gymfan schrieb:
Ja gigantisch von 27 Ct/kWh auf 32,5 Ct/kWh bei 12 Monaten Preisbindung. Und das auch nur weil ich zu faul war, mir in Q2/2022 einen günstigeren Vertrag zu suchen. Etwas, das ich mit 6 Moanten Freizeit (abzüglich ein paar Zwangsterminen beim Arbeitsamt) garantiert getan hätte.
Kann ich so auch nicht bestätigen.
Hatte bisher noch einen Vertrag über 32 cent + 10€ Grundgebühr.
Wurde mir nun erhöht auf 61 cent + 15€ Grundgebühr. Habe darauf hin gewechselt für „nur“ 43 cent + 14€ Grundgebühr. Immernoch ca 50% teurer als vorher, aber immernoch besser als der Alte.
Der alte Lieferant ist btw. der Grundversorger der Region.
DerOlf schrieb:
Mir wurde nach meinem Masterabschluss als erstes (im Erstgespräch also noch vor irgendwelchen Vermittlungsvorschlägen) eine Umschulung vorgeschlagen
Was natürlich auch irgendwie traurig ist, das jemand mit Masterabschluss zum Arbeitsamt muss. Sollte man doch meinen, dass jemand so hochqualifiziertes in jedem Fall einen Arbeitsplatz finden sollte.
Man muss aber auch sehen, dass es nicht überall für jede Fachkraft den passenden Job gibt. Dann muss man doch durchaus flexibel im Wohnort sein.
Wenn ich dem Bürgergeld etwas positives abgewinnen kann, ist das die Thematik mit der Weiterbildung. Es muss schlicht das oberste Ziel sein, die Leute wieder in Lohn und Brot zu bekommen. Die dann zum 35. Bewerbungstraining zu schicken ist so unsinnig wie Wasser in die Luft zu werfen und zu hoffen, dass es irgendwann von selbst oben bleibt.
Das die Leute da oft nur reingesteckt wurden um sie aus irgendwelchen Statistiken rausrechnen zu können ist doch sowieso ein Witz und reine Augenwischerei der Politik. Wer vom Amt betreut wird weil er keine Arbeitsstelle hat ist erstmal Arbeitslos oder "Arbeitssuchend". Nur weil er jetzt 2 Wochen Fortbildung macht ist er doch plötzlich nicht mehr Arbeitssuchend.
Das Thema Abstand zwischen Bürgergeld und Einkommen über Mindestlohn finde ich noch am kritischsten. Arbeit muss sich lohnen. Und das tut es nicht wenn ich für wenig mehr nur viel Aufwand, mehr Gesundheitsschäden und weniger Sicherheit habe.
Vermögensbehalt sehe ich wieder zwiegespalten. Einerseits will man dem, der mit Mitte 50 nochmal in die Arbeitslosigkeit fällt, nicht die gesamte Existenz nehmen. Auf der anderen Seite: Wenn doch Rücklagen und Ersparnisse da sind, warum muss dann die Allgemeinheit trotzdem dafür aufkommen?
Vom Thema Steuererhöhung für Spitzenverdiener in astronomische Höhen von 60%+x halte ich garnichts.
Einkünfte über 300k€, über wieviele Menschen sprechen wir da?
https://www.finanzen.net/nachricht/...n-reichsten-zehn-prozent-deutschlands-8964662
Wenn man danach geht, zählt man mit einem Jahresbrutto von ca. 150k€ (7180€ netto 12.400€ brutto*12) zu dem reichsten Prozent.
Weiter oben wurde mal die Zahl von ca. 35 Mio Erwerbstätigen genannt. Das würde bedeuten, dass etwa 350.000 Menschen mehr als 150k€ im Jahr verdienen. Wieviele dann sogar noch über 300k€ liegen kann man ggf. sogar nur schätzen.
Wenn man denen nun die Steuern um 30-40% erhöht (Steigerung von 42 auf 60% oder mehr) wird das doch primär dazu führen, dass nochmehr Steuervermeidungsmodelle forciert werden. Dann werden die Vorstandsposten offiziell in der ausländischen Gesellschaft angestellt oder andere Steuerschlupflöcher gesucht. Wir stehen auch im internationalen Wettbewerb und Führungskräfte und hochspezialisierte Wissensträger. Denen dann wiederum über 50% des Gehalts abknöpfen zu wollen, ist in jedem Fall keine gute Werbung.
Man kann an der Steuerschraube schon drehen. Z.B. durch weitere Anpassung des Freibetrags nach unten oder Verschiebung des Progressionsverlaufs bis zur Bemessungsgrenze. Letztere könnte z.B. auch konsequent mit der Inflation steigen womit sich auch die Kurve verändern würde. Davon hätten alle unterhalb der Bemessungsgrenzen etwas. Dagegen könnte man das „Reichenprozent“ (die 3% ab 250k€) nach unten korrigieren z.B. auf die Hälfte.