Viper_780 schrieb:
Würde ich nicht empfehlen, der integrierte Phonopreamp ist bei modernern Verstärkern sehr schlecht.
Na na....das mag teilweise sicherlich zutreffen. Aber die Denon AVR haben einen doch recht guten Phono Eingang. Ich hab hier 2 Denon AVR stehen. Den X1800H DAB als auch den Denon X2800H DAB. Am X1800H ist ein Dual 731Q mit AT VM540ML angeschlossen. Und da gibt es überhaupt nichts zu bemängeln. Der Klang ist da wirklich gut. Das wird beim X4800H nicht schlechter sein. Da hab ich schon viel gruseligere Kombinationen gehört, wo der Phono Eingang wirklich mies gewesen ist.
Für 300€ wirst du einen Dreher bekommen, der allenfalls als Einstiegsgerät zu bezeichnen ist. Meist mit einem einfachen Tonabnehmersystem mit konischer und gebondeter Nadel (konisch=Rundnadel und gebondet=aufgeklebter Nadel auf dem Nadelträger). Da kommt Musik raus. Mehr aber auch nicht. Wenn du wirklich keinerlei Ansprüche an der Wiedergabe hast, dann ist das in Ordnung. Aber damit verschenkt man extrem viel Potential.
Ob Riemen oder Direktantrieb ist eine Glaubensfrage. Beides hat seine Vor und Nachteile. Riemenantrieb ist meist technisch recht simpel und viel defekt gehen kann da außer dem Riemen nicht. Vielen Riemenantrieben wird aber nachgesagt, das sie Nebengeräusche produzieren. Bei meinen Dual 505-3 als einzigen Riementriebler im Bestand ist das jedoch nicht der Fall. Direkttriebler sind frei von Nebengeräuschen. Dafür haben sie aber immer Elektronik verbaut, welche wiederum anfälliger für Defekte sind.
Die Einstiegsgeräte von Audio Technica sind schon nicht schlecht. Da gibt es auch Geräte, die schon mit dem (hauseigenen) VM95E kommen. Da kann man schon Musik mit hören. Das VM95E ist eine elliptische, gebondete Nadel. Die gibt es auch als "nackten" (Nadel ist direkt im Nadelträger eingefaßt) Diamanten als VM95EN (elliptcal nude). Die kostet aber faßt das doppelte der VM95E. Sie klingt zwar trotz gleichem Schliffs minimal besser. Aber der heftige Aufpreis lohnt sich mMn. nicht. Dann lieber gleich zur VM95L greifen. Die spielt in einer ganz anderen Liga als die VM95E/EN.
Steckt ein VM95 System am Tonarm, so lassen sich alle VM95 Nadeln auf das System stecken. So läßt sich ein Einstiegssystem mit der VM95C durch simplen Nadeltausch auf die ML oder SH Nadel massiv aufwerten. Die VM95ML ist nicht ohne Grund der absolute Preis/Leistungstipp. Damit bekommt man richtig viel sein Geld.
Die Ortofon OM Serie (OM20, OM30) ist auch gut. Ich halte sie aber für deutlich zu teuer.
Ich kann verstehen, das du als Wiedereinsteiger ein Neugerät bevorzugst. Aber kein Neugerät in der Preisklasse bis ca. 500€ kann den Drehern aus der Hochzeit des Vinyls das Wasser reichen. Ein restaurierter Dreher (und damit meine ich komplett überholt mit Abschmieren und Austausch der anfälligen Bauteile der Steuerelektronik) spielt jedes Neugerät bis 500€ an die Wand.
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Da mein VM95ML ja das Zeitliche gesegnet hat, hab ich mich dafür entschieden, das aus der Serie kein Ersatz kommt. Ich hab das VM95SH hier und das spielt für mich über dem VM95ML. Ich hab hier noch ein Excel QD700-X liegen. Das hat bisher eine einfache elliptische Nachbaunadel und klingt bisher damit nicht schlecht. Das Excel QD700 geht eher in Richtung der Shure Systeme. Also eher warmer Klang und unten herum mehr "Bumms" als die AT Systeme. Dafür gibt es die QD 700 X HE. Preislich liegt die ungefähr auf gleichem Niveau wie die VM95SH. Die hab ich mir nun als Ersatz für die defekte 95ML Nadel bestellt. Bin gespannt.
Dann war ich wieder unvernünftig bzw. konnte nicht Nein sagen. Bei Kleinanzeigen gab es hier ein kleines Vinylpaket (3 Maxis und 3 Alben) für kleines Geld......
Ich bin jetzt nicht so im Depeche Mode Thema drinne. Aber als ich die "Performence" aufgelegt hatte, wurde ich stutzig. Sie klingt recht höhenarm. So wie eine zu stark komprimierte MP3. Also mal bei Discogs geschaut. Und siehe da: Sie ist dort blacklistet. Also ist das "Bückeware" (Bootleg).
Die Pressung ist aus Luxemburg von Label "The Swingin' Pigs" in grau marmorierten Vinyl. Soll wohl in dieser Variante nur 100 Pressungen geben.