Diskussionsthread: Deutsche Politik

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Capet schrieb:
An diesen Punkt bin ich inzwischen auch angekommen, im Sinne von "lasst sie sich selbst "entzaubern"".

Das muss man sich auf mehreren Ebenen erstmal leisten wollen. Wie ja die Verwandtenaffäre zeigt, schanzt man sich auf einem ganz neuen Niveau selbst das Geld zu. Dazu kommen später dann weitere Einnahme´n wie ein Ruhegehalt und ähnliches. Diese Art von Geldadel will man sicher nicht fördern.

Zudem mag man das Bundesland wirtschaftlich vielleicht vor die Wand fahren, ausbaden können das trotzdem andere. Über den Länderfinanzausgleich kann man dann weiter schön Geld reinbuttern. Und eventuell durchgesetzte Gesetze/Verordnungen, die vielleicht verfassungswidrig sind, muss man auch zurücknehmen. Ich denke da werden schon öffentlichkeitswirksam Brotkrumen verteilt, deren Rücknahme gesellschaftlich nicht unbedingt gut ankommen muss.

Und wird eine AfD-Regierung scheitern? Ich glaube nicht zwangsweise dran, zuviele Maßnahmen sind sehr kostenneutral umzusetzen. Zudem zeigen die Wahlen in den Gemeinden/Städten/Landkreisen mit AfD-Amtsträgern trotzdem eine weitere Zunahme bei den Stimmen. Sesselmann als eher biederer Landrat sorgte jedenfalls nicht dafür, das die AfD dort abstürzte. Und er hat einige unpopuläre Entscheidungen treffen müssen. Die Opferrolle passt gut zu einer Landesregierung, die Grünen/EU/Bund verbieten uns dieses und jenes, also wählt weiter uns. Während man sich selbst weiter gut die Taschen vollmacht.

Selbst wenn die Partei Stimmen verliert, wäre sie bspw. mit 30 % Stimmenanteil "entzaubert"? Koalitionen hätten es auch so schwer, was aber nicht nur an der AfD sondern auch dem immer größer werdenden Parteienspektrum liegt.
 
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Knergy schrieb:
Das muss man sich auf mehreren Ebenen erstmal leisten wollen. Wie ja die Verwandtenaffäre zeigt, schanzt man sich auf einem ganz neuen Niveau selbst das Geld zu. Dazu kommen später dann weitere Einnahme´n wie ein Ruhegehalt und ähnliches. Diese Art von Geldadel will man sicher nicht fördern.
Solche Fälle gibt es allerdings parteiübergreifend und sie sind kein Alleinstellungsmerkmal der AfD. Und ja, ich gehe durchaus davon aus, dass die AfD das noch stärker ausnutzen könnte. Die Möglichkeit, solche Begünstigungen deutlich einzuschränken, hätten die etablierten Parteien aber längst, nur würde das dann eben alle Parteien betreffen. Genau da liegt der Haken.

Ich wäre übrigens dafür, Politikern weitgehend zu verbieten, Verwandte oder ihnen nahestehende Personen aufgrund ihres Mandats zu beschäftigen oder ihnen daraus anderweitige Vorteile zu verschaffen. Gleiches gilt für entsprechende Begünstigungen gegenüber hochrangigen Vertretern aus Unternehmen, NGOs oder anderen Organisationen. Mir ist allerdings bewusst, dass eine solche Regelung in dieser Konsequenz nie kommen wird.

Knergy schrieb:
Selbst wenn die Partei Stimmen verliert, wäre sie bspw. mit 30 % Stimmenanteil "entzaubert"? Koalitionen hätten es auch so schwer, was aber nicht nur an der AfD sondern auch dem immer größer werdenden Parteienspektrum liegt.
Es gibt keine Garantie für einen bestimmten Stimmenanteil, doch die bisherige Strategie ist offensichtlich gescheitert. Setzt sich der Stimmenzuwachs und damit auch der Machtzuwachs der AfD fort, ist eine Alleinregierung nur eine Frage der Zeit.

Der effektivste Weg wäre natürlich eine klassische Priorisierung der Politik auf den Durchschnittsarbeiter zwischen 40–55k brutto. Damit meine ich aktive Politik und nicht den alleinigen Verweis auf irgendwelche Programme. Aber das hatten wir ja schon einmal und wird nicht stattfinden.

Aktuell passiert ja genau das Gegenteil: Aus der bereits lächerlichen Entlastung bei Arbeitseinkommen wird durch die Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge und das Aussetzen des Ausgleichs der kalten Progression eine zusätzliche Belastung. Bei Letzterem hat Klingbeil absolutes Augenmaß bewiesen, indem er sich für die Entlastung der offenbar zu hohen Kontostände der oben genannten Gruppe einsetzt, sehr wegweisend.
 
Knergy schrieb:
Und eventuell durchgesetzte Gesetze/Verordnungen, die vielleicht verfassungswidrig sind, muss man auch zurücknehmen.
Was man dann ggf. solange hinaus zögert, bis man selbst nicht mehr regierend ist und dann schön von außen schimpfen kann, dass Partei XY das abschafft, was die AfD zum wohle der Bürger eingeführt hat. Dass das aber ggf. durch Gerichte o.Ä. ohnehin kassiert worden wäre, lässt man dann womöglich stillschweigend unter den Tisch fallen.
Knergy schrieb:
Die Opferrolle passt gut zu einer Landesregierung, die Grünen/EU/Bund verbieten uns dieses und jenes, also wählt weiter uns.
Auch darin sehe ich die AfD weiterhin stark agieren.
Alles, was sie nicht machen können wird man direkt lautstark auf andere Parteien schieben wollen nach dem Motto "Wir würden ja aber die da oben lassen uns nicht!!".

Knergy schrieb:
Das muss man sich auf mehreren Ebenen erstmal leisten wollen.
Die Sache ist, will man es sich lieber in einem der Bundesländer leisten, die noch ein Wirtschaftsmotor sind oder lieber in einem ohnehin eher schwächeren Land?

Wenn die AfD schon den Rundfunkstaatsvertrag kündigen will, können sie ja auch gleich die Teilnahme am Finanzausgleich kündigen :D Auf die grob 2Mrd€ aus 2025 sind sie doch sicher nicht angewiesen. Bei 15Mrd€ Jahreshaushalt ist das doch eine kleine Summe ;)
 
@mo schrieb:
Ein Schuss, der garantiert nach hinten los gehen würde!
Für wen? Mir würde es zumindest zeigen, dass sie zu grundlegenden Veränderungen bereit sind. Ich kann mir außerdem nicht vorstellen, dass man dort allgemein zufrieden damit ist, sie immer wieder bei großen politischen Themen "Querschläger" aus Bayern einzufangen.
 
Capet schrieb:
Im Prinzip für beide!
Das Prinzip "Du lässt mich in Ruhe, dafür lasse ich dich in Ruhe" funktioniert ja letztlich und in der CDU ist man ja schließlich nicht unglücklich darüber, dass man sich auf die Sitze aus Bayern im Bundestag verlassen kann. Aber sich auch drauf verlassen kann, dass die Christsozialen in allererster Linie drauf bedacht sind ihre Mehrheiten im Stammland zu sichern.
Wem also sollte es was nützen wenn die Union da noch einen weiteren parteiinternen Kriegsschauplatz eröffnet, als ob der West-CDU und Ost-CDU Konflikt nicht schon genug wäre.
Und wer sagt denn, dass dann die CSU nicht im Bund "einmarschiert"...!?
Am Ende nimmt man sich von dem vorhandenen Wählerpotenzial diese noch gegenseitig weg oder vergrault sie vollends. Oder man hat ein schönes Stimmen Splitting und Kandidaten anderer Parteien lachen sich ins Fäustchen weil sie das Direktmandat holen.
Mal von den Kosten ganz abgesehen!
Capet schrieb:
Mir würde es zumindest zeigen, dass sie zu grundlegenden Veränderungen bereit sind.
Aber was genau sollte ein "Einmarsch" in Bayern dir zeigen?
Dass es ein Schweinegeld kostet und nichts bringt....!?
Der Wähler im Allgemeinen steht nicht so auf Streit und Zank. Siehe letzte Bundesregierung bzw. deren Ende.
Capet schrieb:
Ich kann mir außerdem nicht vorstellen, dass man dort allgemein zufrieden damit ist, sie immer wieder bei großen politischen Themen "Querschläger" aus Bayern einzufangen.
Es ist eine große demokratische Partei mit unterschiedlichen Strömungen, da kommt sowas eben vor.
Und derzeit stützt Söder den Merz doch. Wenn zur Unions internen Kritik an Merz sich der Söder hinzugesellt kann Merz gleich einpacken. Daran hat Söder aber kein Interesse, denn dann hat er den Grünen-Versteher Wüst im Kanzleramt an der Backe.
Heute haben sich ja erst mal alle Unions MPn solidarisch mit Merz gezeigt, das verschafft ihm etwas Luft. Kann aber nach dem Sonntag schon wieder ganz anders aussehen.


Ansonsten, Thema Wahlen am WE, man schau sich mal die Linke in Berlin an. Gemäß der Umfragen könnte sie stärkste Partei werden und die erste Bürgermeisterin stellen. Der Haufen ist aber so zerstritten, dass es einem jetzt schon graust.
Nicht dass es einen im 'Babylon Berlin' (der musste jetzt sein) wundern würde.....!?
 
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@mo schrieb:
Daran hat Söder aber kein Interesse, denn dann hat er den Grünen-Versteher Wüst im Kanzleramt an der Backe.
Was glaub Söder aber, wie die nächste Wahl ausgeht? Als würde nicht CDU/SPD/Grüne im Raum stehen, oder will er doch Vizekanzler unter AfD werden? Dann lieber ein Kanzler Wüst, der die Sympathie auch beim Koalitionspartner hat und mit denen Umgehen kann.

@mo schrieb:
Ansonsten, Thema Wahlen am WE, man schau sich mal die Linke in Berlin an. Gemäß der Umfragen könnte sie stärkste Partei werden und die erste Bürgermeisterin stellen. Der Haufen ist aber so zerstritten, dass es einem jetzt schon graust.
Nicht dass es einen im 'Babylon Berlin' (der musste jetzt sein) wundern würde.....!?
Das Thema hatten sie gestern bei Lanz. Wenn ich es recht in Erinnerung habe, fremdelt die SPD mit dem Thema "Enteignung von Immobilien", was die Linken groß auf die Fahne geschrieben haben. Die Grünen würden da eher mitgehen, aber für die scheint das eher ein "Nice to have" Thema zu sein, statt "Unumstößlich". Auch wenn die LINKEN wohl stärkste Kraft werden, würde ich noch nicht darauf wetten, dass diese den Bürgermeister stellen.
 
CCIBS schrieb:
Was glaub Söder aber, wie die nächste Wahl ausgeht? Als würde nicht CDU/SPD/Grüne im Raum stehen, oder will er doch Vizekanzler unter AfD werden?
Na ja vielleicht will er selbst noch mal Kanzler werden. Wenn er jetzt den Königsmörder gibt kann er das komplett vergessen.
CCIBS schrieb:
Dann lieber ein Kanzler Wüst, der die Sympathie auch beim Koalitionspartner hat und mit denen Umgehen kann.
Wenn Wüst Merz jetzt ablöst, muss er ja irgendwas anders machen als Merz. Das geht vermutlich nur mit den Grünen. Damit würde er aber die CSU bzw. die Fraktion in Nöte bringen, da Söder natürlich keinen Bock drauf hat seinen Landsleuten zu erklären warum man in Berlin was anderes tut als man im Land predigt.


CCIBS schrieb:
Auch wenn die LINKEN wohl stärkste Kraft werden, würde ich noch nicht darauf wetten, dass diese den Bürgermeister stellen
Ich auch nicht!
Es geht innerparteilich auch viel um den Gaza/Israel Konflikt. Da gibt es nicht wenige die eine sehr radikale Einstellung haben. Davon hat sich die Spitzenkandidatin Eralp distanziert.
Die Mitgliederzahl ist in den vergangenen zweieinhalb Jahren von etwa 7000 auf mehr als 19.000 angestiegen. Sehr viele junge Leute sind in die Partei eingetreten. Auf einer Mieterversammlung z.B. fordert ein Neumitglied, Eralp solle „den Kapitalismus abschaffen“. Und ziemlich viele der Neuen lehnen ein Regierungsverantwortung generell ab und machen lieber Fundamental Opposition.
Auch für Koalitionsverhandlungen hat man im Vorfeld schon Hürden aufgebaut indem man die bisherigen Landeslisten durch Bezirkslisten ersetzt hat. D.h. bisherige Führungskräfte schaffen womöglich gar nicht den Einzug ins Abgeordnetenhaus und fallen als zuverlässige Verhandlungspartner aus. So hat man den bisherigen Fraktionsvorsitzenden im Bezirk Mitte hinter einer Palästina Aktivistin platziert.
Wie und ob Eralp das alles unter einen Hut bringen will.....!?

Das Blöde ist halt, dass die anderen Parteien/Koalitionspartner ja auch nicht wesentlich zuverlässiger bzw. aus anderen Gründen ähnlich chaotisch sind. Berlin halt! 🤷‍♂️
 
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Ich bin der festen Überzeugung das viele die AFD nicht wählen, weil Sie überzeugt sind, sondern das System der Altparteien sprengen wollen.

Das hat viele Gründe, zum einen drücken siche alle letztlich vor der Regierungsverantwortung in Bezug auf unbeliebte Reformen mit weitsicht, aus Angst Stammwähler zu vergraulen. Bei Fehlern Verwantwortung zu übernhemen, oder bei vorsätzlichen Fehlern zur Verantwortung gezogen zu werden. Es entsteht der Eindruck der Unantastbarkeit der Politiker gegenüber dem "normlen" Bürger.Trotz Versagen sogar noch die Kariereleiter hochfallen. Nicht zu vergessen eine gewisse Arroganz.

Ich finde hier hat Merz und vor allem einige MinisterInnen, wie Reiche etrc. ganze Arbeite geleistet.

Es sind zu viele, vielschichtige Gründe, um sie alle zu nennen, aber im Kern geht es darum das, dass politische System in seiner jetzigen From ein Stückweig Kaputt ist.
 
Erkekjetter schrieb:
Du stellst das so in den Raum, erklärst aber in keiner Weise, wie bzw. warum ausgerechnet die SPD, die Grünen und die Linkspartei als die größten Profiteure ….
Ganz einfach, der CDU bleiben nur Koalitionspartner links der eigenen Position übrig und muss dementsprechend Zugeständnisse machen, was letztendlich zu weiteren Zuwächsen bei der AfD führt. Die CDU wird gerade dazwischen aufgerieben. Zwar können weder Grüne noch SPD in Umfragen profitieren, dennoch erhalten sie mehr politischen Einfluss. Einzig die Linke scheint in Umfragen davon zu profitieren.

Wäre morgen Bundestagswahl und das Ergebnis wäre entsprechend der aktuellen Umfragen müsste die CDU mit den Grünen und der SPD koalieren, was zu einer weiteren Erosion der CDU führen würde.
 
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@@mo
Ich würde auch sagen, gegenwertig hat keiner von der CDU auch Lust darauf, hier Kanzler zu machen. Das ist weniger ein Vertrauen in Merz, als viel mehr "Kein Bock auf den Posten". Aber warten wir wirklich mal die Wahlen am Sonntag ab.

@mo schrieb:
Berlin halt! 🤷‍♂️
Da muss ich gestehen, so tief bin ich nicht in Berlin drinnen. Dass dies nicht ausgemacht ist, dass das eventuell eine LINKE Regierung wird, wurde mir erst in den letzten paar Tagen bewusst.
 
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Jelais schrieb:
Ganz einfach, der CDU bleiben nur Koalitionspartner links der eigenen Position übrig
Wann war das je anders? Was war den früher noch da, was nicht links der CDU gewesen ist mit dem die CDU koalieren hätte können? Die FDP? Der Hauptpartner war schon immer die SPD und damit links der CDU. Das hier jetzt als „Gewinn“ linker Parteien hinzustellen ist ganz übles framing. War nie anders und faktisch hat keiner der Parteien links der CDU von dem ganze Mist profitiert. Die SPD leider unter dem Mitregieren, die Grünen unter der Schmutzkampagne Döpfners.
 
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Jelais schrieb:
Zwar können weder Grüne noch SPD in Umfragen profitieren, dennoch erhalten sie mehr politischen Einfluss. Einzig die Linke scheint in Umfragen davon zu profitieren.
Letztlich ist das auch der entscheidende Punkt: Macht ist auch in einer Demokratie nicht zwangsläufig eine Frage der blanken Stimmenanteile, sondern der Verhandlungsmacht. Daher kennen wir ja auch den Begriff des „Königsmachers“, der deutlich mehr politische Positionen durchsetzen kann, als es die reine Arithmetik erwarten ließe.

Wenn der Königsmacher nun auch weiß, dass selbst theoretische Überlegungen zu einer anderen Verhandlungsoption in dieser Situation ausgeschlossen sind, kann schon eine einzige Stimme zur Mehrheit mehr Verhandlungsmacht verleihen als 49,99 % der Mandate. Und das nutzt dieser natürlich auch.

Die Folgen davon sind langfristig alles andere als positiv. Wenn unabhängig von den relativen Stimmenanteilen immer nur eine realistische Machtoption besteht, kann beim Wähler der Eindruck entstehen, dass er am Ende wählen kann, was er will. Im Ergebnis kommt dann immer wieder etwas heraus, das mit dem, was programmatisch beworben oder im Wahlkampf versprochen wurde, nur noch wenig zu tun hat. Von dieser Entwicklung profitieren meines Erachtens vor allem die AfD und danach die Linkspartei.
 
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CCIBS schrieb:
"Enteignung von Immobilien", was die Linken groß auf die Fahne geschrieben haben.
Da bin ich eh mal gespannt wo die Linken dafür das Geld herholen möchten?
Ich habe so den leisen Verdacht, dass die Enteignung dann nicht Berlin, sondern Primär Bayern, BaWü und Hessen zahlen dürfen. Während in Berlin dann Wohnen günstig und Kitas gratis sind, dürfen Familien in Bayern easy 500+ im Monat für Kita oder KiGa bezahlen. Könnte man schonmal ungesunden Blutdruck bekommen, wenn man als betroffener darüber nachdenkt...

Shottie schrieb:
Ich bin der festen Überzeugung das viele die AFD nicht wählen, weil Sie überzeugt sind, sondern das System der Altparteien sprengen wollen.
Sehe ich auch so. Wobei es mittlerweile auch schon eine nicht unrelevante Zahl an Wählern gibt, die schlicht und ergreifend auch von der AfD überzeugt sind. Da hat die Propaganda der AfD schon sehr gut gewirkt. Da ist es auch egal, was dann noch in Medien und Zeitungen steht - laut AfD ohnehin alles Lügenpresse und Anti-AfD-Blätter.

Jelais schrieb:
CDU bleiben nur Koalitionspartner links der eigenen Position übrig
Für eine Partei, bei der es früher hieß, das rechts neben ihr keine andere Partei platz haben wird, frage ich mich, wo da jetzt die Überraschung sein soll? Mal abgesehen von den ganzen Kleinparteien über die Zeit wie NPD, REP und co.
 
Khaotik schrieb:
Während in Berlin dann Wohnen günstig und Kitas gratis sind, dürfen Familien in Bayern easy 500+ im Monat für Kita oder KiGa bezahlen. Könnte man schonmal ungesunden Blutdruck bekommen, wenn man als betroffener darüber nachdenkt...
Unabhängig davon: Bayern könnte sich als angeblich so reiches Bundesland selbst drum kümmern, da ist keine Linke aus Berlin Schuld.

Den ungesunden Blutdruck gerne an Söder und Regierung richten, aber da ist es offensichtlich nicht gewollt?
 
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Khaotik schrieb:
Da ist es auch egal, was dann noch in Medien und Zeitungen steht - laut AfD ohnehin alles Lügenpresse und Anti-AfD-Blätter.
Es gibt ja schon allein auf YT genügend Kanäle bezüglich alternative Medien, welche total freiwillig Content für die AfD machen. Da muss die AfD nicht einmal mehr etwas sagen, und die Leute schauen nicht einmal mehr bei den alten Medien vorbei.

Das gibt es natürlich auch für links Gerichtete Parteien, aber man sieht ja an den Aufrufzahlen, was sich besser klickt.

Das einzige wo sich wahrscheinlich alle Politik Influenzier einig sind, also politische Ausrichtung übergreifend, das Merz kein guter Kanzler ist.
 
Skaiy schrieb:
Unabhängig davon: Bayern könnte sich als angeblich so reiches Bundesland selbst drum kümmern, da ist keine Linke aus Berlin Schuld.
Wozu das abwertende "angeblich"?
Wenn du regelmäßig jedes Jahr 10 Mrd. (Tendenz steigend) einbezahlen darfst, kannst dir ja ausrechnen wo es evtl. zu Hause fehlen könnte.*
BaWü und Hessen sind mit etwa 4 Mrd. dabei. Hessen hat z.B. noch nie auch nur einen Pfennig/Cent aus dem Topf bekommen und jeder Bürger fragt sich vielleicht was man mit seinem pro Kopf Anteil von 638 € im Jahr sinnvolleres anstellen könnte als z.B. Berliner Enteignungen zu finanzieren.

Im Vergleich mit München, Frankfurt und Stuttgart hat Berlin diese bei den Mieten für Neuvermietungen ja eingeholt mit +/- 20 € / m² Kaltmiete. Bei den Bestandsmieten sieht das aber ganz anders aus. Da liegt der Schnitt in Berlin bei 7,70 / m². In München ist das mal eben doppelt so viel. Frankfurt und Stuttgart nicht weit davon entfernt.

Und ja, das Thema spricht man in den genannten Ländern besser nicht allzu laut an, will man nicht Flüche der derberen Sorte (die Bayern haben da einiges im Repertoire) zu hören bekommen.

(*) Und bevor jetzt wieder irgendwer auf die Idee kommt, drauf zu verweisen, dass Bayern ja auch mal Empfängerland war möge er sich bitte erst den Saldo anschauen!
 
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@mo schrieb:
Wozu das abwertende "angeblich"?
Das war eher ein Wink mit dem Zaunpfahl.

@mo schrieb:
Wenn du regelmäßig jedes Jahr 10 Mrd. (Tendenz steigend) einbezahlen darfst, kannst dir ja ausrechnen wo es evtl. zu Hause fehlen könnte.*
Ist das so? Ist Bayern nicht selbst danach gegenüber anderen Bundesländern finanziell sehr gut aufgestellt?

Das liest sich so, dass der Länderfinanzausgleich für Bayern so schlimm ist, dass das Geld so im Inland fehlt, dass eine kostenlose KiTa (um beim Beispiel zu bleiben) nicht möglich ist.

@mo schrieb:
BaWü und Hessen sind mit etwa 4 Mrd. dabei. Hessen hat z.B. noch nie auch nur einen Pfennig/Cent aus dem Topf bekommen und jeder Bürger fragt sich vielleicht was man mit seinem pro Kopf Anteil von 638 € im Jahr sinnvolleres anstellen könnte als z.B. Berliner Enteignungen zu finanzieren.
Das stellt dann meiner Meinung nach den Länderfinanzausgleich generell infrage oder passt es nur nicht, wenn unliebsame Dinge dadurch (ist das überhaupt so?) finanziert werden?

Die KI sagt, dass die CSU grundsätzlich gegen eine kostenlose KiTa ist. Es gab bis vor kurzem wohl etwas mit einem 100 €-Zuschuss an die Eltern, aber der wurde abgeschafft. Das Geld geht jetzt direkt ins System. Die Verpflichtung, den Eltern einen Zuschuss zu gewähren, entfällt somit.
Quelle: https://www.sueddeutsche.de/bayern/...itik-familie-erhoehung-kita-kosten-li.3513089

Ist es nicht eher so, dass es zumindest von der CSU grundsätzlich erst gar nicht politisch gewollt und der Länderfinanzausgleich zu dem Thema ein Scheinargument ist?
 
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@@mo, mag ja sein, aber warum immer so einseitig

Bayern will doch immer topnotch sein, also können Sie auch das meiste bezahlen. Fakt ist, Sie können es sich leisten und das recht locker. Außerdem finde ich es durchaus richtig, dass Sie sich entsprechend beteiligen, schließlich kaufen auch nicht-Bayern-Bürger Ihre Autos oder marschieren aufs Oktoberfest, um mal die ganz stumpfen Beispiele zu nennen. Bayern zählt soweit ich weiß auch immer noch zu DE

Deswegen kann ich die Luftpumpe Söder, ich nenne ihn manchmal Mini-Trump(nur noch lächerlicher- ja das geht :D), auch überhaupt nicht leiden.

Man darf nicht vergessen, dass sich wahrscheinlich das meiste Einkommen/Vermögen unten im Süden sammelt und das beruht im Prinzip auf Standortglück. Das Leute finanziell dort ausgezogen werden ist nur logisch. Motto: Du willst Schickimicki sein, dann zahl dafür. Scheint ja zu funktionieren, trotz allem.
 
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@Confused Johnny : Selten so viel Unsinn gelesen.
1. Woher willst Du wissen, ob ich "Schickimicki" bin, bzw. ob ich es sein will?!?
2. Wenn es in anderen Bundesländern attraktiver wäre, wurden Audi oder BMW (als zwei Beispiele) auch dort produzieren.
3. Oktoberfest (oder die Wiesn, wir wir hier in Bayern sagen): Es steht doch jedem frei ein ähnliches Fest irgendwo anders aufzuziehen.
4. Warum sammelt sich so viel Vermögen im Süden? Diese Frage sollten die anderen Länder für sich klären. Dann könnte man das Kopieren und so Erfolge einfahren, anstatt nur zu sagen, Ihr habt so viel, gebt mal ab.

Wenn Du Bayern nicht magst, ist das schon o.k. Jeder so, wie er mag. Aber es wäre doch mal zu überlegen, das andere ein wenig besser mit ihrer Kohle umgehen.
Ist ja nicht so, dass das Geld in Bayern einfach so vom Himmel fällt.
 
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Hagen_67 schrieb:
4. Warum sammelt sich so viel Vermögen im Süden? Diese Frage sollten die anderen Länder für sich klären. Dann könnte man das Kopieren und so Erfolge einfahren, anstatt nur zu sagen, Ihr habt so viel, gebt mal ab.
Ganz so ist es nicht. Die anderen Länder sagen sich, jedes Land kann machen was es will, also auch Bayern es so machen wie es es macht, aber wir können auch sagen, wir mögen es nicht so machen wie es die Bayern machen, weil das nicht zu uns passt und wir keine Bayern werden wollen. Da aber Bayern mit seiner Methode mehr Geld generiert als andere, aber seine Methode durch die anderen nicht beeinflusst werden will und kann, muss es zum Ausgleich mit den anderen teilen. Entgegengesetz könnte es Bayern auch so machen wie alle anderen, aber das will es nicht.

Anders gesagt: So wie es die Bayern machen gefällt und taugt den anderen nicht, aber sie wollen und können auch nichts dagegen sagen, also lassen sie Bayern machen, fordern aber im Gegenzug ein Teilen mit allen anderen von Bayern ein. Das ist die Freiheit im Freistaat. Ansonsten müsste Bayern sich abspalten als eigener Staat.
 
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