SE. schrieb:
Ausnahme sind hier Unternehmen, welche Gewinne abschöpfen wollen und Kosten lieber auf die Gesellschaft umverteilen. Amazon ist ein gutes Beispiel, diesem Unternehmen hilfst du indem du deine Pakete selbst bei Paketshops abholst.
Diese Unternehmen unterstützt man schon, wenn man ihre Internetseiten ansurft (da muss nichtmal zwingend was bestellt werden).
Ich nutze seit Jahren den online-Handel nur extrem selten (eigentlich nur für Musikbedarf, weils hier keinen Musikalienhandel mehr gibt) ... auch weil ich in einem Paketshop arbeite und daher täglich auf der arbeit sehe, was das "Wohnzimmer als Anprobe" für Folgen hat. Mehr als ein Drittel der Bestellungen gehen als kostenlose Retoure wieder zurück ... teilweise noch am Tag der Abholung. Da wird also ein Paket umsonst durch die Gegend gekarrt, nur weil man sich noch nicht sicher war, in welcher Größe es passt und in welcher farbe es einem am besten gefällt.
Gehe ich in ein Geschäft, dann kaufe ich entweder, oder ich kaufe auch mal nicht, wenn es halt nichts gibt, was mir gefällt ... manchmal bestelle ich die Ware dann direkt im Laden. Aber ... ich habe die Ware danach ... und fahre dafür einmal mit dem Bus in die Stadt und einmal wieder zurück. Darin sehe ich nicht wirklich ein Problem. Klar ist bestellen bequemer.
Auf den Seiten von Amazon, Shein, Zalando und wie sie alle heißen, war ich seit Jahren nicht mehr ...
Ich könnte sogar umsonst einen Amazon-Prime Zugang nutzen ... aber ich möchte dieses Unternehmen und diese Kultur einfach nicht unterstützen.
Ein ehemals durchaus wichtiger Arbeitgeber (der Einzel- und Fachhandel), ist dadurch nämlich ziemlich zusammengeschrumpft worden. Dabei war das mal einer der wichtigsten Arbeitgeber in ganz Deutschland ... zeitweise sogar wichtiger, als die Autoindustrie.
Heute haben wir eine riesige Logistik bis vor die Haustür ... natürlich weil das insgesamt billiger ist. Für den Konsumenten, die Hersteller und den Handel. Dafür geben wir mittlerweile alle gut die Hälfte unseres Gehaltes für Wohnen und Energie aus ... ich fände es sinnvoller, die Hälfte meines Gehaltes in meine Ernährung, Bekleidung und den sonstigen Konsum stecken zu müssen, statt einfach in ein Dach über dem Kopf mit fließendem Wasser, Strom und Heizung.