Ich habe weniger Probleme mit der Rechtschreibung. Die meisten Wörter finde ich "logisch" und kann sie meistens aus den Regeln oder aus der Aussprache ableiten.
Womit ich aber Probleme habe, sind die 4 Fälle, der Satzbau und die Präpositionen (in Zusammenhang mit den Fällen). Ich weiß nie, ob es nun der, die, das heißt, folglich dann auch nicht ob es zur, zu oder zum heißt. Und weil man noch andere Sprachen spricht, ist alles im Hirn verschwommen, sprich, man weißt nicht mehr die Reihenfolge der Wörter (Satzbau), weil man das Gefühl dazu nicht (mehr) hat.
Also ich empfinde die deutsche Sprache als eine schwere Sprache. Wir kennen so was wie unregelmäßige Verben nicht oder auch nicht Wörter, bei der wir nicht alle Buchstaben aussprechen können. Beispiel "Buch", wenn man schon ein "c" hinschreibt, dann spricht man das auch, sonst hätte man auch "Buh" schreiben können. D.h. im Türkischen schreibt man (fast) alles so wie man es ausspricht und umgekehrt (es gibt aber auch sehr wenige Ausnahmen). Hilfsverben haben wir auch nicht und unbestimmte Buchstaben wie "f, v, w" oder "ü, j, y" oder auch "s, z, ß" haben bei uns feste Bestimmungen bei der Benutzung.
Ein "s" (Essen, das, fließen) bleibt immer ein s und wird nicht zu ein "zzz" (summen, Sieg, sausen) wie im Deutschen (liegt an den Vokalen). Das "ß" ist also eigentlich überflüssig, weil ein "s" und ein "ß" sich gleich anhören.
Aber wegen dem "zzz" müssen vor den Doppellauten ein "ß". Denn wegen dem "zzz" entsteht ein Verwechslungsgefahr (die Fliesen, aber das Fließen). Deswegen sprechen viele (eher nicht gebildete Türken) alle Wörter mit "s" wie ein "esss" und nicht wie ein "zzz", weil sie das nicht kennen. Denn es macht für sie keinen Sinn ein Wort mit "s" als "zzz" auszusprechen oder zu schreiben. Dafür hat man ja das "z".
Lange Rede, kurzer Sinn: die deutsche Sprache ist nicht sehr komplex wie vielleicht andere Sprachen, gibt sicherlich komplexere, aber sie ist auch nicht logisch, deswegen auch so schwierig.
mfg