Diskussionsthread: Deutsche Politik

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Eine Zuckersteuer wäre gar nicht notwendig, man sollte stattdessen das Metabo Gesetz nach japanischem Vorbild einführen. Die Zuckersteuer ist ohnehin sozial ungerecht, da sie wohlhabende Menschen kaum betrifft, das Klassendenken verschärft und letztlich nur ne Strafsteuer für Ärmere darstellt. Das Metabo Gesetz nimmt dagegen jeden gleichermaßen in die Pflicht.
 
@mo schrieb:
Eine normale Packung Kippen geht dann demnächst auf die 12-15 € zu.
Huh? Im ÖRR war von 'ca. 12 Euro bis 2030' für eine normale Packung die Rede, wo kommen deine 15 her?

@mo schrieb:
Gut, dass ich mir dieses Laster vor 25 Jahren abgewöhnt habe!
Besser ist das :)

Kassenwart schrieb:
Allein die Tatsache das alkoholische Getränke bei der Zuckersteuer außen vor sind. Jägermeister hat z.B. 13,2g Zucker auf 100ml.

Ah; aber in Anbetracht der Alkoholsteuer, die bereits fällig ist, fallen die 32 Cent/l bei Jägermeister nicht wirklich ins Gewicht...

Indes verstehe ich die Zweistufung (26 oder 32 Cent/l) nicht - was wäre gegen, sagen wir, 4 Cent pro Gramm zugesetzten Zuckers einzuwenden gewesen?
 
Araska schrieb:
Indes verstehe ich die Zweistufung (26 oder 32 Cent/l) nicht - was wäre gegen, sagen wir, 4 Cent pro Gramm zugesetzten Zuckers einzuwenden gewesen?
Die Zweistufung orientiert sich am GB Modell, das bereits gute Ergebnisse bei der Reduzierung des Zuckergehalts erzielt hat. Der Gedanke dahinter ist, Hersteller gezielt dazu zu bewegen bestimmte Grenzwerte zu unterschreiten, eine grammgenaue Besteuerung würde zwar ebenfalls Anreize schaffen, allerdings ohne diesen gezielten Druck an den Grenzwerten.
 
Araska schrieb:
Huh? Im ÖRR war von 'ca. 12 Euro bis 2030' für eine normale Packung die Rede, wo kommen deine 15 her?
Ich hatte von 12 € gelesen, bestimmte "Markenprodukte" könnten aber bis zu 15 € kosten.....!?
 
banditone schrieb:
Eine Zuckersteuer wäre gar nicht notwendig
Jain.
Ticket ist kein Produkt, das in klassischen Sinne eine Sucht auslöst, wie Alkohol, Opioide oder Nikotin, es löst aber ähnliche Mechanismen aus und erhöhter Zuckerkonsum fördert das Verlangen nach mehr davon, gewissermaßen also Craving.

Gab dazu auch Mal eine Studie vom Max Planck Institut.

Einen Konsens diesbezüglich gibt es innerhalb der Medizin aber mWn nicht, die Veränderungen im Belohnungssystem des Gehirns werden aber verändert.

Ich lehne mich jetzt Mal etwas aus dem Fenster, aber dieses Verhalten wird auch den Konzernen bekannt sein, entsprechend kann man das Konsumverhalten zu einem gewissen Maß beeinflussen.

Von dem Standpunkt aus finde ich es richtig, dem Zuckergehalt einhalt zu gebieten.


Metabo finde ich vom Ansatz her auch interessant, ist aber in meinen Augen auch nicht vollends gerecht und lässt sich in meinen Augen nicht mit Art. 2 des Grundgesetzes vereinbaren.
 
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Trotz aller Diskussion um die Gesundheit lohnt es sich aber mal einen Blick auf die steuerlichen Einnahmen zu werfen.

Ab dem ersten vollen Jahr (2028) kalkuliert man wohl mit etwa 900 Mio. pro Jahr bei der Zuckersteuer.

Die stufenweise Erhöhung der Tabaksteuer bringt bis einschließlich 2030 geschätzte über 11 Mrd. € zusätzlich ein. Ab 2030 jährliche Mehreinnahmen von 4,4 Mrd. € Die Einnahmen 2025 aus der Tabaksteuer lagen bei 17,6 Mrd. €. Die Summen haben mich dann doch überrascht.

Die Verluste aus dem "Steuergeschenk" Mineralölsteuer sollen sich bis Ende des Jahres auf ca. 4 Mrd. € belaufen.

Bei allen mehr oder weniger guten Absichten bzgl. unserer Gesundheit, sollte daher auch klar sein, dass es mal wieder ums Geld geht! Große Ausfälle bei der Tabaksteuer könnte sich der Staat gar nicht leisten. Ohne an dieser Stelle die entsprechenden Kosten im Gesundheitswesen, die durch Rauchen entstehen gegen zu rechnen.
Die Zuckersteuer ist so eine Mischung aus Vorsorge und erwünschten zusätzlichen Einnahmen unter Verschonung von Teilen der heimischen Wirtschaft.
 
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