Sammelthread Diskussionen rund um den Rundfunkbeitrag

AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

Dafür muss man bei zwei Wohnsitzen (bspw Ferienwohnung) doppelt zahlen, obwohl man nur in einer gleichzeitig sein kann.

Es wäre wirklich sinnvoller wenn jeder zahlen müsste und fertig. Dann wäre auch der Verwaltungsaufwand geringer. Oder auch als Mietsteuer. Würde auch viel Geld sparen und könnte damit deutlich billiger werden.
 
AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

Naja, der "Verwaltungsaufwand" macht im Jahr 2014 bei 8,8 Mrd € Beitragseinnahmen 243,3 Mio € aus, also etwas unter 3%... Nicht unbedingt ein großes Einsparpotential, zudem auch alternative Erhebungswege Geld kosten. Die Erhebung der Kirchensteuer durch die Finanzverwaltung kostet im Länderschnitt auch 3%. Und irgendwer muss ja auch noch die Befreiungsanträge bearbeiten und bei uns aufm Finanzamt scheinen die schon genug Arbeit zu haben.
 
AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

Die Erhebung der Kirchensteuer ist ein Witz, um alle zum zahlen zu bringen. Sollen die es doch selber eintreiben.

Und irgendwer muss ja auch noch die Befreiungsanträge bearbeiten und bei uns aufm Finanzamt scheinen die schon genug Arbeit zu haben.
Vielleicht die, die jetzt berechnen, wer zahlen muss, und die Daten vom Einwohnermeldeamt auszuwerten. Müsste man noch nichtmals neue Leute einstellen oder entlassen.
 
AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

Mittlerweile sind 60 Seiten zusammen gekommen.

Endergebnis?

Muss gezahlt werden oder kommt man aus der Sache der unnötigen Zahlung irgendwie heraus?

Denn auch ich habe erneut ein schreiben bekomme das ich doch ~17€ monatlich zahlen soll für das, was ich gar nicht in Anspruch nehme geschweige denn haben will. :o
 
AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

Nach 60 Seiten ist die Sachlage unverändert: man muss zahlen, wenn man einen Haushalt in Deutschland führt, niemand anderes in diesem Haushalt zahlt und keine Grundlage für eine Befreiung vorliegt.
 
AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

Ich habe auch meinen Beitrag mit über 150 Euro auf einem Schlag zahlen müssen...
 
AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

Hallo zusammen,

als braver "GEZ" Zahler habe ich heute trotzdem unschöne Post bekommen...
Hoffe jemand von euch kann mir helfen, ich möchte die Sache gleich von Anfang an richtig angehen.

Folgendes Szenario:
Ich habe mich ca. 2011 notgedrungen bei der GEZ angemeldet mit einem PC, also die kleine "Radiogebühr". Seit Mitte 2012 habe ich eine eigene Wohnung als Zweitwohnsitz, der Erstwohnsitz ist weiterhin der Haushalt der Eltern. Umgemeldet habe ich mich bei der GEZ nicht, denn der Erstwohnsitz ist ja mein Hauptwohnsitz.
Seit der Umstellung 2013 zahle ich brav den vollen Beitag auf den Erstwohnsitz. Meine Eltern zahlen natürlich auch den Rundfunkbeitrag für Ihren Haushalt. Dass alle Wohnsitze beitragspflichtig sind wusste ich bis heute leider nicht, sonst hätte ich mich Anfang 2013 direkt umgemeldet.

Also unterm Strich zahle ich alles was ich muss, allerdings auf die falsche Adresse.
Muss ich für die 18 Monate (01.01.31 - heute) den Zweitwohnsitz jetzt nachbezahlen? Das wäre nämlich ca. 325€
 
AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

Für eine Zweitwohnung ist der volle Beitrag fällig.

Wenn du sonst im Haushalt deiner Eltern wohnst und dort mit deinen Hauptwohnsitz gemeldet bist, dann haben du & deine Eltern für diesen Haushalt doppelt bezahlt. Hier wäre nur ein Beitrag zu zahlen, für deine Zweitwohnung ebenfalls einer. Ich würde mich an den Beitragsservice wenden und die Sachlage schildern, evtl. lässt sich das mit dem Beitrag für die Zweitwohnung verrechnen.

Update:
Ich hab noch mal nachgeschaut, §10 Abs. 3 RBStV:
"(3) Soweit ein Rundfunkbeitrag ohne rechtlichen Grund entrichtet
wurde, kann derjenige, auf dessen Rechnung die Zahlung bewirkt worden
ist, von der durch die Zahlung bereicherten Landesrundfunkanstalt
die Erstattung des entrichteten Betrages fordern. Er trägt insoweit die
Darlegungs- und Beweislast. Der Erstattungsanspruch verjährt nach
den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches über die regelmäßige
Verjährung."
 
Zuletzt bearbeitet: (Update)
AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

Hey, vielen Dank für den Auszug.
Damit sollte ich auf jeden Fall eine solide Argumentationsgrundlage haben.

Aber mal ne andere Frage:
Ich habe ja nie angegeben für WELCHE Wohnung ich bezahle. Die GEZ (damals) hat ja nur meine Kontaktadresse. Diese Leistung war ja niemals auf eine Wohnung bezogen. Der Beitragsservice geht ja einfach nur davon aus dass ich für den Erstwohnsitz bezahle. Meine Kontaktadresse ist ja auch jetzt weiterhin mein Erstwohnsitz.
 
AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

Hallo
theblade schrieb:
Mittlerweile sind 60 Seiten zusammen gekommen.

Endergebnis?
Das Endergebnis hängt nicht davon ab wie viele Seiten hier zusammen kommen.

theblade schrieb:
Muss gezahlt werden oder kommt man aus der Sache der unnötigen Zahlung irgendwie heraus?
Ja es muss gezahlt werden.
Selbstverständlich kommst du aus der Sache raus wenn du dich befreien lässt weil du z.B. zu wenig verdienst oder H4 Empfänger bist, du kannst natürlich auch aus Deutschlang wegziehen oder deine Wohnung aufgeben und unter der Brücke schlafen.

theblade schrieb:
was ich gar nicht in Anspruch nehme geschweige denn haben will.
Das kannst du noch so oft wiederholen wie du willst, das ändert aber nichts an der Tatsache das du bezahlen musst, Zahlungsverweigerung kann sogar als Ordnungswidrigkeit ausgelegt werden die mit einem Bußgeld bestraft wird.
Da die GEZ mittlerweile eine Haushaltsabgabe ist interessiert es auch keinen ob du die Dienste nutzt, sobald du einen Haushalt hast musst du bezahlen.
Ich habe keine Kinder und trotzdem fließt ein Teil meiner Steuern in den Bau von Kindergärten, wer kein Auto hat bezahlt mit einem Teil seiner Steuern auch für den Bau von Autobahnen mit, so ist das halt in einer Gemeinschaft man zahlt für Sachen mit die man selber gar nicht nutzt.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

Damit sagst du aber, das die GEZ sich selbst mit der Umbenennung zum ARD, ZDF & Deutschlandradio zu einen Verein gemacht hat der Steuern erheben darf.
Demnächst zahlen wir alle Kirchensteuer, da ja die Christlich Demokratische Union uns regiert. Und selbst die Kirche brachte auch positives hervor. (Was man vom Fernsehen nicht wirklich behaupten kann)

Wenn wir alle zahlen müssen, hat der Beitragssatz zu fallen. Und das nicht nur um 50 Cent, sondern um 50%.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (überflüssiges Zitat entfernt!)
AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

Der Clou ist doch gerade, dass der Beitragsservice Beiträge und keine Steuern erhebt.

Letztlich kann eine Gesellschaft sich demokratisch natürlich für oder gegen eine Abgabe aussprechen. Sei es der Rundfunkbeitrag, der Solidaritätszuschlag oder etwas anderes, von dem man denkt, dass JEDER sich daran beteiligen sollte.

Mit der Kirchensteuer als Allgemeinabgabe wird es aber schwierig. Denn dagegen sprechen diverse, andere Gesetze, die aufgrund ihres Ewigkeitscharakters nicht außer Kraft gesetzt werden können. Es wäre zumindest eine Diskrimierung anderer Religionen.
 
AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

Hallo
Herrmann schrieb:
Damit sagst du aber, das die GEZ sich selbst mit der Umbenennung zum ARD, ZDF & Deutschlandradio zu einen Verein gemacht hat der Steuern erheben darf.
Das habe ich nie geschrieben, das interpretierst du jetzt so weil du es so sehen willst.
Ich sage nur das wir alle in der Gemeinschaft in gewisse Töpfe einzahlen, wie auch immer du es nennen willst Steuern, Gebühr, Abgaben, Obulus, Wegegeld wie auch immer.
Es ist dabei dann völlig normal das der eine gewisse Leistungen beansprucht und der andere weniger oder gar nicht, allen kann man es dabei sowieso nie Recht machen.
Wir zahlen ja auch alle den gleichen Satz für die Krankenkasse obwohl der eine nie und der andere ständig krank ist und dabei mehr Kosten im Gesundheitssystem verursacht.
Ich finde es zum Beispiel unmöglich das jemand eine ärztliche Behandlung wegen einer Schlägerei oder die Folgen von Alkohol/Nikotin Konsum aus dem Gemeinschaftstopf bezahlt bekommt, so etwas sollten die Betroffenen selber bezahlen müssen.
Wem das System der Gemeinschaft nicht gefällt der kann sich gerne aus der Gesellschaft ausklinken und auf eine einsame Insel ziehen.
Ich finde den Rundfunkbeitrag und die dafür gebotene Leistung in Ordnung, wenn ich mir vorstelle es würde nur Hartz4 RTL&Co TV geben dann würde ich meinen Fernseher wegschmeißen.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

@Tomislav2007
Das habe ich nie geschrieben, das interpretierst du jetzt so weil du es so sehen willst.
Du ja auch. Und zwar:
Ich sage nur das wir alle in der Gemeinschaft in gewisse Töpfe einzahlen, wie auch immer du es nennen willst Steuern, Gebühr, Abgaben, Obulus, Wegegeld wie auch immer. Es ist dabei dann völlig normal das der eine gewisse Leistungen beansprucht und der andere weniger oder gar nicht, allen kann man es dabei sowieso nie Recht machen.
Kannst du mir die Niederschlagsgebühren erklären? Wenn eine unbebaute Fläche Grünwiese z.B. pro qm 100Liter Wasser fallen und versickern, dann versickern auch 100 Liter Wasser, wenn dort ein Haus steht an den Regenrinnen. Es fällt nicht mehr Regen oder weniger Regen weil da ein Haus steht. Es versickert alles ins Grundwasser. Dennoch soll dafür gezahlt werden. Ist nicht richtig. Wenn der Kanal zur Ableitung genutzt wird, dann ist es richtig. Weil ja dann Kanalgebühren anfallen müssen. Kanal. Nicht Niederschlag. Der Unterschied ist einfach, dass das eine eine willkürlich erhobene Steuer und Abgabe ist, die andere Zweck und Nutzungsgebunden. Ist doch logisch, dass wenn ich meinen 1000m² Hof einmal mit Rasen habe, dass dort das Wasser versickert. Wenn ich 1000m² Hof habe und da ist in der Mitte nen Gulli und es fließt in den Kanal, na da muss ich für die Kanalsanierung, Kanalwartung, Kanalbegutachtung bezahlen. Weil ich es ja nutze. Aber wenn ich in der Mitte des bepflasterten Hofs nur ein Loch nach unten mache, versickert das ja in Grundwasser rein. Also habe ich ja weder weniger Wasser dem Boden hinzugefügt, noch den Kanal benutzt.

Wir zahlen ja auch alle den gleichen Satz für die Krankenkasse obwohl der eine nie und der andere ständig krank ist und dabei mehr Kosten im Gesundheitssystem verursacht. Ich finde es zum Beispiel unmöglich das jemand eine ärztliche Behandlung wegen einer Schlägerei oder die Folgen von Alkohol/Nikotin Konsum aus dem Gemeinschaftstopf bezahlt bekommt, so etwas sollten die betroffenen selber bezahlen müssen.
Das hättest du wohl gerne. Beamte bezahlen keinen Heller. Ebenso können es sich Selbstständige aussuchen, ob sie eine gesetzliche oder private Krankenversicherung zahlen. Ab 4050€ zieht davon ab die Beitragsbemessungsgrenze. Bis dorthin zahlt "jeder" seine gleichbleibenden Prozente (außer du verdienst noch weniger oder bist arbeitslos) und ab da an ist ein Deckel drauf. Es zahlt daher nicht jeder den gleichen Satz. Der eine zahlt mehr, der andere weniger, und der, der noch mehr Kohle scheffelt, hat ja "solidarisch genug getan" und wird belohnt. Klasse.

[QuoteWem das System der Gemeinschaft nicht gefällt der kann sich gerne aus der Gesellschaft ausklinken und auf eine einsame Insel ziehen.[/Quote]
Wenn es dir nicht passt, dass man seine Meinungsfreiheit benutzt um Argumente aufzuführen steht es dir frei dieses Forum zu verlassen. Ist aber irgendwie blöde oder meinst du nicht? Das ändert nämlich weder was am Thema, noch am Forum, weil dann bist einfach nur du weg aus der Diskussion. (oder wie du vorschlägst, aus dem Land)

Ich finde den Rundfunkbeitrag und die dafür gebotene Leistung in Ordnung...
Und deswegen können wir deine Meinung akzeptieren. Aber wir müssen sie nicht teilen. Und vor allem muss es niemand akzeptieren, dass das System so ist, und gestzlich nunmal nen Anker hat. Es müssten einfach nur Millionen Menschen aufschreien, dann würde was getan werden. Aber dazu sind die Menschen nunmal zu faul...
 
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Oder es gibt diese Millionen Menschen in dieser Form einfach nicht und die Mehrheit ist zufrieden. Könnte ja auch sein...
 
AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

@Noxiel
In dem Falle geben sich Millionen mit etwas zufrieden, was nur mehr wiederspiegelt wie sehr sich die Gesellschaft umgestaltet hat in etwas monströses. Welches Ungerechtigkeiten, Ungleichheiten (im rechtlichen Rahmen) akzeptabel findet und Diskrepanzen gar nicht erst diskutieren möchte oder sie gar nicht erst erkennt.

PS: @Deliberation
Naja gut, 51% sind zwar die Mehrheit, jedoch was ist mit dem großen Teil der 49%?

Es gehörte einfach viel mehr im Alltag über solche Dinge diskutiert. Stattdessen wird aber eher über andere Themen gesprochen, Smalltalk, Techniktalk. Es verschwinden die Diskussionen um wirklich wichtige Dinge. Und wir haben selbst Wichtigeres als den Rundfunkbeitrag, der ist nur das I-Tüpfelchen auf dem großen Haufen.
 
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AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

Wahnsinn. Es wurden eben mal 1025 Menschen befragt. Und dies wird gleich auf die gesammte Bevölkerung hochgerechnet. Wie aussagekräftig kann dies wohl sein.
 
AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

@Onkelhitman: Mir ging es nicht darum, dass die Mehrheit die Minderheit unterjocht. Ich wollte lediglich belegen, dass es durchaus viele Menschen gibt, die mit dem Gebotenen nicht zufrieden sind. Was für eine Konsequenz dies haben könnte und was die Ursachen für den fehlenden "Aufschrei" sind, wage ich nicht zu spekulieren.

@JackSparrow: wenn die Stichprobenauswahl methodisch korrekt war, ist die Stichprobe repräsentativ für die Grundgesamtheit. Wenn Du Dich näher damit beschäftigen willst:

https://www.wiwi.uni-due.de/fileadmin/fileupload/WIWI/pdf/187_Diskussionsbeitrag.pdf
 
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AW: Rundfunkbeitrag 2013 - was tun?

Das war mir klar. Wollte nur von mir aus darauf hinweisen das ich persönlich solche umfragen für sinnlos halte. Da werden wenige Menschen befragt und dann wird gleich angenommen der rest denk genauso. Auch wenn dies in diesenfall man sicherlich annehmen kann.

@Deliberation
Ich kenne diese Richtlinen. Ich persönlich finde es wie beschrieben nicht ausagekräftig.
 
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