Der Bürgergeld Thread - Diskussionen rund ums Bürgergeld

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Wie sind sie denn dann gewählt? Wenn das nicht progressiv ist, ist in deinem Beispiel die STeuerbelastung bereits ab 43.000 Jahreseinkommen höher als im aktuellen System. Damit belastest du die Mitte mehr als bisher. Völlig entgegengesetzt zu deiner Prämisse... (Weshalb ich auch zunächst nicht so genau hingesehen habe zu meiner Schande....)
MarkusMaier schrieb:
Aber warum machen es so viele nicht? Weil sie nicht bereit sind, den Weg dorthin zu gehen.
Nö, weil es ein Märchen ist, was du behauptest. In DE ist dein Einkommen primär davon abhängig, aus welchem Haushalt du kommst und wengiger von deiner persönlichen Leistung. Deutschland ist vieles, nur keine Meritokartie.
 
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@MarkusMaier
Die Abgabelast erreicht man aber auch nur, wenn man den gesamten Betrag verkonsumiert und nicht einen Euro anlegt.
Zudem wäre es recht deppert die 200.000€ komplett als Gehalt zu beziehen und nicht als Einkunft aus Kapitalvermögen, denn da ist der Steuersatz mit 25% vorteilhaft.
200.000€ p.a. verdienen und annähernd 50% Steuerlast zu haben ist eher ein Hinweis darauf, dass da irgendwer nach dem Peterprinzip zu seiner Stellung gekommen ist..
 
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Erkekjetter schrieb:
und wengiger von deiner persönlichen Leistung. Deutschland ist vieles, nur keine Meritokartie.

Von Leuten die das behaupten, würde ich immer gerne die persönliche Lebensgeschichte hören :D
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MortyMcFly schrieb:
Was aber auch viele Leute unterschätzen: Unternehmer kann auch nicht jeder machen, wie bei jedem Beruf, braucht man auch hier ein Talent und den Willen dazu.

und genau der Wille wird weniger werden, wenn man die Steuerlast auch noch erhöht.

Ich kenne viele Leute, die sagen: Was soll ich noch mehr arbeiten? Ist doch dann eh nur für den Staat.
 
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2 Studenten. Der eine bekommt Bafög, macht einen Nebenjob, um das Studium zu finanzieren, weil die Eltenr nichts beisteuern können. Der andere muss nur das Studium machen, den Rest bezahlen die Eltern. Beide schließen das Studium mit einer 1 ab.

Beide haben das gleiche geleistet?

Du verwechselst Möglichkeit mit Eigenleistung. Möglich ist in DE für jeden fast alles. Nur der Aufwand der dafür nötig ist, schwankt von deutlich bis masiv je nach herkunft. Somit besteht weder chancengleicheit noch das leistungsprinzip.
Ergänzung ()

MarkusMaier schrieb:
Ich kenne viele Leute, die sagen: Was soll ich noch mehr arbeiten? Ist doch dann eh nur für den Staat.
Das ist UNsinn! Sowas von. Mehr für den Staat ist IMMER auch mehr für eine selber. NIemals verdient man irgendwann in unserem System nur noch für den Staat.
 
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Erkekjetter schrieb:
Wie sind sie denn dann gewählt? Wenn das nicht progressiv ist, ist in deinem Beispiel die STeuerbelastung bereits ab 43.000 Jahreseinkommen höher als im aktuellen System.
Das liegt daran dass im aktuellen Steuersystem von den 43.000 aus deinem Beispiel nur 34579 Euro versteuert werden müssen.
Im prinzip müsste man vom derzeitigen system 53.100 euro mit vorgeschlagenen 43.000 euro vergleichen. Und selbst dann hat man aufgrund diverser steuerklassen und freibeträge keine vergleichbarkeit.
Ausserdem, über Zahlen, Höhen und Prozente kann man immer diskutieren, aber es geht ums Prinzip und das ist doch wohl klar erkennbar, nämlich Entlastung unterer und mittlerer Einkommen und stärkere Belastung von den Leuten die wirklich viel verdienen. Man könnte statt 1/2Prozent auf 1000 Euro auch 1/3% nehmen, dann kann man die Steuern in 1000er Schritten bis 66,67% erhöhen bis sich zusätzliches Einkommen nicht mehr rentiert. Oder man nimmt 1/2 Prozent auf 1500 oder 2000 Euro. Dann flacht man das weiter ab und verlagert den maximalen Steuersatz weiter nach hinten.
Worum es geht, ist den maximalen Steuersatz weiter nach hinten zu verlagern um kleine und mittlere Einkommen zu entlasten, gleichzeitig aber den maximalen Steuersatz ebenfalls zu erhöhen um sehr große Einkommen stärker zu belasten.
Bei Milliarden an einkommen ist es nämlich völlig egal ob jemand ab 200.000, 500.000, 1 Million oder 100 Million Euro den Maximalsteuersatz zahlt.
 
Weils asoziale geizige egoistische Schmarotzer sind die gerne die Vorteile Deutschlands mitnehmen aber nicht bereit sind was dem Land zurückzugeben. In Deutschland gibts mindestens 26.300 Einkommensmillionäre, also Personen die jedes Jahr mindestens 1 Million Euro verdienen.
Wenn man annimmt, dass jeder von denen nur genau 1 Million Euro verdient und man die mit 70% besteuern würde täte das keinem von denen weh. Jeder hätte noch 300.000 Euro im Jahr.
Und Deutschland hätte auf einen Schlag jedes Jahr 18 Milliarden mehr an Einnahmen.

In Wirklichkeit verdienen die natürlich viel viel mehr als nur eine Million pro Person. Da wäre also Geld ohne Ende zu holen dass man dann wiederum in Deutschland investieren könnte, denn das macht man mit Steuern nunmal so, die wandern wieder in den Wirtschaftskreislauf des Landes.
Man könnte soviele gute Sachen damit finanzieren.
 
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Wenn wir mehr Steuereinnahmen brauchen, brauchen wir doch eigentlich keine höheren Steuersätze.
Wir brauchen dann:
  • Einfachere Steuergesetze mit weniger Ausnahmen
  • Höhere Gehälter im derzeit unteren Bereich
  • Mehr Steuerzahler (In DE arbeiten ca. 37 Mio. Menschen von 80 Mio. Einwohnern)
Und höhere Gehälter gibts entweder per Tarif oder indem man sich sonst in der Arbeitnehmervertretung engagiert. Der Mindestlohn wird nämlich zwar in der Politik nachher beschlossen, die halten sich aber weitestgehend an die dazu gegründete Kommission. Und die machen schon ihren Job.
Zum 1. Oktober gab es eine 30%-Erhöhung. Reicht zwar immer noch nicht, aber welcher andere Angestellte da drüber hat das schon dieses Jahr bekommen?

Eigentlich ist ja sogar die Zuverdienstregelung in Wirklichkeit keine Unterstützung für ALG-Empfänger sondern eine Subvention für Arbeitgeber. Der kann sich nämlich "zurücklehen", weil er weiss, dass für 100 Euro, die er dem Minderverdiener zahlt, der Staat nochmal 20 Euro drauflegt.
Und für den Angestellten sieht das dann so aus, als würde der böse Staat im 80 Euro abnehmen.
 
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Die ist einfach nur Tochter von Beruf.

Hätte sie das mitgemacht, was Ihre Vorfahren durchmachen mussten, bis das Unternehmen da steht, wo es heute steht, würde sie anders denken.

Im Prinzip immer genau das gleiche:
Wer selber noch nichts geleistet hat, ist immer der Meinung, dass alles ungerecht verteilt ist.
 
Interessanterweise scheint sich ja jetzt ein Kompromiss gefunden zu haben bei der Regierung:
  • 502 € (zu wenig in meinen Augen)
  • Keine Vertrauenszeit
  • 1 Jahr Schonzeit bzgl Wohnung statt 2
  • Schonvermögen bei 40k für den ersten, 15k zusätzlich für jeden weiteren Teilnehmer der Bedarfsgemeinschaft

Keine Ahnung, Schonvermögen könnte höher sein, aber nur unter der Auflage, dass es fest weggelegt ist ohne Zugriff für den Alltag und das mit der Wohnung hätte ich mit einer Obergrenze versehen, dafür aber das allgemeine Wohngeld wieder an die Realität angepasst. (Also hoch)
 
Bei ALGII/Bürgergeld von kumulierten Vermögen zu schreiben. Oje oje.

Zudem muss natürlich jede Vermögensänderung mitgeteilt werden. ALGII/Bürgergeld muss immer wieder per Antrag weiter bewilligt werden.

Unangenehm.
 
MarkusMaier schrieb:
Hätte sie das mitgemacht, was Ihre Vorfahren durchmachen mussten, bis das Unternehmen da steht, wo es heute steht, würde sie anders denken.
Je nach Familienunternehmen wäre ich da ganz vorsichtig...
Braunes Erbe: Familienunternehmen und die NS-Zeit
Viele Familienunternehmen, die mehr als 100 Jahre auf dem Buckel haben, müssen sich ihrer Rolle im NS-Regime stellen. Der Umgang mit der Vergangenheit ist schwer, denn die Beteiligten kommen häufig aus dem engsten Familienkreis. Warum sich die Familie gerade deshalb mit dieser Zeit auseinandersetzen sollte.https://www.wirmagazin.de/arbeitgebermarke/braunes-erbe-familienunternehmen-und-aufarbeitung-der-ns-zeit-8749/
 
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MortyMcFly schrieb:
Zum 1. Oktober gab es eine 30%-Erhöhung.
Wo hast du denn diese Zahl her?

Ab 1.10.2022 bekomme ich €12, die Stunde ... davor etwas über €10,-.
Herauszufinden, dass dass keine 20% waren, sollte eigentlich nicht schwer sein (bei diesen Zahlen muss man dafür eigentlich nichtmal den Dreisatz anwenden).

Der Mindestlohn wurde um maximal 20% angehoben ... und das ist angesichts von Teureungsraten deutlich über 25% lediglich ein (wie immer) etwas zu kleiner Inflationsausgleich.

Im Niedriglohnbereich ist man meist nicht gewerkschaftlich organisiert (das könnten nur die Niedriglöhner ändern) und wer sich für einen Betriebsrat stark macht, dessen befristeter Vertrag wird eben nicht verlängert (wogegen die Betroffenen leider nichts unternehmen können ... auch, weil sie meist nicht gewerkschaftlich organisiert sind).
Ergänzung ()

PS: Wer mkit 16 von der Schule abgeht, der hat die Schule nicht vorzeitig abgebrochen, sondern wa einfach nur am Ende seine Schulpflicht angekommen.
Diese endet ganz allgemein entweder 10 Jahre nach der EInschulung (vielleicht wurde das auf 8 ode 9 reduziert ... da bin ich nicht auf dem Laufenden), oder eben mit dem 18. Geburtstag.
Das Abitur macht man bereits an einer "weiterführenden Schule" ... und sowas ist meist freiwillig.
Jemanden, der mit 16 von der Schule abgeht und eine Ausbildung aufnimmt, als "Schulabbrecher" zu bezeichnen, ist dummdreist.
 
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@DerOlf
Das hab ich aus dieser Grafik der Bundesregierung, sorry, da stand 9,60€, sind tatsächlich keine 30%.
https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/mindestlohn-faq-1688186

Und auch ich habe gesagt, dass der zu niedrig ist. Aber zeig mir normale Arbeitnehmer, die dieses Jahr solch eine Erhöhung bekommen haben.

Edit:
Und ja, das durchzusetzen für die Arbeitnehmer ist risikoreich und schwer, aber woher kommt der Gedanke, andere müssen das für einen regeln?
Wenn ich mehr Gehalt haben will (bei uns gibt es auch keine Tarife oder Gewerkschaften), dann muss ich das auch selbst regeln.

Allerdings, und das ist wirklich ein Riesenproblem: befristete Arbeitsverträge. Da muss etwas unternommen werden.
 
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k.hussle schrieb:
Wurde ihm denn eine Waffe an den Kopf gehalten mit den Forderungen, Schule mit 16 Jahren "Abbrechen" und einen schlecht bezahlten Beruf anzunehmen? Und dann wurde ihm die gleiche Waffe 40 Jahre an den Kopf gehalten mit der Aussage, du darfst dich nicht weiterbilden, umschulen oder den Beruf wechseln?!

Das war vor über 50 Jahren und wenn man damals hier auf dem Land nicht der absolute Überflieger mit betuchten Eltern war dann war nix mit Abitur.
Da ist man nach der Volksschule eben in eine Ausbildung gegangen.

Also mal ganz vorsichtig bei der Bewertung von Lebensleistungen, du weist nie wie schwer oder einfach es jemand hatte.

Dennoch sollte man nach 40+ Jahren geregelter und durchgängiger Facharbeit besser leben als jemand der freiwillig nicht arbeitet, ganz egal wie schlecht man sich verkauft hat.

edit:
richtig verrückt kommt einem vor, das man damals mit diesem niedrigen Gehalt ein Haus bauen konnte, das schon lange abbezahlt ist, regelmäßig an die Nordsee in Urlaub fuhr und auch sonst alles hatte was nötig war.
Heute unvorstellbar.
 
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Corto schrieb:
richtig verrückt kommt einem vor, das man damals mit diesem niedrigen Gehalt ein Haus bauen konnte, das schon lange abbezahlt ist, regelmäßig an die Nordsee in Urlaub fuhr und auch sonst alles hatte was nötig war.
Heute unvorstellbar.
dann kommt so jemand die letzten 4 -5 Jahre vor Rentrneintritt in Arbeitslosigkeit/H4 und paar junge Schnösel die noch nichts geleistet haben, verlangen das er sein Haus belastet/verkauft.
Umd das ist eigentlich die Sauerei.
 
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jop, genau.

und selbst wenn die Schnösel was geleistet haben ist es einfach Unrecht.
Wir können kein Land sein das nur aus Unternehmensberatern und anderen Hochbezahlten besteht.

Laut dieser Schnösel sind ja Erzieher*innen, Pfleger*innen, Kassierer*innen, Handwerker*innen einfach nur Minderleister die ja alle Chef sein sollten oder Chefarzt.
Also selbst Schuld am eigenen Elend.
 
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