Der Bürgergeld Thread - Diskussionen rund ums Bürgergeld

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Hallo

h00bi schrieb:
Aus Gründen der Flugsicherheit darf hier niemand einfach eingestellt werden ohne Überprüfung.
OK, bei den Millionen arbeitslosen Deutschen ist keiner dabei der die Überprüfung besteht, Migranten/Ausländer die erst vor kurzem nach Deutshland gekommen sind bestehen die Überprüfung.
Das erklärt natürlich wieso diese Arbeit hauptsächlich Migranten/Ausländer machen und die deutschen Arbeitslosen nur neidisch zusehen können obwohl sie diese Arbeit gerne machen würden.

Ist euch eigentlich klar was Ihr deutschen Arbeitslosen in den letzten Beiträgen unterstellt ? Das bei deutschen Arbeitslosen nur sehr wenige mit sauberem polizeilichen Führungszeugnis dabei sind.
Und Ihr regt euch auf wenn ich schreibe das viele Arbeitslose nicht arbeiten wollen und Hartz4/Bürgergeld nur ausnutzen um es sich in der Vollkasko all inclusive Hängematte gemütlich zu machen.

Grüße Tomi
 
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Ezechiel schrieb:
Aber genau das ist doch auch oft das Problem. Wenn man arbeiten muss, damit man studieren kann, dann schafft man sowas nur selten.
Auch wenn es schon ein paar Tage her ist - eine kleine Anmerkung meinerseits.

Das kann man doch garnicht "nicht schaffen"...
Die Erasmusförderung gilt NUR für den Auslandsaufenthalt und die dortigen Prüfungsmodule. Du musst also -keine Ahnung- dann 24 Credits oder so schaffen (war hier so)... das sind was? 5 Module oder so. Im Ausland gibt es meist auch "midterms" sodass man nicht nur punktuell auf eine Klausur "ready" sein muss und quasi kaum durchfallen kann. Meine Meinung.
EDIT: Im Internet lese ich teilweise 15-20 Credits - gut das ist dann wahrlich ein Urlaub im Ausland
:lol:


Auch hat das nichts mit BAföG zu tun. Da du ja im Ausland bist und dann auch nur remote Arbeiten könntest (mal von steuerlichen Konsequenzen oder das der AG nicht mitspielt abgesehen ;))

Selbst bei BAföG ist die Hürde des Leistungsnachweises nach 4 Semestern eine "Hürde", die jedes tote Pferd überwinden kann. Du brauchst keine vollen 120 Credits (je nach Studiengang varriiert das iirc) - kannst also jedes Semester eine oder mehr Klausuren schieben/nicht bestehen.
Ich habe auch einige Semester damals mehr als Regelstudienzeit gebraucht und mehr als locker den Leistungsnachweis erbringen können.

EDIT: Erster Googletreffer sagt zwischen 60 (:lol::lol::lol::lol::lol::lol:) und 100 Credits - wer das nicht schafft nach 4(VIER!) Semestern, der ist entweder im Studium falsch oder arbeitet Vollzeit 40h die Woche und besucht deswegen keine Vorlesung (was ein Studium auch zumindest fraglich erscheinen lässt)...


MfG, R++
 
R++ schrieb:
oder arbeitet Vollzeit 40h die Woche
Ich arbeite momentan fast kostendeckend ... das kostet mich bei Mindestlohn 20 Stunden pro Woche.
Vier 5-Stunden Schichten über die ganze Woche verteilt (zwischen 07:00 und 22:00).
Ich lebe momentan noch in den gleichen Umständen, wie im Studium (WG - weil günstig) und komme mit den €1080,- brutto gut zurecht.

Ein weiteres Studium nebenher könnte ich wohl wuppen, aber ich wäre definitiv nicht so schnell wie jemand, der noch im Hotel Mutti wohnt oder einfach nicht für seinen Lebensunterhalt arbeiten muss.
Die 20 Stunden die Woche (plus An- und Abfahrt sind es bei mir mom. eher 6-6,5 pro Einsatz) würden einfach an anderer Stelle fehlen.
 
DerOlf schrieb:
Ich lebe momentan noch in den gleichen Umständen, wie im Studium (WG - weil günstig) und komme mit den €1080,- brutto gut zurecht.

Keine Ziele oder Träume?
Ein wichtiger Grund warum meine Frau und ich arbeiten ist zb: das wir die Welt sehen wollen.
Hast du keine Träume die du gerne verwirklichen würdest?
 
Cyberdunk schrieb:
Keine Ziele oder Träume?
Natürlich habe ich auch noch ein paar Ziele und Träume (eines war und ist noch immer viel Zeit für Musik zu haben).

Mir ging es aber darum, dass ich es eben nicht für "total easy" halte, neben dem Studium für den eigenen Lebensunterhalt zu arbeiten und das Studium dennoch in Regelstudienzeit mit guten Noten abzuschließen.
 
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Dann brauchste halt ein zwei Semester länger so what, solange man nicht irgendwas nutzloses studiert spielt das fürs spätere Arbeitsleben keine wirkliche Rolle. Ich kenn reichlich Leute die ohne reiche Eltern mit Nebenjob ihr Studium fertig bekommen haben und auch mit durchschnittlichem Abschluss heute jenseits der 100k verdienen. Wann du was wo mit welchem Anschluss gemacht hast wird mit den Jahren im Arbeitsleben immer unwichtiger.
 
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@DerOlf

Hast du nicht Mathematik studiert? Meine das mal irgendwo gelesen zu haben. Damit einen Job zu bekommen ist von der Ausbildung her, eigentlich aktuell ziemlich easy. Klar, ich weiß nicht was du die letzten Jahre so gemacht hast, Erfahrungen sind halt auch sehr wichtig. Aber prinzipiell sollte damit doch mehr möglich sein als Mindestlohn.

Oder ist es eine bewusste Entscheidung angemessenere Angebote nicht wahr zu nehmen?
 
BOBderBAGGER schrieb:
Wann du was wo mit welchem Anschluss gemacht hast wird mit den Jahren im Arbeitsleben immer unwichtiger.
Das kann ich allerdings bestätigen. Auch, dass Berufserfahrung im Zweifel höher angerechnet wird als ein Studium und Quereinsteiger sich hierzulande durchaus durchsetzen können. Kommt natürlich auf die Branche an. Als Arzt muss man sich da als Quereinsteiger keine allzu großen Hoffnungen machen. Aber in anderen Bereichen sind die Chancen nicht schlecht. Gerade, wenn es einen akuten Mangel gibt.

Es gehört aber immer auch ein wenig Glück dazu. Es gibt faule Socken wie mich, die nie mehr als unbedingt notwendig tun, und sich trotzdem irgendwie erfolgreich durchmogeln. Und es gibt Leute, die sich bis zum Erbrechen abrackern und schlicht immer nur Pech haben. Das sind alles Faktoren, die sich nicht einfach wegdiskutieren lassen.
 
Natürlich spielt das ne Rolle, dass du 2 Semster länger gebraucht hast.... Mal davon abgesehen, dass du 2 Semster später erst Geld verdienst und eben auch 2 Semster später gehaltserhöhungen etc. werden die 2 Semster auch jedem Personaler erstmal auffallen und können durchaus der Grund sein, warum der, der 2 Semster schneller war, eingeladen wirst und du nicht. Auch bedeuten 2 Semster länger immer, dass du weniger Berufserfahrungen haben wirst als jemand, der keinen Nebenjob machen musste und eben 2 Semester früher fertig war. Klar wird der Effekt mit steigendem Alter geringer, dass ist irgendwie selbsterklärend. Aber zu behaupten es spiele keine wirkliche Rolle ist absurd... die ersten Jahre ist das sogar teils gravierend...

Ich mein, Faktenlage dazu ist doch hier aufgezeigt worden und dennoch kommen immer wieder einige hier an und meinen mit anekdotischer Evidenz belegen zu können, dass diese Datenlage so ja nicht stimmen könne und blenden dabei sowohl aus, dass diese Faktenlage nicht heißt, dass diese Personen es nicht schaffen können (sondern eben mit mehr Aufwand, der sich im weiteren lebenslauf aber eben stets negativ aka bremsend bemerkbar macht) als auch das einzelfälle stets wirken können, als wäre es dort anders. Nur widerlegt eine Person mit durchschnittlichem Abschluss, die dann mal irgendwann 100k verdient diese Faktenlage doch überhaupt nicht...
 
Tomislav2007 schrieb:
OK, bei den Millionen arbeitslosen Deutschen ist keiner dabei der die Überprüfung besteht
Was schreibst du für einen Mist direkt unter mein Zitat.
Ich habe explizit geschrieben es lag NICHT an der Anzahl der Bewerbungen, sondern daran dass die vielen Bewerber nicht schnell genug überprüft werden konnten.
 
Erkekjetter schrieb:
Natürlich spielt das ne Rolle, dass du 2 Semster länger gebraucht hast.... Mal davon abgesehen, dass du 2 Semster später erst Geld verdienst und eben auch 2 Semster später gehaltserhöhungen etc. werden die 2 Semster auch jedem Personaler erstmal auffallen und können durchaus der Grund sein, warum der, der 2 Semster schneller war, eingeladen wirst und du nicht.
Schwachsinn. Diese Denke hast du maximal noch bei den Big Four. Alle anderen ignorieren das, Work-Life Balance wird immer wichtiger und das kommt mittlerweile auch bei den Personalern an.

Und man muss natürlich immer schauen mit wem man sich vergleicht. Klar, jemand der komplett ABi, Bachelor und Master durchgegast hat, kann mit 24 mehr Gehalt haben als ich mit 30. Dafür habe ich damals schon andere Erfahrungen gesammelt, mich ausprobiert und die Zeit auch genießen können und stehe ich jetzt trotzdem gut dar.
 
Erkekjetter schrieb:
Natürlich spielt das ne Rolle, dass du 2 Semster länger gebraucht hast.... Mal davon abgesehen, dass du 2 Semster später erst Geld verdienst und eben auch 2 Semster später gehaltserhöhungen etc. werden die 2 Semster auch jedem Personaler erstmal auffallen und können durchaus der Grund sein, warum der, der 2 Semster schneller war, eingeladen wirst und du nicht. Auch bedeuten 2 Semster länger immer, dass du weniger Berufserfahrungen haben wirst als jemand, der keinen Nebenjob machen musste und eben 2 Semester früher fertig war.
Aber eine eher kleine Rolle.

99% machen halt aus wo und bei welchem Unternehmen man arbeitet, und auf was man sich evtl während des Studiums spezialisiert z.B. Thema der Master oder Doktorarbeit war und 1% dann vielleicht ob man 2 oder 4 Semster länger oder kürzer studiert hat.

Kurzes Studium und gemastert in dem Kleben von Bildern aus Nudeln Bewerbung in Frankfurt an der Oder - kein so hohes Gehalt
4 Semster länger studiert und gemastert in Optimierung von SAP Systemen Bewerbung in Vevey - i.d.R. sehr hohes Gehalt. xD
 
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Wenn ich jetzt erwaehne, dass es hier um die Grundsicherung durch Buergergeld geht und nicht darum, dass man keinen Job findet, wenn man die Regelstudienzeit dank Nebenjob nicht schafft, ist das wieder ein "Strohmann"?
 
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h00bi schrieb:
Ich habe explizit geschrieben es lag NICHT an der Anzahl der Bewerbungen, sondern daran dass die vielen Bewerber nicht schnell genug überprüft werden konnten.
Was auch totaler Quatsch ist. Ja, wurde in den Medien oft als Grund genannt, nein, es hat nicht übermäßig lange gedauert. Ich habe mich in dieser Zeit bei einem Unternehmen beworben wo ich die Überprüfung durchführen musste. Hat genau eine Woche gedauert. Anfang der Sommerferien dieses Jahr.

Wenn man die deutschen Arbeitslosen da gewollt hätte bzw. sich da mal deutsche Arbeitslose beworben hätten, hätte man genug Personal bereitstellen können. Aber es haben sich nunmal nicht genug beworben.

Es ist für ungelernte auch deutlich einfacher an bessere Jobs zu bekommen. Paketzusteller bei DHL verdienen zum Einstieg mehr als Mindestlohn, in der Industrie am Band stehen kann man auch ohne Ausbildung und verdient dank Tarifverträgen auch deutlich mehr als Mindestlohn.
 
Apacon schrieb:
Klar... einerseits wird argumentiert, dass berufserfharung das ist was zählt, dass diese dann aber kürzer ist bei jemanden der 2 Semster länger braucht und das dann Einfluss hat bei der STellensuche, dass ist dann Schwachsinn. Zum Glück ist das in sich derart offensichtlich unlogisch, dass ich da gar nicht auf meine anekdotische Evidenz verweisen muss, dass meine und die Erfahrung mir bekannter Personaler eine andere ist.
Bohnenhans schrieb:
Aber eine eher kleine Rolle.
Auch hier sagt die Faktenlage schlicht was anderes. Aber ich sehe schon, mal wieder werden konkrete, objektive Quellen ignoriert wenn diese die eigene Meinung nicht bestätigen und man greift die Aussagen daraus an ohne selber auch nur eine objektive Quelle dazu nachzuweisen, dass die Auswikrungen hier nur 1% ist. Wie man auch immer auf eine som absurd präzise Aussage in so einem Thema kommen kann... Oo
 
Apacon schrieb:
Hast du nicht Mathematik studiert?
Ja ... Abschluss 2010 (allerdings nur Bachelor ... also Grundstudium).
Da ich seitdem nicht auf diesen Abschluss gearbeitet habe, dürfte er momentan auf dem Arbeitsmarkt absolut wertlos sein.

Momentan bewerbe ich mich mit meinen Erfahrungen aus den letzten 3 Jahren ... also als Kassenkraft.
Axxid schrieb:
Wenn ich jetzt erwaehne, dass es hier um die Grundsicherung durch Buergergeld geht und nicht darum, dass man keinen Job findet, wenn man die Regelstudienzeit dank Nebenjob nicht schafft, ist das wieder ein "Strohmann"?
Ich sehe das weniger als Strohmann, denn als guten moderativen Hinweis.
 
@Erkekjetter
Es geht ja schon damit los, dass du anscheinend immer Menschen gleichen Alters miteinander vergleichst. Was in der Praxis halt komplett irrelevant ist da kein Personaler denkt, ah für die Stelle kommen nur 25 Jährige in Frage.

Ich arbeite in der Unternehmensberatung, eins der Paradebeispiele wo gerade Lebensläufe bevorzugt werden. Und siehe da, Berufserfahrung, Praktika, etc. alles deutlich wichtiger als 8 Semester oder 6 Semester studiert. Und selbst wenn die Frage im Bewerbungsgespräch gestellt wird, einfach eine gute Antwort parat haben und schon ist der Drops gelutscht.

So zu tun als würde man ansonsten Probleme bekommen hat vor 15 Jahren vielleicht noch gestimmt, ist heutzutage aber. zum Glück absolut veraltet und wird in der Praxis auch nicht mehr gelebt.
 
Häh das das eine exakte Zahl ist sollte doch wohl klar sein. Ich sage mal 99,9999% der Menschen die nicht ausschliesslich das Kleben von Bildern aus Nudeln studiert haben muss man das auch nicht erklären. :D

Und nein das Kleben von Bildern aus Nudeln kann man auch nicht Studieren.

Es gibt sicher hunderte von bewussten und unbewussten Kriterien warum ein spezieller Bewerber einen guten Eindruck bei einem Personaler hinterlässt und warum nicht. Studientlänge ist halt nur einer davon und meiner Erfahrung nach ein komplett unwichtiger im Vergleich zu was man an Spezialwissen mitbringt und wo/bei wem man anfängt.
 
Apacon schrieb:
Es geht ja schon damit los, dass du anscheinend immer Menschen gleichen Alters miteinander vergleichst
Na logisch. Wenn ich die auswirkung eines faktors beobachten will, eliminiere ich andere faktoren die winfluss nehmen, die mich aber in der Untersuchung nicht interessieren. Ich kann doch keinen frischen uniabsolventen nehmen, der einmal zeit x und einmal zeit x+2 semster studiert hat und vergleiche diese dann gegen einen 40 jährigen mit 10 jahre berufserfahrung und komme dann zum schluss, dass die x+2 keine rolle spielen weil beide dem 40 jährigen unterlagen.
Apacon schrieb:
Und siehe da, Berufserfahrung, Praktika, etc. alles deutlich wichtiger als 8 Semester oder 6 Semester studiert.
Eben nicht! Wenn alles andere gleich ist, macht das den unterschied. Das in der praxis natürlich es nicht auf einen faktor hinausläuft sondern die summe diverser ist, ist jedem klar. Trotzdem hat der eine eben einen negativpunkt mehr. Vor allem bleibt es meist nicht nur dabei. Wer mehr zeit hat weil er nicht srbeiten muss, kann mehr lernen, hat mehr freizeit als ausgleich und auch das hat auswirkungen. Ich verweise erneut auf die fundierte, hier verlinkte datenlage dazu. Diese iann man nicht wegdiskutieren, sie ist belegter fakt.

Wir leben in keiner leistungsgesellschaft, die immer dann als argument erhalten muss, wenn man dinge wie das bürgergeld diskutieet werden in der stets betont wird, das sich leistung lohnen müsse als wäre das ein tatsächlicher fakt, dass sich in de leistung wirklich lohnt und nicht andere faktoren definieren, wo wir im leben landen werden.
 
Könnten wir bitte zum Thema Bürgergeld zurück kommen oder brauchen wir dafür wirklich einen MOD?
 
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