Download rate von Netzwerk Gerät einschränken aber volle Geschwindigkeit zum NAS

Zerber

Lt. Commander
Registriert
Juni 2007
Beiträge
1.061
Hi, hat jemand eine Idee, wie man es umsetzen könnte, dass bestimmte Netzwerkgeräte im Download über Internet eingeschränkt werden, aber dennoch im lokalen Netzwerk die volle Geschwindigkeit zum NAS haben?

Aktuell nutze ich ein Netgear GS108E-300PES, mit dem ich zumindest den port auf eine bestimmte Geschwindigkeit einschränken kann, aber das betrifft dann natürlich auch die Verbindung zum NAS.

Eventuell wäre es mit einem Gerät, wie dem Ubiquiti ER-X umsetzbar.
 
2 Möglichkeiten:
a) neuer Router (Ich würde da was mit openwrt nehmen)
b) Neue Netzwerkkarte kaufen und eine Direktverbindung zum NAS. machen. Oder eben nochmal zum Router/Switch gehen aber das Routing im PC anpassen damit NAS Verkeher rein darüber geht.
 
Genau bestimmte Clients auf z.B. 10 Mbit ins Internet begrenzen? Ist meist nicht direkt machbar. Eine pauschale Begrenzung ist meist unnötig, da sie nichts nützt, wenn genug frei ist. Dann wäre es sogar kontraproduktiv. Router priorisieren daher eher per QoS. Bei der Fritzbox z.B. kann man fürs Heimnetz 50% reservieren, wenn man das Gastnetz aktiv schaltet. Das greift aber nur solange, wie 50% gebraucht werden. Wird weiter nichts gebraucht, bekommt das Gastnetz richtigerweise doch 100%.
 
So sieht's aus. Dafür gibt es QoS bzw. sowas muss nun mal innerhalb des Routers passieren. Der Switch weiß ja wie du schon festgestellt hast gar nicht ob der Traffic lokal bleibt oder ins www geht.

Ich selber nutze es nicht, aber NetLimiter kann soweit ich weiß zwischen Netzwerk- und Internet-Traffic unterscheiden (Zonenfilter) und entsprechend limitieren. Wie gut sich das auf dein Szenario anwenden lässt, kann ich mangels eigener Erfahrung mit NetLimiter leider nicht sagen. Im Zweifel einfach mal ausprobieren.


Ein ER-X kann natürlich auch QoS und ist dahingehend sogar recht komfortabel aufgestellt, dennoch bedarf ein fortgeschrittener Router wie die ERs ein gewisses KnowHow zur Einrichtung. Ja, die Kisten haben eine GUI, nein, nicht alle Funktionen sind dort auch implementiert, ja, man muss unter Umständen sogar auf die Kommandozeile runter, um erweiterte Funktionen zu konfigurieren. Das ist zwar alles kein Hexenwerk und es gibt zahlreiche Tutorials und die Community ist auch recht aktiv, aber ein gewisses Grundverständnis ist Pflicht.
 
Also eine direkte 2. Verbindung zum NAS ist so nicht umsetzbar.

Die Sache mit dem Gastzugang in der Fritzbox ist ein interessanter Ansatz, aber die Box sperrt den Zugang zum normalen heimnetz, also auch zum NAS, wenn sich ein Gerät im gastnetz befindet. Eventuell lässt sich da über ein vlan noch was drehen.

NetLimiter, in dem Fall nicht einsetzbar, da es kein Windows Client ist, aber das Tool merke ich mir mal, könnte noch nützlich sein.

Läuft als wohl auf einen besseren Router hinaus. Wenn mir jetzt noch jemand besätigen kann, dass der ER-X im Qos die gewünschte Funktion bietet, würde ich mich da mal reinlesen und etwas einarbeiten.

Alternative Vorschläge für andere Router sind auch willkommen.
 
Zerber schrieb:
NetLimiter, in dem Fall nicht einsetzbar, da es kein Windows Client ist, aber das Tool merke ich mir mal, könnte noch nützlich sein.
[Sarkasmus]
Ach so!! Naja, für MS-DOS und OS/2 gibt es sowas sicherlich auch. Gibt es noch mehr Betriebssysteme? Nee, oder?
[/Sarkasmus]

Wenn du schon sagst, dass es kein Windows ist, darfst du uns auch gerne verraten was es denn sonst ist. Ohne Angabe des Betriebssystems geht man natürlich aus dem Stegreif erstmal davon aus, dass es sich um Windows handelt.


Wenn das QoS im Router steckt, ist es im Prinzip egal welcher Router mit QoS zum Einsatz kommt. Das QoS im Router wird ja Richtung www konfiguriert und der lokale Traffic läuft einfach über den Switch und wird vom QoS überhaupt nicht angefasst.

Je nach Erfahrung im Bereich Netzwerke ist QoS in einem Consumer-Router wie Fritzbox und Co für den Anwender deutlich einfacher einzurichten, auch wenn oder gerade weil es oftmals in eher rudimentär konfigurierbar ist. In einem ER-X gibt es verschiedene Mechanismen, die jeweils unterschiedlich arbeiten und diverse Vor- und Nachteile haben. In einer Fritzbox mag QoS daher fast nur ein Häkchen sein, bei einem EdgeRouter kann man Stunden mit der Konfiguration bzw. der Optimierung verbringen ;)
 
Das Asus UFO ist glaube nicht ganz, was ich suche und etwas teuer :D
Der ER-X ist da mit 50€ etwas attraktiver.

Da ich das ganze eigentlich auf netzwerkebene lösen wollte, dachte ich nicht, dass das os eine Rolle spielt.

Im konkreten Fall handelt es sich um einen Media Player, welche große Files vom NAS abspielen soll aber zb bei der Wiedergabe von netflix inhalten nur einen bestimmten Anteil der Internet Bandbreite nutzen soll, da andere Client sonst ständig buffern. Mit einer besseren Internet Leitung hätte ich das Problem sicher nicht, aber bei mir kommen nur ca 11k an.

Qos der Fritzbox 4790 bringt leider nicht die gewünschten Ergebnisse.
 
Zuletzt bearbeitet:
Netflix zu beschränken bedeutet: stotternde Wiedergabe.


Es gibt sicher eine Möglichkeit, mittels einem raspi sowas zu bewerkstelligen.
 
QoS im ER-X muss man aber adäquat einrichten. Streams erzeugen zum Beispiel nicht zwangsläufig eine konstante Auslastung von zB 4 Mbit/s, sondern werden je nach Plattform/Player etappenweise gepuffert. Heißt: Puffer mit 100% Auslastung füllen, mit 0% Auslastung aus dem Puffer abspielen bis Puffer bei xx%, Puffer erneut mit 100% Auslastung füllen... Man muss daher auch Bursts berücksichtigen, kurzzeitig hohe Auslastungen, die eben diese Puffer-Spitzen abdecken und nicht unnötig kastrieren.
 
Also bis jetzt hatte ich in dieser Hinsicht keine Probleme mit Netflix, da scarliert die App sehr gut mit der zur Verfügung stehenden Bandbreite.
 
Zurück
Oben