reichen Familie bessere Chancen, als einer aus einer armen Familie.

Aber es darf kein Grund sein, deswegen gar nichts zu machen.
Entweder man stellt mich CEO einer Firma ein, oder ich bleibe zu Hause.

Da sind wir eben wieder bei dem Punkt, dass sich arbeit lohnen muss.
Wer mit dem Mindestlohn nicht zufrieden ist und meint, er habe mehr verdient, der darf sich doch jederzeit gerne selbständig machen.
Dann verdient er genau dass, was er für den Markt wert ist.
 
@MortyMcFly
Ich habe Lehramt studiert und habe dann nebenbei als Kabelhilfe beim Fernsehen sowie Jugendtrainer gearbeitet. Vor allem die Arbeit mit den Kindern / Jugendlichen hat mir mehr gebracht als jede Vorlesung in den Erziehungswissenschaften. Allerdings wurde das leider nie berücksichtigt :D
Aber im Nachhinein kann ich wenigstens sagen, dass ich das ganze aus eigener Kraft geschafft habe auch wenn ich nie als Lehrer tätig gewesen war.
Finde halt es muss zumindest bei den Studenten die Möglichkeit geben, günstig und zentral zur Uni zu leben und sich durch die Mensa o.ä. ordentlich ernähren zu können. Da braucht man dann zumindest nicht große Geldzahlungen, wenn die Grundbedürfnisse erfüllt sind.
Bin da glaube ich durch meine Einstellung eh eher der Mensch der Naturalien bevorzugt anstatt Geld.
 
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MortyMcFly schrieb:
Warum ist ein Handwerksberuf nichts mehr wert?
Ist es das? Dort sind die Weiterbildungschancen genauso groß wie an anderen Stellen. Muss jeder Handwerker als Geselle im Handwerk bleiben, wenn er sich nicht spezialisieren möchte oder sich gar selbstständig machen will? Ein befreundeter Heizungsbauer ist irgendwann in die Industrie gewechselt. Die übrigen haben sich irgendwann selbstständig gemacht. Egal, ob sie früher auf der Hauptschule oder dem Gymnasium waren und welchen Beruf die Eltern hatten. Eine Möglichkeit, die seit den 1990ern wohl in D komplett weggefallen ist.

Auch Leute mit Studienabschluss müssen sich weiterbilden, wenn sie neue Aufgaben übernehmen wollen, die u.U. genau wegen dieser Weiterbildug einen Mehrwert für die Firma bieten und damit besser bezahlt werden.

MortyMcFly schrieb:
Aber da man sich ja hier im Kern einig zu sein scheint, was wäre denn eine mögliche Lösung für die Unterstützung benachteiligter Kinder?
Ich hatte meine Vorschläge hier schon mehrmals gepostet. Da das aber sehr oft auf eine Art "Sachleistung" hinaus läuft, gefällt es den Meisten nicht: kostenlose Kita, garantierte Schulbetreuung bis Nachmittags inkl. Nachhilfe, kostenloses Schulesen, einheitliche Ausstattung aller Schüler, welche die Technik dann auch nicht mehr mit nach Hause nehmen müssten. Alles komplett steuerfinanziert und völlig unabhängig davon, wieviel die Eltern verdienen.

Das Problem neben einer Akzeptanz durch die Bevölkerung ist aber vor allem, wo man die mind. 1,5 fache real benötigte Anzahl an Lehr- ud Betreuungskräften her bekommt, selbst wenn man ihnen allen einen festen Arbeitsvertrag mit der Stundenzahl anbieten würde, die ihren individuellen Wünschen entspricht. Schließlich gelten ja auch für diese alle arbeitsrechtlichen Vorgaben und die 100% Abdeckung der benötigten Lehrer und Betreuer müsste bei sowas jederzeit sichergestellt sein. Im Idealfall natürlich an 365 Tagen im Jahr.

Dazu noch (ist mit der Kleinstaaterei in D aber niemals umsetzbar) einheitliche Lehrpläne in ganz D. Auch, damit arbeitsbedingte Umzüge der Eltern wenigstens in diesem Punkt nicht nachteilig für die Kinder wären.

MarkusMaier schrieb:
Klar hat z.B. der Sohn einer reichen Familie bessere Chancen, als einer aus einer armen Familie.
Wenn "reich" nicht mit "bundesweit bekannt" gleichzusetzen ist, dan liegt es allenfalls daran, dass jemand aus der armen Familie sich noch kein Netzwerk aufgebaut hat. Mich hat jedenfalls seit dem Elterngespräch zur Aufnahme ins Gymnasium kein AG mehr gefragt, was meine Eltern von Beruf waren.

Aber gut, ich werde auch nie zu den Millionären gehören. Weder heute noch nach dem Erbe, das mir aber mit mind. Mitte 50 sowieso nicht mehr viel bringen wird.
 
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gymfan schrieb:
Wenn "reich" nicht mit "bundesweit bekannt" gleichzusetzen ist, dan liegt es allenfalls daran, dass jemand aus der armen Familie sich noch kein Netzwerk aufgebaut hat. Mich hat jedenfalls seit dem Elterngespräch zur Aufnahme ins Gymnasium kein AG mehr gefragt, was meine Eltern von Beruf waren.
Das ist sehr kurzsichtig gedacht, ohne funktionierendes Netzwerk ist (fast) niemand in diesem Land wohlhabend, gar reich. Diese Netzwerke sind extrem relevant und machen den entscheidenen Unterschied, die berühmte extra Meile. Dafür musst du nicht bundesweit bekannt sein - noch nie davon gehört das viele hoch begehrte Betriebe bis heute vorzugsweise aus der Verwandtschaft der bereits bestehenden Belegschaft einstellen?

Selbstverständlich kann sich jeder ein Netzwerk aufbauen, doch der Sohn des Chefingenieurs bei Porsche wird im Schnitt drastisch besser in die Berufswelt starten können, als der Sohn des Kassierers bei REWE, selbst wenn beide Söhne ihren Master mit 1.0 gemacht haben.
 
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D0m1n4t0r schrieb:
Wenn der Lehrer weiss "Eltern haben studiert" bekommen die Kinder schonmal tendentiell bessere Noten als wenn der Lehrer weiss "alleinerziehende Mutter".
So wird's gemacht! 🤦‍♂️
 
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