Capet schrieb:An diesen Punkt bin ich inzwischen auch angekommen, im Sinne von "lasst sie sich selbst "entzaubern"".
Das muss man sich auf mehreren Ebenen erstmal leisten wollen. Wie ja die Verwandtenaffäre zeigt, schanzt man sich auf einem ganz neuen Niveau selbst das Geld zu. Dazu kommen später dann weitere Einnahme´n wie ein Ruhegehalt und ähnliches. Diese Art von Geldadel will man sicher nicht fördern.
Zudem mag man das Bundesland wirtschaftlich vielleicht vor die Wand fahren, ausbaden können das trotzdem andere. Über den Länderfinanzausgleich kann man dann weiter schön Geld reinbuttern. Und eventuell durchgesetzte Gesetze/Verordnungen, die vielleicht verfassungswidrig sind, muss man auch zurücknehmen. Ich denke da werden schon öffentlichkeitswirksam Brotkrumen verteilt, deren Rücknahme gesellschaftlich nicht unbedingt gut ankommen muss.
Und wird eine AfD-Regierung scheitern? Ich glaube nicht zwangsweise dran, zuviele Maßnahmen sind sehr kostenneutral umzusetzen. Zudem zeigen die Wahlen in den Gemeinden/Städten/Landkreisen mit AfD-Amtsträgern trotzdem eine weitere Zunahme bei den Stimmen. Sesselmann als eher biederer Landrat sorgte jedenfalls nicht dafür, das die AfD dort abstürzte. Und er hat einige unpopuläre Entscheidungen treffen müssen. Die Opferrolle passt gut zu einer Landesregierung, die Grünen/EU/Bund verbieten uns dieses und jenes, also wählt weiter uns. Während man sich selbst weiter gut die Taschen vollmacht.
Selbst wenn die Partei Stimmen verliert, wäre sie bspw. mit 30 % Stimmenanteil "entzaubert"? Koalitionen hätten es auch so schwer, was aber nicht nur an der AfD sondern auch dem immer größer werdenden Parteienspektrum liegt.