Sammelthread Diskussionen rund um den Rundfunkbeitrag

AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

Wenn man eine Minderheit nach ihrer Meinung fragt bedeutet dies nicht das die Mehrheit genauso denkt. In diesenfall können die gut 1000 Leute die befragt wurden, in meinen Augen nicht die Meinung der ganzen Rundfunkgebühren zahlenden Bevölkerung wiederspiegeln. Da gibste mir sicherlich auch recht.
 
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Ja, so kann man das natürlich machen. Dann wird es halt kacke.

Da hier ein Meinungsforschungsinstitut am Werk war, wurde die mit Sicherheit die oben von mir verlinkte Methode der Stichprobenziehung verwendet. Und das resultiert eben darin, dass die Meinung der Personen aus der Stichprobe extrapoliert der Meinung der Auswahlgesamtheit entspricht. Genauso geht man bei Wahlen vor, weshalb die Ergebnisse meist auf die zweite oder dritte Nachkommastelle genau vorliegen, bevor die Wahlzettel überhaupt ausgezählt wurden.
 
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Ja, so wird auch berechnet, dass Millionen von Menschen Wetten dass.... gucken. Ich selbst bezweifel aber, dass solche Meinungsumfragen oder generell eine Extrapolation durch eine 1000 köpfige Menge möglich ist. Auch wenn in diesen Gruppen jedes Alter etc. vorhanden ist. Nehmen wir an, es würden ein paar mehr wirkliche Christen befragt werden, schon wäre es nicht mehr aussagekräftig. Nun ist die Tendenz in z.B. Bayern viel höher ausgebildet, christlich zu sein als z.B. im Ruhrgebiet. (Österreich sogar noch mehr) Wenn du demnach eine Umfrage in Berlin machst, und Berlin hat zwar schön Multikulti, sagt wahrscheinlich etwas für einen gewissen Schnitt aus, aber eben nicht für den Schnitt der gesamten über 80 Millionen. Dafür hat einfach jeder ein etwas anderes Leben mit individuellen Möglichkeiten. Einer is(s)t Bio, der andere ist religiös, wieder ein anderer ist gerne zu hause, der andere kann nicht raus, wieder ein anderer betreibt Sport etc. etc. Es gibt so viele Möglichkeiten, dass man (meiner Meinung nach) so eine Statistik nicht anwenden kann.

Wie auch immer, es ist ja gar nicht für den Bürger diskutabel in Deutschland, weil der Bürger keine Macht besitzt etwas daran zu verändern (außer durch wählen, oder so wie bei Stuttgard 21 aber wie lang hat das gedaurt?).
 
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Onkelhitman schrieb:
Ich selbst bezweifel aber, dass solche Meinungsumfragen oder generell eine Extrapolation durch eine 1000 köpfige Menge möglich ist.

Lese das oben von mir verlinkte Dokument und teile mir mit, welche Annahme warum falsch ist.

Onkelhitman schrieb:
Auch wenn in diesen Gruppen jedes Alter etc. vorhanden ist. Nehmen wir an, es würden ein paar mehr wirkliche Christen befragt werden, schon wäre es nicht mehr aussagekräftig.

Du hältst andere Leute aber auch echt für blöde, oder!? Natürlich werden solche Determinanten berücksichtigt. Mit solchen Tricks haben vielleicht die US-Amerikaner bei der Bildung ihrer Wahlbezirke gearbeitet. Ein Meinungsforscher benötigt Jahre an Studium, Ausbildung und Erfahrung, um eben solche Verzerrungsfaktoren auszuschließen.

Zur Grundlagenlektüre kann ich auch das hier empfehlen: http://www.amazon.de/Methoden-empir...qid=1403959995&sr=8-1&keywords=esser+methoden

Und nun bitte wieder zurück zum Thema. Stichprobengrößen sind es nicht, sondern der Rundfunkbeitrag. Wer weiterhin anzweifeln will, dass die Stichprobengröße nicht reicht, der kann mir gerne per PM eine statistische Erklärung liefern oder ein eigenes Thema dafür aufmachen.

Onkelhitman schrieb:
Wie auch immer, es ist ja gar nicht für den Bürger diskutabel in Deutschland, weil der Bürger keine Macht besitzt etwas daran zu verändern (außer durch wählen, oder so wie bei Stuttgard 21 aber wie lang hat das gedaurt?).

Stuttgart 21 hat lange gedauert, zu lange und so lange, dass bei der Bürgerbefragung herausgekommen ist, dass eine Mehrheit für Stuttgart 21 ist. Nicht weil die Mehrheit das für gut befindet, sondern weil die Mehrheit einfach nur noch genervt war und sich gesagt hat "jetzt baut euren scheiss Bahnhof halt endlich, dann isch a ruh". ;)

Insofern hat der Bürger schon Macht. Die Intention am Anfang und das Ergebnis am Ende passte jedoch nicht zusammen. Aus vielerlei Gründen.
 
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Solche Statistiken sind nie wirklich aussagekräftig. Dazu ist es zu leicht manipulierbar. Je nachdem wie man eine Frage stellt, kann man das Ergebnis stark beeinflussen.
Schönes Beispiel die Sperrung von KiPo. Fragt man die Leute ob sie dafür sind, das KiPo gesperrt wird, werden >90% mit Ja antworten. Fragt man sie ob sie für eine Sperre sind die ganz einfach umgangen werden kann, dann sieht es wieder ganz anders aus.
Auch die Personengruppe ist ein großer Faktor.
Solchen Umfragen kann man nie Glauben schenken und daher reicht die Stichprobe mit 1000 Leuten natürlich nicht.


Was ich bei den ÖR heftig finde, ist das in der Halbzeitpause Werbung gezeigt wird. Dachte die ÖR würden Abends keine Werbung mehr zeigen.
Würde da viel lieber die besten Szenen nochmal in der Wiederholung sehen. Geld haben die ÖR doch genug.
 
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@Deliberation
Siehe das Argument von WhiteShark.

Im übrigen, um auf deine Verlinkung zu kommen, siehe Seite 32, dort steht:
Fehler bei Statistiken. Auswahlfehler und zufällige Fehler können wir ausschließen, es sei denn, jemand revidiert während der Befragung seine Meinung.
Bleiben werden uns:
- Falschangaben
- Ausbleibende Antworten

und was dort nicht in der Erhebung steht: Jede weitere Korrelation des Befragten. Du fragst 1000 Leute. Einer von den Menschen hat Leukämie. Die Wahrscheinlichkeit, einen Menschen zu treffen, der Leukämie hat, betragt 1:7200 (ungefähr). Jetzt kommt die Umfrage, und es gehen zwei Freunde durch die Stadt und beide haben Leukämie und werden befragt. Schwupps, schon sind deine Zahlen durcheinander. Eigentlich darfst du bei 1000 Befragten keinen Einzigen mit Leukämie befragen. Warum? Weil du erst bei ca. 7200 Befragten einen abeihaben kannst, ansonsten kannst du von dem einen nicht auf 11 000 hochrechnen.

Und so geht das für alle Krankheiten, für jede Abstufung der Hautfarbe, für die Herkunft, für die Intelligenz, für die Religiösität, für die Lebenseinstellung, die politische Richtung, für die Berufsgruppen, die Einkommensunterschiede, die Eigentumsverhältnisse und unzählige, ja schier unendlich viele Faktoren.

Und die sollen alle mit in der Fehlerberechnung mit einfließen? Das geht nicht.

Stuttgart 21 hat lange gedauert, zu lange und so lange, dass bei der Bürgerbefragung herausgekommen ist, dass eine Mehrheit für Stuttgart 21 ist. Nicht weil die Mehrheit das für gut befindet, sondern weil die Mehrheit einfach nur noch genervt war und sich gesagt hat "jetzt baut euren scheiss Bahnhof halt endlich, dann isch a ruh". Insofern hat der Bürger schon Macht. Die Intention am Anfang und das Ergebnis am Ende passte jedoch nicht zusammen. Aus vielerlei Gründen.
Es wurden alle Deutschen gefragt wo deren Geld hingehen soll? Also ich mag mich irren, aber als ich noch in Deutschland war, wurde ich nicht gefragt. Frag doch mal jedes Jahr nach, wer die Rundfunkgebühren mit den jetzigen Geldbeträgen bezahlen möchte. Ich würde wetten, die Mehrheit ist gegen das jetzige System, nein sogar gegen die Rundfunkgebühr allgemein. Und hier der Punkt: Alle Deutschen könnten zwar abstimmen und eine Petition gegen die Rundfunkgebühr machen, das bringt aber selbst bei 40 Millionen Stimmen nichts, da es gesetzlich verankert ist.

Die Intention am Anfang und das Ergebnis am Ende passte jedoch nicht zusammen. Aus vielerlei Gründen.
Wie bei den Wahlen. Alle meckern 4 Jahre lang rum und wählen dann doch wieder dieselben, die dann wieder 4 Jahre Mist bauen. Und ich würde meinen, dass kaum jemand in Deutschlan vollends (also vollkommen) mit der Regierung und Politik zufrieden ist (das kann ich jedoch nicht beweisen).
 
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Onkelhitman schrieb:
Wie bei den Wahlen. Alle meckern 4 Jahre lang rum und wählen dann doch wieder dieselben, die dann wieder 4 Jahre Mist bauen.
Das ist der Hauptgrund warum ich nicht mehr daran glaube das sich zu meinen Lebzeiten was ändern wird. Das Wählervolk lässt sich gut manipulieren und hinhalten. Und kaum einer liest das Wahlprogramm.

Aber um beim Thema zu bleiben: Wie bekommen wir den wenigstens eine Gebührensenkung? Oder müssen wir staatlich organisierte Verschwendung unterstützen? Es macht keinen Sinn 30 Sender zu finanzieren für eine ursprüngliche Grundversorgung.
 
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Wobei eine Grundversorgung von 1960 nicht mit der von 2014 verglichen werden kann. Allein damit zu argumentieren, dass es damals auch mit zwei Sendern geklappt und das heute auch funktionieren soll ist nicht möglich.
 
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OK, also in 20 Jahren reden wir dann hier über 60 Sender und 150€ Gebühren pro Monat ?

Und wo findet man eigentlich verlässliche Quellen welcher Sender wieviel Geld von den Verein bekommt?
 
AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

@Noxiel
Die Grundversorgung ist aber eigentlich genau das. Und keine Luxusversorgung. Wenn es eine Luxusversorgung wäre, dann müssten ja in Deutschland die H4 Empfänger (tut mir Leid, dass die wieder mit reingezogen werden) auch Geld für Kaviar enthalten haben, immerhin leben wir nicht mehr 1960, als man noch saisonales Gemüse/Obst und Fleisch nur am Wochenende gegessen hat (der Vater das meiste und die anderen was übrig blieb).

Die Grundversorgung ist, dass man mit dem, was man bekommt, leben kann. In dem Fall der Grundversorgung von Informationsquellen bedeutet dies aber nur der Fernseher und das Radio. Internet muss jeder H4ler auch selber bezahlen. Ebenso muss man ein Mobiltelefon selber bezahlen. Warum? Grundversorgung? Also ist wohl doch noch so einiges auf 1960er Niveau, jetzt geht es nur um die Frage, was genau.

Da daher die Rundfunkgebühren wachsen, mehr Einnahmen erzielen und mehr Vielfalt anbieten, müsste heutzutage die Rundfunkgebühr einschließlich der Gebühren für Internetnutzung/Kabelnutzung/Telefonnutzung sein. Das ist sie aber nicht. Die Dinge muss man alle zusätzlich bezahlen.

Also der eine Luxus ist in Ordnung, weil er darauf basiert Abgaben einzunehmen und Vielfalt zu bieten. Das Zeug aber nutzen ist nicht Bestandteil dieses Luxus? Immerhin: Ohne Telefonkabel/Kabelanschluss = kein Internet (außer Satellit). Und weder das eine noch das andere wird bezahlt. Also doch wieder 1960.....

Kurzfassung: Die Abgaben und Steuern und Gebühren dürfen steigen, die staatlichen Leistungen jedoch bleiben gleich. Irgendwie komisch.
 
AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

Ich gebe nur wieder was das Bundesverfassungsgericht zum öffentlich rechtlichen Rundfunk legitimiert hat.
Anders als nämlich bei Hartz4, dass ja dem Grundsatz Fördern und Fordern folgt, bedeutet Grundversorgung beim ÖRR eben nicht Minimalversorgung. Daher hinkt dein Vergleich. Ich könnte das noch detaillierter ausführen aber mit dem Handy zu tippen ist eine Qual.
 
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Nein, Hartz 4 fordert und fördert in keinster Weise wenn ein Rentner eine Rentenaufstockung bekommt. Somit ist das Geld eine Grundversorgung. Was ist eine Grundversorgung? Im öffentlich rechtlichen Rundfunk ist dies die Aufrechterhaltung des Betriebes und das Aufzeigen einer Meinungsfreiheit sowie Vielfalt. Die ÖR sind keine Minimalversorgung.

Und daher hinkt der Vergleich nicht. Wieso ist die Leistung, die an Bedürftige geht eine Minimalversorgung, während der öffentlich rechtliche Rundfunk eben keine Minimalversorgung bekommt? Wieso ist der öffentlich rechtliche Rundfunk besser gestellt, als die Bürger des Landes Deutschland wenn es um Leistungen geht?
 
AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

Lionel Hutz schrieb:

OK Danke

Seite 10:
"Die Kommission erkennt die Anmeldungen des Programmaufwands von ARD (9.780,4 Mio. €) und
ARTE (482,2 Mio. €) an. Die Anmeldung des Programmaufwands des ZDF wird um 9,3 Mio. € auf
4.840,1 Mio. €, die des Deutschlandradios um 1,3 Mio. € auf 188,9 Mio. € gekürzt."
Weg mit der ARD, und die Gebühren können fallen. Warum kostet uns die ARD so viel? Verbrennen die dort Geld oder was?

Seite 12
"Die Kommission erkennt die Anmeldungen der Anstalten für die Werbe- und Sponsoringerträge an."
Soviel zu >wir zahlen für unabhängige Medien"<

Seite 20
"Sie würden einer Anhebung des Rundfunkbeitrags um 20,9 Cent für 2013 bis 2016 entsprechen; da
frühestens zum 1. Januar 2015 eine Beitragsanpassung erfolgen könnte, wäre für die Jahre 2015
und 2016 eine Erhöhung um 41,8 Cent erforderlich."
Die reden von Anhebung? Erhöhung? Nichts mit Senkung?

Seite 24
"Auffällig sind starke Einsparungen bei ARD und ZDF im Programmbereich, während die geplanten
Aufwendungen im Personalbereich deutlich überschritten wurden."
Ich lese da: Teures Personal ohne Leistung! Sind das alles Politiker oder was?


Ich denke das ich diese Lektüre erst mal verarbeiten muss. Vor allem früh um 4:30 Uhr.
Da wäre mir ein Balkendiagramm mit den Ausgaben lieber gewesen.
 
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@Herrmann
Da unterschlägst du aber was. Geschrieben steht:
Die Rundfunkanstalten haben für den Programmaufwand folgende Anmeldungen für 2013 bis
2016 vorgelegt: ARD 9.780,4 Mio. €, ZDF 4.849,4 Mio. €, Deutschlandradio 190,2 Mio. € und ARTE
482,2 Mio. €. Das sind im Jahresdurchschnitt bei der ARD 2.445,1 Mrd. €, beim ZDF 1.212,4 Mio. €,
beim Deutschlandradio 47,5 Mio. € und bei ARTE 120,5 Mio. €.
Ergo sind es weniger als du dort stehen hast.

Jedoch sind die Personalkosten bei 1,648 Milliarden bei der ARD, bei 0,3 Milliarden beim ZDF, beim Deutschlandradio 57,7 Millionen und bei ARTE bei 21,2 Millionen.
Das bedeutet, die ARD bekommt zwar 2,4 Milliarden im Jahr, davon gehen aber 1,6 Milliarden ans Personal.
Das ZDF hingegen bekommt 1,2 Milliarden im Jahr, davon gehen jedoch nur 0,3 Milliarden ans Personal.

Entweder kostet das Personal beim ARD zuviel (0,6 Milliarden wären bei der Rechnung durch das ZDF in etwa möglich; wäre eine Verdoppelung des Geldes bei ca. verdoppelten Ausgaben) oder aber das ZDF müsste an Personalausgaben 0,8 Milliarden haben.

Weiter unten:
Beim MDR aus arbeitsrechtlichen Gründen 63 Festanstellungen statt bislang in Arbeitnehmer-
überlassung ausgeübter Tätigkeiten (Auswirkung: 9,4 Mio. €).

Beim SR aus arbeitsrechtlichen und organisatorischen Gründen eine Übernahme von 13 Be
-schäftigten aus ausgegliederten Bereichen sowie mit 2 Stellen Eingliederung bisher fremdver
-gebener Aufgaben (Auswirkung insgesamt 3,5 Mio. €)

Beim WDR die Wiedereingliederung der WDR Gebäudemanagement GmbH mit 242 Stellen
(Auswirkung 66,2 Mio. €)

Also beim MDR kosten 63 Festeinstellungen 9,4 Millionen. Das sind knapp 150 000€ pro Person im Jahr = ca. 12500€ im Monat. Ok, da kommen natürlich noch die Abgaben drauf....
Beim SR kosten 15 Personen 3,5 Millionen. Sind 233 000€ pro Person im Jahr = ca. 19 400€ im Monat.

Also entweder zahlen die komische Transfersummen wie beim Fußball, oder.....

Wofür braucht man eine WDR Gebäudemanagement GmbH? Und wieso gehören die nicht schon den ÖR Sendern? Immerhin geht es doch hier um die Ausgaben der ÖR Sender. Und die müssten die WDR Gebäudemanagement GmbH doch schon besitzen, die musste doch mal gegründet worden sein mit dem Zweck.... ach Zweck, wer spricht da schon?

Das sind nur ein paar Teilausschnitte. Es kommen noch ettliche, unzählige dazu. Das Ding ist ein überlaufender Komposthaufen der zwar nützlich sein soll, aber anfängt zu stinken. Die Idee dahinter mag ja gut sein, die Bürger zu informieren, Meinungen aufzuzeigen, Fakten zu nennen. Die Ausführung und Nutzung der Einnahmen, sowie der noch zusätzlichen Werbeeinnahmen ist ganz sicher ein Witz. Nur alleine durch die Personalausgaben der ARD im Vergleich zum ZDF sieht man, dass entweder das ZDF unterbesetzt ist (oh, da müssen wir die Gebühren ja mal wieder anheben) oder aber die ARD als Ganzes misswirtschaftet. Sodass eben Gelder der Abgabenzahler sinnlos verbraten werden. Ich tippe auf letzteres, denn ansonsten würde das ZDF nicht senden können.
 
AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

Onkelhitman schrieb:
Also beim MDR kosten 63 Festeinstellungen 9,4 Millionen. Das sind knapp 150 000€ pro Person im Jahr = ca. 12500€ im Monat. Ok, da kommen natürlich noch die Abgaben drauf....
Beim SR kosten 15 Personen 3,5 Millionen. Sind 233 000€ pro Person im Jahr = ca. 19 400€ im Monat.

Also entweder zahlen die komische Transfersummen wie beim Fußball, oder.....

...du hast dich einfach verrechnet. Deine Angaben zu den Personalmehrkosten bei MDR, SR und WDR sind Bestandteil der für den Zeitraum 2013-2016 von der ARD gemeldeten Mehrkosten von 238,9 Mio € (siehe S.72 unten). Auf der folgenden Seite (S.73) werden deine zitierten Mehrausgaben von MDR (9,4 Mio €), SR (3,5 Mio €) und WDR (66,2 Mio €) als Bestandteil dieser 238,9 Mio € dargestellt. Es handelt sich daher nicht wie von dir ausgerechnet um jährliche Ausgaben sondern für den Zeitraum 2013-2016. Pro Jahr und Person sind das deutlich geringere und unverdächtige Beträge.

Onkelhitman schrieb:
Wofür braucht man eine WDR Gebäudemanagement GmbH? Und wieso gehören die nicht schon den ÖR Sendern? Immerhin geht es doch hier um die Ausgaben der ÖR Sender. Und die müssten die WDR Gebäudemanagement GmbH doch schon besitzen, die musste doch mal gegründet worden sein mit dem Zweck.... ach Zweck, wer spricht da schon?

Ich tippe darauf, das Gebäudemanagement wurde ehemals aus Kostengründen in eine eigene GmbH ausgegliedert. Diese Praxis ist z.B. auch im öffentlichen Dienst sehr verbreitet, in der GmbH gelten dann häufig niedrigere Tarifvereinbarungen. Wieso das wieder reintegriert wurde wird uns nur der WDR beantworten können.
 
AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

Danke Lionel, da bin ich glatt auf dasselbe Problem gestoßen wie oben Herrmann.
 
AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

Naja sind trotzdem 500 Mio Personalkosten im Jahr. Find ich schon recht viel.

Wenn man aber die ÖR mit Sky vergleicht, dann hat Sky wesentlich weniger Geld zur Verfügung, aber ein um Welten besseres Angebot.
Die ÖR müssen schon sehr schlecht wirtschaften, um da nicht mithalten zu können.
 
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Noxiel schrieb:
Oder es gibt diese Millionen Menschen in dieser Form einfach nicht und die Mehrheit ist zufrieden. Könnte ja auch sein...

Die meisten Menschen sind Herdentiere. Wenn ein paar tausend gegen die GEZ Rabatz machen läuft die Masse hinterher und dann bricht das System sehr schnell, war schon immer so.

Die Masse wird von sich heraus nie den ersten Schritt machen.

Das mit der GEZ ist das selbe wie wenn es nun eine Zeitungssteuer für Axel Springer oder Bertelsmann Magazine gäbe und jeder zahlen müssen, obwohl er diese Zeitung nicht konsumieren möchte. Auch wenn sowas beschlossen werden würde, die Masse würde erst sich dagegen wehren wenn ein paar Vorlaufen. Sie laufen dann einfach hinterher.
 
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