Donald Trump wird 45. Präsident der USA? Ein (Alb-)Traum?

Würdest du Bernie Sanders in den USA wählen?

  • Ja

    Stimmen: 96 66,7%
  • Nein

    Stimmen: 48 33,3%

  • Umfrageteilnehmer
    144
Vieles was unangenehm ist, ist auch nützlich. So sind ein paar Prozent Steuern für Normal bis Gutverdiener sicher "lohnenswert" wenn dafür weniger Leute doof bleiben oder bei der Tafel anstehen müssen.

Genauso fänd ich unbegrenztes Einzahlen in Sozialsysteme, bei gedeckelter Leistung viel fairer als das derzeitige system wo manche Gutverdiener, Kammerfähige Berufe und vorallem Beamte ein Vielfaches an Rentenbezügen "reservieren" obwohl sie durchaus privat vorsorgen könnten (und es auch tun).
 
Es wird wieder ausgezählt. Zweieinhalb Wochen nach dem Wahltag sorgen zwei Einsprüche dafür, dass im US-Bundesstaat Wisconsin das knappe Ergebnis bei der Präsidentschaftswahl von Grund auf überprüft wird.

Nicht nur in Wisconsin, sondern auch in Michigan und Pennsylvania hat sie diesen Schritt für die kommenden Tage angekündigt. Auch hier lag Trump ebenfalls nur knapp vorn - hätte Clinton alle drei Staaten gewonnen, wäre sie Präsidentin geworden.


könnte nochmal interessant werden
 
Der Vorsprung ist zwar knapp, aber das sie sich um ~27000 Stimmen verzählt haben ist dann auch wieder fraglich. Naja, ich bin gespannt für Jill Stein gehts ja eigentlich um etwas anderes, für sie gehts um die Wahlförderung für die nächste Wahl.
 
Ich find schon etwas fragwürdig, dass die Hürde für eine Neuauzählung der Lächerliche Betrag von 5-6 Millionen Dollar sind (inkl empfohlene Anwaltshonorare und Gerichtskosten).
Nicht, dass es einfach zu haben sein muss (dann is nie Ruhe), aber wenn es (wie ich jetzt glaube) berechtigte Zweifel gibt, wieso kann der Vorgang nicht von einer Behörde selbst ausgelöst werden?

Egal. Hauptsache die USA reformieren ihr Wahlsystem. Die Wahlmänner haben keine Berechtigung. Flächenstaaten ohne Bevölkerung können ja schlecht anführen, dass sie aufgrund des Flächenanteils mehr stimmen bräuchten.
 
Die können die Wahlmänner gerne behalten. Sie sollten nur pro Bundesstaat aufgeteilt werden. 50% der Wahlmännerstimmen gehen wie bisher komplett an den Sieger. Die zweiten 50% werden nach Stimmenanteil aufgeteilt.

Dann wäre es auch wieder für Anhänger der Republikaner reizvoll in Kalifornien wählen zu gehen und im Gegenzug würde es sich für Anhänger der Demokraten lohnen, in Texas den Weg zur Wahlurne zu finden.
 
Naja, heutzutage darf auch jede Stimme gleich viel zählen. Von mir aus wählt das ganze Land dann eine große Versammlung die dann aus so viel Leuten Besteht wie nötig um die Wahl abzubilden.
 
Hillary Clinton's campaign said Saturday it will take part in efforts to push for recounts in several key states, joining with Green Party candidate Jill Stein
http://edition.cnn.com/2016/11/26/politics/clinton-campaign-recount/index.html
"The show must go on!"

@Wahlsystem
Naja, dann zählen nur SanSan, NY-Chicago und Miami-Orlando, alles traditionell Demokratenhochburgen. Bringt 2 Probleme mit sich:
-Spaltung zw. Inland und Megacities an den Küsten (noch stärker wie jetzt)
-Die einzelnen Staaten werden ihre Macht nicht kampflos aufgeben. (Man hat das System ja nicht grundlos eigeführt (Föderalismus))
 
Aber im Populismus wird man sich dem Argument nicht erwähren können, dass die Stimmer jedes Wählers gleich viel wert sein muss.
Nicht umsonst stampfen AfD, Trump und Ergogan immer mit dem Fuß auf und schreien "Demokratie"...irgendwie müssen sie sich ja legitimieren.

Und das Wahlmännerprinzip sorgt ja dafür, dass sich wählen in bestimmten Staaten halt nicht lohnt.
 
Jedes System, welches mehr als zwei Einzelteile/Komponenten hat, ist immer ein Kompromiss, egal ob technisch, biologisch oder sozial-politisch. Damals war es ein Kompromiss, um (u.a.) die kleineren Staaten bei der Stange zu halten, heute um die Bevölkerungsverteilung wenigstens anssatzweise auszugleichen.
Ja, es ist vollkommen antiquiert und überholt: bereits die "Totenwahl" oder die nicht vorhandene Kontrolle der Personalien (gut gibts auch bei uns) gehören seit Jahrzehnten abgeschafft. Spätestens nach der Bush-Wahl war der Ruf nach Veränderung nicht zu überhören. Der Knackpunkt ist jedoch: wer und vor allem wie macht es?
- die Sache überhaupt anleiern (so wie bei uns Legislaturperiode von 4 auf 5 Jahre verlängern, alle sind irgendwie dafür, machen tuts aber keiner)
- Verfassungsänderung durchboxen (notwendige Mehrheiten)
- die Macht der Staaten eingrenzen
- sehr starkes Misstrauen gegenüber den Fed's überwinden
- dafür sorgen, dass kein Bürgerkrieg losbricht (es gibt genug Leute die jegliche Änderungen der Verfassung kategorisch ablehnen, dazu sind es meist die Rep's aus den Flächenstaaten); es brodelt jetzt schon ordentlich, was die Populisten durchaus ausnutzen (Hillary gehört IMO genauso dazu wie Trump)

Mir fällt keine Lösung ein, die wenigstens die letzten drei Punkte unter einen Hut bringen könnte.

@Populisten
Sie wurden nach dem geltenden Recht gewählt, von daher keine Einwände. Erst wenn sie versuchen dieses Recht zu ändern (Erdogan), wirds interessant.
Allgemein sehe ich das eher als ein Versagen der "Mainstream"-Parteien, aber das ist OT.
 
Gut, ist von Buzzfeed, aber auch der Guardian hat darüber geschrieben.

Over the past year, the Macedonian town of Veles (population 45,000) has experienced a digital gold rush as locals launched at least 140 US politics websites. These sites have American-sounding domain names such as WorldPoliticus.com, TrumpVision365.com, USConservativeToday.com, DonaldTrumpNews.co, and USADailyPolitics.com. They almost all publish aggressively pro-Trump content aimed at conservatives and Trump supporters in the US.

Auf der einen Site bin ich tatsächlich mal beim Surfen gelandet. Für die Erhöhung des Traffics wurden da auch munter "Fakten" erfunden.

Da wirkt der Haufen sich unabhängig im Internet Informierender gleich noch ein bisschen besser informiert.

Ajtopper schrieb:
@Populisten
Sie wurden nach dem geltenden Recht gewählt, von daher keine Einwände. Erst wenn sie versuchen dieses Recht zu ändern (Erdogan), wirds interessant.

Naja, ich finde es wird da problematisch, wo der Populist nach der Wahl von keinem (z.B. Presse) mehr zur Verantwortung gezogen wird, wenn all die schönen Seifenblasen platzen. Im Moment liest/hört man aber recht häufig von Leuten, die diese Kritik seitens der Presse falsch und unangebracht finden. Weil die Presse ja eh lügt. Und andere Kanäle viel neutraler sind.

Ajtopper schrieb:
Allgemein sehe ich das eher als ein Versagen der "Mainstream"-Parteien, aber das ist OT.

Jein. Ich meine, die Parteimitglieder und Funktionäre kommen ja aus der Wählerschaft. Imho haben große Teile der Bevölkerung - aus welchen Gründen auch immer - so lange vor der Thematik die Augen verschlossen, dass man jetzt nicht mehr sagen kann, was zuerst da war. Die Politikverdrossenheit, da die Politiker so abgehoben "gegen" das Volk regieren oder das Volk, dass mit dem Wahlverhalten eben jenes Verhalten der Politiker über Jahrzehnte belohnt und im Sinne der Konditionierung verstärkt hat.
 
Zuletzt bearbeitet:

Wer am Morgen mal wieder was zu lachen haben will... Trump kann es einfach nicht haben, wenn nicht alle anerkennen, wie grossartig und toll er ist. Jetzt behauptet er schon, Millionen haetten illegal abgestimmt, ohne das es zuvor irgendwelche Indizien dafuer gegeben haette. realDonaldtrump bleibt bei der beste Satire Account auf Twitter :D

Bin aber mal gespannt, wann ihm irgendwer seiner Berater einfach aus Verzweiflung sein Handy wegnimmt und aus dem Fenster im Trumo Tower schmeisst, damit er nicht noch mehr Unfug twittern kann.
 
Naja ich sag mal so: Wenn man das wirklich wirklich haette geheim tarnen wollen, haette es sicherlich andere Wege gegeben, als das Geld ganz offiziell im Namen eines Ministeriums zu ueberweisen. Und es ist ja nun nicht so, dass die Clinton Stiftung nicht doch hin und wieder, Entwicklungshilfe Projekte unterstuetzt und dafuer Geld ausgibt.


Scheint gestern Abend auch wieder nen Trump-kritischen Bericht bei CNN gegeben zu haben, der Trump dazu veranlasst hat, spaet abends nochmal ne Tirade auf Twitter loszulassen.

https://twitter.com/realDonaldTrump

Also er behauptet, es haette millionenfachen Wahlbetrug und illegale Stimmenabgabe gegeben, ohne das irgendwie zu belegen. Jetzt stellen sich Journalisten hin und sagen, dass es dafuer keine Beweise gibt. Daraufhin beschuldigt Trump die Journalisten, sie seien schlecht und wuerden ihre Arbeit nicht tun, weil sie keine Beweise haben, dass es keinen Wahlbetrug gibt. Eh ja alles klar :evillol:

Pathetic - you have no sufficient evidence that Donald Trump did not suffer from voter fraud, shame! Bad reporter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn Trump als Präsident ernst genommen werden will, sollte er Twitter löschen. Das ist hochgradig peinlich. Und nach wie vor bezieht er alles immer stets auf sich. Das Trump ein Narzisst ist, ist ja fast Untertreibung...
 
achwas, gibt ne viel einfachere lösung für trump: er sollte bei erdogan abschauen und einfach alle kritische presse verbieten und jeden journalisten, der sich aus seiner sicht unvorteilhaft äußert inhaftieren. dann is doch alles gut :D
bin mal gespannt ob trump diese idee wirklich mal aufgreift :D
 
Und weiter dreht sich das illustre Personalkarussell des President-Elect.

Steven Mnuchin, früherer Partner der US-Investmentbank Goldman Sachs, wird Finanzminister. Wie war das noch gleich im Wahlkampf? Den Sumpf trocken legen, die Eliten bekämpfen?
I know Wall Street. I know the people on Wall Street.... I'm not going to let Wall Street get away with murder. Wall Street has caused tremendous problems for us.
- January 9, 2016 campaign speech in Ottumwa, Iowa -

https://youtu.be/xtXPvzVftFs?t=2m56s
Nicht, dass das seine Kritiker schon seit Monaten anmerken und Widersprüche aufzeigen. Das mal dahin gestellt, aber dass es die Menschen gibt, die Trump genau wegen solcher Aussagen gewählt haben und ihm es jetzt nicht einmal krumm nehmen, dass er wiederholt und offensichtlich gelogen hat. Er hat exakt das Gegenteil gemacht, von dem was er ihm Wahlkampf angekündigt hat.
 
@Noxiel

Und wo ist nun der Widerspruch? Er hat mal bei Goldman Sachs gearbeitet, weil der Papa Partner dort war/ist(?), ist aber seit 2002 nicht mehr dort. Also für mich nun nicht gerade "Elite" oder Widerspruch. So wie ich das sehe ist er der Gründer und Geschäftsführer von RatPac-Dune Entertainment die unter anderem X-Men Filme und Avatar produziert haben. Also ist es ein weiterer Gründer bzw. Geschäftsmann der in die Politik geht bzw. kommt.

Also kurz gesagt ich finde die Entscheidung gut bis sehr gut. Ich bin eh der Meinung, dass man ein Land mal als Unternehmen führen sollte. Das hätte deutliche Vorteile vor allem im öffentlichen Dienst Stichpunkt Kundenorientierung.
 
Und ich bin immer noch der Meinung, die Menschen haben Trump nicht wegen seinen Plänen gewählt, sondern weil sie eben nicht Frau Clinton wollten. Protest nennt man das.
 
Zurück
Oben