Deutsche Glasfaster, Mieter wollen nicht was nun?

@Rockmi Du solltest dich an einen Anwalt oder den Mieterverein wenden. Hier wirst du keine rechtssichere Auskunft bekommen, schon gar keine auf die du dich später berufen kannst.
Hier antworten dir Laien die ihre Antworten mit Google suchen wie du es selbst vermutlich auch getan hast. (außer es outet sich jemand als Anwalt :D )

Hier dann gleich noch meine Laienmeinung:
Rockmi schrieb:
hatte bis jetzt mit 1und1 keine Probleme gehabt und da möchte ich auch bleiben, also wieso sollte ich gezwungen werden einen Glasfaseranschluß abzuschlißen, und einen Neunen Internetvertrag abzuschließen. Find ich nicht okay
Du musst den Anschluss nicht wechseln und auch keinen Vertrag abschließen. Aber da der Glasfaseranschluß unter "Modenisierung" fällt kann der Hauseigentümer die Anschlußkosten fürs Haus auf die Mietenumlegen bzw. als Betriebskosten deklarieren.
Aber wie gesagt: absolute Laienmeinung....
 
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Fossidog schrieb:
nie wieder was anderes
Gibt leider auch komplett andere Erfahrungen und deswegen kann ich den TE verstehen.

Wir sprechen uns in ein paar Jahren wenn da massiv überbucht wird und du zu stoßzeiten in die röhre guckst.

Mfg
 
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Die GlasFASTER (?!), wusste nicht, dass man im Ramadan Glas essen darf?! XD
 
kachiri schrieb:
Die aktuellen Mieter finden das doof? Gut. Weiß ich als Vermieter, wie lang er noch mein Mieter ist und ob er nicht, weil er sich verändern will, nicht eh bald auszieht? Der nächste Mieter hätte Glasfaser aber gern genommen und ich bekomme meine Wohnung jetzt vielleicht schlechter am Markt los, weil die Nachbarobjekte alle angebunden wurden?
Aber warum sollte er dann die Kosten umlegen auf jene, die es nicht brauchen?
Soll er es doch aus eigener Tasche zahlen und dann beim nächsten Mieterwechsel die Miete erhöhen. Die Nachfolger können dann immerhin entscheiden, ob ihnen das Gesamtpaket den Preis wert ist oder nicht. Die suchen sowieso eine neue Wohnung und werden nicht vor die Entscheidung gestellt "Zahl mehr oder kündige halt".
 
Warhorstl schrieb:
Aber warum sollte er dann die Kosten umlegen auf jene, die es nicht brauchen?
Die es nicht brauchen oder die es nicht wollen? Auch die aktuellen Mieter könnten sich jederzeit für Glasfaser entscheiden. Auch sie profitieren theoretisch von der Modernisierung. So ist das halt... Solche Kosten werden auf ALLE Mieter umgelegt und eben nicht nur auf diejenigen, die es nutzen.
Und es gibt halt Verteilschlüssel, an die man sich als Vermieter auch halten muss.

Diese Ergänzungen in den Gesetzen wurden eben gemacht, um den Ausbau für Eigentümer interessanter zu machen. Nur so kann man sicherstellen, dass der Glasfaserausbau flächendeckend auch funktioniert. Gerade in Objekten, in denen der Eigentümer nicht selbst lebt. Die würden sonst wohl eher nicht investieren in Maßnahmen, die am Ende nur Geld kosten. Wenn ich aber die Kosten auf die Mieter, also auf diejenigen, die in der Theorie davon profitieren, umlegen kann, dann wird ein Schuh draus.
Es stärkt also auch indirekt den Verbraucher. Es sei denn, man will es nicht. Aber ehrlich. Wieso will man Glasfaser nicht?!
 

Glasfaserbereitstellungsentgelt wird umlegbar​

Das Gesetz sieht unter anderem erstmals ein Glasfaserbereitstellungsentgelt vor, welches Vermieter auf ihre Mieter umlegen können – sofern die Umlage im Mietvertrag vereinbart ist. Demnach dürfen Telekommunikationsprovider künftig bis zu 60 Euro pro Wohneinheit im Jahr und in der Summe bis zu 540 Euro für die Bereitstellung eines Glasfaseranschlusses verlangen. Das Entgelt „darf höchstens für die Dauer von bis zu fünf Jahren erhoben werden“, heißt es. Ist der Zeitraum zur Refinanzierung der Gesamtkosten jedoch nicht ausreichend, kann er auf höchstens neun Jahre verlängert werden.
.........
Wer muss Glasfaseranschluss zahlen Mieter oder Vermieter?

Die Kosten müssen dann von Mieterinnen und Mietern bezahlt werden, unabhängig davon, ob sie den Glasfaseranschluss nutzen oder nicht.22.04.2021
.......
Das neue Telekommunikationsgesetz gilt ab dem 1. Dezember 2021. Eine für Verbraucher positive Veränderung ist der Wegfall des Nebenkostenprivilegs. Damit müssen Mieter beispielsweise nicht mehr für einen TV-Kabelanschluss bezahlen, der möglicherweise nicht einmal genutzt wurde.
Stattdessen könnten aber neue Kosten auf Mieter zukommen. Wie die "Verbraucherzentrale" berichtet, wird es nämlich möglich sein die Kosten für den Erstanschluss eines Hauses an das Glasfasernetz auf die Nebenkosten der Mieter umzulegen. Die Regelung gilt unabhängig davon, ob der Mieter überhaupt einen Tarif mit Glasfaser gebucht hat.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Rockmi schrieb:
Kann der Vermieter denn die kosten auf die Mieter umverteilen, wenn er diesen anschluß für sein haus möchte
Ob er das kann/darf weiß ich nicht. Ich fände das unter aller Sau als Mieter. Für mich wäre ein Lösung: der Vermieter übernimmt die Kosten und teilt es auf die Nutzer auf. Nichts gegen technischen Vorschritt aber die Preise von Deutsche Glasfaser sind halt auch nicht ohne. Ich zahle für mein Vodafone 300 Mbit/s über Kabel im schnitt 21€ auf 2 Jahre. Bei der Deutschen Glasfaser ist man auf 2 Jahre gerechnet bei 35€ und ich als Einzelperson brauch nicht unbedingt mehr als 300 Mbit/s.

Will ich wirklich von einem Glasfaseranschluss merklich profitieren muss ich den 600 Mbit/s Tarif wählen wo ich schon bei 52€ im Monat das wäre mir deutlich zu Fett für Internet.

Edit: Muss mich Korrigieren bei 60€ im Jahr ist die Umlegung OK.
 
Zuletzt bearbeitet:
kachiri schrieb:
Die es nicht brauchen oder die es nicht wollen? Auch die aktuellen Mieter könnten sich jederzeit für Glasfaser entscheiden. Auch sie profitieren theoretisch von der Modernisierung. So ist das halt... Solche Kosten werden auf ALLE Mieter umgelegt und eben nicht nur auf diejenigen, die es nutzen.
Und es gibt halt Verteilschlüssel, an die man sich als Vermieter auch halten muss.
Dann lass uns außerdem alle Häuser dämmen, bis kein Grad Celsius mehr entweichen kann. Das ist doch nicht ökonomisch. Aus Sicht des Vermieters mag das wünschenswert sein. Aus Sicht des Mieters ist es das aber nicht und egal wie man den Nutzen von beiden Zusammenrechnen möchte, ist es auch dahingehend nicht optimal.
Das Optimum wird dort hergestellt, wo der Vermieter nicht unabhängig von den Wünschen der Mieter entscheidet - die Gesetzeslage setzt aber Anreize, gerade darauf zu verzichten.

Ich schlage auch gar nicht vor, Kosten nur auf jene umzulegen, die es nutzen. Aber die Kosten sollten nur auf die umgelegt werden, die sich fair für oder gegen die Miete des Objektes entscheiden können. Altmieter vor die Wahl zu stellen "zahl mehr oder kündige" ist nicht fair. In vielerlei anderer Hinsicht will der Staat ja sogar genau vor so einem Verhalten schützen bspw. kann der Vermieter die Miete nicht einfach mal eben so erhöhen. Ökonomisch ist da aber kein Unterschied zu Modernisierungsmaßnahmen, von denen ein Mieter keinen Nutzen hat.
Da reicht ein "so ist das halt" nicht zur moralischen Rechtfertigung.
 
@Rockmi Ja und da bin ich echt Froh das ich in einer Eigentumswohnung leben die privat an mich Vermietet ist. Der Glasfaseranschluss der Telekom liegt seit einigen Wochen ganz ohne das ich dafür was Zahlen muss.... Ok ich nutze den auch nicht :D
 
Warhorstl schrieb:
Altmieter vor die Wahl zu stellen "zahl mehr oder kündige" ist nicht fair.
Hallo, gehts noch? Hier gehts um einen läppischen Glasfaseranschluss, keine Luxussanierung, die die Miete verdoppelt... Wie kann man nur so maßlos und lächerlich übertreiben
Ergänzung ()

kachiri schrieb:
Als Mieter sollte man sich hin und wieder auch mal in die Rolle des Vermieters versetzen und man sollte sich bewusst sein, dass es sich immer noch um fremdes Eigentum handelt.
seh ich genauso. Hier ist es ja ledigliche eine normale und durchaus zeitgemäße Modernisierung, keine rausekeln der Mieter oder Abriss und Neubau.
Hier schreien manche rum und führen sich auf, als wär hier eine Gentrifizierung des gesamten Landes im Gange -.-
 
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Hier im Mehrfamilienhaus wollten auch nicht alle Mieter den GF Anschluss. Die Vermieterin hat die hausinterne Verkabelung aus eigener Tasche bezahlt, sodass uns Mietern keine Kosten entstanden sind.
Okay mir sind dann Kosten für die professionelle Verkabelung innerhalb der Wohnung entstanden aber das war ja mein privates Vergnügen.
 
@rg88 Die Frage ist halt immer was es Kostet. 60€ im Jahr sind OK. Die Frage ist ob der Vermieter damit auf seine Kosten kommt.....
Deutsche Glasfaser ist mir aber einfach zu teuer für das was es mir an Nutzen bringt. Bei jemanden dem aktuell nur 16 Mbit zur Verfügung stehen sieht das aber sich anders aus.
 
rg88 schrieb:
Hallo, gehts noch? Hier gehts um einen läppischen Glasfaseranschluss, keine Luxussanierung, die die Miete verdoppelt... Wie kann man nur so maßlos und lächerlich übertreiben

seh ich genauso. Hier ist es ja ledigliche eine normale und durchaus zeitgemäße Modernisierung, keine rausekeln der Mieter oder Abriss und Neubau.
Hier schreien manche rum und führen sich auf, als wär hier eine Gentrifizierung des gesamten Landes im Gange -.-
Die Frage, warum man ein Vorgehen, das sich leicht verbessern lässt, dem ökonomisch besseren Vorgehen vorzieht, lässt sich trotzdem nicht von der Hand weisen. Und diese Frage stellt sich bei den 60€ für einen ungenutzten Glasfaseranschluss im Jahr genauso wie bei der teuren Luxusmodernisierung.

Gentrifizierung ist btw etwas anderes und meines Erachtens weder gut noch schlecht. Ich weiß, dass manch einer ohne emotionale Komponente keine Ungereimtheiten mehr finden kann. Die ganze Gentrifizierungsdiskussion baut ja beispielsweise nur auf einer emotionalen Komponente auf.
Das Mietrecht ist an genannter Stelle aber einfach nicht sinnvoll ausgestaltet, sondern deutlich unmoderner als die Maßnahmen, die damit umgelegt werden. Da kann jeder noch so nett miteinander umgehen, sich in den anderen hineinversetzen oder die Dinge akzeptieren. Der Gesellschaft schaden diese Regelungen.
 
Warhorstl schrieb:
Die Frage, warum man ein Vorgehen, das sich leicht verbessern lässt, dem ökonomisch besseren Vorgehen vorzieht, lässt sich trotzdem nicht von der Hand weisen.
von was sprichst du?
Ergänzung ()

Sahit schrieb:
Die Frage ist halt immer was es Kostet. 60€ im Jahr sind OK. Die Frage ist ob der Vermieter damit auf seine Kosten kommt.....
Die Kosten werden sich absolut im Rahmen halten. Das sind keine hohen Kosten und über eine längere Zeit auf mehrere Köpfe verteilt, macht das nicht wirklich was aus.
Ich sag ja, dass hier total übertrieben wird.
 
Sahit schrieb:
@Rockmi Ja und da bin ich echt Froh das ich in einer Eigentumswohnung leben die privat an mich Vermietet ist.
Was machst du, wenn ein Gf-Anbieter vorbeikommt und der Rest der Gemeinschaft gegen den ist?
 
@rezzler Häähhh was will ich da machen ich bin Mieter....
Eventuell habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich wohne in einem Mehrfamilienhaus bestehend aus X Eigentumswohnungen. Meine Vermieter haben also dort ne Eigentumswohnung gekauft und vermieten diese an mich weiter.
 
Sahit schrieb:
Meine Vermieter haben also dort ne Eigentumswohnung gekauft und vermieten diese an mich weiter.
Es kam so rüber, als ob die ETW dir gehört ;) Ich bin hier in meiner Zweitwohnung in der gleichen Situation und hab bis jetzt keine Probleme gehabt, aber bisher fanden auch keine Modernisierungen statt.

Wobei in einem großen Haus ein einziger Eigentümer/Vermieter für mich auch erstmal logischer/einfacher klingt als viele kleine.
 
@rezzler Ist mir am Ende egal. Natürlich hat so nen Eigentümerverbund auch Nachteile. Wenn irgendwas am Haus "nachgerüstet" werden soll müssen die Eigentümer halt immer Abstimmen. Aber als Mieter ist das ganze ja eh Fress oder Stirb.
 
rezzler schrieb:
Was machst du, wenn ein Gf-Anbieter vorbeikommt und der Rest der Gemeinschaft gegen den ist?
Die Frage ging zwar nicht an mich, ich steige aber mal ein.

Ich würde mit meiner Vermieterin reden und ihr einen Plan aufmachen wie sie einen Teil der Kosten von mir wieder rein holt. Falls sie sich dann dazu entschließt das für gut zu befinden muss sie nur noch der Gemeinschaft mitteilen dass sie sich dafür entschieden hat. Denn der rechtliche Anspruch eines Eigentümers steht seit kurzem im Gesetz, nur der Mieter selbst hat keinen. (was ich ok finde)

Frage in diesem Zusammenhang (und etwas näher am Topic): Wie realisiert die DG FTTH im Mehrparteienhaus? Weiß das jemand? Mein letzter Kenntnisstand ist total überholt, besagte "gar nicht".
 
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