Deutsche Sprache, schwere Sprache

Ich stelle gerade fest, das ich mich zuviel mit Computer, und zuwenig mit Deutscher Sprache
beschäftigt habe. Jetzt trau ich mich gar nicht mehr, hier was zu Schreiben.
Ich überlege gerade, wieviele Fehler ich in diesem kurzen Text gemacht habe.
 
Ich stelle gerade fest, dass ich mich zu_viel mit Computer, und zu_wenig mit deutscher Sprache
beschäftigt habe. Jetzt traue ich mich gar nicht mehr, hier was zu schreiben.
Ich überlege gerade, wie_viele Fehler ich in diesem kurzen Text gemacht habe.


Ich bin zwar kein Deutschlehrer, aber mMn sind es sieben Fehler. Wenn man das mit anderen Texten vergleicht, ist das gerade zu fehlerlos. Mit deinen Fehlern habe ich kein Problem, das sind alles nur Flüchtigkeitsfehler, die weder Sinn entstellen, noch an dem Verstand des Schreiber zweifeln lassen.
Es sind noch zwei stilistische Fehler dabei (Computer und deutsche Sprache ohne Artikel verwendet), aber die hab ich weggelassen.
Bei der Stelle, wo du ein Komma und dann ein "und" schreibst, bin ich mir nicht sicher, ob das Komma da stehen bleiben darf. Bei "und" als Konjunktion darf das Komma stehen bleiben oder weggelassen werden. Bei "und" als Teil einer Aufzählung weiß ich das nicht genau.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nur mal so aus Neugierde eine Frage an die hartnäckigen Kleinschreiber: Ist das wirklich so eine mörderische Zeitersparnis? Ihr schreibt doch bestimmt mit 10 Fingern, da macht das von der Geschwindigkeit her überhaupt keinen Unterschied.

Das ist zumindest meine Erfahrung.
 
Ich finde es auch wichtig, dass man zumindest in Foren Groß- und Kleinschreibung beachtet, das macht den Text doch deutlich lesbarer. Im Chat (IRC, ICQ, MSN...) ist das nicht ganz so wichtig, da achte ich ehrlich gesagt meist auch nicht darauf.

Was man in Foren auch oft sieht und was den Text unleserlich macht, sind fehlende oder zu viele Absätze. Manche übertreiben es da und machen nach jeder Zeile eine Leerzeile. Andere schreiben einen kompletten Aufsatz als einen einzigen Block. Wenn dann auch noch alles klein geschrieben ist, mache ich mir gar nicht erst die Mühe den Text zu lesen. Dabei ist es gar nicht so schwer, da einen halbwegs sinnvollen Mittelweg zu finden und Substantive groß zu schreiben.

Andererseits sind die Leute, die dann nur die Rechtschreibfehler korrigieren statt die Frage des Threaderstellers zu beantworten, genauso nervig. ;)
 
@e-Laurin: Vielen Dank. Also mit so vielen Fehlern habe ich nicht gerechnet. Oje...

Verbessserung :)
Ich stelle gerade fest, dass ich mich zu viel mit dem Computer und zu wenig mit der deutschen Sprache
beschäftigt habe. Jetzt traue ich mich gar nicht mehr, hier was zu schreiben.
Ich überlege gerade, wie viele Fehler ich in diesem kurzen Text gemacht habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
@moquai
Touché! Meinen anderen Fehler hast du aber nicht gesehen. ^^

@nixName
Ich habe noch einen stilistischen Fehler gefunden. Man müsste "etwas" statt "was" schreiben. Das ist aber kein Rechtschreibfehler. Das passiert öfters (auch mir), wenn man von der Umgangssprache in die Schriftsprache wechselt.
Das macht dann summa summarum 10 Fehler auf drei Zeilen Text, deine Deutschlehrer(in) würde dir die Hölle heiß machen. :evillol:

@DDM_Reaper20
Ich weiß auch nicht, warum die Leute immer etwas von Zeitersparnis erzählen. Ich habe mal einen 10-Finger-Schreibmaschinenkurs belegt und kann seit dem relativ schnell und meistens korrekt schreiben.
Ich kann mir das eigentlich nur damit erklären, dass die Shift-Tasten das Zwei-Finger-Adler-Suchsystem (Finger kreisen über den Tasten, bis die richtige gefunden wurde) ausbremsen.
Oder die Leute sind einfach schlicht zu faul, auf die Großschreibung zu achten. Diese "Ist mir doch egal"-Mentalität findet man ja nicht nur beim Schreiben.
 
e-Laurin schrieb:
Mir fällt immer wieder auf, dass unregelmäßige Verben plötzlich regelmäßig werden.
Beispiel: "Nehm das!" statt "Nimm das!"

Dazu kommt, dass viele in diesem Beispiel einen Punkt statt eines Ausrufezeichens verwenden. Dabei ist das eine Aufforderung und die muss man eigentlich mit einem Ausrufezeichen kennzeichnen.

Ich kenne ein ähnliches Beispiel von früher aus dem Sportunterricht. Hauptsächlich bei Ballsportarten.
"Werf!", sollte es nicht eigentlich "Wirf!" heißen. Das ich dieses Verb mal richtig höre ist leider zur Seltenheit geworden.

Gleicher Fehler:
"Ess auf!" anstatt "Iss auf!"
 
Ausschliessen möchte ich Personen, welche mit dem Handicap leben müssen, nur noch eine Hand zu haben. Von denen könnt ihr nun wirklich nicht noch erwarten, dass die Gross- und Kleinschreibung eingehalten wird.

Ich bitte euch auch um Verständnis, falls ein Legastheniker ein paar Buchstaben vertauscht.
 
@ trytobe

Na, ob hier so viele Einhändige rumschwirren . . . :p

Legastheniker sind eine andere Kiste. Ich habe zwei in meiner Fünften und nehme darauf Rücksicht. Beide schneiden allerdings in Vokabeltests (Englisch) verdammt gut ab, was mit Sicherheit daran liegt, dass sie beide sehr viel lernen, anstatt sich hinter der Entschuldigung "Ich bin Legastheniker, was wollt Ihr" auszuruhen.
 
Ich kenne auch eine Legasthenikerin und die Art ihrer Fehler unterscheidet sich deutlich von dem, was in einem durchschnittlichen Forum die "Mega-Pros" als Deutsch verkaufen wollen.
In gewisser Weise kann man das Legasthenikerdeutsch sogar eher verstehen.
 
Ich denke, dass Computerbase.de eine "offene" Community ist.
Jede und jeder (in Australien gibt es seit letztem Jahr ein offizielles Es http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32268/1.html ) darf hier Teil der Gemeinschaft sein.
Fehler sollen den Unvermögenden (wie z.T. auch mir) verzeiht werden und den Inhalt und dessen Aussage als höheres Gut betrachtet werden.

Im Ernst ;-) , es ist schon erschreckend, welch katastrophales Deutsch hier in gewissen "Absegnung Highend PC"-Threads herrscht.
 
Ich habe weniger Probleme mit der Rechtschreibung. Die meisten Wörter finde ich "logisch" und kann sie meistens aus den Regeln oder aus der Aussprache ableiten.

Womit ich aber Probleme habe, sind die 4 Fälle, der Satzbau und die Präpositionen (in Zusammenhang mit den Fällen). Ich weiß nie, ob es nun der, die, das heißt, folglich dann auch nicht ob es zur, zu oder zum heißt. Und weil man noch andere Sprachen spricht, ist alles im Hirn verschwommen, sprich, man weißt nicht mehr die Reihenfolge der Wörter (Satzbau), weil man das Gefühl dazu nicht (mehr) hat.

Also ich empfinde die deutsche Sprache als eine schwere Sprache. Wir kennen so was wie unregelmäßige Verben nicht oder auch nicht Wörter, bei der wir nicht alle Buchstaben aussprechen können. Beispiel "Buch", wenn man schon ein "c" hinschreibt, dann spricht man das auch, sonst hätte man auch "Buh" schreiben können. D.h. im Türkischen schreibt man (fast) alles so wie man es ausspricht und umgekehrt (es gibt aber auch sehr wenige Ausnahmen). Hilfsverben haben wir auch nicht und unbestimmte Buchstaben wie "f, v, w" oder "ü, j, y" oder auch "s, z, ß" haben bei uns feste Bestimmungen bei der Benutzung.

Ein "s" (Essen, das, fließen) bleibt immer ein s und wird nicht zu ein "zzz" (summen, Sieg, sausen) wie im Deutschen (liegt an den Vokalen). Das "ß" ist also eigentlich überflüssig, weil ein "s" und ein "ß" sich gleich anhören.
Aber wegen dem "zzz" müssen vor den Doppellauten ein "ß". Denn wegen dem "zzz" entsteht ein Verwechslungsgefahr (die Fliesen, aber das Fließen). Deswegen sprechen viele (eher nicht gebildete Türken) alle Wörter mit "s" wie ein "esss" und nicht wie ein "zzz", weil sie das nicht kennen. Denn es macht für sie keinen Sinn ein Wort mit "s" als "zzz" auszusprechen oder zu schreiben. Dafür hat man ja das "z".

Lange Rede, kurzer Sinn: die deutsche Sprache ist nicht sehr komplex wie vielleicht andere Sprachen, gibt sicherlich komplexere, aber sie ist auch nicht logisch, deswegen auch so schwierig.

mfg
 
cerasus schrieb:
Wir kennen so was wie unregelmäßige Verben nicht oder auch nicht Wörter, bei der wir nicht alle Buchstaben aussprechen können. Beispiel "Buch", wenn man schon ein "c" hinschreibt, dann spricht man das auch, sonst hätte man auch "Buh" schreiben können. D.h. im Türkischen schreibt man (fast) alles so wie man es ausspricht und umgekehrt (es gibt aber auch sehr wenige Ausnahmen).

Ich wäre froh, wenn in Deutschland jeder so schreiben würde wie er spricht.
Wir haben die unterschiedlichsten Akzente. Im TV ist fast alles Hochdeutsch und genau so wie man es dort spricht schreibt man es auch. Jedoch schreibt ein Bayer, Sachse oder Schwabe ja nicht genau so wie er auch spricht.
 
@cerasus
Es ist interessant, auch mal die Meinung von jemanden zu hören, dessen Muttersprache nicht Deutsch ist.

Ich stimme dir zu, Deutsch ist eine recht schwere Sprache. Wenn man zB man auf der englischen Wikipedia schaut, wie Deutsch beschrieben wird:
Wenn man das als Ausländer hört, bekommt man sicher Zustände.


Französisch halte ich übrigens für ebenso schwierig wie Deutsch.
 
Leider ist man so gut wie gezwungen Französisch zu sprechen wenn man Urlaub in Frankreich macht.
Die Franzosen sind ja sowas von eigen was ihre Sprache angeht. Selbst wenn sie Englisch können, wollen sie sich nur in ihrer Muttersprache unterhalten.
Scheinbar sind sie sehr stolz auf ihre Sprache.
 
@memphis2000;

Das ist ja auch völlig legitim. Denn warum sollten sich die Franzosen extra nach anderen Menschen richten?
Man ist ja im eigenen Land, warum also fremde Sprachen einsetzen/lernen?

Diese Denkweise herrscht übrigens auch in Deutschland. Allerdings sollte es Grenzen geben.
Denn wenn man in einer gemeinsamen Sprache helfen könnte, dann sollte man dies auch machen.

@e-Laurin;

Nicht nur den, es könnten auch 2 oder 3 sein. :D
 

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